Griechenland-Krise: Warum die einfachen Wahrheiten nicht stimmen

Ein dramatisches Wochenende liegt hinter uns: Ein “Grexit” wurde zwar abgewendet. Griechenland soll aber einem harten Sparprogramm unterzogen werden. Viele glauben: Selber schuld. Du auch? Dann wird Dich dieses Video zum Nachdenken bringen.

von  784 Kommentare

Ein dramatisches Wochenende liegt hinter uns: Ein “Grexit” wurde zwar abgewendet. Griechenland soll aber einem harten Sparprogramm unterzogen werden. Viele glauben: Selber schuld. Du auch? Dann wird Dich dieses Video zum Nachdenken bringen:

Viele Medien zeichnen ein verzerrtes Bild

Es ist dieses Bild, mit dem weite Teile der Medien den Euro-Gipfel vom vergangenen Wochenende zeichnen: Auf der einen Seite die eiserne Angela Merkel mit ihrem knallharten Unterhändler Wolfgang Schäuble, die das Geld der deutschen Steuerzahler/innen gegen die prassenden Griechen verteidigt. Auf der anderen eine linksradikale Regierung, die Europa monatelang an der Nase herumführt und alles Vertrauen verspielt hat. Hier die Regeln, die den Euro retten. Dort die Griechen, die einfach nicht sparen, immer mehr Geld haben wollen.

Ein Bild, das zu dem Schluss verleitet: Die Griechen haben alleine selbst Schuld, dass sie fast aus dem Euro geflogen wären; dass sie nun den Gürtel noch einmal kräftig enger schnallen müssen; dass der griechische Staat faktisch unter Aufsicht von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) gestellt werden muss. Dass die Griechenland-Krise so eskaliert ist, dafür trage vor allem die griechische Regierung die Verantwortung.

Wir glauben: Dieses Bild ist falsch – und lassen Experten zu Wort kommen

Ohne Frage, viel zu lange haben sich griechische Eliten – oft in Komplizenschaft mit internationalen Banken und Konzernen – den Staat zur Beute gemacht. Griechenland braucht dringend Reformen. Doch mit ihrer kompromisslosen Haltung haben Merkel und Schäuble dem europäischen Projekt schweren Schaden zugefügt – und die Griechenland-Krise keineswegs gelöst. Mit dem Sparprogramm ist die Gefahr eines “Grexit” nur aufgeschoben – ganz sicher aber nicht aufgehoben. Und für viele Griech/innen wird sich die Situation noch einmal massiv verschärfen.

Wir haben nachgefragt, bei renommierten Wissenschaftler/innen und Journalist/innen

Wir wollten wissen: Wie konnte die Krise so eskalieren? Woher kommen die griechischen Schulden? Warum stellt Griechenland sich gegen ganz Europa? Warum spart Griechenland nicht? Und ist Sparen wirklich die richtige Antwort auf die Krise?

Diese 5 Expert/innen haben für uns die Griechenland-Krise entwirrt: Dr. Till van Treeck (Wirtschaftswissenschaftler Uni Duisburg-Essen), Margarita Tsomou (Herausgeberin Missy Magazin), Ulrike Hermann (Journalistin bei der taz), Harald Schumann (Autor und Journalist, Tagesspiegel), Prof. Dr. Gesine Schwan, (Politikwissenschaftlerin, Humboldt-Viadrina).

Wir glauben: Um sich ein fundiertes Urteil über die Griechenland-Krise zu bilden, sollte man diese Fakten kennen.

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784 Kommentare

  • Als Europäer müsste ich Gedanken über einen möglichen GERxit machen. Ich denke das Verhalten von Merkel und Schäuble war hochgradig assozial. Was wären die Konsequenzen. Die D-Mark würde drastisch aufwerten und der Euro drastisch abwerten. Plötzlich würden Länder wie Frankreich, Italien und Spanien wieder zur alten Exportstärke finden. Vor dem Chinaboom gingen 40% der deutschen Exporte nach Frankreich und große andere in den Rest von Europa. Auch die chinesiche Wirtschaft muss konsolidieren und die Joint-Ventures der Vergangeneheit wird weltweit deutsches Know-How wietaus günstiger anbieten. Dies würde einen Einbruch der deutschen Exportkonjunktur zur Folge haben. Das bereits gesunkene Lohniveau ließe keine Binnenmarktdynamik zu. Die Arbeitslosigkeit würde drastisch steigen. Die große Budget-Null würde tiefrot und die Neuverschuldung, wie in 2004, hochgefahren um eine Rezession/Depression zu vermeiden. Wann zieht Lynchmob wieder über die Straßen udn welcher Krieg der 1.?

  • von Ayse

    Warum lassen wir der neuen Regierung nicht einfach die Zeit, die sie für Reformen brauchen um Dinge zu ändern, die Jahrzente vorher von den bisherigen Politiker verursacht wurden. Diese wurden doch auch immer von unseren Machtinhabert getragen und unterstützt.
    Man hat den Eindruck, wir Deutschen tun alles um die linke Regierung am besten gleich kaputt zu machen um zu beweisen, daß sie gar nicht funktionieren kann. Mich wundert, daß man Ihnen DInge aufzwingt um noch mehr Schulden zu machen. Wie sollen sie das jemals zahlen können. Und dann die hohen Zinsen. Und weil sie nichts kreativeres kennen, als den neoliberalen Marktmechanismus, müssen gleich alle Staatsvermägen privatierst, Gewerkschaftsrechte geschwächt, Löhne noch weiter gesenkt, Rentner und Kleine Bürger noch mehr zu Kasse gebeten werden. Letztendlich sehen wir selbst in Deutschland, in einem reichen Land, wie seit Jahren doch die Löhne in bestimmten Berufen gesunken sind. Dabei steigen gelcihze die Gewinne der Unternehmen.

  • von Ralf Grehl

    Wenn man die Äußerungen von Varoufakis (http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/jul/10/germany-greek-pain-debt-relief-grexit), dann ist die ganze Chose eh gelaufen. Das Dumme ist, das diese Äußerungen im Gegensatz zu der mantrahaften Wiederholung von „Regeln müssen eingehalten werden“ sehr plausibel sind. Kein Wunder, das Schäuble so sauer ist.

  • von Moorhuhn

    Vielen Dank für dieses Video! Hoffentlich sehen es ganz viele Menschen.
    Ein Punkt bleibt m.E. aber zu sehr im Hintergrund: Es ist nicht etwa so, dass Schäuble und Merkel lediglich ökonomische Fehler machen und sie zu wenig von der Materie verstehen (wobei ich letzteres nicht ganz ausschließen möchte…), sondern sie handeln ganz bewusst so, wie sie es tun!

    Das Ziel ist nicht die „Rettung“ oder die Zurückzahlung irgendwelcher Gelder, es geht ausschließlich darum, eine links orientierte Regierung abzuschaffen! Geld spielt dabei keine Rolle. Schäuble weiß ganz sicher, dass ein Grexit die Deutschen teurer käme, als etwa ein Schuldenschnitt. Nein, hier soll eine Alternative zur herrschenden neoliberalen Doktrin im Keim erstickt werden, bevor immer mehr Menschen merken (nicht zuletzt mit Blick auf Spanien, Portugal etc.), dass eine solche für 95 Prozent der Europäer besser wäre, als das bestehende System.

  • von Ursula

    Wie auch immer…. Die ‚Spielchen‘ werden auf ganz anderen Ebenen gespielt (lesenswert):
    http://www.focus.de/politik/ausland/eu/oh-nein-ja-spinnen-denn-die-nicht-griechen_id_4807229.html
    und es wird immer an den Kleinsten hängen bleiben. Die werden die Zeche zahlen ohne Stimmrecht. Allein das Wahlrecht kann etwas bewirken … und auch das ist relativ … manche wollen es den Griechen – die m. E. nur am status quo interessiert sind – BEDINGUNGSLOS überlassen. Keine Bank gibt einem etwas OHNE Sicherheiten! Habe nicht entdeckt, daß Wasser nass ist.

  • von Eddy Bleyer

    Die von Europa geforderten Sparmaßnahmen sagen für mich folgendes aus:
    Gespart werden muss in erster Linie an dejenigen Griechen, die jetzt schon zu wenig zum Leben haben. Einen Appell, zur Abwechslung auch mal die Reichen und Superreichen mit in die Pflicht zu nehmen, gibt es seltsamerweise nicht.
    Diese „Logik“ zeigt doch ganz deutlich, von wem der Katalog an Forderungen in Wirklichkeit aufgestellt wurde. Vom international agierenden Großkapital, das sich die Regierungen weltweit zu willfährigen Handlangern macht.
    Ich dachte, dass eine linksgerichtete Regierung in Griechenland diesen Bann womöglich durchbrechen könnte. Doch wie sich jetzt zeigt, scheint das leider doch nicht zu funktionieren.

    • von Förster

      Wir leben halt nicht in einer Demokratie, sondern in einer Diktatur des Kapitals. Die reichen 600 Griechen besitzen ein Vermögen im Ausland von 200 MRD Euro. Dieses Geld vermehrt sich ganz von allein. Hätte die jetzige Regierung de Mut, dieses Geld zu beschlagnahmen, wären die Schulden auf einen Schlag getilgt. Aber auch die jetzigen Machthaber, sind Hörige der Diktatur des Kapitals und werden nie an dieses Kapital herangehen. Nie!!!! Und die EU ist genauso diesem Kapitalkartell hörig. Das ist nicht nur in Griechenland so, sondern auf der ganzen Welt! Es regiert die Diktatur des Kapitals.

  • von Metz

    Seit wann waren Amerikaner jemals Wohltäter, eher wohlkalkulierende Zinsrechner. Ihre Beutekriege in der ganzen Welt als Humanitäre Einsätze getarnt.Seit 7o Jahren immer noch als Besatzungsmacht in D. aktiv. Die USA hat kein interesse an einem gelingenden Europa, eher an Raketenstellungen in der Ukraine und anderen strategischen Positionen wie z.B. Griechenland, eben um eingebildete Weltmacht bleiben zu können.

  • von V. Lauerwald

    Hallo, viele schöne Argumente werden hier genannt.
    Fast hätte ich dem Campact Blog Glauben geschenkt, teilweise sind die Aussagen selbstverständlich richtig. Aber auch hier nur in eine Richtung (die armen Griechen).
    Bisher hat keine griechische Regierung gehandelt und Steuerschlupflöcher gestopft.
    Deutsche Politik ist seit Merkel im Amt ist ein hin und her gehopse und auch nur Klientelpolitik
    ABER! Der Grieche hat uns für den Euroeintritt betrogen, Wirtschaftsdaten gefälscht.
    Die Regierung Schröder (SPD), hat sich trotzdem für einen Eintritt der Griechen in die Eurozone eingesetzt, warum? Solange in Griechenland nicht alle Einnahmequellen ausgeschöpft werden, sowie Ausgaben sinnvoll gekürzt werden, darf es kein weiterso wie bisher geben. Auch in unserer Republik wird immer nur bei den schwächsten gespart. Wenn die Regierung von sparen redet, meint die immer die Bevölkerung.Unser Staatshaushalt hat durch die niedrigen Zinsen auch noch keinen Euro an Schulden verloren.

  • von Wolfgang Schmitt

    Keine Bank würde einem Privatmann ein Darlehen gewähren, bei dem unsicher ist, ob er es zurückzahlen kann. Dem griechischen Staat wurde dennoch von deutschen und französischen Großbanken „großzügig“ jahrelang unter die Arme gegriffen, die genau wußten, die Politiker würden sie – wie schon einmal – vor der Pleite retten. So lassen sich tolle Geschäfte machen!
    Die Zinsen werden eingestrichen, für Verluste stehen die Steuerzahler gerade! Dieses Geschäftsmodell würde im Privatsektor als Betrug gelten. Dass unsere Politiker dabei mitmachen, zeigt das ganze Ausmaß an Korruption und Verkommenheit unseres Systems.

  • von Dr. Hans-Peter Duric

    Schon vergessen, dass es Gröpaz (Grösster Politiker aller Zeiten!) Schröder war, der GR in den € holte. Jeder hat gewusst, dass die Zahlen GRs getürkt waren! Es gibt nur einen Ausweg: Grexit, natürlich sozial abgefedert! Das würde zumindest soviel kosten wie die bisherigen Rettungspakete. Es wäre dann aber ein Ende mit Schrecken und nicht ein Schrecken ohne Ende! Das vierte Hilfspaket wird kommen!

  • Gemeinschaftswährung: Ja, alleinige Währung: Nein!
    Anerkannte Wirtschaftsexperten sind sich einig:
    Der Euro ist als alleinige Gemeinschaftswährung für Länder
    mit stark unterschiedlicher Wirtschaftskraft überfordert.
    Die Lösung dieser Schwierigkeit liegt auf der Hand: Der Euro
    kann weiter als Gemeinschaftswährung dienen, aber jedes
    Euro-Land nutzt zusätzlich eine nationale Währung für die
    Regulierung des eigenen Binnenmarktes. So wie das im Übrigen
    ja auch England, Schweden, die Schweiz, usw. im Umfeld
    der Eurozone machen.
    Aber, und hier liegt der Schlüssel zu mehr Solidarität und Demokratie
    in der Eurozone und in der EU: Diese nationale Währung muss
    hoheitlich vom Staat selber, d.h. zinsfrei für die staatlichen Belange,
    herausgegeben werden! Dadurch wäre die Erpressbarkeit von Staaten
    durch die internationalen Kreditgeldgeber, so wie das jetzt mit
    Griechenland geschieht, nicht mehr möglich. Siehe die schweizer „Vollgeldinitiative“

  • Klasse Film!
    Warum nicht auch eine Petition zur Griechenlandkrise?!! Nur mit welcher Kernfrage? Nicht, ob Grexit ja oder nein – das Griechenland Mitglied bleibt, sollte selbstverständlich sein. Es müsste eine Frage zum grds. Kurswechsel sein!
    Aktuell habe ich unter fragdenstaat.de eine Anfrage laufen, ob und welche Verbindlichkeiten/Schulden die Banken u.a. aus der Finanzkrise aktuell noch gegenüber dem deutschen Steuerzahler haben. Sollte Deutschland tatsächlich für die Brügschaften für Griechenland einstehen müssen, könnte man ja mal überlegen, ob die Banken nicht zuerst ihre Verbindlichkeiten tilgen sollten. Ich hoffe doch sehr, dass ihnen keine Schulden erlassen wurden…
    Die Antwort des Bundesministeriums der Finanzen steht noch aus.

    • Eine Petition fände ich gut:
      Bedingungsloses Grundeinkommen für alle Einwohner Europas – gemeinsam steuerfinanziert und gemeinsam per Referendum beschlossen. In Zentralbankgeld.
      Ein Statement für eine Gemeinschaft, deren Mitglieder füreinander einstehen, eine bottom-up Ökonomie, die zuerst echte (Grund-)Bedürfnisse befriedigt, bevor gezockt werden darf oder Prestigeprojekte finanziert werden.
      Und dabei geht es nicht nur um ‚die Griechen‘, sondern auch um alle anderen in Europa, die nicht oder kaum über die Runden kommen und sich er derzeit so wunderbar gegen die Griechen aufhetzen lassen.

  • von Heums

    Gläubiger sind nur Marionetten, die Anzeigen, dass es an Vermögen mangelt und man in den Schulden steckt. Das ist ein typisches Phänomen bei Nichtprofiteuren im Kapitalismus.
    Man stelle sich vor, man steht vor jemandem der einem ins Gesicht sagt, das man seine Schulden zu begleichen hat. Kein schönes Gefühl!!! Aber genau das müsste sich die griechische Regierung zunutze machen. Sie muss die Gläubiger für sich gewinnen und die Schulden bei anderen Ländern abladen (investieren), vor allem die Reichsten der Reichen wie Luxemburg oder Saudi-Arabien sollten die Schulden tragen. Dann gibt es auch diesen Rechtsextremismus nicht mehr.

  • von Gunnar Schanno, M.A.

    Verdienstvoll von Campact, unideologische Griechenland-Statements guter Leute zu bringen. Bin selbst in deutsch-griechischem Verein. Es sei gesagt, dass aber den Griechen nicht geholfen ist, sie gutmenschlich von aller Selbstverantwortung zu dispensieren. Zu den Basics gehört nun mal griechisch-olympischer Allzeitrekord einer Schulden-Diskussion im Umfang 300 Milliarden. Der gern gemachte Vergleich mit anderen Süd-Ländern (hohe Jugendarbeitslosigkeit etc.) trifft nicht, weil diese sonst zusammen genommen derzeit vergleichsweise tausend Euro-Milliarden von EU fordern müssten. Die zitierten US-Ökonomen haben gut reden – die USA (rigorose Steuereintreiber) hätten vergleichsweise über 30 Millionen Staatsbedienstete und deren Rentnergenerationen auf ihrer pay-roll. Kam erstmals Einsicht von Zipras und Griechen, notwendig durchs Tränental zu gehen, im Bild der Menschen vor geschlossenen Banken? Irgendwann einmal erhält Schäuble ein Denkmal, wie der tugend-ermahnende, todverurteile Sokrates.

  • von Silvia Hessberger

    Macht und Geld regiert die Welt. Solange ein BIP über den Menschen des Landes steht, sind die eingesetzten Politiker falsch am Platz. Wer weiß nicht, dass man erst vor der eigenen Haustüre kehren sollte? Massenhaft interne Probleme, die verdrängt werden und dennoch mischt man sich in anderen Ländern ein, erpresst und entmündigt Menschen. Wer sagt eigentlich, dass es die „reichen Mitgliedsländer“ besser können, als die „Armen“? Ist es nicht eine Form der Bereicherung, wenn man an den „armen Mitgliedsländern“ verdient? Warum sind die „reichen Mitgliedsländer“ der Meinung sie dürften andere regulieren/deregulieren? Plündern die „Reichen“ nicht gerade mal wieder die „Armen“? Sind wir nicht schon auf dem Weg in die „Knechtschaft“? Großbetriebe kassieren EU-Förderungen und der kleine Bürger hat Angst um seine „Existenz“? Alles selbstgemacht und realitätsfremd? Wie lange wird man noch zusehen, warten bis sich Völker erheben und wehren? Wollen wir das wirklich erleben oder packen wir es an?

  • Das Problem ist keiner will bis heute die Türken wirklich in der EU haben und da kennt man die Gründe ganz genau . Die Griechen sind nur in ihrem Pass Griechen aber sie ticken Osmanisch und sind Stolz darauf das Ata Türk im heutigen Griechenland geboren ist .

  • von J.C. Kräck

    JederSchuldnerBeraterweistdaraufhin,dassSchuldennichtdurchSchulden
    zueliminierensind.WarumkannmankeineeinfachenbekanntebewährteLösung
    anstreben.DasInsolvenzverfahrenbeschreibtdieLösung.
    MissständedauerninderRegelsieauszumerzen,solangesiebestehen.
    Daswürdeoftzulangedauern,deshalbhatmanbeiPrivatInsolvenz
    sichmalauf7Jahregeeinigt …. oder?DochmanlässtgenügendSpielraum
    umdenKlientennichttotalabsaufenzulassen.
    Doch gerade das tun wir im Moment mit dem Griechischen Normalbürger.
    Griechenland hatte meines Wissens nie die Kriterien des € erfüllt!
    Verantwortung heißt, dass die Verantwortlichen dafür zu Sorgen haben,
    dass Sie Ihr Tun und Handeln mit allen Konsequenzen tragen.
    Das weiß jeder, der mit Familie, der kleinsten Zelle einer Gemeinschaft
    zu tun hat. Ich sehe, dass wir als Gemeinschaft nicht in der Lage sind,
    ein Problem, das wir verschuldet haben, anscheinend nicht lösen können.
    Man entschuldigt sich für Fehler!

  • von Egon Krentz

    Wer soviele Worte für 1 Wahrheit braucht, hat schon verloren.
    Ihr „Weisen“ könnt ja meinen und sagen was Ihr wollt: Aber bei den Griechen ist doch schon seit 4 Jahren alles vergeblich „den Bach hinuntergelaufen“.
    Was andere arme Länder geschafft haben, können die modernen Griechen leider sowieso nicht mehr erreichern !
    Ich bin nicht mehr bereit, für Unvermögen Steuergelder zu opfern !

  • von Roland

    Ich höre hier nur Verallgemeinerungen. Wo sind die Lösungen?

  • von Ottogeorg LUDWIG

    3. Milliarden Griechenland-Hilfe-Paket stiehlt Dt. Beschäftigten Steuergelder, die für BRD-Bürger
    geplant und dringend notwendig waren:
    Steigende Altersarmut durch staatl. Minirenten
    13,5 Millionen Bürger trotz Arbeit unter Existenzminimum lebend
    zigtausende Billiglöhner
    BRD-Mindestlohn mit 8,50 EURO – mit die niedrigsten Mindestlöhne in Europa
    vollkommen marode Infrastruktur i. BRD
    Gebetsmühlenartig behaupten BRD-Politiker stets fälschlicherweise Deutschland ist
    eines der reichsten Länder – diese spielen den EU-Rettungsengel werfen den Griechen
    Milliardenhilfen hinterher – entgegen dem Rat seiner Steuerbürger (TV-Umfrage 97 % sind dagegen) mehreren bekannte Ökonomen und 60 CDU-Politiker ! Es nützt nichts Dt. Steuergeld
    muß für das schnorrend Griechland verbrannt werden! Es wird schon vom griechischen SOLI
    gesprochen ! BRD ist in der EU-Diktatut der größte Zahl- und ab dem 15.07.15 der EU-Zuchtmeister trotz Miliardengeschenke die BRD-Reputation u. Ruf ist im Keller

    • Bisher hat der griechische Staat Kredite bekommen. Gelder, die sich der deutsche Staat zu minimalen Zinsen an den Kapitalmärkten leiht und zu einem höherem Zinssatz an Griechenland weiterverleiht. Deutschland hat bisher sogar an dieser Zinsdifferenz verdient.
      Doch es geht sogar noch weiter: Im Zuge der Krise sind die Zinsen für deutsche Anleihen auf den Kapitalmärkten stark gesunken. Jens Boysen-Hogrefe vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel hat ausgerechnet, wie viel Deutschland allein daran verdient hat, dass die Zinsen für eigene Kredite wegen der Griechenland-Krise so in den Keller gegangen sind. Mehr als 100 Milliarden Euro waren es von Beginn der Krise 2009 bis zum Jahr 2014. Nur damit sei Schäubles schwarze Null überhaupt zu erreichen gewesen. http://www.sueddeutsche.de/politik/griechenland-krise-hoert-auf-europa-kaputtzureden-1.2566774
      Allerdings ist klar, dass Griechenland die enormen Schulden nicht wird zurückzahlen können. Vier Jahre Sparpolitik und die Drohung mit dem Grexit haben die Wirtschaft vollends zerrüttet. Für jeden gesparten Euro ist die Wirtschaft um 1,2-1,5 Euro geschrumpft. Daher ist Griechenland nicht kurzfristig zahlungsunfähig, sondern bankrott. Bankrott weil es zuviel gespart hat, nicht zuwenig.
      Lesen Sie dazu http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/der-rebell-gegen-die-eurozone/story/23688357?track
      Die nun vereinbarte Fortsetzung einer verschärften Sparpolitik wird Griechenland weiter in die Krise treiben. In drei Jahren wird ein neues Hilfsprogramm notwendig werden. Ein Schuldenschnitt oder eine sehr langfristige Umschuldung und ein Ende der exzessiven Sparpolitik sind notwendig, damit die Wirtschaft wieder auf die Beine kommen kann. Erst so könnte langfristig ein Teil der Schulden zurückgezahlt werden.

  • von Rolf Schiller

    Die Darstellung ist völlig einseitig. Es war schon immer so, dass die Wirtschaftskraft der Währung entsprechen muß – deshalb verlor auch die „DDR“ ihre Arbeitsplätze, als die West-DM kam. Griechenland hatte dies Beispiel gekannt! Es ist nicht daran gedacht, die Griechen einfach rauszuschmeißen, vielmehr werden sie erhebliche Mittel bekommen (müssen), um neu anzufangen. Dann wäre es aber auch einmal zu Ende mit Subventionen. Die neue Drachme würde die griech. Souveränität herstellen, die ja so heiß gepriesen wird.
    Es gab in der Vergangenheit keine Anstrengungen, die marode Regierung zu ändern, z-B. ein Katasteramt einzuführen! Wer will den da ohne Grundbuch investieren? Im Übrigen: Hier wird Deutschland einseitig an den Pranger gestellt – es gab genügend andere Länder, die auch nicht endlos ihr Geld in ein dunkles Loch versenken wollen.
    An alle: Ich habe kräftig für die österreichische Griechenlandhilfe (an das Athener Krankenhaus) gespendet. Tut desgleichen! Googeln genügt.

  • von Thomas Bohmgahren

    Zunächst mal möchte auch ich mich dafür bedanken das compact.de dieses Thema endlich mal so beleuchtet das man hinterfragen kann und muss, warum sich die Griechen so schwer tun dem „Denken“ der übrigen Eurozone zu folgen.
    Ich habs ja immer gesagt, ist sicherlich oportun, Aber es ist doch so, das die Wirtschaft der südlichen Länder wie Spanien, Portugal, Italien und eben auch Griechenland hinter den ökonomischen „Erfordernissen“ vom Anbeginn des Euros hinterher hinkten. Die Frage nach dem Warum ist doch leicht zu beantworten: Hier spielt die Ökologie und die Menthalität der Menschen eine große Rolle und ist mit der „übrigen Eurozone“ (ein blödes Wort wie ich meine) nicht zu vergleichen. Und weil das so ist kann man ein Land wie Griechenland auch nicht so behandeln, wie zum Beispiel Irland, Norwegen oder Holland und wie Frankreich oder Deutschland schon mal gleich garnicht.
    Mein Vorschlag wäre: Einen Länderfinanzausgleich in der Eurozone ein zu führen.

    • Das ist absolut sinnvoll und notwendig.
      Wer allerdings die Probleme mit dem Länderfinanzausgleich in Deutschland kennt, würde das Modell so nicht übertragen wollen.
      Was aber – ganz nebenbei – wie ein Länderfinanzausgleich wirken würde, wäre ein europäisches Bedingungsloses Grundeinkommen.

  • von alfredmayer

    Die“Experten“ ignorieren die unumstössliche Tatsache, dass ein ewiges Wirtschaftswachtum eine Illusion ist. Es dient dem Kapital, das sich auf diese Weise alle 10 Jahre fast verdoppen kann. Die weltweite Wirtschaftskrise mit einem noch nie gesehenen Ausmass nähert sich mit einer sich mit einer sich potential erhöhenden Geschwindigkeit. Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist dann alles zu spät.
    Griechenland könnte der Vorreiter für eine letztlich unvermeidlichen allein ökologischen Zwängen folgenden Politik damit das erste Land werden, das die unvermeidliche Postwachstumskrise meistern wird.
    Die Menschheit muss endlich eine Wirtschaftsform ergreifen, die in Einklang mit den Naturgesetzen ist, die keine Abfälle und keinen Ressourcenverbrauch zulassen,sondern nur eine Ressourcennutzung imKreislauf.
    Dafür brauchen wir eine neue politische Klasse, die leicht zu erreichen ist:
    http://Www.demokratievonunten.de
    Die Nachdenklichen müssen nur wirklich mal vorurtelslosnachdenken !

  • Keiner fragt bis heute nach dem, wie war die Steuerehrlichkeit der Griechen in der Vergangenheit ? . Viele die sich aufregen haben noch nie oder kaum Steuern bezahlt. Es ist einfach Griechische Tradition keine Steuern zu zahlen ob groß oder klein .(Mediterrane Krankheit) Juncker freut sich wenn weitere Euros fließen das erhöht die Nummernkonten in Luxemburg ,alle Banken in Griechenland empfehlen dies sogar. Warum werden diese Gelder innerhalb der EU, nicht beschlagnahmt.? In Luxemburg liegt mehr Griechisches Geld als in der Schweiz . Welch eine Polemik um die Renten ,wir sprechen von Altersarmut in Deutschland und die Griechen weinen wenn ihre Rente gekürzt wird. Warum redet keiner davon wie viel und wie lange haben sie einzahlen müssen? Da würden so manchem die Augen aus dem Kopf fallen . Ich glaube keinem mehr weder dem Pro noch dem Kontra , Polemik bis zu erbrechen .
    Was für ein Macho gehabe , sehr oft wird Dummheit mit Machogehabe überspielt.

    • In der Tat ist die griechische Steuerverwaltung wenig effizient. Klientelbeziehungen zwischen Griechenlands Superreichen und den alten Parteien Nea Dimokratia und Pasok (den Schwesterparteien von Union und SPD) führten dazu, dass die Reichen kaum Steuern bezahlt haben. Die Wahl von Syriza bot Anfang des Jahres die Chance für einen Neuanfang und den Aufbau einer funktionierenden Steuerverwaltung. Denn wenn eine linke Regierung etwas will, dann eine funktionierende Steuerverwaltung.
      Doch die Geldgeber ließen der neuen griechischen Regierung keine Chance: Vom ersten Tag an stand sie unter extremen Druck. Reformen, die eigentlich unstrittig gewesen wären, durfte sie auf Geheiß der Gläubiger nicht umsetzen. Varoufakis erläutert seinen vergeblichen Vorschlag an die Gläubiger: “Lasst uns Einigkeit über drei oder vier wichtige Reformen erzielen, etwa das Steuersystem, die Mehrwertsteuer, und sie umgehend umsetzen. (…) Aber sie sagten: »Nein, nein, nein, das muss eine vollständige Überprüfung (der Maßnahmen) geben. Nichts wird umgesetzt, sollten sie es wagen, irgendwelche Gesetze einzubringen. Dies wird als einseitiges Handeln verstanden, das den Einigungsprozess behindert.« Und dann, ein paar Monate später, steckten sie natürlich den Medien durch, dass wir das Land nicht reformiert hätten und Zeit vergeudeten! Und so… wurden wir auf eine gewisse, wichtige Weise, in die Falle gelockt.”
      http://www.neues-deutschland.de/artikel/977827.sie-haben-uns-in-die-falle-gelockt.html

  • von Bernd Kühn

    Wir müssen nicht über die Schwachstellen der westlichen Demokratie in diesem Zusammenhang diskutieren. Von einer einseitigen Berichterstattung in den Medien zu reden, ist aber unverschämt. Alle, in diesem Beitrag zu Wort gekommenen Persönlichkeiten und andere, die der selbe Meinung sind, habe ich in allen Medien gesehen, gehört und gelesen. Man kann über unser demokratisches System denken wie man will, aber es ist das beste, was derzeit zu haben ist. Wo wäre die Aufklärung eines Watergate Skandals möglich gewesen? Wo können Journalisten frei berichten? Und was Griechenland anbelangt, Es gibt ein Für und ein Wider, der gesendete Beitrag ist aber ohne Zweifel einseitig und blendet Gegenargumente bewusst aus.
    Unabhängig von der Sache ist der Umgang, den man unter einander pflegt, entscheidend für ein Weiterkommen in der Sache; man muss das Vorgehen von Herrn Schäuble und Frau Merkel nicht gut heißen. Aber der rabaukenhafte, beleidigende Ton der anderen Seite war auch nicht hilfreich.

  • von Elke

    Mit Sicherheit ist die Vergabe neuer Kredite an Griechenland nicht die Lösung, denn wie hier richtig gesagt wurde, nimmt der deutsche Staat Kredite auf, um diese mit noch höheren Zinsen an die Griechen weiterzugeben, unglaublich! Deshalb kann diese Politik nur mit einem geordneten Ausstieg der Griechen aus dem Euro beendet werden. Wie wäre es mit Schuldenschnitt seitens des IWF? Gerade vom IWF geht der Druck aus, in dem mit Privatisierungskonzepten eine bestimmte monetäre US-Politik verankert werden soll.
    Niemals würden die Griechen ihren Nationalstaat aufgeben, trotz größter Armut, denn auch Varoufakis, Tsipras sowie die rechten Regierungspartner bezeichnen sich als stolze nationalbewusste Griechen. Wo ist hier die Kritik z.B. von Frau Schwan u.a. gegen das überhöhte nationalstaatliche Denken? Denn diese Kritik wird immer einseitig nur gegen Deutschland geübt, schwächt damit den deutschen Sozialstaat, indem die Weichen weiter auf Privatisierung, siehe Agenda 2010, gestellt werden.

    • Aktuell zahlt der deutsche Staat Null Zinsen für die Aufnahme Geldern auf den Kapitalmärkten

    • von Elke

      Kredite müssen immer zurückgezahlt werden mit oder ohne Zinsen und wer gibt Kredite ohne Zinsen, kannst Du das nachweisen? Vielmehr ist es so: „…..Der Börsenexperte Frank Lehmann sieht einen direkten Zusammenhang zwischen der Finanzkrise in Griechenland und anderen Ländern und der „Schwarzen Null“ im Bundeshaushalt. Er sagt, durch die Niedrigzinspolitik der EZB zur Bekämpfung der Finanzkrise habe der Bund 42 Milliarden Euro w e n i g e r an Zinsen zahlen müssen……“
      Quelle: Hart aber fair – Faktencheck.

      Also stimmt die Aussage, dass der „Gewinn“ mit billigen Zinsen mit höheren Zinsen weiter verliehen werden können. Oder stimmt diese „Kalkulation“, darum geht es nämlich, nicht?

  • von Robert Kunz

    Wir werden von allen mit Teilwahrheiten und grandiosen Befürchtungen belabert. Mancher
    sogenannte Experte sollte lieber mal seinen Mundhalten und sich erst sachkundig machen.
    Meist kennt man die Stellungnahme noch bevor der/diejenige was sagt.
    Fest steht, die bisherige „Hilfe“ an Griechenland wahr und ist Murx und wird es sicher auch
    weiterhin bleiben und die Griechen müssen sich in erster Linie selber helfen.
    Was mich erregt ist die Lügerei unserer Politiker.

  • von K.H. Noe

    diese Experten sind leider alle fast ohne Kenntnisse !!!Leute mit Ahnung .wie Prof. Sinn und Prof. Fuest werden nicht gefragt -diese haben ganz andere Analysen -nur mit Ausstieg aus Euro kanne es gehen !!

  • von Niko

    Mein Vergleich mit Estland, Sendung Auslands-Journal, wurde hier wohl nicht freigegeben. Zensur bei Campact?

  • von Herbert Weber

    Hier wird zu sehr rosarot gemalt! Griechenland ist wirtschaftlich ein Entwicklungsland.Es führt die Hälfte der Lebensmittel ein, als Agrarland! Also,es stand nicht erst seit der Finanzkrise so schlecht da,sondern schon vor de3m Euro-Beitritt. Und es hat jahrelang Korruption gefördert,wer auch immer schuld ist. Aber Syriza hat zu viel Zeit schon verstreichen lassen,um dagegen vorzugehen.Auch Kapitalverkehrskontrollen hätten schon vor Monaten eingeführt werden müssen,was Varoufakis bewußt verhindert hat,weil er nur auf sein Pferd gesetzt hat und das war Grexit oder Transfer auf unbestimmte Zeit.Tsipras müßte schleunigst Sozialhilfe einführen,um die sog. Rentenreform sozialverträglich zu flankieren.Und zu den sog. fortschrittlichen Ökonomen aus Amerika: hat man nicht längst erkannt,dass Wachstum auch den ökologischen Gegebenheiten widerspricht? Das mag für Griechenland momentan richtig sein,aber nicht für Westeuropa.Wir brauchen ein qualitatives Wachstum ,durch die EU gefördert,z.B. Öko..

  • 1. Die Reeder haben ihre Steuerfreiheit noch immer im Verfassungsrang und der Staat zahlt die rund 11.000 griechis. Priester – so viel zu einer ´“Linken“ Regierung
    2. Am fehlenden Katastar (Grundbuch) kann es scheitern!
    Ohne Katastar werden die kleinen Griechen weiterhin von den Oligarchen, von reichen Deutschen und Österreichern und der korrupten Verwaltung um ihr Land betrogen werden.
    Ohne Katastar kann der Privatisierungsfond nicht gefüllt werden
    Ohne Katastar werden die Auslandsgriechen nicht in ihr Land investieren.
    Ohne Katastar kann die EU keine Infrastrukturinvestitionen wie eine Bahn in den Norden machen..
    Ohne Katastar können keine (ausländischen) Unternehmen Cluster in Griechenland gründen.

  • von Bärbel

    Vielen Dank für dieses Video, auch ich finde die einseitige Berichterstattung bedenklich und durfte in einigen privaten Gesprächsrunden erfahren, wie wenig eine alternative Denkweise wie die dargestellte bei den Leuten ankommt.
    Trotzdem, den Debattenbeitrag eines griechisch-stämmigen Karikaturisten finde ich auch eine wichtige Seite: Er benennt die griechischen Defizite, den Staat vernünftig zu organisieren und einen funktionierenden Privatsektor zu unterstützen:

  • von Jana Türlich

    Meines Erachtens läuft es so: Die Kapitalisten generieren Krisen weltweit, an denen sie (z.B. durch Waffenhandel) noch verdienen. So wird Druck auf die jeweilige Bevölkerung ausgeübt, die ein (mehr oder weniger) Sklavendasein im Westen dem Elend und den Gemetzel in ihrer Heimat vorzieht. Dadurch erhält man Zuwachs an arbeitswilligen kräftigen Männern (Frauen und Kinder sind in den Flüchtlingsbooten in der Unterzahl). Damit kann man die Löhne senken und die Gewerkschaften entmachten (was auch ein Ziel der EU-Macher ist). Gleichzeitig werden die Renten gekürzt, was den Reichtum der „Investoren“ noch vermehrt. In den Krisen werden dann irgendwann Sündenböcke gesucht (siehe 3. Reich). Geht garnichts mehr, wird Krieg gemacht. So bekommt man auch die Widerspenstigen unter Kontrolle. Wie lässt sich das alles (Wiederholung der Geschichte) verhindern? – vielleicht indem man Kapitalismus und den Wachstumswahnsinn verhindert. Der Mensch hat die Intelligenz, neue Wege zu beschreiten.

  • von Gerhard. G

    Ich teile die kritische Position vieler Leute, die hier zu Wort kommen. Auch ich neige dazu, die Hauptschuld in der Politik Griechenlands der vergangenen Jahre zu suchen. Beginnend mit den (hoffentlich bewiesenen) kaschierten Beitrittsbedingungen in die Euro-Zone bis hin zu einer Staatsführung, die nichts gegen Steuerhinterziehung, Korruption und sonstige Misswirtschaft getan hat, vermisse ich die Aktivitäten, die der Volkswirtschaft Griechenlands Auftrieb verleihen könnten.
    Mein Bauchgefühl sagt mir, diese Europapolitik führt uns in ganz schwere Zeiten und die Verantwortlichen werden später einmal mehr nicht die Rechnung bezahlen – in Griechenland und in ganz Europa. Aktueller denn je bewahrheitet sich: Geld regiert die Welt.

  • von Alexandre

    Die Frage, die sich mir stellt, ist: Wie lässt sich die neoliberale Dominanz im öffentlichen Diskurs durchbrechen? Denn im Unterschied zu den Besitzlosen haben die Begüterten das Geld, auch die Medien zu kaufen, die dann die ihnen genehme Ideologie, die ewig gleiche Leier von weniger Staat und freien Märkten, verbreiten.
    Nach den katastrophalen und – weil von deutscher Seite gänzlich empathielosen – auch beschämenden Verhandlungen über Griechenland scheint sich nun endlich – und nicht mehr nur ganz am Rande, in abgelegenen Nischen – eine Gegenöffentlichkeit zu formieren. Hoffentlich hält das noch eine Weile an.
    Hier ein kritischer Artikel aus der Süddeutschen Zeitung von gestern, eine großartige ökonomische Analyse:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirtschaftsforscher-schulmeister-ueber-schuldenkrise-griechenland-ist-ein-suendenbock-1.2568753

  • von Ines

    Vielen Dank.
    Wie die Wirtschaft wachsen soll, wenn Steuern erhöht, Einkommen und Renten gekürzt werden, ist mir schon lange ein Rätsel.
    Aber Deutschlands Antwort auf die Fragen ist – alles kaputtzusparen.
    Das sieht man doch in unserem Land auch, Autobahnen, kaputte Schulen, verkeimte Krankenhäuser, kranke Menschen in Harz IV, diese Liste kann man weiterführen.

  • von R. Feuerbach

    Mir hat ein GF eines GR Unternehmens vor 25 Jahren gesagt, dass der Grieche per se 1. nicht kritikfähig ist 2. es immer die anderen warenm 3. jeder will Boss sein. Diese Haltung wäre eine Herausforderung für jeden Unternehmer! Eine seit 30 Jahren hier lebende Griechin hat mir vor über 15 Jahren von Usanzen in GR erzählt, die mir unglaublich erschienen: „In Krankenhäuser werden Kranke ohne „Fakelaki“ nicht behandelt! Das bedeutet im schlimmsten Fall, dass auch der Tod des Kranken in Kauf genommen wird! Es herrscht Assozialentum in der Gesellschaft. Sie wolle in GR nicht einmal begraben werden“. Damals hielt ich dies für total übertrieben und irre. Heute weiß ich, dass es wahr ist. Ironie der Geschichte ist, dass reiche Griechen vom Ausland ausrichten lassen, dass sie keinerlei Mitleid haben, und diesem Staat keinen einzigen Euro geben. Und Achtung: Europa konkurriert mit der Globalen Wirtschaft! Unternehmen investieren, wo es sich lohnt. Bitte bei Wallstreet und US beschweren nicht D.!

  • von Carolina

    Wir alle sitzen im gleichen Boot wir alle sind miteinander verbunden alles kommt auch auf alle zurück. Das Finanzsystem ist marode an diesem sollte unbedingt etwas geändert werden. Es ist wie eine abwärtsspirale solange am Finanzsystem nichts geändert wird solange werden die Schulden auch in den andren Länder immer grösser werden.
    schaut euch bitte unter http://www.wissensmanufaktur.com an was die zu sagen haben und entscheidet selber.

  • von Uwe

    Die vorgetragenen Argumente über eine verfehlte Politik gegenüber Griechenland sind mir nicht neu. Meiner Meinung nach wird von Seiten der Eurokraten schon lange versucht Souverenitäten von Staaten aufzuweichen und somit auch Demokratische Entscheidungen zu unterlaufen. Griechenland ist schon länger für die Eurokraten das Testfeld zur Einführung einer EU- Diktatur. Leicht hätten es auch Italien oder Spanien sein können. Wir werden in einem Konstrukt “ Vereinigte Staaten von Europa“ unsere Demokratischen Freiheiten verlieren. Das die EU demokratische Entscheidungen in einem Mitgliedsstaat nicht akzeptiert hat man nicht erst in Griechenland gesehen. Irland ist mit seinem Referendum zu Austritt aus der EU auch ein Beispiel dafür. Auch England wird ja derzeit hinter verschlossenen Türen wegen der bevorstehenden Volksabstimmung zum Verbleib in Europa bearbeitet. Die EU ist ein politisches Konstrukt leider hat man die Menschen in Europa nicht mitgenommen.

  • von IVY

    Jeder klar denkende und etwas politisch interessierte Mensch müsste von selbst darauf kommen, dass diese Griechenlandhetze und damit auche gerne gegen das Volk, dass ja so faul sei, überhaupt nicht stimmt und stimmen kann.
    Ich glaube sogar, dass dass Tsipras da ein Spiel mitgespielt hat, denn: Was hat er noch am Tage des Referendum nicht gewusst, was er danach bei der Zustimmung der noch schärferen Erpessungsforderungen gegen Griechenland plötzlich wusste, um diesem Zangengriff zuzustimmen ?
    Nein, das ganze war eine Show für uns Völklinge in Europa, die nun erkennen sollen, dass kein Aufbegehren zum Erfolg führt, die uns in die Resignation führen soll. Das aber würde ich den Menschen auf keinen Fall raten.
    Der Regierung Griechenlands, die damals unbedingt in die EU wollten, wohl auch nur durch gut platzierte Politiker, die vorher aufgebaut wurden, kann man einen Vorwurf machen, denn das hätte nie passieren dürfen im Sinne der einfachen Menschen !!!

  • von Marcel Meier

    Vielen herzlichen Dank für das Video! Einige der Hintergründe kannte ich bereits im Vorfeld. Doch es ist schön zu sehen und zu hören, wenn Menschen auch in dieser desolaten Medienlandschaft den Mut haben, nach den wahren Gründen der Krise zu fragen.
    Ich empfinde es als sehr traurig, dass die Menschen in Griechenland dieses wirtschaftlich verursachte, soziale Leid zu ertragen haben. Dazu kommen hiesige Stammtischdebatten, in denen jetzt endlich wieder ein Feind existieren darf – auch wenn es der eigene einstige Freund und Nachbar ist. Leid vor Ort und Ausgrenzung bis hin zu Feindschaft diesseits – das ist nicht das Europa, in welchem ich gern lebe. Ich wünsche mir ein Europa, in dem wir Menschen uns gegenseitig stützen (auch auf politischer Ebene) und der Mensch wieder in den Vordergrund jedweder Handlungen rückt. Das Leben besteht nicht aus Schuld (-en) – es besteht aus Liebe.

  • von Peter Schrettenbrunner

    Perfekt!
    Ich gratuliere und bedanke mich für Ihre hervorragende Arbeit!
    lg

  • von Hans-Peter Kremer

    Die gesamte EU haben sich die Eliten gemacht und ist eine gigantische Geldverteilung von unten nach oben. Nach meiner Wahrnehmung geht es den Kreditgebern daraum, die jetzige unbequeme grich. Regierung zu stürzen. Außerdem soll der Neoliberalismus in Europa nicht in Frage gestellt werden. Leider hat sich ein großteil der Medien, vor allem ARD + ZDF gemein mit der Elite gemacht.

  • von Andreas Prucker

    Wisst Ihr was das schlimme an dieser Geschichte ist, dass andere Meinungen, dass Kritik keine Stimme mehr bekommt. Wir erziehen uns zu einer Gesellschaft die wir nicht wollten. Alle die andere Ideen und Lösungen vortragen, werden entlassen. Da kann ich gleich eine Software für diese Politik entwickeln und die Nein Antwort ist ein Fake. Eine Linientreue als Leitbild unserer Kultur scheint oberstes Gebot zu sein. Auch wenn diese Richtung falsch ist. Die Frage die da bleibt, ist: Wie kommt man zu solch einem Denken?

  • von GemeinsamStattEinsam

    Ist es nicht so, dass die EU sowie die Euro-Gemeinschaft nur dann für ALLE Mitgliedsländer positiv funktionieren kann, wenn es eine politische Gemeinschaft für die „Vereinigten Staaten von Europa“ gibt, also ein europäisches Parlament? Was wollen wir eigentlich: eine wirkliche europäische Gemeinschaft oder sind wir (und hier meine ich alle Euro-Länder) überhaupt nicht bereit, nationale Kompetenzen zugunsten einer harmonischen Gemeinschaft abzugeben?
    Und wann hören Politiker jedweder Richtung endlich einmal damit auf, diplomatische Floskeln und Polemik von sich zu geben? Unsere Kinder erziehen wir zur Wahrhaftigkeit – und als Erwachsene lernen sie dann die Kunst der Wort- und Wahrheitsverdrehung und der Manipulation!

  • von Robert Völkel

    Das ist alles richtig, was hier gesagt wurde, aber das wesentliche wird nicht erwähnt, unser nicht mehr goldgedecktes Zinseszins-Schuldgeldsystem. Banken erschaffen Geld aus dem Nichts durch Kreditvergabe. Es ist nur ein Buchungsakt. Seit 1913 haben wir diesen Betrug in unserem westlichen Geldsystem. Privatisierte Zentralbanken, die für das Drucken des Geldes vom Staat (wir) mit Staatsanleihen bezahlt werden. Wir sind Gläubiger und Schuldner in einem. Andere Staaten geraten in Abhängigkeiten durch diese Kreditvergaben und müssen sich nackig machen und Land verkaufen. Eine schlaue Art von Raub und über die Medien wird der faule Grieche verkauft, damit die nicht interessierte Masse diesen Betrug nicht merkt.

  • von WOLFGANG STEIN

    Ich verfolge natürlich schon lange dieses Gezerre um die Griechen, natürlich müssen wir helfen, wo es nur geht, aber auch die anderen Länder müssen helfen, ich will mir das überhaupt nicht vorstellen, wie es wäre, wen wir die Griechen fallen lassen. Eine Bitte habe ich aber noch, sie geht ganz besonders an die CDU, und da besonders an Herrn Fuchs, der in jeder Talkshow mit den Füßen scharrt und dann Schröder und Eichel dafür verantwortlich macht, das die Griechen aufgenommen worden sind, die Griechen haben damals
    etwas getrickst, mit den dazu erforderlichen Zahlen, aber das wurde doch auch von der EZB nicht entdeckt, und von vielen anderen maßgeblichen Instituten auch nicht, also, Herr Fuchs, lassen „SIE“ das dumme Gequatsche in den noch bevorstehenden Talkshows, in die man sie leider, warum auch immer, immer wieder holt. Wenn ich diesen Abgeordneten der CDU in der Runde, z.B. bei der Illner, sehe, schalte ich ab, weil ich mir diese „Hetzerei“ nicht mehr anhören möchte.!!!!!!

  • von Kretzschmar

    Die Kommentare der Interviews sind sehr einseitig. Ich gebe all jenen recht, die sagen, zunächst müssen die Griechen ihr Haus in Ordnung bringen. Danach kann man über einen Aufbauplan verhandeln. Griechenland hat keine Wirtschaft die konkurrenzfähig ist. Griechenland ist ein Agrarstaat mit angeschlossener Touristikabteilung. Auf der anderen Seite der Ägäis spielt sich seit Jahren ein Wirtschaftswunder ab: in der Türkei. Warum sind die Griechen nicht dazu in der Lage ? Weil man es sich im System bequem gemacht hat, weil man die Subventionen der EU in die Tasche gesteckt hat, 90% der Projekte sind nicht zu Ende geführt worden und nun „Projetkruinen“. Frau Lagarde hat Herrn Zypras im Februar eine Liste mit 2062 Namen von Steuerflüchtlingen übergeben. Bis heute sind von der Liste 49 Namen abgearbeitet. Wären die Griechen ehrlich, gäben sie zu, dass jede Familie oder Familienverbund in irgendeiner Weise vom System profitiert, das will man nicht verlieren. Reformwille ? Nicht vor vorhanden!

  • von Mario

    Vielen Dank für dieses Video!
    Habe es, wie schon so oft, auf unseren offiziellen Twitter und Facebook-Kanälen geteilt!

    Noch etwas nebenbei: Der beim Teilen auf Twitter verwendete Hashtag „#Griechenland-Krise“ funktioniert so nicht… Korrekt müsste er „#GriechenlandKrise“ lauten, da Twitter das Sonderzeichen als das Ende des Hashtags ansieht und somit der aktuell effektiv verwendete Hashtag nur „#Griechenland“ ist.
    Im Sinne der gewünschten Reichweite des Videos, sollte man das vielleicht noch ändern ;)

  • von Maria Vassilopulos

    Ich bedanke mich für Ihren Beitrag, Sie sprechen mir aus der Seele. Ich lebe seit Anfang 2008 mit meinem Mann (Grieche) in Griechenland. Wir haben hier eine Konsumgesellschaft und eine Maßlosigkeit erlebt, die kaum zu fassen war. Nach 2 Monaten Aufenthalt in Griechenland und politisch „unwissend und naiv“ war uns klar, dieses Land geht pleite. Es ist wirklich so, für die Griechen (ich kenne keinen einzigen, der nicht so denkt außer meinen Mann) ist immer ein anderer schuld, mal die Regierung, mal Europa usw. Meine Meinung dazu – es wird sich in Griechenland nichts aber auch gar nichts ändern, solange sich in den Köpfen der Menschen nichts ändert und sie
    nicht anfangen über ihr Eigenverschulden nachzudenken und Selbstinitiative ergreifen, denn jedem Griechen muß allmählich klar werden, daß er nicht nur nehmen kann sondern auch geben muß (seine Steuern bezahlen)

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