Griechenland-Krise: Warum die einfachen Wahrheiten nicht stimmen

Ein dramatisches Wochenende liegt hinter uns: Ein “Grexit” wurde zwar abgewendet. Griechenland soll aber einem harten Sparprogramm unterzogen werden. Viele glauben: Selber schuld. Du auch? Dann wird Dich dieses Video zum Nachdenken bringen.

von  784 Kommentare

Ein dramatisches Wochenende liegt hinter uns: Ein “Grexit” wurde zwar abgewendet. Griechenland soll aber einem harten Sparprogramm unterzogen werden. Viele glauben: Selber schuld. Du auch? Dann wird Dich dieses Video zum Nachdenken bringen:

Viele Medien zeichnen ein verzerrtes Bild

Es ist dieses Bild, mit dem weite Teile der Medien den Euro-Gipfel vom vergangenen Wochenende zeichnen: Auf der einen Seite die eiserne Angela Merkel mit ihrem knallharten Unterhändler Wolfgang Schäuble, die das Geld der deutschen Steuerzahler/innen gegen die prassenden Griechen verteidigt. Auf der anderen eine linksradikale Regierung, die Europa monatelang an der Nase herumführt und alles Vertrauen verspielt hat. Hier die Regeln, die den Euro retten. Dort die Griechen, die einfach nicht sparen, immer mehr Geld haben wollen.

Ein Bild, das zu dem Schluss verleitet: Die Griechen haben alleine selbst Schuld, dass sie fast aus dem Euro geflogen wären; dass sie nun den Gürtel noch einmal kräftig enger schnallen müssen; dass der griechische Staat faktisch unter Aufsicht von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) gestellt werden muss. Dass die Griechenland-Krise so eskaliert ist, dafür trage vor allem die griechische Regierung die Verantwortung.

Wir glauben: Dieses Bild ist falsch – und lassen Experten zu Wort kommen

Ohne Frage, viel zu lange haben sich griechische Eliten – oft in Komplizenschaft mit internationalen Banken und Konzernen – den Staat zur Beute gemacht. Griechenland braucht dringend Reformen. Doch mit ihrer kompromisslosen Haltung haben Merkel und Schäuble dem europäischen Projekt schweren Schaden zugefügt – und die Griechenland-Krise keineswegs gelöst. Mit dem Sparprogramm ist die Gefahr eines “Grexit” nur aufgeschoben – ganz sicher aber nicht aufgehoben. Und für viele Griech/innen wird sich die Situation noch einmal massiv verschärfen.

Wir haben nachgefragt, bei renommierten Wissenschaftler/innen und Journalist/innen

Wir wollten wissen: Wie konnte die Krise so eskalieren? Woher kommen die griechischen Schulden? Warum stellt Griechenland sich gegen ganz Europa? Warum spart Griechenland nicht? Und ist Sparen wirklich die richtige Antwort auf die Krise?

Diese 5 Expert/innen haben für uns die Griechenland-Krise entwirrt: Dr. Till van Treeck (Wirtschaftswissenschaftler Uni Duisburg-Essen), Margarita Tsomou (Herausgeberin Missy Magazin), Ulrike Hermann (Journalistin bei der taz), Harald Schumann (Autor und Journalist, Tagesspiegel), Prof. Dr. Gesine Schwan, (Politikwissenschaftlerin, Humboldt-Viadrina).

Wir glauben: Um sich ein fundiertes Urteil über die Griechenland-Krise zu bilden, sollte man diese Fakten kennen.

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784 Kommentare

  • von ischsfi

    Die Griechen haben, die Griechen können nicht, die Griechen sollen, was anderes hört man gerade nicht. Man sollte sich über einige Dinge im klaren sein, bevor man aus dem Glashaus mit Steinen wirft.
    1. Griechenland wartet immer noch auf die Rückzahlung der nach Deutschland (3. Reich) verkauften Staatsanleihen. Herr Schäuble und Frau Merkel blenden das tapfer aus.
    2. Griechenland kann nur sehr begrenzt was für seine Schulden. Wir sind der Export-Weltmeister und haben mit unserer Verkaufspolitik (sprich Wirtschaftspolitik) die Wirtschaft in den Südländern an die Wand gespielt. Und jetzt gehen wir hin und sagen denen: „Selbst schuld, dass ihr nicht exportweltmeister seid.“
    3. Wir haben über unseren exzessiven Export dort dann für die Schuldenlast gesorgt. Die Länder konnten sich wegen des EURO-Korsetts nicht wehren. Frau Merkel hat einen Griechenlandkredit nur bewilligt, nachdem Griechenland 3 U-Boote bestellt hat. Auch jetzt beim Spardiktat ist die Armee ausgenommen. Fortsetzung ->

  • von Gerri

    Solange die Griechen nicht mein Geld verpulvern, ist mir alles wurscht. Aber bei meinem Geld hört sich der Spaß auf. Ich bin kein Deutscher, sonder aus Ösistan. Aber unsere Feigmannregierung könnte sich bei den Deutschen was abschauen.
    Das Video klingt gut und ich stimme den Rednern auch zu, aber meine Haut ist mir näher als die der Griechen.

  • von BürgerX

    Der Deutsche Staat verleiht geliehenes Geld weiter und verdient daran? Da eine vollständige Rückzahlung unwahrscheinlich erscheint, ist von einem gewinnorientierten Handeln wohl kaum auszugehen, Zinszahlungen hin oder her. Da fehlt mir deutlich eine vernünftige und ganzheitliche Sicht auf die Dinge – nicht sehr differenziert! Private Investoren für das Abenteuer lassen sich ja auch nicht finden, sodass notgedrungen Staaten wie Deutschland einspringen.

  • von Willi

    Es ist gut, Klartext zu sprechen. Allerdings irrt Frau Tsomou, wenn sie behauptet, Deutschland habe nichts an Griechenland gezahlt! Es ist zunächst richtig, dass sich der „Bund“ zunächst „günstig“ Geld borgt (na, bei wem wohl?), um es mit Zinsdifferenzgewinn an das hoffnungslos überschuldete Griechenland weiterzureichen. ABER natürlich ist der Tag der Abrechnung noch nicht gekommen, denn dann wird offenbar, WER am Ende der Schuldenkette steht, nämlich doch der deutsche Steuerzahler, der dann für die nicht rückzahlbaren Kredite an Griechenland blecht! Ist übrigens so auch im unsäglichen ESM-Vertrag fixiert. Würde Frau Tsomou dem Fluss der Geldes folgen, würde sie dies erkennen. Übrigens geht es gar nicht um „die Griechen“ oder „die Deutschen“, sondern um Banken! Es sind allein im Bundeshaushalt 2015 knapp 33 Milliarden Euro für die „Finanzwirtschaft“ vorgesehen, dem eigentlichen Empfänger des Gros von „Rettungspaketen“…Noch Fragen?

  • von Gerd Maurer

    Und noch eine Anmerkung zu unseren Politikern:
    Wenn unsere Frau Merkel und ihr Herr Gabriel wirtschaften könnten, dann würden sie mit den Griechen eine Kompensationsgeschäft machen. Die Griechen sind nämlich reich. Sie hocken auf Erdgas das Europa für ein paar Jahrzehnte versorgen könnte. Darlehen für den Zahlungsverkehr, gleichzeitig Darlehen für die Wirtschaft die in die Erschließung der Gasfelder gesteckt werden gegen Erdgas das in ein bis zwei Jahren nach Deutschland fließt und unsere Braunkohle ersetzt. So wäre den Griechen geholfen, auch wirtschaftlich, und wir hätten eine stabielen Strompreis und könnten sinnvoll auf alternative Energie umsteigen.

  • von Gerd Maurer

    Die Einfürhung des Euro beruht auf einer politischen Entscheidung an der die Siegermächte ganz entscheidend mitgewirkt haben damit Deutschland nach der Wiedervereinigung nicht zu stark wird. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind aus diesem Grund nicht praktikabel. Ein Nachbessern der wirtschaftlichen Rahmenbedingenen hat man bisher unterlassen, denn das könnte bedeuten, dass die Großen wirtschaftliche Macht abgeben müssen.
    Jetzt sagt Frau Merkel, die Griechen müssen liefern. Bedeutet die Griechen sollen aufgrund einer nicht festgelegten Rahmenbedingung Zugeständnisse machen. Im Bereich der Steuereintreibung ist das bestimmt auch gerechtfertigt, aber es gibt keine Bedingung.
    Wenn es eine Bedingung gäbe, könnte Frau Merkel den Griechen sagen, ihr bekommt ein weiters Darlehenspaket und das und das wird umgesetzt.
    Dann müßte sie aber auch zu Herrn Claude Junker sagen: Hör mal, dein Steuersatz mit 1,5 % in Luxemburg bringt Deutschland jedes Jahr um 50 bis 70 Mrd. Steuergelder.

  • von Dieter Zintl

    Für mich ist schon lange Klar, das nicht stimmt was deutsche Politik und deutsche Medien (zumindest der größere Teil derer) uns erzählen über Griechenland. Mitunter unverschämt und unwürdig verhält sich z.B. unser (aber nicht meiner!) Herr Schäuble und seine „Gefolgsleute“ Da frage ich mich nur noch, wer wird als nächster (dann nicht mehr) suveräner Staat ausgeräumt. Für meinen alljährlichen Griechenlandurlaub (Kreta) habe ich mir und meiner Familie T_shirts anfertigen lassen mit dem Wort „Entschuldigung“ weil ich mich tatsächlich schäme. Mit Hilfe das alles überhaupt nichts zu tun, das ähnelt mehr dem Verhalten von Heuschrecken…

  • von Werner

    Was für eine einseitige Darstellung. Als Kenner des Landes habe ich den Eindruck, das die Damen und Herren kaum mal in diesem Land waren.
    Kein Wort über eine Oberschicht, die dieses Land seit Jahrzehnten ausplündern. Kein Wort über eine Korruption, wie man sie sich hier gar nicht vorstellen kann. Kein Wort über eine Steuermoral die erschreckend ist. Versuchen Sie mal beim Einkauf, Handwerker, Taverne usw. eine Rechnung/Kassenbon zu bekommen. Kein Wort über eine Bürokratie, die personell völlig über besetzt und dabei vollkommen unproduktiv ist. Kein Wort über eine Vetternwirtschaft aller Parteien in den letzten Jahrzehnten. Kein Wort über die Mentalität und Einstellung des Griechen allgemein zum Staat. Den Staat melkt man oder betrügt ihn. Kein Wort über die Medienmacht der Oligarchen, der sich jede Regierung beugen muss. Auch die jetzige Regierung. Kein Wort über die Misswirtschaft der öffentlichen Hand.
    Das Geld das die Griechen uns schulden und noch bekommen ist weg.

  • von Thomas Born

    Es geht in Europa schon lange darum, demokratisch erkämpfte Rechte der „kleinen Leute“ abzubauen, letzendlich die demokratische Legitimierung von Entscheidungen dem „kleinen Mann“ überhaupt zu entziehen, um ungestört Profitmaximierung betreiben zu können. (Wer hat eigentlich dieses Europa gewählt?) Aber wer immer billiger produziert und immer teurer verkauft, hat irgendwann auch niemanden mehr, der seine Produkte auch kaufen kann.
    Trotzdem „lohnt“ es sich natürlich, durch Verarmungspolitik Abhängigkeiten zu schaffen. Ein kritisches, selbstbewusstes Volk ist Geschäftemachern und Machtmenschen immer ein Dorn im Auge.

  • von Reinhard

    So ein schwaches einseitiges Video ist absolut nicht hilfreich. Von objektiver Berichterstattung ist dies meilenweit entfernt. Es gießt eher noch Öl ins Feuer. Ich bin froh darüber, dass die sog. Experten in der wirklichen Politik keine Rolle spielen.
    Natürlich muss dem greichischen Volk geholfen werden, vor allen Dingen denjenigen, die am meisten unter der Krise leiden, also den sozial und wirtschaftlich schwächsten Bevölkerungsteilen.
    Allerdings verstehe ich auch nicht, warum man kaum etwas von realisierten oder wenigstens eingeleiteten Maßnahmen der jetzigen Regierung hört.
    Vielleicht hört man ja demnächst doch etwas von angepakten Reformen des Steuersystems etc., vielleicht sogar vom Aufbau einer Solarindutrie oder irgendetwas anderes zukunftsorientiertes. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Griechenland ist ein wunderbares Land und ich hoffe, dass es die katastrophalen Fehler der Regierungen der Vergangenheit irgendwie überwinden kann … natürlich mit europäischer Hilfe…

  • von Germann, Sonja

    Was die Griechenlandfrage angeht, schäme ich mich, Deutsche und Europäerin zu sein. Dieses Unvermögen, das unsere Politiker an den Tag legen, ist erschreckend. Diese massive Einmischung, was Griechenland zu tun hat, speziell die unserer deutschen Politiker, ist arrogant und selbstherrlich. Dass es mit diesen massiven Sparauflagen nicht weitergehen darf, müsste jedem klar sein, denn das Problem hat sich in fünf Jahren trotz bereits massiv eingeleiteter Sparmaßnahmen und dieser unwürdigen Troika, nur verschlimmert. Tsipras hat völlig Recht, wenn er sich wehrt. Ich wünschte uns einen Politiker vom Schlage Tsipras, der sich wirklich noch für sein Volk einsetzt und dafür kämpft, dass es nicht so weitergeht, gegen alle Hürden, die man ihm auferlegt.

  • von Ralf Friedrich

    Genau, nicht der Grieche die Griechin ist schuld die Regierung hat doch misst gemacht! Und die reichen Säcke

  • von Rudolf Plüddemann

    Schau Dir das mal an. Ich bin ratlos
    Bruder Gerd

  • von Nikolaus Alois Wimmer

    Wir als Christen sind in der Pflicht. Sofern der Steuerzahler nicht die Last tragen muss, wie ich im Video vernommen habe, kann ich hier gut zustimmen. Ich bitte hier Gott um das Licht, für die Entscheidungen von so großem Gewicht. Mögen die Verfügungen vor dem Gewissen geprüft und von großer Weisheit sein.
    Es grüßt, die Sorge teilend,
    Br. Nikolaus Alois Wimmer

  • von Paola

    Es lohnt sich den Text dieses Videos zu publizieren! Danke.

  • von Petra Trenz-Charlet

    Wir sollten uns auf unsere Werte in der Europäischen Union besinnen und diese sind nicht nur im Profit und Wettbewerb zu sehen. Soziale Werte werden nihiliert. Die Informationspolitik durch die Medien in Deutschland ist desaströs und das in einem „freien Land“. Es besteht sehr viel Redebedarf. Wie Edward Snowden uns nahelegt stellt sich die Frage: „In was für einer Welt wollt Ihr leben?“ und sein Rat: „Baut sie auf und seid ein Teil davon“. Diese philosophische Frage und Suche nach einer Antwort muss unser Anliegen sein. Die gegenwärtige Art und Ausrichtung der Europäischen Debatte ist pure Ideologie, der sich ganz Europa unterwirft und sie geht einmal mehr von Deutschland aus. Die Lösung der Griechenland-Krise liegt sicherlich nicht im Sparen. Was ist eigentlich mit Deutschlands 2 Billionen Euro Schulden?

  • von sergei

    viele deutsche medien sind tendenziös. viele deutsche bürger haben ein schiefes bild von griechenland und von den griechen. was da kursiert ist gefährlich und da gebe ich den kommentatoren im film recht. aber muss man seinerseits tendenziös die andere seite bedienen???
    viele seriöse medien berichten mittlerweile differenziert – was soll dann dieser beitrag? ein beispiel: natürlich ist der griechische staat marode und muss reformiert werden. und dafür braucht es druck. nicht dass ich den druck der deutschen regierung begrüße.
    dieser film ist wenig hilfreich bei der debatte.
    übrigens: solidarität mit den griechen!

  • von Monika Welke

    Herzlichen Dank für dieses Video. Ich kannte diese Fakten zwar schon, weil ich mich
    intensiv mit der Schuldenkrise und jetzt besonders Griechenland beschäftigt habe, ich
    werde dieses Video aber weiter schicken. Es gibt doch viele Menschen, die im Sinne
    der öffentlichen Berichterstattung denken. Die Frage ist für mich: Wie können wir es
    bewerkstelligen, Griechenland Unterstützung zu geben?

  • von Dr.Philipp Steinmetz

    Ich bin Dipl.Volkswirt und pensionierter Steuerberater
    Ich bin enttzt darüber,mit wie wenig Kenntnis simpler volkswirtschaftlicher Grundregeln argumentiert UND regiert wird !so etwas lernte man im ,,4.Semester
    Dr.Philipp Steinmetz

  • von Roland Borgfeld

    Da stiimme ich mit einigen Kommentatoren/innen überein, die das Video mit Propaganda und “ strotzt vor Unwahrheit“ beschreiben. Aber auch: in diesem Video ist Gut und Böse ziemlich klar verteilt, die Interviewten sind sich einig in der Kritik an unseren Regierenden, das ist populär und kommt immer gut an.( Kommentar v. Grit Hoffmann) Es wundert einen, wenn „Expertin“ Margarita T..sagt, dass der Staat noch keinen Euro gezahlt hat, sondern Geld zu niedrigen Zinsen bei der Bank leiht und es dann an die Griechen zu höheren Zinsen ausleiht, der Staat also an der Kriese verdient. Wenn es so einfach wäre, könnten doch die Griechen direkt zu unserer Bank gehenund wir bürgen ? Werden die Schulden beglichen, wenn überhaupt in 20 Jahren ? Das Wort „sparen“ heisst Geld zurücklegen, das kann man nicht erwarten, wenn die Einnahmen unter den Ausgaben liegen.
    Wenn Griechenland die Einnahmen wie geplant erhöht, Strukturmaßnahmen ausführt und Europa hilft, wird es wieder bergauf gehen, aber wann?

  • von Ulrich Steinmeyer

    Finde ich gut, dass campact auch jenseits von mehrheitsfähigen und anschlussfähigen Kampagnen ein umstrittenes Thema aufgreift. Das Drama um Griechenland hat es verdient und die veröffentlichte Meinung dazu ist kaum erträglich.

  • von Peter Dobrick

    Ich danke für diesen DifferenzierungsBeitrag.

  • von Rolf P. Bach

    Diese Darstellung der „Kehrseite“ der griechischen Probleme enthält für jeden halbwegs Kundigen nichts Neues, aber kommt genauso einseitig und polemisch daher wie die der „Gegenseite“. Damit ist Niemandem geholfen, schon gar nicht den „Griechen“, deren aufgeklärter und politisch wacher Teil der Bevölkerung sehr wohl um die massiven Fehler der Vergangenheit und die hausgemachten Probleme im Land weiß. Ich fürchte nur, dass so eine einseitge Verkehrung der Gesamtlage, die wohlfeil mit dem Finger auf die „bösen Berliner Politiker“ zeigt, der Glaubwürdigkeit und Reputation Ihrer Organsiation massiv schadet. Wenn ich billige Polemik lesen oder hören will, kann ich gleich in eine der sich je nach Sachverhalt dazu berufen fühlenden Parteien gehen. Ich war bisher von Ihrer relativ objektiven und sachkundigen Darstellung von Konflikten und Sachverhalten, die zu Recht einen massenhaften Protest erfordern sollten, angetan. Das hat sich jetzt erledigt. Schade.

  • von Hannelore Bade

    ich bin auch der Meinung, dass bisher nur die Banken vom Geld, das an Griechenland geht, profitieren. Der Bevölkerung wird keine Luft mehr zum Atmen gelassen, die Krankenhäuser haben keine Medikamente und die Menschen dort müssen mit den Einschnitten (bis 25 % geringeres Einkommen, 10 % höhere Mehrwertsteuer) leben! Es gibt keine Arbeit, die Wirtschaft wird durch die Teuerung ganz kaputt gehen.
    Es muss in Griechenland investiert werden, neue Arbeitsplätze müssen geschaffen werden, nur so kann sich die Wirtschaft erholen und es werden dann auch wieder mehr Steuern eingenommen werden. Außerdem sollten die Wohlhabenden höher besteuert werden, eine vernünftige moderne Verwaltung muss endlich aufgebaut und der Korruption ein Riegel vorgeschoben werden.

  • von Ekkehard

    Wann werden denn die 2000 schwerreichen griechischen Familien, die 80% des Privatvermögens besitzen mal zur Kasse gebeten? Sie haben ihr Geld (nicht die Immobilien) ins Ausland geschafft. Sigmar Gabriel hatte vor wenigen Wochen Unterstützung beim
    Eintreiben hinterzogener Steuern angeboten. Was ist daraus geworden? Man hört so etwas und dann erfährt man allerdings nicht mehr wie die Sache sich weiterentwickelt hat.
    Die Griechen hätten von vorneherein nicht in die Eurozone aufgenommen werden dürfen.
    Hier hat Theo Waigel eine Mitschuld. Unsere Verantwortungsträger verplempern das hart erarbeitete Geld der Steuerzahler und werden nie belangt. Thomas de Maizière vergeudet 660 Mio. Euro für die untaugliche Eurohawk-Drohne und wird trotz mehrfacher Hinweise darauf, dass die Gewährleistungsfrist zu verstreichen droht nicht tätig. Weder haftet er mit seinem Privatvermögen noch muss er ins Zuchthaus. Er tritt nicht einmal zurück.
    Was sollen die ganzen hohlen Amtseide denn eigentlich noch?

  • von Nathalie Parent

    Danke für dieses Video! Allerdings bin ich überzeugt, dass die Zusammenhänge und die Hintergründe den meisten Campact-Mitgliedern bekannt sind. Nun gilt es zu handeln! Eine sofortige Möglichkeit gibt es seit wenigen Tagen auf change.org, in Form einer Petition, die Schäuble’s Rücktritt fordert. Ich bitte Euch ForumbesucherInnen und natürlich auch campact diese Petition zu unterstützen (Link unten).
    Es erscheint mir überaus wichtig, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und ein kraftvolles OXI an die deutsche Regierung zu senden. Diese Petition ermöglicht es uns. Bitte macht mit. Petition unterzeichen, twittern, in facebook setzen, weiter leiten!
    Vielen Dank im Voraus. Nathalie

    https://www.change.org/p/wolfgang-sch%C3%A4uble-bundesregierung-treten-sie-zur%C3%BCck-sie-verspielen-die-zukunft-europas?recruiter=25910681&utm_campaign=signature_receipt&utm_medium=email&utm_source=share_petition

  • von Karin Röckendorf

    Es müsste alles getan werden, damit Arbeitsplätze entstehen – also Investitionen vermutlich mit
    staatl. Sicherheitsgarantie. Aber dafür muß Griechenlnd wohl erst ein Klima des Vertrauens schaffen. Auch muß so einiges in der Verwaltung korrigiert werden, z.B. die Zahl der Beamten.
    Auch ist wohl eine so harte Erhöhung der MWSt. nicht geeignet, die Wirtschaft anzukurbeln.
    Allerdings stimmt es nicht, dass das Renteneintrittsalter generell auf 63 gesenkt wurde, sondern
    nur unter gewissen Voraussetzungen. Ein Schuldenschnitt könnte ich mir auch vorstellen. Aber es
    besteht wohl die Gefahr, dass auch andere Länder einen solchen Schnitt einfordern.

  • von Reimann

    Auch die Interviewpartner in diesem Video berichten nur über eine Seite in diesem Dilemma. Ich war voller Hoffnung, als eine linksgerichtete Regierung das Ruder in Griechenland übernahm und wartete auf die Rede an die Nation, mit der man die Griechen endlich informieren würde, was zu tun ist. Weit gefehlt, man verplemperte die Zeit mit irritierendem Zick-Zack-Kurs, meinte man wolle keine Kredite (die Griechen sahen es ähnlich, d. Referendum), aber trotzdem Unterstützung in Form von Geld. Die EU war und ist bereit, Beamte zum Aufbau einer Verwaltung und Steuerbehörde zu stellen. Mein Appell an die Griechen: Greift zu und nehmt diese Hilfe an, damit endlich was passiert in diesem Land und es anfangen kann wieder aufwärts zu gehen. Auch in Deutschland gibt es nicht nur reiche Leute, viele haben kleine Renten. Aber wir haben ein Sozialsystem, was Härten abmildern kann. Schafft euch auch eines und wartet nicht länger!

  • von Evi Tsakiri

    Mir, als geburtige Griechin und den meisten meiner Landsleuten, ist sehr wohl bewusst, dass bis zur Beginn der Bankenkrise wir allein verantwortlich für die Probleme des Landes waren. Da gibt es nicht zu beschönigen.Wir Griechen kennen gut das System der Korruption und des Klientelismus. Es gab einige große Nutznießer davon, einige die gelegentlich ihr Nutzen hatten und die vielen Anderen, die nur die Lasten des Systems getragen haben. Letztere tragen tragischerweise auch die Lasten der „Rettung“ So bitter das ist, der Schock der Krise und des drohenden Grexits, unterstützt die Bereitschaft Verantwortung für die Fehler der Vergangenheit zu übernehmen, insbesondere bei den Jüngeren. Wünschenswert wäre, auch die EU und die Nicht Griechen würden die Verantwortung für die Frage übernehmen, ob alle verlangten Maßnahmen tatsächlich helfen, oder die Lage verschlimmern. Und ich schlage vor, im Interesse der Völkerverständigung mit den unschönen gegenseitigen Schuldzuweisungen aufzuhören.

  • von Helge Laux

    Als der Geldumlauf von den Nationalbanken der Nationalstaten bestellt wurde, war das ganze Land pleite, wenn der Staat die Geldversorgung nicht mehr gewärleisten konnte. Die EZB als übernationale Euro-Bank könnte auch jene Länder weiter mit Geld versorgen deren Staat wegen Überschuldung zahlungsunfähig ist. Man muß natürlich verhindern, daß die dem Land zur Verfügung gestellte Liquidität in den Schuldentöpfen korrupter Regierungen verschwindet und die EZB damit überfordert. Aber dazu gibt es die Maastrich-Verträge. Die EZB dürfte halt nur jene Banken versorgen, die sich auf die Mastricht-Kriterien verpflichten. Die EZB hat kein Recht, den Regierungen Bedingungen über die Mastricht-Kriterin hinaus zu setzen, aber hat die satzungsmäßige Pflicht das Land liquid zu halten, dafür zu sorgen, daß Die Mühlen weiter mahlen und der Bäcker weiter seine Brötchen backen kann auch wenn der Staat pleite ist. – Auch der Staat kann sich nur erholen wenn der Bäcker Steuern zahlt.

  • von Günther Jordan

    Sehr gute Zusammenfassung differenzierter Meinungen zur Griechenlandkrise. Es gibt offensichtlich viele Wahrheiten und man muss auf vielen „Kriegsschauplätzen“ gleichzeitig kämpfen. Wichtig ist alles was Sicherheit und Vertrauen für Investoren in Griechenland schafft. Hierzu sollte eine Taskforce erfahrener Wirtschaftswissenschaftler und Praktiker die Ziele definieren und bei der Umsetzung in Griechenland helfen. Könnte Campact auch dazu der Initiator dazu sein?

  • Ich habe keinen „Experten“ erlebt.
    Was gebredet wurde ist vieles Unsinn und nichts Neues.
    Wo ist der brauchbare Vorschlag ?
    Grexit ist das Richtige.

  • von Sophie

    Bei der Diskussion um Lohndumping hilft der realistische Blick nach China, Indien etc und auf die deutschen Verbraucher. Wieviele würden -auch bei höheren Löhnen- mehr für Bekleidung zahlen?

  • von Helge Laux

    Ich möchte noch ergänzen, daß natürlich auch der Staat sich nur erholen kann, wenn die Mühlen weiter malen und der Bäcker seine Steuerm zahlt.

  • von Helge Laux

    Als der Geldumlauf für die Wirtschaft von den Nationalbanken der Nationalstaten bestellt wurde, war das Land pleite, wenn der Staat dei Geldversorgung nicht mehr gewärleisten konnte. Die EZB als übernationale Eiro-Bank könnte auch die Länder deren Staat wegen Überschuldung zahlungsunfähig war weiter mit Geld versorgen. Einziges Problem: wie verhindern, das die dem Land zur verfügung gestellte Währung in den Schuldentöpfen korrupter Regierungen verscheindet und die EZB damit überfordert. Aber dazu giebt es schließlich die Maastrich-Verträge. Die EZB dürfte halt nur jene Banken versorgen, die sich auf die Mastricht-Kriterien verpflichten und den Euro nicht den korrupten, überschuldeten Regierungen geben. Die EZB hat kein Recht, den Regierungen Bedingungen über die Maastricht-Kriterin hinaus zu setzen, aber die satzungsmäßige Pflicht das Land liquid zu halten, dafür zu sorgenn, das Die Mühlen weiter mahlen und der Bäcker weiter seine Brötchen backen kann auch wenn der Staat pleite ist.

  • von Dieter Baur

    Vorerst keinesfalls einen Schuldenschnitt, für die bisher überlassenen Gelder einen klaren Verbrauchsnachweis, drastische Reduzierung des Miltärhaushalts, ein klares Besteuerungssystem. Sollte keine Bewegung erfolgen, sollte auch kein Cent mehr fließen.

  • von Sabine von Wolffersdorf

    Schiff wieder flott kriegen ist eine perfekte Idee. Dabei könnten denn die griechischen Reeder freiwillig ihr Scherflein beitragen…

  • von Günter Weigel

    Es ist wirklich eine große Verdummung der Bürger. was hier mit Kommentaren
    geboten wird.
    Die gesamte Geldwirtschaft, das Spiel mit Schulden die hin und her geschoben werden,
    läuft hinter den Kulissen ab.
    Der in solchen „Geschäften“ unbedarfte Bürger wird in den Medien von allen Seiten
    bearbeitet, so das er sich selbst einreden läßt, daß er in dieser Kungelei der Banken
    etwas mitzureden hätte.
    In der Frage Griechenland wurden und werden von allen Seiten mit Lügen und
    Halbwahrheiten gearbeitet.
    Nach dem Gewissen und Verantwortung der Politiker und Bankiers darf man nicht
    Fragen.
    Sie haben keins und wollen sich auch in Zukunft nicht damit belasten!

  • von Elend

    Wer behauptet, daß die bisher von EU und IWF nach Giechenland geflossenen Milliarden ausschließlich dazu gedient haben, die vor allem von deutschen und französischen Banken vorher an Griechenland gegebenen Kredite abzulösen, der lügt genauso wie derjenige, der behauptet, diese Gelder seien ausschließlich dem griechischen Staat und seiner Bevölkerung zu gute gekommen.
    Daß campact einen derartigen Unsinn verbreitet, ist enttäuschend.

  • von K. Merseburger

    Moin moin zusammen, es ist schön das sich die Mühe für den Bericht & das Video gemacht wurde, aber ich denke (fast) jedem unserer Bürger ist klar das es sich vorerst quasi „nur“ um Bürgschaften der Staaten handelt die Kredite absichern. Leider herscht bei unseren Regierungen lobbyistisches Denken & Handeln vor, welches trotz Demokratie einige wenige bevorzugt und den Rest geschickt unterdrückt. Bei der Arbeitsweise unserer Politiker frage ich mich schon länger wo sie ihr Handwerk gelernt haben. Die vielen „Milchmädchenrechnungen“ die uns von unseren Politikern vorgesetzt werden, würde sich manch ein Schüler in der 7. Klasse, bei der Haushaltsplanung mit seinem Taschengeld, nicht leisten.
    Solange Die Reichen weniger Steuern zahlen müssen und mehr Steuerfreibeträge erhalten als die ärmeren werden wir nie schuldenfrei werden, egal welche Nation.

  • von Ursula Vorkorte

    Ein Schuldenschnitt muss her. Was soll da Rente erst mit 67. Bei uns gerade runter gegangen auf 63. Mehrwertsteuer rauf auf 23 Prozent. Da werden nur die armen Menschen bestraft. Bei uns mal gerade 7 bis 19 Prozent. Wo, bitte schön soll denn da die Wirtschaft angekurbelt werden. Man sollte lieber investieren. Solar usw. damit endlich was in die Kassen kommt. Uns ist 1953 auch geholfen worden. Wenn damals alle anderen Länder so gehandelt hätten wie wir, wären wir mit unserem Wirtschaftswunder nicht so weit gekommen. Also aufhören den Griechen die Luft abzudrehen. Helft ihnen lieber, das Schiff wieder flott zu kriegen.

    • von petrakaroline

      Die Rente ist nicht runter auf 63. Das ist ein großer Irrtum.

    • von Foerster

      Griechenland ist pleite?
      1) Aber immer noch ein Steuerparadies. In Griechenland müsste man leben, jedenfalls als Steuerzahler mit Kapitaleinkünften. Während die arbeitende Bevölkerung am Hungertuch nagt, leben die Reichen immer noch im Steuerparadies. Die Kapitalisten zahlen nur 15% Quellensteuer auf Zinserträge. Stammen die Zinsen aus der Anlage in Staatsanleihen, verzichtet der Staat ganz auf Steuerzahlungen. Noch großzügiger werden Gewinne aus Aktienkursgewinnen und Dividendenzahlungen gerade mal mit 10% versteuert. Und reiche Reeder zahlen gar keine Steuern. Nur eine klare Steuerreform nach Regeln der EU, kann dieses Land wieder auf Vordermann bringen.
      Was ist mit den 600 reichsten Griechen die ihr Geld aus Griechenland abgezogen haben und im Ausland, England, Deutschland, Luxemburg, Schweiz und auch in den USA, gebunkert haben. Diese sog. Oberschicht, hat 200 Mrd. Euro abgezogen.

  • von Hagspiel Gerard

    So einfach kann man die Griechen nicht von der Mitverursachung ihrer Krise frei sprechen.
    Keine geordnete Verwaltung, keine geordnete Steuereinhebung, steuerbefreite Großunter-nehmer, z.B.Schiffseigner, u.a., Korruption in Regierung, Polizei, Justiz und Verwaltung, Mißbrauch von Pensionen, niedriges Pensionsanfallsalter, usw. Bugettricks zur Erschleichung der EU-Mitgliedschaft. Sie haben sich ihre Henker (die korrupten Regierungen) selbst gewählt. Wer würde mit uns unter solchen Voraussetzungen Mitleid haben ? Dass die Sparpolitik das Volk sehr belastet, ist unbestritten. Wie wär´s mit Marschallplan mit langfristigen Perspektiven. Aber da sich die Griechen weigern Berater zum Aufbau einer sauberen Verwaltung ins Land zu lassen, weiters nicht darum kämpfen mit der Schweiz eine Besteuerung der dort platzierten Gelder und Vermögen griechischer Bürger auszuverhandeln und sich wie trotzige Kinder verhalten, hält sich mein Mitleid in Grenzen.

  • von Bertram

    Wie auch Oliver fehlt mir in dieser Diskussion die Thematisierung des „Wachstumszwangs“. Weder in Griechenland noch im Rest der EU wird infragegestellt, dass Wachstum nötig ist, um ein gutes Leben zu führen. Das Wirtschaftssystem ist derzeit so aufgebaut, dass jährliches Wachstum nötig ist. Ich wünsche mir viel lieber ein System, in dem jede/r genug zu essen hat, nötige Kleidung, ein Dach über dem Kopf und eine giftfreie Landschaft drumherum. Ein gutes Leben ist für mich eher eines ohne jährlich steigendes Gehalt, steigenden Umsatz, steigenden Konsum, steigende Versiegelung der Landschaft, steigenden „Lebensstandard“.

    • von Erika Deigele

      Super! Sie sprechen mir aus der Seele. Weg mit dem ständigen Störfaktor „Wachstum“! Balance muss an erster Stelle stehen, wenn wir eine friedliche Zukunft haben wollen. Ich glaub aber, dass da noch sehr viele Menschen umdenken lernen müssen. Unser Planet ist nun mal begrenzt, wo wollen wir denn hinwachsen?

    • von Thomas Teichmann

      Hallo Bertram,
      das ist durchaus ein wichtiges Element, denn der historisch nachvollziehbar entstandene Wachstumsdruck hat dazu geführt, dass wenige Länder durch Exporte noch Wachstum erzielen. Das kann gar nicht übertragen werden, denn Handelsüberschuss geht nur einseitig. Also darüber muss auch gesprochen werden, und wird es ja auch, allerdings nur von einer Minderheit.
      Für Griechenland allerdings dürfte es schon im Moment darum gehen, die Grundversorgung wieder zu sichern, ganz materiell. Wirtschaft ohne Wachstum sollte dagegen aktuell vor allem in Deutschland und anderen „wettbewerbsfähigen Exportländern“ diskutiert werden.
      Viele Grüße
      Thomas

  • Da ist mir inzwischen ein Gedanke gekommen, der es meines.Erachtens Wert ist diskutiert zu werden. Es gibt ja Länder in der EU, die mit 2 Währungen ganz gut zurechtkommen. z.B. Dänemark. die Geldströme im Inland werden in der nationalen Währung abgewickelt und die inner-EU in Euro. Was ist daran europa-feindlich???

  • von Dr.Walfried Pohl

    Ich und andere haben schon zu Beginn der Griechenlandkrise
    vorgeschlagen, neben dem Euro eine Binnenwährung einzuführen,
    heiße sie nun Drachme oder anders. Damit wäre der interne
    Wirtschaftskreislauf gefördert werden. Solche Regionalwährungen
    gibt es, z.B. der Chiemgauer in Deutschland. Jetzt wird ab und
    zu von einem *Gutscheinsystem‘ gesprochen ohne die Sache
    aber auf den Punkt zu bringen.

  • von Jan

    „Der deutsche Steuerzahler hat noch nichts gezahlt.“ Hm, wie verträgt sich diese zentrale Aussage des Videos mit dem Schuldenschnitt Griechenlands im März 2012 und im November 2012 ? Da hat doch der deutsche Steuerzahler schon einige Millarden gezahlt (bzw. auf die Schuldenrückzahlung verzichtet) (Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/wie-viel-schulden-griechenland-schon-erlassen-wurden-ein-offener-und-ein-verdeckter-schuldenschnitt-13391476.html )

  • von georg

    Luxemburg ist teurer als Griechenland, aber das interessiert keinen. Und wenn Griechenland irgendwann überstanden ist, dann wird es wieder einige Bankenmilliardäre mehr geben – auf Kosten der Allgemeinheit und gestützt von der Politik selbstverständlich! Dass es so kommen wird, das war von denen, die bei der Aufnahme Griechenlands in den Euroraum die geltenden Regeln gebrochen hatten, von Anfang an durchkalkuliert. Einfach faszinierend, die schiere Größe dieser Inszenierung, die man uns in den Medien vorspielen lässt …was das alleine schon kosten mag (Peanuts in Relation zu den Gewinnen)! Und ebenfalls faszinierend, wie geradezu spielerisch eine kleine superreiche Elite ganze Völker enteignet bzw. diese sich einfach und meist gutgläubig enteignen lassen. Aber für irgend etwas muss der ganze Aufwand einer perfekten Überwachung jedes einzelnen Bürgers ja gut sein.

  • von Feco

    Ich schließe mich dem Vorredner, Gerhard Schneider, 100%ig an…. und unterschreibe auch aus voller Überzeugung den Kommentar von Oliver Eberlein !!!

  • von Tom N.

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