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Dieser Rekord ist brandgefährlich

Eine Zahl, die aufschreckt: Im März wurde die höchste CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre gemessen, seit es Menschen gibt. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass der Kohlenstoff in der Erde bleibt – sonst droht ein unkontrollierbarer Klimawandel.

Eine Zahl, die aufschreckt: Im März wurde die höchste CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre gemessen, seit es Menschen gibt. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass der Kohlenstoff in der Erde bleibt – sonst droht ein unkontrollierbarer Klimawandel. 

Das hat die Welt seit einer Million Jahren nicht mehr gesehen – und da gab es noch keine Menschen: Im März 2015 überstieg die globale CO2-Durchschnittskonzentration in der Atmosphäre erstmals die Schwelle von 400 Parts per Million (ppm). Klimawissenschaftler/innen betrachten 350 ppm als die Grenze, bei der ein gefährlicher Klimawandel noch vermieden werden könnte. Die Verbrennung fossiler Energien muss also drastisch heruntergefahren werden, damit die Konzentration wieder so weit sinkt, dass das Klima nicht aus dem Takt gerät.

CO2-Konzentration in der Erdathmosphäre

Damit das passiert, müssen 90 Prozent der Kohle in Europa im Boden bleiben. Und das geschieht nicht von allein. Die Energiekonzerne wollen gern auch den letzten Rest aus der Erde holen. Im Moment plant die Regierung ein Gesetz, mit dem die klimaschädlichsten Braunkohle-Meiler endlich gedrosselt würden. Ein wichtiger, aber noch lange nicht ausreichender Schritt, um einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Und selbst der wird von der Kohle-Lobby massiv attackiert.

Der CO2-Rekord in der Atmosphäre zeigt: Wir müssen jetzt für den Klimaschutz kämpfen.

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Autor*innen

Chris Methmann

Chris Methmann

Dr. Chris Methmann ist Geschäftsführer von foodwatch Deutschland. Vorher hat er bei Campact Kampagnen geleitet. Als langjähriger Aktivist und Campaigner in der Klimabewegung streitet er für ein Ernährungssystem, das die Grenzen unseres Planeten endlich respektiert – und setzt sich dafür ein, dass nur ehrliches, gesundes und zukunftsfähiges Essen auf unseren Tellern landet.

8 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Dieses CO2 ist doch bei Weitem noch nicht Alles. Wenn ich lese, dass bei im Tagebau geförderter Steinkohle pro Tonne 1 Tonne Methangas freigesetzt wird das die in der Umgebung lebenden Menschen in Kolumbien dahinsiechen und massenweise sterben lässt, wage ich nicht darüber nachzudenken was passiert wenn durch die Erderwärmung und auch durch Ozeanerwärmung das in Sedimenten gespeicherte Methan freigesetzt wird und in die Umwelt steigt. Dann wird es aber wunderschön auf Erden, dann wird auch einmal einem Dollarmilliardär recht warm ums Hirn das er nicht hat.

  2. Eine Frage an den Autor:
    mich würde die räumliche Verteilung der CO2-Konzentration interessieren. Gibt es dazu weiterführende Informationen?

  3. Ist doch gut… sollte die Spezies Mensch aufgrund ihrer Gier und Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Organismus Erde, von diesem Planeten getilgt werden, dann haben wir es so verdient. Denn kein Organismus kann eine solche Riesenanzahl von Schmarotzern dauerhaft ertragen und wird sich ihrer entledigen bevor er eingeht… und keiner von uns allen, vor allem in den Industrienationen, ist unschuldig!

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