Im August ist Ende Gelände für Kohlebagger

"Wenn die Kohlelobby den Klimaschutz blockiert, legen wir die Kohle lahm.” Mit einer großen und friedlichen Aktion wollen hunderte Aktivist/innen für einen Tag einen Braunkohle-Tagebau lahmlegen. Im Interview erklärt Martin Weis, der Sprecher von der Aktion Ende Gelände, warum es nötig sei, dass gerade jetzt die Bagger blockiert werden.

von  77 Kommentare
“Wenn die Kohlelobby den Klimaschutz blockiert, legen wir die Kohle lahm.” Mit einer großen und friedlichen Aktion wollen hunderte Aktivist/innen für einen Tag einen Braunkohle-Tagebau lahmlegen. Im Interview erklärt Martin Weis, der Sprecher von der Aktion Ende Gelände, warum es nötig sei, dass gerade jetzt die Bagger blockiert werden.

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Was genau habt Ihr für den August geplant?

Martin Weis: Vom 14. bis 16. August werden wir mit vielen hundert Menschen die Kohlebagger von RWE stoppen. Unter dem Motto “Ende Gelände – Kohlebagger stoppen, Klima schützen” wollen wir einen Tagebau in der Nähe von Köln für einen Tag lahmlegen. Hunderte Aktivist/innen werden in den Tagebau gehen, dort die Bagger blockieren und symbolisch zeigen: Sie nehmen es nicht länger hin, dass die Energiekonzerne für ihren Profit Umwelt und Klima zerstören, sondern fordern den Ausstieg aus der Kohle.

Warum gerade jetzt?

In diesem Sommer fallen wichtige Entscheidungen, in die wir eingreifen müssen. In der Bundesregierung wird heftig um die Drosselung der Braunkohle gerungen. Nordrhein-Westfalen diskutiert über die Verkleinerung von Tagebauen. Und die Vorbereitungen für den Klimagipfel in Paris laufen auf Hochtouren. Überall hat die Kohlelobby ihre Finger im Spiel. Und es braucht jetzt Gegendruck, sonst räumen RWE, Vattenfall und Co. den Klimaschutz eiskalt ab. Wenn die Kohlelobby den Klimaschutz blockiert, legen wir die Kohle lahm.

Was sagt Ihr zu dem Vorwurf, dass Ihr zu einer illegalen Aktion aufruft?

Vielleicht ist die Aktion nicht ganz legal, aber ganz sicher ist sie legitim. Weltweit verlieren Menschen schon heute ihre Existenz durch steigende Meeresspiegel, längere Dürre-Perioden und heftige Überschwemmungen. Auch in Deutschland sind die ersten Folgen des Klimawandels schon zu spüren. Und die Kohlelobby blockiert jedes Bisschen echten Klimaschutz. Dagegen müssen wir uns stellen, auch mit zivilem Ungehorsam – einer Aktion, bei der symbolisch Regeln übertreten werden, um auf Unrecht hinzuweisen. Die Zeit, in der wir die Klimakatastrophe noch aufhalten können, rennt uns davon. Und es gibt einen himmelschreiende Lücke zwischen dem, was die Politik tut, und dem, was notwendig wäre, um die Klimakatastrophe noch aufzuhalten. Jetzt müssen wir entschieden für unsere Zukunft kämpfen.

Und warum macht Ihr dann nicht nur eine Demo?

Es entsteht gerade eine beeindruckende Bewegung gegen die Kohlekraft. Teil davon sind die großen Aktionen wie die Menschenketten in der Lausitz im letzten Sommer und im Rheinland in diesem Frühjahr. Daran nahmen jeweils tausende Menschen teil. Doch die Kohlelobby bleibt wahnsinnig mächtig. Wir müssen jetzt einen Schritt weitergehen und uns mit den RWEs, Eons und Vattenfalls dieser Welt massiv anlegen. Wir haben das schon mal getan, bei der Atomkraft, wenn im Wendland Tausende Castor-Transporte blockierten. Auch dort war ziviler Ungehorsam nötig, um die Konzerne in die Schranken zu weisen. Und jetzt geht es der Kohle an den Kragen. Weltweit stellen sich Menschen entschlossen gegen die fossile Industrie. Naomi Klein nennt diese weltweite Bewegung Blockadia. Und wir holen Blockadia jetzt ins Rheinland.

Ist das nur etwas für erfahrende Aktivisten?

Nein, jeder und jede ist eingeladen mitzumachen und kann sich im Vorfeld auf die Aktion gut vorbereiten. Und es gibt verschiedene Aktionsorte, je nachdem wie weit man gehen möchte. Viele werden bis zum Rand des Tagebaus mitkommen und sich dort mit der Aktion solidarisch erklären. Andere gehen nur ein Stück rein in den Tagebau – auf sicheren Wegen. Und wieder andere gehen langsam zu einem Bagger hin, so dass er die Kohle nicht weiter abbaggert. Für uns ist zentral: Die Aktion ist etwas für ganz viele Menschen – und das niemanden etwas passiert, hat für uns oberste Priorität.

Vielen Dank für das Interview!

Sehr gerne. Ich würde mich freuen, viele von Euren Leser/innen im Sommer im Rheinland zu sehen. Dann heißt es Ende Gelände für die Kohle. Damit die Aktion ein Erfolg wird, müssen wir richtig viele werden.

Campact ist nicht Mitveranstalter der Aktion von Ende Gelände und ruft als gemeinnützige Organisation auch nicht dazu auf. Wir streiten aber schon lange gegen Kohlekraft und berichten daher über die Aktion.

Auch wenn man noch nicht entschlossen ist, sich an der Aktion von Ende Gelände zu beteiligen, lohnt sich die Fahrt ins Rheinland. In der Woche vor der Aktion findet ein großes Klimacamp und eine Postwachstums-Sommerschule statt, die Campact unterstützt.

77 Kommentare

  • von berke

    Wie in der vergangenen Woche berichtet blasen besonders die Braunkohlekraftwerke bis zu 3800 Tonnen Quecksilber Jahr für Jahr in die LUFT. Man muss Wahnsinnig sein wennman sich für das vergiften der Umwelt stark macht!!! und die Kraftwerke weiter betreibt.

  • von Josef Häfele

    Es ist geradezu grotesk, wie unsere Kanzlerin um den Klimawechsel wirbt. Es ist ihr doch sicher bekannt, was die Kohlekraftwerke verursachen . Es gibt nur eins , diese Regierung abwählen. Hier zählt nur der Profit.Nicht einer von den Halunken denkt an die nachfolgenden Generationen.Nach mir die Sündflut ist ihre Devise. Es wird zeit , dass Deutschland endlich aufwacht.

  • von W. Diepholz

    Es geht um unsere Gesundheit und unser Klima: Die riesigen Kohlebagger von RWE und Vattenfall müssen endlich abgeschaltet werden. Wir können nicht länger hinnehmen, daß die Energikonzerne für ihren Profit Umwelt und Klima AUF UNSERE KOSTEN weiterhin zersören.
    Die Politik muß endlich Ihre Versprechen einlösen.
    Der Braunkohleabbau ist bekannter Weise zuuuu s c h m u t z i g und zuuu t e u e r
    und die Folgekosten für Umweltschäden und -geschädigte in der Gegenwart und Zukunft sind noch nicht erfaßbar, aber die Kohlelobby wird n i c h t mit 1 C e n t dafür aufkommen, alles bleibt an dem Normalo-Bürger mit kleiner Geldbörse hängen.
    Ich bin für den s o f o r t i g e n A U S S T I E G .

  • von W. Diepholz

    Der Braunkohleabbau ist für die Bürger zuuuu s c h m u t z i g und zuuu t e u e r
    und die Folgekosten für Umweltschäden und -geschädigte in der Gegenwart und Zukunft sind noch nicht erfaßbar, aber die Braunkohlenlobby wird n i c h t mit 1 C e n t dafür aufkommen, alles bleibt an dem Bürger-Normalo mit kleiner Geldbörse hängen.
    Ich bin für den sofortigen Ausstieg.

  • von Liesel Haber

    Danke für das Interview und Eure Tatkraft. Ich wünsche Euch für die Aktion gegen Kohleabbau im Rheinland viel Erfolg, ganz viele Gleichgesinnte und dass nichts aus dem Ruder läuft. In Hessen wohnend bin ich etwas zu weit weg. Aber nicht nur wegen unsrer Kinder und Enkel sehen wir mit großer Sorge, welcher Raubbau mit der Natur geschieht.
    Also: Toi, toi, toi.
    Liebe Grüße von Liesel Haber

  • von Wolfgang Rund

    Bin leicht verwundert, weil ich morgen zur musikalischen Vorbereitung der diesjährigen Lebenlaute-Aktion (Baggerblockade in Buir, aber Ende August!) nach Buir fahre. Aber lieber zweimal als keinmal bockieren!
    Viel Erfolg!

    • von Natii

      Es gibt mehre Abbau Gebiete bei jülich glesch ( nur ungefähre Angaben dazwischen liegt es jedenfalls) und eins auch bei buir. Es ist nicht nur die Umwelt da lebten auch mal Menschen und das einzige was danach da hin kommt ist ein bade See indem der Bagger versenkt wird aber bis dahin ist es noch sehr lange!

  • von Thorwesten-Waßong Thea

    super gute Idee. Ich komme wenn irgendwie möglich. Und mit mir noch andere.

  • von Dr. Sabione Dobslaw

    Kann den Beitrag leider nicht über Facebook teilen, er funktioniert nicht Leider )-:

  • von Dr. Sabione Dobslaw

    Tolle Idee !
    Leider kann ich nicht kommen – hoffe sehr, dass sich sehr viele Menschen daran beteiligen.
    ich werde meinen Kreis via Facebook auf Eure Aktion aufmerksam machen.
    Gutes Gelingen – Sabine D. aus Gülzow

  • von Gertrud Janoschka

    Ich finde die Aktion gegen den Kohleabbau und Demo für den Klimaschutz sehr gut
    und würde gern daran teilnehmen.
    Bitte weitere Infos

  • von Annemarie Meixner

    Da ich in Köln wohne, würde ich gerne mehr über Ort und Aktion erfahren, um teilnehmen zu können.

  • von Konrad, Siegfried

    Die Aktion finde sehr gut, unterstütze diese und werde höchstwahrscheinlich dara teilnehmen.
    Wir müssen uns mit aller Kraft gegen die Kohlelobby stemmen, um den Klimawandel endlich
    zu stoppen.

  • von Birgit Heitmann

    Wir Verbraucher können die Politiker abwählen, die zulassen, daß große Konzerne unsere Erde zerstören durch Kohleabbau und Gifte + Gülle auf Feldern und nicht zuletzt durch Massentierhaltung mit den schrecklichsten Tierquälereien. Nichtwählen + Resignieren bringt aber keine Veränderung.
    Werdet aktiv und wählt eine andere eine umweltfreundliche und tierfreundliche Partei! „Der Fortschritt einer Nation ist daran zu erkennen, wie sie mit ihren Tieren umgeht“ (Mahatma Gandhi).

  • von Lampart

    Ja, aufhören mit dem Baggern, sonst haben wir nur noch verwüßtete Landschaften.

  • von Gooß, Peter

    Meine Empörung über die deutsche Klimapolitik – sprich Kartell-Förderungspolitik und rücksichtslose Produktion von Klimaflüchtlingsströmen bzw. Zerstörung derer Lebensgrundlagen – ist riesengroß. Ich bin für eine solche Demonstration zu alt und körperlich zu unsicher..
    Eine Idee:
    Lasst Kohle regnen, überall wo die maßgeblichen Politiker und Bonzen sich präsentieren.

  • von Steffen

    Juhuuu!

    Wenn ich da wäre, wäre ich dabei. Leider bin ich auf Reise :(.
    Ziviler Ungehorsam ist übrigens an sich nicht strafbar ;). Nur bei Gesetzesübertretungen und anderem kann einem was passieren, im Regelfall gibt es aber eine umfassende Rechtshilfe, außerdem werden die Kosten meist solidarisch getragen.
    Also traut euch!

    Gruß

  • Wie schlimm es mit der Umweltverschmutzung und der Klimaerwärmung schon jetzt ist, konnte ich in den deutschen wiederholt Alpen sehen, es wird immer schlimmer. Einmal sind die Gletscher auf der Oberfläche nicht mehr
    weiß, sonder schwarz mit einem öligen schmierigen Belag bedeckt, so das die Hände
    genauso aussehen als hätte man eine Autoreparatur ausgeführt.Auch die Steinschläge
    haben enorm zugenommen, deshalb baut man für sehr viel Geld, große Stahlnetze mit
    Stoßdämpfer um große Steinbrocken aufzufangen. Auch das abschmelzen der Gletscher kann man erkennen wenn man jährlich an das Zungenende des Gletschers
    wandert, und Photos davon macht http://tinyurl.com/qdjq82x. Beim Vergleich der Aufnahmen kann jeder Leihe sehen wie schlimm es schon ist, ohne an den Nordkap fahren zumüssen um das kalben der Gletscher zu beobachten. Wir haben es nicht fünf Minuten vor 12, sondern schon nach 12. Frisch – Auf ! Bernd Neubert.- Wanderführer beim Schwäbischen Albverein – http://albverein.net -.

  • von Nik

    Das wird Zeit!! Wo genau ist der Treffpunkt?

  • von Kurt Claßen

    Bin gestern der Aufforderung zum Schreiben eines Kommentars nachgekommen: „Schreibe einen Kommentar“ . Anscheinend hat die Zensur den Kommentar nicht zugelassen.

    Damit kann ich leben. Nicht leben kann ich aber mit einer Aufforderung zum Kommentar, die nicht ernst gemeint ist, andernorts wird schon genug gelogen, das sollte campact nicht auch noch toppen.

    Kurt Claßen
    25.06.2015

    • Sorry, gerade ist viel los. Keine Zensur, sondern Überlastung :-) Der Kommentar ist jetzt freigeschaltet.

    • von Kurt Claßen

      Danke für die Freischaltung. Campact ist wohl doch nicht so doppelzüngig, wie es bislang erschien. Gleichwohl erschien Campact in der Vergangenheit eher behäbig, lahmfüßig, obrigkeitshörig, wenn es um den Widerstand gegen den Tagebau Hambach, gegen die Auslöschung des Hambacher Forstes, gegen die Verlegung der A 4 an die Ortsgrenze von Buir, gegen die Umsiedlung von Manheim und Morschenich ging.

      Nach meiner Einschätzung „schlägt“ Campact nunmehr zwar „recht lautstark auf“, zeigt sich aber ansonsten weniger interessiert, sich mit den diesseitigen Gerichtsverfahren und Argumenten gegen den 3. Rahmenbetriebsplan Hambach, gegen die Räumung des Protest- und Widerstandscamps am Hambacher Forst, gegen die Inbetriebnahme der neuen A 4 sowie gegen die Entwidmung der alten Trasse der A 4 auseinander zu setzen.

      P.S.: Im Lokalteil des KStA wurde der erste von vier Kraftwerkstandorten insgesamt in Frage gestellt: Frimmersdorf, ein erster Wirkungstreffer.

      Kurt Claßen
      26.06.2015

  • von Pelz

    Zeit das endlich aktiv etwas gegen Kohleabbau getan wird. Gabriel versteckt sich nur hinter Ankündigungen, nix als warme Luft, die ist auch klimaschädlich

  • von Ernestine Knoll

    Es ist höchste Zeit, dass jetzt endlich was passiert um den Klimawandel aufzuhalten.
    Wir brauchen keine Kohle mehr, die diese Klima-Erwärmung immer noch fördert.
    Dagegen müssen wir kämpfen * wir wollen eine lebenswerte Welt !
    In der Hoffnung auf ein lebenswertes Klima
    Ernestine Knoll

  • von Wolfgang Weber

    Ich bin froh , dass Ihr solche Aktionen für die Umwelt und das weiter bestehen unserer Umwelt , initiiert.
    Aber eigentlich sind es nur äußeren ERscheinungsbilder unserer vvollkommen falschen Wirtschaftsordnung. Wir brauchen ein Systhem, dass nicht mehr auf Wachstum basiert. Wirtschaftliches Wachstum ist immer gleich Umweltzerstötung.
    Grüße aus dem Taunus Wolfgang Weber

  • Der mitteldeutsche Raum ist massiv vom Abbau von Braunkohle, Kali- und Steinsalz sowie Metallerzen und Kies geprägt. Das hat zu massiven Veränderungen in Natur, Landschaft, Umwelt und Hydrologie geführt. Selbst die Alttagebaue -z.B. Geiseltal und Goitzsche fallen zunehmend Kommerz und erneuter Störung bzw. Zerstörung von Umwelt, Natur und Landschaft zum Opfer. Somit hat nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) der Abbau von Braunkohle breite negative Folgen für Umwelt, Landschaft und Natur. Daher setzt sich der 1991 als eingetragener Verein gegründete AHA, dessen Geschichte bis in das Jahr 1980 zurückreicht, für eine massive Energiewende ein. Dazu gehört die ortsgebundene, dezentrale Nutzung von erneuerbarer Energie. Darüber hinaus sind Alttagebaue vorrangig unter den Gesichtspunkten von Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft entwickeln zu lassen. Eine touristische Nutzung ist dem anzupassen.

    Andreas Liste
    Vorsitzender des AHA

  • von Astrid

    … keine Antwort, sondern Teil 2, siehe oben:

    „Aus riesigen Schloten steigen Rauchwolken in den Himmel“ – wo denn in Deutschland? Alle „Schlote“ haben Rauchgasfilter – da ist in der Luft kaum was zu sehen. Die oft gezeigten „Rauchwolken“ sind schneeweiß. Sie bestehen nämlich aus reinstem Wasser und entsteigen Kühltürmen, die heißen Dampf abkühlen und kondensieren. Sie zu „verstöpseln“ wie auf einer Eurer Abbildungen, ist Nonsens und am Ziel vorbei.
    Da frage ich mich: werden andere Themen auch so sorgfältig recherchiert? Kann ich alles glauben? Schade…

  • von Astrid

    Ich bin definitiv für den Kohleausstieg und kenne die Folgen (Klima, Umwelt etc.) ABER:
    Ich lebe seit 30 Jahren im Braunkohlerevier Lausitz und kenne die Sachverhalte aus erster Hand (viele jahre auch „von innen“). Gerade deshalb verärgert mich immer wieder die fast blindwütige, rein populistische Aufmachung mancher Aktionen.
    Viele Parolen, Aussagen und Bilder sind von keinerlei Sachkenntnis getrübt und machen Euch und andere Aktivisten vollkommen unglaubwürdig – wenigstens in den Augen derer, die mit der Materie vertraut sind.

    … ich darf 1000 Zeichen schreiben und schreibe 999 – Kommentar zu lang, nicht mehr als 1000 Zeichen?

  • von Karin Träger

    Ich bin gegen Kohlekraftwerke. Die benötigte Energie kann durch Solar und Windkraft gewonnen werden.

  • von Harald Link

    Obwohl ich nicht teilnehmen kann, befürworte ich aktiven Widerstand gegen den anhaltenden Widerstand der Kohle-Lobby, die diesen Jahrtausende alten kostbaren Rohstoff hemmungslos ausbeutet, statt den zukünftigen Generationen die Chance für die Nutzung zugestehen zu wollen.
    Solcher kollektiven egozentrischen Ausbeutung muß energischer Widerstand begegnen, die leeren politischen „Bekenntnisse“ bleiben wirkungslos.

  • Hallo, meiner Sympathie für Euer Anliegen, Eure Ziele könnt Ihr sicher sein! Allerdings glaube ich, dass Ihr Euch jetzt verhebt – jetzt stoßt Ihr auf die wirklich Mächtigen – und sie werden Euch / uns kalt abfahren lassen; es ist Eines, irgendwelche Wahlpolitiker durch öffentlich gemachte Meinung, durch Xtausend Unterschriften für eine Petition unter Druck zu setzen (die werden schlicht Angst um einige Tausend Wählerstimmen bekommen und irgendeinen Kompromiss anstreben), ein Anderes ist es, vom Kapital zu verlangen, auf ein Quäntchen Profit zu verzichten . . . da werdet Ihr auf Granit beißen(!) . . . leider! J.

  • von Hager

    Ich bin stolz über euren Mut und dankbar, dass ihr soviel Idealismus besitzt, um die Welt ein bisschen besser zu machen.

  • von Lothar Gutjahr

    Hallo Campaigner,

    Habt ihr auch daran gedacht, dass so ein Bagger zu groß ist um ihn wie einen Jeep zu fahren und damit mal eben wegen Fußgängern anzuhalten?
    Das ist eine selbstständig arbeitende Riesenmaschine die bis sie zum Stillstand kommt einige zu nah gekommene Campaigner wie Ameisen auf die Fließbänder packt. Die Maschinen werden aber schon stillstehen wenn ihr kommt. Denn so eine Aktion läßt sich ja nicht verheimlichen. Und außerdem will ich als fußkranker wenigstens am Fernseher zuschauen können. Habe keinen der Komentare gelesen. Sorry wenn das nicht ins Konzept passen sollte.

    LG Lothar

  • von Lippok

    Danke fuer die Info, ich bleibe dran….

  • von dündar doğay

    demokratie, volksvertreter etc sind für mich worthülsen.
    sog. volksvertreter vertreten nicht das volk, sondern die interessen der industriellen. arm bleibt arm, reich bleibt reich. die lösung ist enteignung und sozialismus.

  • von Jan

    Es wird Zeit, daß die Braunkohle als das angesehen wird was es ist: unsere Vergangenheit. Keine trauert dieser Zeit hinterher!

  • von Kurt Claßen

    … vielversprechendes Aktionsszenario, dürfte den sechs anhängigen Klagen gegen den Tagebau Hambach und dessen Begleiterscheinungen eine gehörige Rückendeckung verschaffen!

    Kurt Claßen
    24.06.2015

  • von dorette

    Was kann man heute noch von unseren Politikern erwarten .
    Ob Grün ,Rot, Schwarz. Ach bloß nicht die Posten gefährden . Bizarr ;Auch Ihr Grünen wie Unterwürfig seit ihr geworden. Nichts mehr hören, sehen ,sagen. .Früher gegen den Tagebau .Heute dafür. Schämt Euch

  • von Hilde Stühlinger

    In Köln-Junkersdorf aufgewachsen mit Blick auf Frechen und die Schornsteine der Braunkohlewerke hab ich als Kind und Jugendliche erlebt, wie immer wieder Dörfer umgesiedelt, Kirchen und Friedhöfe platt gemacht wurden.
    Wir wurden zum grenzenlos sich erhöhenden Elektrostrom-Verbrauch verführt.
    Warum das Licht ausmachen, wenn man ein Zimmer verläßt? Lohnt nicht – Strom ist ja so billig.
    So fing es an – ich bin Zeitzeuge.
    Nun bin ich zu alt zum demonstrieren – wünsche Ihnen Allen aber Erfolg.
    Noch ein guter Rat:
    Geht zu allen Wahlen und entscheidet Euch mehrheitlich für die richtigen Politiker und damit Entscheidungsträger.!!!
    Werbt auch für Wahlbeteilung – Es hat Wert! Und wie, wir Alten haben doch mehr erreicht und voran getrieben, erst fürs Brot, dann für die Butter drauf , dann fürs soziale Sicherheit … alles noch mit der 48-Stunden-Woche. Und was passiert nun?

    • von Natii

      Selbst in müngersdorf hat es sich in den letzten Jahren stark verändert. Stadion Parkplatz eine riesige orange Farbene Brücke der Wald und Industrie Gebiet verbindet. Massenweise freistehende Flächen wo irgendwann ein betongklotz namens Haus hin soll Und überteuerte Luxus Wohnungen in ein ehemaliges „Waldgebiete“welches an ein Naturschutz Gebiet angrenzt. Was soll das Frage ich mich? Wählen war ich das letzte mal Mit dem Kommentar leider bin ich noch keine 18 dann hätte ich mehr Einfluss. Dafür bin ich schräg angeguckt worden von den älteren Leuten ( ü 50) Jugendliche waren da nur die wahlhelfer weil ihre Eltern das wollten oder wegen dem Geld.

  • von Bernhard Roth

    Der Permafrost schmilzt, setzt Teratonnen Methan frei, macht die Erderwärmung zur irreversiblen Eskalation. Ab welchem Erwärmungsgrad stirbt Flora und Fauna, welche Galgenfrist haben wir? Macht es Sinn, die Galgenfrist profitborniert zu verkürzen? Wo wollen die Energieoligarchen mit ihren Kindern ihre letzten Tage verbringen, im Eisschrank am Nord- oder Südpol?

  • von Ullrich Papschik

    Früher gab es den weisen Spruch, wenn einer einen Fehler machte, “ Er gräbt sich sein eigenes Grab !“ Wenn man den riesigen Bagger sieht und an die auf uns zu kommende Klimakastrope bedenkt , kann man sich auch vorstellen was noch Klima mäßig auf uns zukommt, wenn nicht gegen gesteuert wird. An die Titanic denkend, muß man leider auch traurig hinzufügen, daß es für ein fast unsinkbares Schiff auch zu spät war zu bremsen,
    als der Eisberg gerammt war !

  • von Kiener, Michaela

    Stoppt den Kohleabbau! Wir sollten umweltfreundliche Energien ausbauen bzw. diese fördern!

  • von Bethina Walbaum

    suuuper Idee und absolut notwendig!

  • von Ralf Niedziella

    Endlich Ende der kohle-Verschmutzung !

    Ralf Niedzielle

  • von skyman

    Sehr gut!
    Mit Vernetzung und Hilfe untereinander kommt man wesentlich besser gegen diese Klima-Halunken voran!

  • von DR. Lindemann

    Ich unterstütze die Campagne gegen den Abbau von Braunkohle, da ich auch für eine saubere Ummwelt bin und von den Politikern ein Umdenken in der Energiewirtschaft erwarte.

  • von Heidi

    Ja, ich stimme zu, wir das Volk müssen verstärkt unsere Aktivitäten öffentlich machen, denn auch meine Enkelkinder sollten erfahren, dass eine weitere Luftverschmutzung absolut vermieden werden muss. Wir tragen alle die Verantwortung, so auch ich!
    Dank Campact werden wir aufmerksam gemacht, die Umwelt mehr in Augenschein zu nehmen.
    Ich bin mit meinen 74 Jahren sehr an Ihren Informationen interessiert und bin gespannt auf Ihre nächste Nachricht.
    Sonnige Grüsse aus München
    Heidi

  • von S.Rudolph

    Hallo Campact, der Klimawandel bringt Veränderungen in der Wirtschaft, damit Veränderungen der verfügbaren Arbeitsplätze in der Region, Veränderung des benötigten Materials. Diese Veränderungen sind vorausschauend zu ermitten und frühzeitig der Wirtschaft
    bekannt zu geben, damit rechtzeitig reagiert werden kann.
    Es kann nicht sein ,dass zur gleichen Zeit in der Lausitz für den Erhalt der Braunkohletagebaue
    gestreikt wird um die Arbeitsplätze zu erhalten und in Köln, dass diese abgeschafft werden.
    S.Rudolph

  • von Jürgen Hoffmann

    Wir waren im vergangenen Jahr in der Lausitz und haben die „Braunkohlebergbau-Folgelandschaft“ gesehen. Wäre nicht auch mal die Einladung zu einem Urlaub/Fahrradurlaub/Tauchen im vergifteten See/etc. eine Aktion wert. Kompletturlaub mit Besichtigung Baggerloch, Kraftwerk, Bagger, Biotürme etc. ergäbe ein rundes Programm. Eine bleibende Erinnerung ist gesichert. Der Region könnte wirtschaftlich (Tourismus) geholfen werden. Die Vorstellung der verbleibenden Sandwüsten um die Kraftwerke wäre einprägsam. Und zum Abschluss ein „Fürst Pückler-Eis“ an der Oder-Neise-Grenze als Art Käptain-Dinner-Dessert.
    Kwein schlechte Art, die Folgen der Braunkohle-Verstromung bewusst zu machen, oder?

  • von Harry

    Papst Franziskus hat in seiner neuen Enzyklika eine rasche Abkehr von den fossilen Energieträgern angemahnt. Zudem kritisierte das katholische Kirchenoberhaupt Konsumrausch, Umweltzerstörung und eine Unterwerfung der Politik unter die Wirtschaft. „Niemals haben wir unser gemeinsames Haus so schlecht behandelt und verletzt wie in den vergangenen beiden Jahrhunderten“, erklärt der Papst.
    „Wenn jemand die Erdenbewohner von außen beobachten würde, würde er sich über ein solches Verhalten wundern, das bisweilen selbstmörderisch erscheint.“ Die Erde scheine sich in eine „unermessliche Mülldeponie“ zu verwandeln. „Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Veränderung der Umwelt hat die Kapazität des Planeten derart überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil nur in Katastrophen enden kann“, heißt es.

    Gelesen bei Spiegel online.
    „Ich bin absolut der gleichen Meinung und befürworte ein radikales Umdenken unserer Gesellschaft“.

  • von Inge-Doris Kühn

    Ich bin 78 Jahre, die Umwweltverschmutzung trifft mich also nicht mehr so hart. Aber wie geht es meine Kindern und Enkelkindern, die in dieser Welt leben müssen. Ich finde es sehr gut, dass inzwischen viele Menschen endlich aufstehen und gegen die Lobby vorgehen. Leider halte ich von den Politikern – obwohlich immer wählen gehe – egal welcher Partei, auch nicht viel.

  • von Frauenholz

    Die Politiker fast aller Fraktionen gehen unverantwortlich mit dem Thema Klimaschutz um.
    Haben unsere Politiker noch etwas zu sagen oder werden alle Entscheidungen von der heiligen Kuh „Industrie“ gefällt?

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