Griechenland-Krise: Warum die einfachen Wahrheiten nicht stimmen

Ein dramatisches Wochenende liegt hinter uns: Ein “Grexit” wurde zwar abgewendet. Griechenland soll aber einem harten Sparprogramm unterzogen werden. Viele glauben: Selber schuld. Du auch? Dann wird Dich dieses Video zum Nachdenken bringen.

von  784 Kommentare

Ein dramatisches Wochenende liegt hinter uns: Ein “Grexit” wurde zwar abgewendet. Griechenland soll aber einem harten Sparprogramm unterzogen werden. Viele glauben: Selber schuld. Du auch? Dann wird Dich dieses Video zum Nachdenken bringen:

Viele Medien zeichnen ein verzerrtes Bild

Es ist dieses Bild, mit dem weite Teile der Medien den Euro-Gipfel vom vergangenen Wochenende zeichnen: Auf der einen Seite die eiserne Angela Merkel mit ihrem knallharten Unterhändler Wolfgang Schäuble, die das Geld der deutschen Steuerzahler/innen gegen die prassenden Griechen verteidigt. Auf der anderen eine linksradikale Regierung, die Europa monatelang an der Nase herumführt und alles Vertrauen verspielt hat. Hier die Regeln, die den Euro retten. Dort die Griechen, die einfach nicht sparen, immer mehr Geld haben wollen.

Ein Bild, das zu dem Schluss verleitet: Die Griechen haben alleine selbst Schuld, dass sie fast aus dem Euro geflogen wären; dass sie nun den Gürtel noch einmal kräftig enger schnallen müssen; dass der griechische Staat faktisch unter Aufsicht von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) gestellt werden muss. Dass die Griechenland-Krise so eskaliert ist, dafür trage vor allem die griechische Regierung die Verantwortung.

Wir glauben: Dieses Bild ist falsch – und lassen Experten zu Wort kommen

Ohne Frage, viel zu lange haben sich griechische Eliten – oft in Komplizenschaft mit internationalen Banken und Konzernen – den Staat zur Beute gemacht. Griechenland braucht dringend Reformen. Doch mit ihrer kompromisslosen Haltung haben Merkel und Schäuble dem europäischen Projekt schweren Schaden zugefügt – und die Griechenland-Krise keineswegs gelöst. Mit dem Sparprogramm ist die Gefahr eines “Grexit” nur aufgeschoben – ganz sicher aber nicht aufgehoben. Und für viele Griech/innen wird sich die Situation noch einmal massiv verschärfen.

Wir haben nachgefragt, bei renommierten Wissenschaftler/innen und Journalist/innen

Wir wollten wissen: Wie konnte die Krise so eskalieren? Woher kommen die griechischen Schulden? Warum stellt Griechenland sich gegen ganz Europa? Warum spart Griechenland nicht? Und ist Sparen wirklich die richtige Antwort auf die Krise?

Diese 5 Expert/innen haben für uns die Griechenland-Krise entwirrt: Dr. Till van Treeck (Wirtschaftswissenschaftler Uni Duisburg-Essen), Margarita Tsomou (Herausgeberin Missy Magazin), Ulrike Hermann (Journalistin bei der taz), Harald Schumann (Autor und Journalist, Tagesspiegel), Prof. Dr. Gesine Schwan, (Politikwissenschaftlerin, Humboldt-Viadrina).

Wir glauben: Um sich ein fundiertes Urteil über die Griechenland-Krise zu bilden, sollte man diese Fakten kennen.

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784 Kommentare

  • von TH

    Nein – bevor wir Zugeständnisse machen, müssen erstmal die Regeln vereinheitlicht werden. Warum sollen Griechen früher in Rente gehen können als Deutsche? Warum soll die Mwst bei vielen Bereichen wie Tourismus reduziert sein? Warum sollen 10% der Bevölkerung verbeamtet sein? und und und!

    Griechenland hat von EU Krediten noch gar nichts zurück gezahlt. Das passiert frühestens 2020. Griechenland bedient lediglich IWF und EZB. Daraus resultiert, dass das Land prozentual gesehen mit am wenigsten für den Schuldendienst leistet in der EU. Ein Tragfähigkeitsproblem gibt es zu dem jetzigen Zeitpunkt nicht.

    Noch dazu hat Griechenland bereits einen Schuldenschnitt im rechtlichen Rahmen bekommen – nämlich von privaten Gläubigern. Ein Schuldenschnitt öffentlicher Geldgeber funktioniert nicht, denn dieser ist laut EU Verträgen VERBOTEN. Da ist nichts dran zu rütteln und daher verstehe ich diese ganze Diskussion nicht.

    • von TH

      Die EU und Eurozone ist eine Gemeinschaft, die sich an Regeln zu halten hat. Die Demokratie wird doch immer so sehr von den Kritikern gepriesen – Demokratisch gewählt sind aber auch die anderen Regierungen inkl. der unseren. Wenn wir Parteien wählen die Verträge schließen mit anderen Ländern und diese als Argumentationsbasis benutzen, führt die Ignoranz solcher Verträge zu Frustration und Verdrossenheit.

      Die Griechen sind ohne Druck nicht in der Lage Reformen zu machen. Und jeder der nur einen Hauch Ahnung hat, weiß, dass diese Reformen unabdingbar sind. Wachstum auf Pump alleine reicht nicht aus – das haben die ersten 12 Jahre im Euro ja glasklar gezeigt. In jedem anderen europäischen Land haben die Reformen zum Erfolg geführt, nur nicht in Griechenland. Ich bezweifle dass das an den Reformen liegt, sondern viel mehr daran, dass Griechenland diese Reformen nur widerwillig und halb oder überhaupt nicht umgesetzt hat.

    • Es besteht kein Zweifel dass in Griechenland Reformen notwendig sind. Doch zuerst muss einmal unterschieden werden zwischen Sparmaßnahmen und strukturellen Reformen wie z.B. einer besseren Steuerverwaltung.
      Hinsichtlich der Sparmaßnahmen hat Griechenland mehr gespart als alle anderen europäischen Länder. Es gab massive Kürzungen der Gehälter der Staatsangestellten, der Renten, massive Entlassungen. Nicht weil Griechenland zuwenig gespart hat, sondern wegen des harten Sparkurses ist die Wirtschaft eingebrochen, die Wirtschaft um mehr als ein Viertel geschrumpft. Nach Untersuchungen des IWF ist die Wirtschaft für jeden im Staatshaushalt eingesparten Euro um 1,2-1,5 Euro geschrumpft. Das Land geriet so immer weiter in die Krise. Die nun vereinbarte Fortsetzug der Sparpolitik (mit 3,5% Haushaltsüberschuß im Jahr 2018) ist illusorisch, so kann das Land kein Wachstum erzielen. Was es braucht ist eine sehr langfristige Umschuldung oder ein Schuldenschnitt.
      Was die strukturellen Reformen angeht, so ist die Bilanz durchwachsener. In der Tat ist die griechische Steuerverwaltung wenig effizient. Klientelbeziehungen zwischen Griechenlands Superreichen und den alten Parteien Nea Dimokratia und Pasok (den Schwesterparteien von Union und SPD) führten dazu, dass die Reichen kaum Steuern bezahlt haben. Die Wahl von Syriza bot Anfang des Jahres die Chance für einen Neuanfang und den Aufbau einer funktionierenden Steuerverwaltung. Denn wenn eine linke Regierung etwas will, dann eine funktionierende Steuerverwaltung. Doch die Geldgeber ließen der neuen griechischen Regierung keine Chance: Vom ersten Tag an stand sie unter extremen Druck. Reformen, die eigentlich unstrittig gewesen wären, durfte sie auf Geheiß der Gläubiger nicht umsetzen. Varoufakis erläutert seinen vergeblichen Vorschlag an die Gläubiger: “Lasst uns Einigkeit über drei oder vier wichtige Reformen erzielen, etwa das Steuersystem, die Mehrwertsteuer, und sie umgehend umsetzen. (…) Aber sie sagten: »Nein, nein, nein, das muss eine vollständige Überprüfung (der Maßnahmen) geben. Nichts wird umgesetzt, sollten sie es wagen, irgendwelche Gesetze einzubringen. Dies wird als einseitiges Handeln verstanden, das den Einigungsprozess behindert.« Und dann, ein paar Monate später, steckten sie natürlich den Medien durch, dass wir das Land nicht reformiert hätten und Zeit vergeudeten! Und so… wurden wir auf eine gewisse, wichtige Weise, in die Falle gelockt.”
      http://www.neues-deutschland.de/artikel/977827.sie-haben-uns-in-die-falle-gelockt.html

    • Damit und mit dem Varoufakis-Interview ist alles Wesentliche gesagt. Well done! Ich finde die Idee eines einigen Europas und einer einheitlichen Währung grundsätzlich immer noch gut. ABER NICHT SO!

      Ich bin für ein Europa der Bürger, in das Wohl der Menschen im Vordergrund steht. Ich will aber kein Europa der Bonzen, Banker und Bürokraten. Denn daran ginge die an sich gute Idee zu Grunde.

    • von Friedrich Repp

      … das sagen Sie mal unserer ehemaligen Bundespräsidenten-Kandidatin aus dem Video !

    • von grauschleier

      Deine Beiträge sind ein typisches Beispiel für die (fast) totale Manipulation der Bevölkerung. Diese angeblich alternativlosen sogenannten Reformen haben die Wirtschaft der EU-Länder kaputtgespart. Nur kleingeistige Deutsche glauben, daß man mit Sparen die Wirtschaft ankurbeln kann. Erkläre mir mal, wie das funktionieren soll. Ich bin gespannt. Im übrigen gehen die Griechen nur ein Jahr früher in Rente als wir und nicht mit 56! Der „Griechenland-Experte“ Bosbach hat da ja diesbezüglich für einige Heiterkeit gesorgt:-) Griechenland ist im übrigen damals praktisch in den Euro gedrängt worden, nicht zuletzt von Deutschland. Es haben alle Länder gewußt, daß Griechenland dabei sagen wir mal gemogelt hat. Als Absatzmarkt (u.a. für U-Boote!) war das Land dennoch herzlich willkommen. Dafür wurden auch Kredite (also Schulden) von deutschen Banken gewährt. Hier sind also Schulden, für die Griechenland sonst von uns angeprangert wird, erlaubt.
      Es lebe die Doppelmoral!

    • von Ulrike

      Mmh, wie in jeder Regierungsform, wie sagt man so schön: der Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Ich denke die Dinge werden von der falschen Seite aufgezogen. Ein Schuldenschnitt ist auf jeden Fall wichtig, aber warum nicht Entwicklungshilfe. Es sind einige Staaten die noch drin sind und diese in der Form nicht mehr nötig haben.
      Somit gäbe man die Chance zum wirtschaftlichen Aufbau, jungen Menschen mit Ideen eine Perspektive. Arbeitsplätze könnten geschaffen werden. Natürlich müssten Reformen folgen, aber nicht auf den Rücken derjenigen deren Existenz schon bedroht ist. Der Fehler (ist doch überall so) wird auch bei uns gemacht, auch hier gibt es Menschen die Renten von knapp 600 EURO bekommen, da sagt auch niemend was. Familien die von Ihrem Einkommen nicht leben können. Kredite und Spareinlagen sollten ein gleichbleibenden Zinsniveau haben, egal wer da kommt und nicht aus der Notlage noch mehr Provit schlagen. Über eine Schuldfrage zu diskutieren ist nicht zweckmässig.

    • Hallo,
      ich habe mir verschiedene Berichte angehört, gelesen, gesehen und bin zu der Überzeugung gekommen: Eine einfache Lösung der Misere wird es nicht geben. Auch nicht durch Schuldzuschreibungen jedweder Art. Nicht wir gegen die (wie Frau Göring-Eckhardt meinte) sondern wir – miteinander. Das setzt aber voraus, dass beide Seiten wollen. Egoismen auf beiden Seiten sind fehl am Platz!
      Trotzdem: Diese Verunglimpfungen und Verdächtigungen kamen von beiden Seiten und es ist müßig, darüber zu spekulieren, wer angefangen hat. Ich muss gestehen, 86 Milliarden mit der Aussicht auf eine Transferunion -die ja nicht so ohne weiteres widerlegt werden kann- machen mir Sorgen. Vor allem, wenn, wie Herr Fuest vorschlägt, die Steuern für uns auf 8 % für drei Jahre erhöht werden sollen, um den Schuldenstand für die nachkommende Generation nicht ins Unermessliche steigen zu lassen. Das wird auch hierzulande zu Verwerfungen führen!

    • von Fiedler, Alfons

      Das Steuersystem Griechenlands ist marode, ebenso die – auch private – Zahlungsmoral. Wenn Blinde mit Unterstützungsgeldern leben und gleichzeitig Autofahren dürfen, ist das nur ein Indiz
      dafür, dass in dem Staate etwas nicht stimmt. Die Regierung Schröder war bei der Aufnahme zu blauäugig (oder zu dumm?). Das Hilfspaket hilft dem Volke nicht, soweit nicht Experten den Staat sanieren helfen (wie im Irak, Afghanistan u.ä.).

  • von Christian Schwarz

    Kurz vor der Einführung des Euro, Ende 1999, zitierte der Spiegel Jean-Claude Juncker, mit diesen Worten:
    „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter, Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
    So bedienen Lobbyisten die Stammtische. Und wie wir sehen, mit Erfolg. Zu den Lobbyisten zählen meiner Meinung auch Merkel und Schäuble. Wärend Schäuble schon immer die Stammtische bedient und somit eine klare Haltung einnimmt, macht Merkel genau das Gegenteil. Sie hat keine klare Meinung. Sie schwimmt mit dem Kapital, also mit der Macht. Und genau so ist Ihre Politik. Ich könnte mir vorstellen dass sie jetzt schon nach Ende ihrer politischen Laufbahn einen gut dotierten Job in der Finanzwelt inne hat. Denn für diese arbeitet sie in Wirklichkeit und das täglich, mit vollem Einsatz.

    • von Didi

      Christian Schwarz hat mit seiner Einlassung treffsicher ins “ Schwarze “ getroffen. Haben nicht die Chefs der endscheidungstragenden Regierungen von 1998 beginnend wissentlich ihre Wähler vorsätzlich belogen? Des Weiteren gibt es meiner Auffassung nach keine Griechenlandkrise, vielmehr handelt es sich um eine Eurolandkrise. Übrigens sollte Deutschland nicht dem Beispiel der USA als „Weltpolizist“ folgen und sich als “ Europapolizist “ aufspielen.

    • von M. Moldenhauer

      Ich möchte Ihnen, Herr Schwarz, hier in vollen Umfang zustimmen und noch ein Zitat von Frank Delano Roosevelt (US Präsident und Freimaurer) hinzufügen: „Nichts in der Politik geschieht zufällig! Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war!“ und hier der Link dazu: https://www.youtube.com/watch?v=ZMenXf32MD4
      Übrigens war erst vor ein paar Wochen wieder ein Bilderberger-Treffen…

  • von E.Erhard

    Ihr Video strotz vor Lügen. Hätten Sie den griechischen Philosophen heute Mittag gehört. Schon 1897 gab es genau dasselbe Problem. Die Griechen sind im Mittelalter stecken geblieben. Sie haben sich nie darum bemüht, westliche Standsards einzuführen. Wo bleibt das Grundbuchamt, wo die Steuergesetze usw. usw. Es wäre über 100 Jahre Zeit dazu gewesen. Eine große Lüge ist, der europ. Streuerzahler hat noch nichts gezahlt, er er muß zahlen. Sie glauben doch nicht im Ernst, daß je auch nur 1 Cent der Schulden zurückgezahlt wird. Es ist mir unerklärlich, wie intelligente Leute uns das weis machen wollen. Wir haben nicht bescheiden gelebt und für unsere Nachkommen gespart und ihnen eine gute Bildung ermöglicht, daß es nun gleichmäßig für Länder, die über ihre Verhältnisse gelebt haben und noch leben, verteilt wird. Ich hätte von Ihnen nicht erwartet, daß Sie uns die gleichen Lügengeschichten erzählen. Selbstverständlich haben sie die Banken angepumpt,das Zurückzahlen aber nicht einkalkuliert.

  • von Uwe Matthaei

    Mich stört vor allem, dass wieder so getan wird, als sei alles „alternativlos“.
    Genauso blauäugig, wie der Euro eingeführt wurde, um ein „tolles“ Kohl-Europa zu schaffen, hält man jetzt daran fest, Griechenland unbedingt im Euro zu halten.
    Wenn man wirklich das Wohl Griechenlands im Auge hätte, müßte man das Land zu seiner eigenen Währung zurückkehren lassen, damit es so wieder wettbewerbsfähig wird. Natürlich ist das kurzfristig für die griechische Lebensführung katatrophal, aber langfristig kämen sie wieder auf die Beine. Und um kurzfristige Katrastrophen zu mildern, dazu sind ja dann die anderen EU-Länder da. Das wäre dann wirkliche Solidarität: Hilfe zur Selbsthilfe. Doch wer bitte schön, denkt heute noch langfristig? Keine Sau ……….!

  • von Herbert Buscher-Aping

    Nur der Anfang dieses Videos ist wahr, alles andere ist systematisch falsch zu Ende gedacht.. Es sind die falschen Schlussfolgerungen, wenn man die aktuell weltweit vorherrschenden Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme als real gegeben anerkennt; und ich sehe keine demokratische Mehrheit für einen grundlegenden Wandel. Für mich liegt bei allen Beitragenden/Beteiligten der gleiche ideologische Trugschluss vor, der Menschen an den real existierenden Sozialismus glauben machen will, weil dieser auf einem Menschenbild aufbaut, der als Zielprojektion des Systems erst erreicht werden soll. Deshalb ist der Grexit trotz aller grausamen Folgen für viele Griechen und den totalen Schuldenschnitt auf Kosten der europäischen Steuerzahler, die rational sinnvollste Entscheidung. Vielleicht holt sich dann der griechische Staat endlich die Steuergelder, die ihm die meisten Griechen über Jahrzehnte vorenthalten haben und baut ein eigenes, tragfähiges System nach griechischer Vorstellung auf.

    • von Thomas B.

      Selbst der Anfang ist leider falsch! Die Griechenlandkrise hat wenig bis gar nichts mit der Finanzkrise, also der Immobilienkrise, zu tun. Die Griechenlandkrise ist ein weiteres Beispiel staatlicher Misswirtschaft und Reformunfähigkeit. Leider denken Viele – nicht nur die griechischen Bürger/Wähler – zu kurzfristig, weshalb Regierungen gewählt werden, die den Staat in den Ruin treiben. Dazu kommt dann noch im Fall von Griechenland Vetternwirtschaft und Korruption! Das Ergebnis haben wir nun!

  • von E.Ld.

    Ihr Video trotz vor Unverschämtheiten. Wer hat sich denn in den EURO geschmuggelt? Haben Sie heute mittags den griechischen Philosophen gehört, 1897 bestand genau das gleiche Problem. Griechenland ist im Mittelalter steckengeblieben und hat sich nie darum gekümmert, sich um westliche Standsards zu bemühen. Warum gibt es kein Grundbuch, warum gibt es keine Steuergesetze usw. usw, die Aufzählung ginge ins Unendliche. Selbstverständlich muß der europäische Steuerzahler für ie Schulden bluten, wer glaubt denn daaran, daß Griechenland jemals seine Schulden zuückbezahlt, das ist doch ein derartiges Märchen. Wir waren in den 90er Jahren in Griechenland im Urlaub. Schon damals waren wir entsetzt über das unfreundliche Personal und es war anfangs der Saison. Wir Touristen waren doch eigentlich Störenfriede, was wollen denn die von uns? so hatte maan den Eindruck. Nie wieder sind wir dorthin gefahren. Wir werden v.d.Presse u.d.Politik belogen, daß es nur so kracht, Ihr Video ist der typ. Beweis

    • von Alfred Ruhdorfer

      Hochmut kommt vor dem Fall und das wird mit Sicherheit wieder die deutsche Aroganz treffen. Warum könnt und habt ihr trotz dieser geschichtlichen Erfahrungen und Opfer nicht gelernt? Deutschlad ist nicht nur deshalb wirtschaftlich erfolgreich weil alle so gut und fleisig sind und alle es nur richtig machen, sondern weil es genügend Arme gibt von denen sie profitieren. Östereich ist ähnlich gelagert nur etwas schlammpiger und nicht mit „jawohl zack zack“ so vertraut. Warum gebt und leiht ihr alle überhaupt, wenn ihr nur kaufen und mehr haben wollt (Zinsen und Zinseszins).
      Geben ist doch seeliger wie nehmen (dachte es ist ein christliches Land) und wer nicht frei geben kann hat das Grundprinzip des Gebens und Helfens (wo es sich doch um eine Hilfe handeln sollte) nicht verstanden, sondern möchte einfach ein Geschäft machen und ärgert sich laufend darüber dass der Betroffene die Geschäftsregel der sogenatten Hilfe nicht akzeptiert. Sagt es so ehrlich ihr großzügigen Geber!

  • von Wahrheitsliebender

    In dem Propaganda-Video, das hier vorgeblich über die Ursachen der Krise in Griechenland aufklären soll wird dreist gelogen! Es wird behauptet Griechenland sei erst durch die Ereignisse von 2009 in die Überschuldung gerutscht. Das ist erwiesenermaßen unzutreffend. GR schon in den Jahren 1997 bis 1999 falsche Angaben über das staatliche Haushaltsdefizit an die Europäische Union gemeldet. Tatsächlich betrug das Staatsdefizit 1997 auf 6,4 & des BIP, 1998 auf 4,1 % und 1999 auf 3,4 %. Mithin war GR schon 10 Jahre vor den Ereignissen von 2009 überschuldet und hätte niemals Mitglied der Eurozone werden dürfen, da es die Konvergenzkriterien (anders als z.B. Irland, Portugal oder Spanien) nie erfüllt hat. Es ist somit reine Propaganda die Griechenlandkrise als Folge der Ereignisse von 2009 darstellen zu wollen. Vielmehr ist die Kriese in GR hausgemacht, verursacht durch eine absolut verantwortungslose Politik der Regierungen in GR und nicht irgendwelcher Akteure an den globalen Finanzmärkten.

    • Ein Video kann in der Kürze der Zeit sicherlich nur Aspekte darstellen. In den ersten Jahren nach dem Euro-Beitritt gab es einen Wirtschaftsboom in Griechenland, der über – für griechische Verhältnisse – außerordentlich günstige Euro-Kredite finanziert wurde. Gerade französische und deutsche Banken liehen der griechischen Regierung zu niedrigen Euro-Zinsen Milliardenkredite u.a. auch zum Kauf deutscher Waffen, Autos und anderer Exporte. Mit der globalen Finanzkrise 2008 gerieten auch in Griechenland die Banken in die Schieflage und mussten vom Staat gerettet werden. Die schon hohe Staatsverschuldung stieg steil an. Dann wurden die Finanzmärkte nervös, es explodierten die Zinsen, die Griechenland an den Finanzmärkten zahlen musste. In der Folge wurde Griechenland zahlungsunfähig, die aufgenommenen Kredite wurden notleidend, und französische und deutsche Banken gerieten in Gefahr. Nicht um Griechenland zu helfen, sondern um die Banken rauszupauken, wurde das erste “Rettungspaket” beschlossen, gegen den Widerstand übrigens der Ökonomen des IWF. Die hielten die Schulden Griechenlands für nicht tragfähig, das Land hätte schon damals einen Schuldenschnitt gebraucht.
      http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/oekonomie/nachrichten/ezb-studie-die-wahren-ursachen-der-griechischen-tragoedie/3356102.html
      Auch Yanis Varoufakis, der spätere Finanzminister der Syriza-Regierung, hat damals als Ökonom die Aufnahme der sogenannten “Rettungskredite” scharf kritisiert. Varoufakis erklärte, sein Land habe kein Liquiditätsproblem, es sei vielmehr schlicht pleite. Die gezahlten Gelder würden das Problem nur in die Zukunft verlagern, jedoch nicht lösen. Die auferlegten Maßnahmen hätten zur Folge, dass die bereits angeschlagene Wirtschaft völlig zum Erliegen komme. https://de.wikipedia.org/wiki/Yanis_Varoufakis#.C3.96ffentliches_Wirken .
      Im Ergebnis wurde also von privaten Investoren (Banken und Hedgefonds) – die für die Krise durch leichtsinnige Vergabe von Krediten mitverantwortlich waren – umgeschuldet auf die öffentliche Hand der übrigen EU-Staaten – sprich die Steuerzahler. Das hat aber für die griechische Wirtschaft keine Erleichterung geschaffen – im Gegenteil, als Bedingungen für diese Kredite wurde das Land mit drastischen Sparauflagen belegt, die eine schwere Rezession auslösten. Die Wirtschaft schrumpfte um 1,2-1,5 Euro für jeden Euro, der eingespart wurde, mehr als ein Viertel der Wirtschaftsleistung.

    • von Sylvia

      Vielen Dank für diesen Kommentar. Spricht mir aus tiefstem Herzen. Genau dort fing es wirklich an ecklig zu werden. Für mich werden die falschen bestraft. Die, die wirklich große Schuld an dieser Krise tragen, kommen verantwortungs- und schuldlos aus dieser ganzen Sache – ach ja, und sehr reich – heraus. DAS ist das eigentliche Problem. Die gerechte Klärung der Frage: Wer trägt hier eigentlich die eigentliche Schuld? Und wie können die zur Lösung mit herangezogen werden?

    • von HDC Rossa

      JA, ich bin auch der gleichen Auffassung wie der Herr „Wahrheitsliebender“ . Schade, dass nun die ärmeren Bürger die Zeche tragen müssen. Ich kenne die Griechen von meinen Geschäftsreisen, die mich nie von Seriosität überzeugt haben. Mit solch Chanakteren ist es schwer bis unmöglich zufriedene Geschäfte zu machen.

  • von Gerriet Biehle

    Wie Herr Jörges vom Stern schon richtig beschrieb, die Reichen werden bei allen Aktionen und Abkommen, die in den Medien dargestellt werden, außen vorgelassen. Es sollen wieder nur die Armen + die kleinen Firmen „bluten“!
    Dass die reichen Griechen hunderte von Milliarden, ohne Steuern zu zahlen, ins Ausland verschoben haben ist öfters von Politikern (z.b. Wirtschaftsminister Gabriel) nebenbei bemerkt worden, aber es hatte keine Auswirkungen aus Gesetze und Verordnungen der griechischen Regierung und auch, sehr verwunderlich(!??), auch nicht auf die geldgebenden Institutionen. (Früher Troika, damals auch nicht am Geld der Reichen interessiert.) Zwar werden die ARMEN GRIECHEN bedauert, aber die REICHEN, die einen großteil der Schuld dieser Misere haben, die läßt man in Ruhe ihren Luxus genießen. Ihnen scheint das Wohl und Wehe der eigenen Landsleute egal zu sein(!), weniger als vielen Menschen in Europa und der Welt!?. – Das darf doch nicht sein!

    • In der Tat ist die griechische Steuerverwaltung wenig effizient. Klientelbeziehungen zwischen Griechenlands Superreichen und den alten Parteien Nea Dimokratia und Pasok (den Schwesterparteien von Union und SPD) führten dazu, dass die Reichen kaum Steuern bezahlt haben. Die Wahl von Syriza bot Anfang des Jahres die Chance für einen Neuanfang und den Aufbau einer funktionierenden Steuerverwaltung. Denn wenn eine linke Regierung etwas will, dann eine funktionierende Steuerverwaltung. Doch die Geldgeber ließen der neuen griechischen Regierung keine Chance: Vom ersten Tag an stand sie unter extremen Druck. Reformen, die eigentlich unstrittig gewesen wären, durfte sie auf Geheiß der Gläubiger nicht umsetzen. Varoufakis erläutert seinen vergeblichen Vorschlag an die Gläubiger: “Lasst uns Einigkeit über drei oder vier wichtige Reformen erzielen, etwa das Steuersystem, die Mehrwertsteuer, und sie umgehend umsetzen. (…) Aber sie sagten: »Nein, nein, nein, das muss eine vollständige Überprüfung (der Maßnahmen) geben. Nichts wird umgesetzt, sollten sie es wagen, irgendwelche Gesetze einzubringen. Dies wird als einseitiges Handeln verstanden, das den Einigungsprozess behindert.« Und dann, ein paar Monate später, steckten sie natürlich den Medien durch, dass wir das Land nicht reformiert hätten und Zeit vergeudeten! Und so… wurden wir auf eine gewisse, wichtige Weise, in die Falle gelockt.”
      http://www.neues-deutschland.de/artikel/977827.sie-haben-uns-in-die-falle-gelockt.html

  • von Christian Krause

    Sicher werden wir irgendwann zur Kasse gebeten! Die Schulden der Griechen sind doch keine Papierschulden, sondern die Kredite sind doch real.
    Europa ist nicht so leistungsfähig Länder über Jahre mit zu finanzieren. Ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion ist die beste Alternative und Chance für das Land und sicherlich würde das Europa verkraften. Wo liegt denn das Problem? Wegen dem Austritt Griechenlands zerbricht die EU? Ein völliger Blödsinn und Panikmache einzelner Politiker. Hat England einen Euro?

    • Bisher hat der griechische Staat Kredite bekommen. Gelder, die sich der deutsche Staat zu minimalen Zinsen an den Kapitalmärkten leiht und zu einem höherem Zinssatz an Griechenland weiterverleiht. Deutschland hat bisher sogar an dieser Zinsdifferenz verdient.
      Doch es geht sogar noch weiter: Im Zuge der Krise sind die Zinsen für deutsche Anleihen auf den Kapitalmärkten stark gesunken. Jens Boysen-Hogrefe vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel hat ausgerechnet, wie viel Deutschland allein daran verdient hat, dass die Zinsen für eigene Kredite wegen der Griechenland-Krise so in den Keller gegangen sind. Mehr als 100 Milliarden Euro waren es von Beginn der Krise 2009 bis zum Jahr 2014. Nur damit sei Schäubles schwarze Null überhaupt zu erreichen gewesen. http://www.sueddeutsche.de/politik/griechenland-krise-hoert-auf-europa-kaputtzureden-1.2566774
      Allerdings ist klar, dass Griechenland die enormen Schulden nicht wird zurückzahlen können. Vier Jahre Sparpolitik und die Drohung mit dem Grexit haben die Wirtschaft vollends zerrüttet. Für jeden gesparten Euro ist die Wirtschaft um 1,2-1,5 Euro geschrumpft. Daher ist Griechenland nicht kurzfristig zahlungsunfähig, sondern bankrott. Bankrott weil es zuviel gespart hat, nicht zuwenig.
      Lesen Sie dazu http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/der-rebell-gegen-die-eurozone/story/23688357?track
      Die nun vereinbarte Fortsetzung einer verschärften Sparpolitik wird Griechenland weiter in die Krise treiben. In drei Jahren wird ein neues Hilfsprogramm notwendig werden. Ein Schuldenschnitt oder eine sehr langfristige Umschuldung und ein Ende der exzessiven Sparpolitik sind notwendig, damit die Wirtschaft wieder auf die Beine kommen kann. Erst so könnte langfristig ein Teil der Schulden zurückgezahlt werden.

  • von Grit Hoffmann

    Ich kann die beklagte Einseitigkeit in den Medien nicht bestätigen; die Medien, die ich verfolge, berichten differenziert (NDR Info, NDR 2 Nachrichten, Tagesschau, Brennpunkt, Tagesthemen, Auslandsjournal u. a.). Demgegenüber sind in diesem Video das Gut und Böse ziemlich klar verteilt, die Interviewten sind sich einig in der Kritik an unseren Regierenden, das ist populär und kommt immer gut an. Wobei diejenigen, die diesen Prozess seit Monaten verfolgen, eigentlich wissen müssten, dass es schon innerhalb unserer Regierung sehr unterschiedliche Meinungen dazu gibt.
    Was ich in dem Video zudem vermisse, sind Vorschläge. Die Interviewten sind sich einig im „dagegen sein“, in ihrer Abneigung gegen deutsche Politik, aber WAS KONKRET SOLL DENN NUN VON WEM GETAN WERDEN? Darauf hätte ich gern Antworten. Und damit meine ich nicht sozialromantische (Ergebnis-)Ideen, wie es schön „wäre“, wenn es fertig ist, sondern unter den gegebenen Bedingungen machbare Vorschläge und Wege dorthin.

    • Es besteht kein Zweifel dass in Griechenland Reformen notwendig sind. Doch zuerst muss einmal unterschieden werden zwischen Sparmaßnahmen und strukturellen Reformen wie z.B. einer besseren Steuerverwaltung.
      Hinsichtlich der Sparmaßnahmen hat Griechenland mehr gespart als alle anderen europäischen Länder. Es gab massive Kürzungen der Gehälter der Staatsangestellten, der Renten, massive Entlassungen. Nicht weil Griechenland zuwenig gespart hat, sondern wegen des harten Sparkurses ist die Wirtschaft eingebrochen, die Wirtschaft um mehr als ein Viertel geschrumpft. Nach Untersuchungen des IWF ist die Wirtschaft für jeden im Staatshaushalt eingesparten Euro um 1,2-1,5 Euro geschrumpft. Das Land geriet so immer weiter in die Krise. Die nun vereinbarte Fortsetzug der Sparpolitik (mit 3,5% Haushaltsüberschuß im Jahr 2018) ist illusorisch, so kann das Land kein Wachstum erzielen. Was es braucht ist eine sehr langfristige Umschuldung oder ein Schuldenschnitt.
      Was die strukturellen Reformen angeht, so ist die Bilanz durchwachsener. In der Tat ist die griechische Steuerverwaltung wenig effizient. Klientelbeziehungen zwischen Griechenlands Superreichen und den alten Parteien Nea Dimokratia und Pasok (den Schwesterparteien von Union und SPD) führten dazu, dass die Reichen kaum Steuern bezahlt haben. Die Wahl von Syriza bot Anfang des Jahres die Chance für einen Neuanfang und den Aufbau einer funktionierenden Steuerverwaltung. Denn wenn eine linke Regierung etwas will, dann eine funktionierende Steuerverwaltung. Doch die Geldgeber ließen der neuen griechischen Regierung keine Chance: Vom ersten Tag an stand sie unter extremen Druck. Reformen, die eigentlich unstrittig gewesen wären, durfte sie auf Geheiß der Gläubiger nicht umsetzen. Varoufakis erläutert seinen vergeblichen Vorschlag an die Gläubiger: “Lasst uns Einigkeit über drei oder vier wichtige Reformen erzielen, etwa das Steuersystem, die Mehrwertsteuer, und sie umgehend umsetzen. (…) Aber sie sagten: »Nein, nein, nein, das muss eine vollständige Überprüfung (der Maßnahmen) geben. Nichts wird umgesetzt, sollten sie es wagen, irgendwelche Gesetze einzubringen. Dies wird als einseitiges Handeln verstanden, das den Einigungsprozess behindert.« Und dann, ein paar Monate später, steckten sie natürlich den Medien durch, dass wir das Land nicht reformiert hätten und Zeit vergeudeten! Und so… wurden wir auf eine gewisse, wichtige Weise, in die Falle gelockt.”
      http://www.neues-deutschland.de/artikel/977827.sie-haben-uns-in-die-falle-gelockt.html

    • von Kurt Eberhard

      Da bin ich der selben Meinung.

    • von Bernhard Olbert

      Hallo Grit,
      die einzige Lösung des Konfliktes (nicht nur des griechischen, sondern auch der anderen europäischen Katastrophen wie 40% spanische Jugendarbeitslosigkeit etc.) lautet :

      Eine wirtschaftliche Union (gemeinsame Währung, freier Warenverkehr, grenzüberschreitende Arbeitsverhältnisse) kann es nur geben, wenn Z U V O R die politische Union (gemeinsame Verfassung und Gesetzgebung) geschaffen wurde.

      Dies ist die einzige Lösung des Konfliktes, vor dem sich unsere Politiker seit Jahrern drücken, weil er sie auf nationaler Ebene entmachten würde und die Steuerschlupflöcher der Wirtschaft und Reichen schliessen würde. Daher wird leider in Zukunft weiter sehenden Auges von unseren Politikern auf die humanitäre Katastrophe, nämlich der Schere zwischen Armen (Ländern) und Reichen (Ländern) und dem dem Sozialdumping, hingearbeitet werden….so entstehen Kriege und Bürgerkriege.

  • von Klaus Richard

    Diejenigen, die die Griechen in Griechenland erleben, können nur von den Schimpfparaden der Griechen über ihre eigenen korupten Politiker Erstaunliches berichten. Und dies wollen die Griechen selber demokratisch und dedektivisch schnell bekämpfen.
    Aber z.B. deutsche soziale Einrichtungen und Gesetze übernehmen müssen, wenn in Griechenland andere Phisosophien klaglos funtioniert haben, sonst „gibt´s nix“ ….?
    Das ist Erpressung nach dem Motto: Friß oder stirb .
    Den Griechen fehlt wieder ein Termistokles und das Scherbengericht
    Da würde bekannt, wie man mit den Griechenvorschlägen/-plänen auch aus der „sog. Krise“ schonungsvoller kommen kann.
    Wer weiß denn schon, daß diese Kredite an die Griechen u.a. den Deutschen bei besten Sicherheiten jahrzehntelang hohe Zinsen bringen ? Gewinne durch Krisenhilfe !

  • von Jan

    Einseitig, aber interessant.

    Mir ist etwas schleierhaft, warum unter fast jeden Beitrag der folgende geklatscht wurde:

    „In der Tat ist die griechische Steuerverwaltung wenig effizient. Klientelbeziehungen zwischen Griechenlands Superreichen….“

    Das bringt keinen Mehrwert, sondern nervt nur… es ist, als würde man die ganze Zeit angeschrien.

  • von Wolfgang Kraus

    1.Jeder muss seine Hypotheken bedienen. Das ist normales Geschäft.
    Wo ist der vielbeschworene Stolz der Griechen, wenn sie dafür andere bezahlen lassen wollen?
    2 Griechenland hat beim Eintritt in den Euro falsche Zahlen vorgelegt, was die übrigen Mitglieder der Eurozone haben dies gewusst. Die Einführung war eine politisch-ideologische Entscheidung und keine der wirtschaftlichen Vernunft. Länder mit solchen, über Jahrhunderte gewachsenen, Unterschiedlichkeiten von Menthalität und volkswirtschaftlicher Leistungsfähigkeit unter eine einheitliche Währung zu zwingen war von Anfang an falsch und musste scheitern.
    3.Diesen Irrsinn ist von nachfolgenden Generationen noch teuer zu bezahlen
    4.Die Eurozone ist eine Marionette der USA. Die USA kann nicht zulassen, dass die russische Schwarzmeerflotte sich im NATO-Land Griechenland ansiedelt.
    5. Einen solchen Unsinn können nur rot-grüne Hirne absondern, die noch nie in ihrem Leben unter freien Marktbedingungen ihr Geld verdienen mussten.

  • von Anne Schmalbach

    Danke! Endlich mal Infos neben dem ganzen Medien Einheitsbrei. Ich finde es so schwierig sich bei diesem Thema eine eigene Meinung zu bilden. Meiner Meinung nach hat alles immer mehrere Seiten und Facetten. Und bevor Meinungen verteilt werden, habe ich immer sehr viele Fragen.
    Anne Schmalbach

  • von Brigitte Ernst

    Auch mir waren alle Argumente, die im Video angeführt wurden, bereits bekannt. Die von der EU geforderte Austeritätspolitik halte auch ich für falsch, aber ob bisher in Griechenland tatsächlich alles getan wurde, um ein gerechtes und effizientes Steuersystem einzuführen, die Steuersünder zur Kasse zu bitten und die Korruption zu bekämpfen, bezweifle ich. Es wird Zeit, dies ernsthaft anzugehen.
    Ganz nebenbei ein Aspekt, der offenbar immer vergessen wird: In einem demokratischen Staat verdient die Bevölkerung ihre Regierung (en). Sie hat sie nämlich selbst gewählt.

  • von Andreas Loose

    Die griechischen Regierungen haben in der Vergangenheit mit Sicherheit große Fehler gemacht, für die nun die griechische Bevölkerung zahlen muss ohne Aussicht jemals der Verarmung zu entfliehen.
    Es geht hier auch nicht um die Menschen, die wären der Kanzlerin und Konsorten doch völlig egal. Es geht einzig und allein darum den Banken ihre Kredite zurück zugeben, die diese zuvor den Griechen gewährten. Eine tödliche Spirale.
    Was aber außer Acht gelassen wird, ist die Tatsache wie “ Europa“ die viel gepriesene Demokratie mit Füßen tritt. Es ist eine Illusion zu glauben, das es in der EU demokratisch zugeht. Hier gilt das Gesetz des Kapitalkräftigsten. Auch TTIP ist hierfür deutlicher Beweis. Wir müssen uns vor Augen führen, das die Verantwortlichen im Zweifelsfalle auch mit der eigenen Bevölkerung so verfahren wird und gnadenlos gegen Menschen mit demokratischen Prinzipien vorgehen wird.
    Deutschland hat viel Porzellan zerschlagen, weil Würde der EU Mitglieder in den Deck gezogen wurd

    • von Foerster

      Griechenland ist pleite? Aber immer noch ein Steuerparadies. In Griechenland müsste man leben, jedenfalls als Steuerzahler mit Kapitaleinkünften. Während die arbeitende Bevölkerung am Hungertuch nagt, leben die Reichen immer noch im Steuerparadies. Die Kapitalisten zahlen nur 15% Quellensteuer auf Zinserträge. Stammen die Zinsen aus der Anlage in Staatsanleihen, verzichtet der Staat ganz auf Steuerzahlungen. Noch großzügiger werden Gewinne aus Aktienkursgewinnen und Dividendenzahlungen gerade mal mit 10% versteuert. Und reiche Reeder zahlen gar keine Steuern. Nur eine klare Steuerreform nach Regeln der EU, kann dieses Land wieder auf Vordermann bringen. Wenn es das nicht will, muss es eben aus der EU austreten

  • von Helmut Kaufmann

    Mein veröffentlichter Lesebrief 18.06.2011.
    Ein Ballon platzt immer zuerst an der schwächsten Stelle. Andere Staaten werden folgen. Am Schluss dann bei uns. Unser ganzes Wachstums- und Verschuldungssystem lässt sich keine 50 Jahre mehr hochrechnen. Da müssen dann aber andere ausbaden. Das ganze Eurosystem ist eine gewaltige Fehlkonstruktion. Es wird immer nur davon gesprochen dass wir profitieren.
    In Deutschland gibt es einen Länderfinanzausgleich. Ohne den wären einige Bundesländer ebenfalls pleite. Ohne ein solches System kann die EU nicht überleben. Dass die Südländer ihre Importe nicht mit Oliven, Bananen und Rosinen bezahlen können, hätte man wissen müssen. Gelernt hat man nichts. Es wurde und werden noch andere Länder in die EU aufgenommen – weil wir ja davon profitieren. Die betteln gerade darum, aufgenommen zu werden. Sie glauben damit, von unserem materiellen Wohlstand etwas abzubekommen. Kurzfristig verdienen nur wir. Danach müssen auch die ihr Tafelsilber verscherbeln.

  • von Cyberzaurus

    Bei Youtube wird mit „Diese Fakten über Griechenland solltest Du kennen“ geworben. Hier wird angekündigt „Wir lassen Experten zu Wort kommen“ und „Wir haben bei renommierten Wissenschaftlern und Journalisten nachgefragt“. Das Video finde ich absolut enttäuschend. Es enthält entgegen der Ankündigung wieder nur Meinungen und eben keine Fakten. Margarita Tsomou, Herausgeberin Missy Magazin, hat entweder wirklich gar nichts verstanden oder betreibt gar bewusste politische Agitation. Wer ist sie überhaupt? Im „Über uns“ des Missy Magazins steht hierzu: „Missy ist ein Magazin für Frauen, die sich für Popkultur, Politik und Style interessieren – für Frauen wie uns halt“. Im „Team Missy“ findet sich etwas zur Vita von Margarita Tsomou: „Marga studierte Angewandte Kulturwissenschaften und Tanz“. Ich finde es vielsagend, dass man einer solchen „Expertin“ gestattet, sich hier derart auf Bild-Niveau zu äußern.

  • von Schwarzmaier Klaus

    Man kann den Herren Natterer und Stöhr nur zustimmen.
    Die Griechen haben ein nicht miserables Rentensysrm, ein lausiges Gesundheitssystem, eine völlig inkompetente Steuerbehörde…..
    Das alles aber nicht erst seit 5 Jahren!! Aber seit dem gewollten €-Eintritt wollen sie „Hilfen“
    Nicht vergessen: Es gab schon einen Schuldenschnitt.
    Griechenland hat Geld geliehen und versprochen Zinsen zu bezahlen.
    „Bösen“ privaten Anlegern wurde aber das gegebene Geld und die Zinsen nicht zurückgezahlt. Ganz einfach! Bätsch!! ausgetrickst!!
    Wer will jetzt noch Geld leihen oder unterstützen?
    ( „…wir schicken Euch 100 fähige Finanzbeamte“ — „Oh Gott, Bloß nicht!!“)
    Das Volk (die stolzen Griechen, haben die Demokratie erfunden!) hat die Regierungen gewählt. Das Volk leidet.
    Es wurde seit Jahrzehnten versäumt Industrie und Energieversorgung aufzubauen. ( Wo scheint die Sonne????)
    Reformen nicht nur versprechen sondern MACHEN!.
    Wer glaubwürdiges TUT, dem kann man helfen.

  • von Gloria Ziller

    Was heißt das: „Dein Kommentar befindet sich in der Moderation“?
    Ich diesen Satz als Einzige unter meinem Kommentar stehen.

  • von Burkhard Knoth

    In dem Video werden die Meinungen der betreffenden Personen zum Fall „Griechenland“ wieder gegeben. Ob sie damit richtig liegen, ist in einer Reihe von Punkten strittig.
    Griechenland hat nun mal wirtschaftlich und staatlich strukturelle Probleme (lange vor Einführung des Euro). Das zu verändern, können nur die Griechen selbst tun. Sollten sie es angehen, dann werden sie dazu sehr viel Zeit brauchen.
    Eine andere Seit ist die Frage des „Schulden machens“. Dazu gibt es weltweit auch unter den sogenannten Experten sehr unterschiedliche Auffassungen, die einen sind dafür, die anderen dagegen. Fakt ist, Verschuldung hat weltweit ein Ausmaß erreicht,
    dass die Frage, wie lange geht das noch gut, durchaus ihre Berechtigung hat.
    Die offiziellen Staatschulden liegen in den USA bei rund 17 Billionen $ und in Deutschland bei 2 Billionen €, die geschätzte Gesamtverschuldung ist ca. 3mal so hoch.
    Griechenland ist doch auch in der EU im Moment nur die Spitze des Eisbergs. Es wackeln noch mehr !

  • von Bert Mätschke

    wie im normalen Leben ist hier vieles richtig und vieles auch falsch bzw. unvollständig dargestellt. Hätte man zu Anfang der Krise, die Schulden komplett über die Rettungsfonds aufgefangen, wäre wohl nichts passiert, wir sprechen hier schließlich von einem Staat mit einem Bruttosozialprodukt in der Höhe vom Bundesland Bremen. Ob allerdings Griechenland dann heute auf einem „normalen“ Niveau wäre bleibt bei der Staatsorganisation (Steuersystem, Korruption, etc.) zweifelhaft. Auch wird keinem Staat verboten neue Märkte aufzubauen. Mit Olivenöl und Schafskäse als Exportschlagen wird die Handelsbilanz auch zukünftig unausgeglichen bleiben.

  • von Steffen Schürkens

    Ich habe vor einer Woche eine petition gegen den Grexit bei avaaz.org eingestellt und freue mich über jede Unterschrift – bitte verbeitet die Petition in Euren Netzwerken:
    https://secure.avaaz.org/de/petition/Die_Bundesregierung_von_Deutschland_Rettet_die_europaeische_Idee

  • von Dieter

    Mehr als in jedem anderen EURO Land sind es die Missstände in der öffentlichen Verwaltung, die wirkliche wirtschaftliche Fortschritte in Griechenland verhindern. Die Finanzkriese hat das schonungslos zutage gebracht. Wechselnden Regierungen, die ja frei gewählt wurden, konnten auch nicht nur ansatzweise sichtbare Fortschritte vorzeigen. Ausländische Hilfsangebote, dabei Unterstützung zu leisten, wurden brüsk als Einmischung und Hineinregieren zurück gewiesen. Die neue Regierung ist da keinen Deut anders. Die Sparpolitik ist gescheitert und muss zugunsten echter Reformen aufgegeben werden. Da Griechenland bisher unfähig dazu war, muss es akzeptieren wenn man ihm dabei genauer über die Schulter sieht um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. „Quid pro Quo“ muss dann das Prinzip sein. Übertriebener Stolz aber auch prätentiöses Auftreten der Helfenden ist dabei fehl am Platze. Die zukünftigen Generationen Griechenlands werden davon profitieren.

  • Hallo,
    auch ich hatte schon früh das Gefühl, dass man einem Partner der Eurozone kein Diktat auferlegen darf, wie ein Land zu führen ist. Mich hat die einseitige Berichterstattung sehr aufgeregt, besonders die sehr parteiischen Fragen in manchen Talk-Show Runden. Ich habe es als großen demokratischen Akt angesehen die Bürger Griechenlands nochmals zu fragen, ob sie das Sparpaket mittragen wollen, obwohl sie durch ihre Wahl im letzten Jahr ja schon sehr deutlich ausgedrückt hatten, das sie eine linke Politik befürworten. Nach dem Referendum habe ich geglaubt, dass die Regierung in Griechenland nun ein Papier aus Schublade zieht, wie sie nachhaltig und sozial die Krise in den Griff bekommen kann und möchte. Ich dachte, jetzt kommt frischer Wind in den Filz. Ich bin sehr enttäuscht, dass nun doch wieder alles beim alten bleibt.

  • von Hermann Kleber

    Jede Berichterstattung ist immer interessengeleitet; auch hier. Das ist aber legitim, solange sie fair ist. Was mir hier fehlt, sind die Stimmen neoliberaler Ökonomen und Vorschläge zur Lösung: Maßnahmen und (überschlägigen) Kostenrechnungen. Oft hört man das Argument, ein Grexit sei unkalkulierbar, aber teuer als jede andere Lösung. Diese Argumention ist nicht nachvollziehbar. Entweder ist er tatsächlich unkalkulierbar, dann ist eine seriöse Kostenrechnung oder auch nur eine Kostenschätzung unmöglich und daher auch ein Kostenvergleich; oder man versucht, die ermittelbaren und absehbaren Kosten zu berechnen, und dann kann man sie auch vergleichen.
    Aber Kosten sind nur ein Aspekt des Problems, und bei weitem nicht das wichtigste, sondern die politischen und moralischen Fragen. Diese sehe ich in keinem der mir bekannten Lösungsvorschläge angemessen berücksichtigt

  • von Hans J. Kulter

    Ich halte die Kampagne von campact für nicht objektiv.
    Alle klugen Leute sagen was nicht richtig ist, keiner sagt was das Gebot der Stunde ist.
    Wenn in Europa völlig unterschiedliche Strukturen herrschen, bzw. gar nicht vorhanden sind,
    dann brauche ich nicht studiert zu haben um zu verstehen, dass Europa nicht funktioniert.
    Mitleid mit den Griechen?
    Mit welchen Griechen?
    Dem griechischen Volk oder mit der griechischen Elite, die ihr Volk ausbeutet ?
    Es geht nicht um reiche Leute, es geht um reiche korrupte Leute.
    Warum werden Letztere immer geschont?
    Ich würde mir doch etwas präzisere Vorschläge wünschen als immer nur zu hören, was der/die Anderen falsch machen.
    Vielleicht kennt ja einer von den ganz Klugen das deutsche Insolvenzrecht.
    Da sind doch Lösungen enthalten.

  • von Sabine Ensslen

    Danke für das Video. Tut richtig gut, mal was anderes zu hören.
    Ich lebe in Frankreich, da ist es auch nicht besser mit der einseitigen Berichterstattung der Medien.
    Hier kursiert eine Unterschriftensammlung im Internet, die den Austritt Deutschlands aus dem Euro fordert ( http://germanexit.wesign.it/fr ). lol
    Schade, dass es euer Video nur auf deutsch gibt, wird sich vielleicht noch ändern, oder ?

  • von Alexandra

    Deutschland verdient nicht, sonder bürgt Griechenland, das ist großer ein Unterschied!

  • von Marie Hackbarth

    Ich bin für einen Schuldenschnitt. Damit Unschuldige entlastet werden in Deutschland und Griechenland.
    Ich meine unser Finanzsystem basiert auf ein Schuldscheinsystem.
    Es müssen Schulden gemacht werden damit Andere Geld bekommen.
    Wir nennen es Kapitalismus und wollen es so!
    Ist es dann nicht egal wer, wann Schulden macht?
    Ganz ehrlich!

    Zudem werden zwei Nationen getrennt – „teile und herrsche“ funktioniert doch immer wieder – die eigentlich zusammenhalten sollen gegen die korrupten Mächte.

  • von Axel Schilling

    Die Einseitigkeit der im Video gezeigten Meinungen ist unerträglich.
    Machen Sie sich doch bitte auch bei Herrn Fuest (Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundesministerium der Finanzen), Herrn Bosbach (CDU) oder Herrn La Fontaine (Linke) schlau.

  • von Jürgen Welke

    ich bin ziemlich entsetzt, wie die „Griechenlandkrise“ in der deutschen Öffentlichkeit diskutiert wird: aus ideologischer Perspektive, mit viel Moralin und nur wenig Sachkenntnis. Ich stehe politisch eigentlich eher links und bin SPD- und Grünenwähler und hatte lange die taz abonniert. Was aber offizielle Vertreter der Linken und der Grünen und Journalisten linksliberaler Zeitungen in Interviews und Talkshows von sich gegen haben, hat mich doch sehr schockiert in ihrer Einseitigkeit. Ganz anders aber z.B. der ehemalige Grünen-Politiker Kohn-Bendit in der Talkshow mit Anne Will – ausgewogen, kritisch gegen beide Parteien. Warum können Grünen-Verteter, die noch im Amt sind, nicht auch so objektiv argumentieren?

  • von Andreas Draheim

    Der Kern allen Übels ist doch: es geht weder um die EU, noch um unsere Steuergelder und schon gar nicht um die Griechen! Es geht einzig und allein um getätigte Investitionen von internationalen Großbanken und Finanzhaien. Diese den Bach runter gehen zu lassen würde uns allen richtig teuer zu stehen kommen. Dass so ganz nebenbei das griechische Volk und griechische Nation zugrunde geht ist da relativ zweitrangig. Hauptsache die Abschreibungen bei den Großen der internationalen Finanzbranche sind nicht zu groß.
    Und eigentlich ist die EU selbst schuld. Dass die Staatsverschuldung zu groß ist wusste man schon 2001 und alle Wirtschaftskrisen haben das noch verschärft. Und die einzigen die wirklich schuld daran haben – die Finanzhaien – werden wieder mal nicht zur Verantwortung gezogen. Das sollen mal die Staaten und deren Steuerzahler ausbauen. Wie schon 2008 bei der globalen Wirtschaftskrise.
    Und unsere Politik hat nichts besseres zu tun als weitere Sparmaßnahmen zu fordern. Echt arm.

    • von Foerster

      Griechenland ist pleite? Aber immer noch ein Steuerparadies. In Griechenland müsste man leben, jedenfalls als Steuerzahler mit Kapitaleinkünften. Während die arbeitende Bevölkerung am Hungertuch nagt, leben die Reichen immer noch im Steuerparadies. Die Kapitalisten zahlen nur 15% Quellensteuer auf Zinserträge. Stammen die Zinsen aus der Anlage in Staatsanleihen, verzichtet der Staat ganz auf Steuerzahlungen. Noch großzügiger werden Gewinne aus Aktienkursgewinnen und Dividendenzahlungen gerade mal mit 10% versteuert. Und reiche Reeder zahlen gar keine Steuern. Nur eine klare Steuerreform nach Regeln der EU, kann dieses Land wieder auf Vordermann bringen. Wenn es das nicht will, muss es eben aus der EU austreten.

  • von ernest hemingway

    mutig, campact! anti-ttip oder anti-atom kann jeder; gegen die griechenland-politk der euro-zone eine kampagne zu starten ist nicht leicht mehrheitsfähig! weiter so!

  • von A.Cremer

    Nachtrag: Wer bekommt eigentlich das ganze Geld? Es verpufft ja nicht. Und wer har die ganzen Milliarden bis jetzt bekommen? Es wird immer nur davon gesprochen, was gezahlt werden muss. Aber auf wessen Konto landet das ganze Geld am Schluss? Welche Personen stehen hinter den Banken und kassieren die Zinsen? Wer hat die Milliarden an Schulden, die ja auch für irgend etwas ausgegeben wurden bekommen?

    • In den ersten Jahren nach dem Euro-Beitritt gab es einen Wirtschaftsboom in Griechenland, der über – für griechische Verhältnisse – außerordentlich günstige Euro-Kredite finanziert wurde. Gerade französische und deutsche Banken liehen der griechischen Regierung zu niedrigen Euro-Zinsen Milliardenkredite u.a. auch zum Kauf deutscher Waffen, Autos und anderer Exporte. Mit der globalen Finanzkrise 2008 gerieten auch in Griechenland die Banken in die Schieflage und mussten vom Staat gerettet werden. Die schon hohe Staatsverschuldung stieg steil an. Dann wurden die Finanzmärkte nervös, es explodierten die Zinsen, die Griechenland an den Finanzmärkten zahlen musste. In der Folge wurde Griechenland zahlungsunfähig, die aufgenommenen Kredite wurden notleidend, und französische und deutsche Banken gerieten in Gefahr. Nicht um Griechenland zu helfen, sondern um die Banken rauszupauken, wurde das erste “Rettungspaket” beschlossen, gegen den Widerstand übrigens der Ökonomen des IWF. Die hielten die Schulden Griechenlands für nicht tragfähig, das Land hätte schon damals einen Schuldenschnitt gebraucht.
      http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/oekonomie/nachrichten/ezb-studie-die-wahren-ursachen-der-griechischen-tragoedie/3356102.html
      Auch Yanis Varoufakis, der spätere Finanzminister der Syriza-Regierung, hat damals als Ökonom die Aufnahme der sogenannten “Rettungskredite” scharf kritisiert. Varoufakis erklärte, sein Land habe kein Liquiditätsproblem, es sei vielmehr schlicht pleite. Die gezahlten Gelder würden das Problem nur in die Zukunft verlagern, jedoch nicht lösen. Die auferlegten Maßnahmen hätten zur Folge, dass die bereits angeschlagene Wirtschaft völlig zum Erliegen komme. https://de.wikipedia.org/wiki/Yanis_Varoufakis#.C3.96ffentliches_Wirken .
      Im Ergebnis wurde also von privaten Investoren (Banken und Hedgefonds) – die für die Krise durch leichtsinnige Vergabe von Krediten mitverantwortlich waren – umgeschuldet auf die öffentliche Hand der übrigen EU-Staaten – sprich die Steuerzahler. Das hat aber für die griechische Wirtschaft keine Erleichterung geschaffen – im Gegenteil, als Bedingungen für diese Kredite wurde das Land mit drastischen Sparauflagen belegt, die eine schwere Rezession auslösten. Die Wirtschaft schrumpfte um 1,2-1,5 Euro für jeden Euro, der eingespart wurde, mehr als ein Viertel der Wirtschaftsleistung.

  • von Albrecht Heinemeyer-Precht

    Nicht Griechenland sollte aus dem Euro austreten, sondern Deutschland, denn Deutschland ist der
    Problembär in Europa. Durch die dann eintretende Aufwertung der „Neu-DM“ würden die Handelsbilanzungleichgewichte drastisch reduziert. Deutschland hat sich seit Beginn der Währungsunion nicht an das vereinbarte Inflationsziel von 2% gehalten und dauerhaft unter seinen Verhältnissen gelebt. Stichworte: Lohndumping, Exportüberschüsse, Export der Arbeitslosigkeit, Daraus sind die heutigen Probleme entstanden. Das wird in den Medien aber gar nicht thematisiert.
    Die „Nachdenkseiten“ und „Flassbeck-economics haben mich aus dem Tal der Ahnungslosen geholt.

  • von Dieter Schwarz

    Griechenland ist nur das Feindbild, das 2009 aufgebaut wurde, um die Öffentlichkeit von der Verantwortung abzulenken, die unsere Politiker für die Milliardenrettung der angeblich „systemischen“ Banken tragen, für deren Folgen sie aber nicht zuständig sein wollten. Um der Bevölkerung die neoliberale Austeritäspolitik schmackhaft zu machen, brauchte man ein Beispiel dafür, wie ein Staat durch unverantwortliche Ausgabenpolitik ganz besonders überschuldet war.

    Und man wurde fündig : Griechenland hatte sich nicht nur durch falsche Angaben in den EURO-Raum gemogelt, sondern in den Folgejahren für Importe vor allem aus Deutschland bedenkenlos Kredite aufgenommen und von den Geldgebern erhalten.

    Staatliche Schuldenaufnahme wurde als Teufelswerk diskreditiert, die EU wurde renationalisiert – hier die guten deutschen Schuldenbremser und Exporteure, dort die verschwenderischen südlichen griechischen Verbraucher und Schuldenmacher, die abgestraft gehören !

  • von Manfred Regenauer

    Leider ist es wie immer, wenn versucht wird, die griechische Situation von einem Standpunkt aus zu erklären, der die Schuld an der griechischen Misere bei anderen sucht. In einer ernsthaften Diskussion ohne moralisches Geschwurbel sind Ihre Beiträge leider nicht wirklich zu gebrauchen. Erstens, weil Argumenten-Picking betrieben wird und zweitens, weil die Situation sehr verkürzt dargestellt wird. Dass die Griechen an ihrer Situation selbst schuld sind (und damit meine ich nicht, was in den letzten 5 Jahren passiert ist) sollte wirklich unstrittig sein. Sie haben das billige Geld, das ihnen ab den Beitrittsdiskussionen zum Euro-Währungsraum und erst recht mit dem Eintritt in denselben zur Verfügung stand, in erster Linie in die Aufblähung eines ineffizienten Staates investiert und damit bis zum Crash natürlich weit über die Verhältnisse gelebt, die die griechische Volkswirtschaft nachhaltig hätte sicherstellen können. Die Folgen – auch auf die mittelständische Industrie – sind bekannt.

  • Witzig war die Sache mit der Insel voller blinder Griechen, die alle, basierend auf dieser Inkapazität, Sozialleistungen empfangen haben. Als sich letzlich ein Beamte auf die Insel bemühte um dem Mysterium auf den Grund zu gehen, konnten, wie durch ein Wunder, die meisten wieder sehen.
    Bericht aus dem Speiegel.
    – was ist jedoch mit dem Rest passiert?

  • von ursula Hummelbeck

    Deutschland und Griechenland (Südländer)sind nicht vergleichbar !Möchte gerne erinnern :Deutschland nach dem Krieg Wiederaufbau-Trümmerfrauen Hungersnot, Generationen harte Arbeit ,Kein Geld …… Ja ich bin Jahrgang 1939 ,mein Büßerhemd (Nazi) trage ich nicht mehr,war42,5Jahre voll berufstätig,2Söhne, und bin sehr sehr stolz Deutsche zu sein und viele fleißige Menschen haben dazu beigetragen wie unser Deutschland heute als Vorbild gilt !Bitte Grichenland ihr seit doch ein „stolzes“ Volk packt es an,holt die vielen Gelder die im Ausland sind zurück,es nützt nichts alles auf die „Reichen“ zu schieben ihr seit das Volk,packt es gemeinsam an nur dann kann es klappen ohne Hilfsgelder aus dem rabiaten gemeinen Deutschland!!!!

    • Die aktuelle griechische Regierung wollte keine Hilfsgelder, nun einen Zahlungsaufschub bei der Rückzahlung alter Kredite. Lesen Sie dazu http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/der-rasende-regierungschef/story/14581624?track

    • von GPX

      Liebe Ursula, ich bin Jahrgang 62, komme aus einer Sozialwohnungsfamilie, habe bereits als junger Schüler/Student immer gearbeitet, Studium selbst parallel finanziert, habe bereits während des Studiums eine patentangemeldete Maschine entwickelt – und bin seitdem arbeitslos ohne jede Perspektive und freue mich neben meiner derzeitigen Armut auf meine Altersarmut. Mein Bruder musste sein Taxi aufgeben, weil es sich einfach nicht mehr rechnet. Die Aufbauzeiten sind lange vorbei – mein Nachbar arbeitet Vollzeit mit Überstunden und muss aufstocken. Bitte sehen Sie einmal die heutige Realität – wir leben leider nicht mehr in den 50/60ern! Deutschland ist inzwischen Billiglohnland – fragen Sie einmal die Schweizer nach den dort ungeliebten deutschen Gastarbeitern (wie einst die Türken bei uns). Und dann überlegen Sie einmal, was erst in einem Land wie GR los ist. Viele Grüße

  • von Roland Bochynek

    Das ist das neue Geschäftsmodell der Bankenmafia:
    Suche den schwächsten EU-Migliedsstaat, überschütte ihn mit Geld bis zum Gehtnimmer, kassiere wenn es knallt bei den restlichen Euro-Staaten und schnappe Dir als Schmankerl noch die Sahnestückchen der zwangsveräußerten Staatsbetriebe.
    So wird es weiter gehen, wer ist der nächste Staat?
    Bei der ganzen Diskussion wird eines Klar, es geht überhaupt nicht um die die Menschen in Griechenland, die sind allen Verantwortlichen in Europa, vorne Weg unsere Regierung, sowas von egal, sondern nur um die Gewinnoptimierung, der Banken.
    Und unsere plutokratische Pseudodemokratie mit ihren Lobbyisten-Lakaien natürlich vorne weg.
    Für so eine Regierung kann man sich doch nur noch schämen.
    Dass die Medien bei dieser Probaganda-Aktion mit macht muss doch jedem selbstverständlich sein.
    Die verdienen ja auch Geld damit.
    Nur so muss man Nachrichten heute sehen, echte Information ist uninteressant, verkaufen sich nicht. Sensationen müssen her!

  • Danke für das gute Video!
    Starke Alternativvorschläge , wie die Eurokrise und die Griechenlandkrise denn zu lösen ist, wie also investiert werden könnte in nachhaltige Industrie- und Agrarerzeugung samt erneuerbare Energie bei möglichen udn machbaren Formen des Schuldenschnitts wäre sehr hilfreich, besonders für usnere Diskussionen vor Ort.

    Angelika Claußen, Europavorsitzende IPPNW, Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung

  • von Johannes Loewenstein

    Je mehr Geld wir den Griechen geben, desto abhängiger von uns werden sie sich fühlen und uns dafür hassen. Das ist derzeit schon sehr deutlich zu sehen!
    Wir sollten die Würde des griechischen Volkes respektieren und uns so wenig wie möglich in ihre Probleme wie überbordende Bürokratie, Korruption und desolate Steuer-Moral einmischen! Diese Probleme sollen und müssen die Griechen alleine und ohne Bevormundung von außen lösen! Das geht aber nur, wenn sie auch die Konsequenzen aus ihren Entscheidungen selbst tragen und sie nicht auf die Steuerzahler der übrigen EU-Länder abwälzen! Denn, daß wir die den Griechen geliehenen Gelder nie wiedersehen werden und den Schaden somit trage müssen, sollten unsere Politiker endlich zugeben. Es geht nicht darum, ob dieses Geld verloren ist, das ist es längst, sondern darum, ob wir unbegrenzt weiter Geld in ein Faß ohne Boden werfen wollen!
    Deshalb Grexit und keine weiteren Gelder mehr! Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

  • von Günther Ruhnau

    Eine sehr einseitige Darstellung. Alle anderen sind Schuld, nur nicht die Griechen.

  • von Lefaye

    Die griechischen Regierungen wurden seit dem Zusammenbruch der Militärdiktatur alle vom Volk selbst gewählt. Eine gewisse Mündigkeit und Eigenverantwortung der Bürger sowie eine damit verbundene angemessene Selbstkritik statt lediglich Schuldzuweisungen nach außen sollte man daher eigentlich auch erwarten können. Davon ist allerdings leider nicht viel zu erkennen.

  • von Förster

    Das ist mir alles zu kurz gegriffen. Was ist mit den 600 reichsten Griechen die ihr Geld aus Griechenland abgezogen haben und im Ausland , England, Deutschland, Luxemburg, Schweiz und auch in den USA, gebunkert haben. Diese sog. Oberschicht, hat 200 Mrd. Euro abgezogen. Warum werden diese “ Oligarchen“ nicht zur Kasse gebeten? Mit diesem Geld wäre Griechenland sofort schuldenfrei und die EU könnte sofort Entwicklungshilfe leisten, damit die sog. Unter- und Mittelschicht, wieder Fuß fassen kann. Warum wird in Griechenland nicht Kapitalertragssteuer von bisher 10% auf 25 % erhöht? Warum wird das Rentensystem ( Mutter mit Kindern geht schon mit 40 Jahren in Rente, Mann schon mit 54 Jahren. Warum wird nicht ein Katasteramt eingeführt und Grunderwerbssteuer und Grundsteuer erhoben? Warum zahlen die Gastronomen keine MWST? Im Lokal erhält man keine Quittung, selbst erlebt. Taxifahrer lachen sich tot, wenn man sie um eine Quittung bittet. Also es muss grundlegend etwas verändert werden.

    • In der Tat ist die griechische Steuerverwaltung wenig effizient. Klientelbeziehungen zwischen Griechenlands Superreichen und den alten Parteien Nea Dimokratia und Pasok (den Schwesterparteien von Union und SPD) führten dazu, dass die Reichen kaum Steuern bezahlt haben. Die Wahl von Syriza bot Anfang des Jahres die Chance für einen Neuanfang und den Aufbau einer funktionierenden Steuerverwaltung. Denn wenn eine linke Regierung etwas will, dann eine funktionierende Steuerverwaltung. Doch die Geldgeber ließen der neuen griechischen Regierung keine Chance: Vom ersten Tag an stand sie unter extremen Druck. Reformen, die eigentlich unstrittig gewesen wären, durfte sie auf Geheiß der Gläubiger nicht umsetzen. Varoufakis erläutert seinen vergeblichen Vorschlag an die Gläubiger: “Lasst uns Einigkeit über drei oder vier wichtige Reformen erzielen, etwa das Steuersystem, die Mehrwertsteuer, und sie umgehend umsetzen. (…) Aber sie sagten: »Nein, nein, nein, das muss eine vollständige Überprüfung (der Maßnahmen) geben. Nichts wird umgesetzt, sollten sie es wagen, irgendwelche Gesetze einzubringen. Dies wird als einseitiges Handeln verstanden, das den Einigungsprozess behindert.« Und dann, ein paar Monate später, steckten sie natürlich den Medien durch, dass wir das Land nicht reformiert hätten und Zeit vergeudeten! Und so… wurden wir auf eine gewisse, wichtige Weise, in die Falle gelockt.”
      http://www.neues-deutschland.de/artikel/977827.sie-haben-uns-in-die-falle-gelockt.html

  • von A.Cremer

    Was ist das Ziel? Soll die linke Regierung wieder verschwinden, damit wieder eine banken- und konzerntreue Regierung installiert werden kann? Wie kann die EU es wagen auf die Rechte der Gewerkschaft in einem Mitgliedsstaat Einfluss zu nehmen? Und Privatisierungen zu verlangen bedeutet soviel, wie dem Volk das Volkseigentum weg zu nehmen. Und nichts lässt sich privatisieren, wenn damit nicht auf die ein oder andere Weise Gewinne zu erzielen sind. Es ist unerträglich, daß Typen, die entweder korrupt oder zu blöd sind, die Folgen ihres Handelns zu überblicken, rechtlich in der Lage sind, unser aller Eigentum zu verkaufen, anstatt die möglichen Gewinne selbst (für die Bevölkerung) zu realiesieren. Aber offensichtlich wollen die Gewinnler der Finanzkrise (alles, was sie gekostet hat, hat auch irgend jemand bekommen – das Geld ist ja nicht verpufft) das Geld jetzt in Sachwerte umschichten und nebenbei an Macht gewinnen.
    Und die Überwachung steigt paralell mit dem Risiko sozialer Unruhen.

  • von Arlinghaus

    Vielen Dank für dieses aufklärende und Video, das ein seit langem fehlendes anderes Licht auf die aktuelle „Griechenland-Krise“ wirft.

    Ich hätte mir gewünscht, dass neben der durchaus gerechtfertigten Kritik an der deutschen und europäischen Politik auch angesprochen worden wäre, welche Interessen denn von dieser verfolgt wird. Auch wenn das Thema hoch komplex ist, so lässt sich doch die Sinnhaftigkeit der langjährigen Sparauflagen inzwischen begründet in Frage stellen, was auch der deutschen bzw. europäischen Politik klar ist. Warum wird dieser Kurs trotzdem gefahren? Machterhalt? Finanzielle Gewinne durch weiterreichen von Krediten mit höheren Zinsen (wie im Video angesprochen)?

    Neben den finanzpolitischen Folgen der Krise kommt das eigentliche Kernthema der Europäischen Union häufig zu kurz: Die EU ist ideell kein finanzpolitischer Zusammenschluss sondern eine soziale und die Völker verbindende Gemeinschaft von Staaten.
    Auch hier hätte ich mir eine Betonung gewünscht.

  • von Manfred B.

    Bis zur Abstimmung in Griechenland war ich gegen einen Grexit, aber jetzt bin ich für den Grexit.
    Lieber ein Schrecken mit Ende, als ein Schrecken ohne Ende. Viele Griechen verhöhnen uns Deutsche, obwohl wir ihnen mit hohen Beträgen helfen. Nach einem Grexit bin ich für humanitäre Hilfen, die bei den Menschen direkt ankommen und nicht in der korrupten Verwaltung versickern.
    Griechenland wird niemals mehr auf eigene Füße kommen, auch wenn noch so viel Geld fließt.Manfred B,

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