Griechenland-Krise: Warum die einfachen Wahrheiten nicht stimmen

Ein dramatisches Wochenende liegt hinter uns: Ein “Grexit” wurde zwar abgewendet. Griechenland soll aber einem harten Sparprogramm unterzogen werden. Viele glauben: Selber schuld. Du auch? Dann wird Dich dieses Video zum Nachdenken bringen.

von  784 Kommentare

Ein dramatisches Wochenende liegt hinter uns: Ein “Grexit” wurde zwar abgewendet. Griechenland soll aber einem harten Sparprogramm unterzogen werden. Viele glauben: Selber schuld. Du auch? Dann wird Dich dieses Video zum Nachdenken bringen:

Viele Medien zeichnen ein verzerrtes Bild

Es ist dieses Bild, mit dem weite Teile der Medien den Euro-Gipfel vom vergangenen Wochenende zeichnen: Auf der einen Seite die eiserne Angela Merkel mit ihrem knallharten Unterhändler Wolfgang Schäuble, die das Geld der deutschen Steuerzahler/innen gegen die prassenden Griechen verteidigt. Auf der anderen eine linksradikale Regierung, die Europa monatelang an der Nase herumführt und alles Vertrauen verspielt hat. Hier die Regeln, die den Euro retten. Dort die Griechen, die einfach nicht sparen, immer mehr Geld haben wollen.

Ein Bild, das zu dem Schluss verleitet: Die Griechen haben alleine selbst Schuld, dass sie fast aus dem Euro geflogen wären; dass sie nun den Gürtel noch einmal kräftig enger schnallen müssen; dass der griechische Staat faktisch unter Aufsicht von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) gestellt werden muss. Dass die Griechenland-Krise so eskaliert ist, dafür trage vor allem die griechische Regierung die Verantwortung.

Wir glauben: Dieses Bild ist falsch – und lassen Experten zu Wort kommen

Ohne Frage, viel zu lange haben sich griechische Eliten – oft in Komplizenschaft mit internationalen Banken und Konzernen – den Staat zur Beute gemacht. Griechenland braucht dringend Reformen. Doch mit ihrer kompromisslosen Haltung haben Merkel und Schäuble dem europäischen Projekt schweren Schaden zugefügt – und die Griechenland-Krise keineswegs gelöst. Mit dem Sparprogramm ist die Gefahr eines “Grexit” nur aufgeschoben – ganz sicher aber nicht aufgehoben. Und für viele Griech/innen wird sich die Situation noch einmal massiv verschärfen.

Wir haben nachgefragt, bei renommierten Wissenschaftler/innen und Journalist/innen

Wir wollten wissen: Wie konnte die Krise so eskalieren? Woher kommen die griechischen Schulden? Warum stellt Griechenland sich gegen ganz Europa? Warum spart Griechenland nicht? Und ist Sparen wirklich die richtige Antwort auf die Krise?

Diese 5 Expert/innen haben für uns die Griechenland-Krise entwirrt: Dr. Till van Treeck (Wirtschaftswissenschaftler Uni Duisburg-Essen), Margarita Tsomou (Herausgeberin Missy Magazin), Ulrike Hermann (Journalistin bei der taz), Harald Schumann (Autor und Journalist, Tagesspiegel), Prof. Dr. Gesine Schwan, (Politikwissenschaftlerin, Humboldt-Viadrina).

Wir glauben: Um sich ein fundiertes Urteil über die Griechenland-Krise zu bilden, sollte man diese Fakten kennen.

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784 Kommentare

  • von Michaela Simons

    o Die Teilnahme an der Volksabstimmung, beruht auf Freiwilligkeit und niemand wird aufgrund seiner Meinung/Einstellung verurteilt oder ausgestoßen/weniger anerkannt
    o Durch die Integration des Einzelnen bei der Volksabstimmung fühlt sich keiner übervorteilt, auch wenn die Entscheidung nicht mit der eigenen Meinung übereinkommt
    o Aufgrund der Freiwilligkeit muss sich der Einzelne nicht an jedem Volksabstimmungspunkt beteiligen. Der Einzelne setzt sich für seine persönlichen Belange und Interessen ein. Aufgrund der persönlichen Sinnhaftigkeit ist ein erfolgreiches Handeln unumgänglich
    o Ein weiterer wichtiger Aspekt im Wesen der Demokratie liegt in der Entwicklung der einzelnen Sachverhalte. Diese geben zu jeder Zeit die Möglichkeit Fehlentwicklungen zu revidieren und alternative Lösungswege zu beschreiten, die dem Wohl der Allgemeinheit dienen

    Der nächste Teil folgt…

  • von Michaela Simons

    EUROPA ein Leben in Liebe
    ist ein Leben ohne Angst
    Mit Mut und Vertrauen, in die eigenen – wie auch in die Fähigkeiten der Anderen,
    ein vereintes Europa schaffen.
    Jede Nation hat im Laufe der Geschichte ihre eigenen Qualitäten entwickelt.

    Es fängt mit einer Qualität an.
    Ein vereintes Europa wird erst durch das Wesen der Demokratie möglich.
    Einen Einblick anhand der „Athenischen Demokratie“, welche die älteste Vorläuferin unserer modernen Verfassung ist.
    Was bedeutet Demokratie?
    o Das Volk hat die Macht inne/ übt die Macht aus
    o Das Prinzip der Demokratie basiert auf Freiheit und Gleichheit
    o Die Belange einzelner Personen oder Personengruppen werden mit der gleichen Aufmerksamkeit und Achtsamkeit bei der Volksabstimmung angehört
    o Die verschiedenen Positionen werden durch die Gemeinschaft geprüft und mit bestem Wissen und Gewissen wird eine Lösung gefunden und umgesetzt

    Mein Kommentar ist länger als 1000 Zeichen, es geht gleich weiter

  • von Johannes Knodt

    Der Behauptung, Deutschl. würde Lohndumping betreiben, kann ich nicht zustimmen. Wer von
    den Befragten beschäftigt einen normalen Handwerker mit 36 euro pro Stunde + MwSt. ?
    Wir stehen alle unter dem Druck des Wandels -wo bleibt der Wille, die Ideen, Griechenland in die Zukunft zu führen – und was in der Diskussion völlig untergeht, Schulden machen nicht frei, ersticken das Leben – und es ist höchste Zeit, damit aufzuhören. Wir haben noch noch nichts von unseren Altlasten abgetragen! Für unsere Zukunft müssen wir uns fragen, was können wir uns leisten ..
    Anfang Mai war ich mit einem Freund in Griechenland mit dem Fahrrad unterwegs – wir hatten viele gute, tw. beschämende Begegnungen mit den Leuten dort.
    Warum machen Politiker nicht dort Urlaub – bzw. verschaffen sich einen Einblick -Begegnungen mit ganz normalen Leuten? Ich vermisse in allen Programmen die Idee von Schüleraustausch, Azubiaustausch – Technologie (ich werde im Juli einen Spanier für eine Ausbildung aufnehmen .)

  • von Cheech

    Hi,

    toller Beitrag gefällt mir sehr, könnt Ihr aber auch noch mal einen Beitrag machen was in Griechenland dazu geführt hat, weil ganz unschuldig war die Politik in den letzten 20 Jahren auch nicht und das fehlt mir, man sollte immer beide Seiten aufzeigen.

    Danke
    Gruß Cheech

  • von Bodo J. aus Gröbenzell

    Solange Europa nur aus dem Euro, offenen Grenzen und für Banken, Versicherungen und Industrie besteht, wird es nicht besser werden! Man hat die Menschen, die wahren Europäer einfach vergessen! Nach 15 Jahren gemeinsamer Währung haben wir es immer noch nicht geschafft auch eine europäische Gemeinsamkeit zu erreichen! Die Deutschen, die Griechen, die Italiener, die Spanier und so weiter…. Solange dies in den Köpfen der „Europäer“ ist, wird es kein Verständnis für ein gemeinsames Europa mit all seinen Problemen und Lösungen geben. So wie auch im kleinen Bayern gegen den Länderfinanzausgleich derzeit wettert, so müssen wir lernen genau dieses auch in Europa umzusetzen. Die Griechen können nicht auch noch Porsche, Mercedes und BMW bauen! Sie können Landwirtschaft, Tourismus und Sonnen- wie Windstrom – wenn man Sie darin unterstützt. Hören wir auf, mit der Krise Geld zuverdienen! Keine Geschenke an die Industrie über die Treuhand! Dieses Projekt ist auch schon vor 20 Jahren gescheitert!

  • von Lisa Nunheim

    Liebes Campact-Team!

    Es ist sehr sehr gut, dass Sie für Aufklärung sorgen wollen (endlich verbreitet sich das etwas! danke!), aber ich finde das Video ist leider nicht verständlich genug. Es erklärt die Lage nicht mit einfachen Worten „direkt auf den Punkt“, sondern springt viel zu sehr zwischen den Themen und Personen hin und her. Ich habe Zweifel, dass jemand, der nicht schon vorher über die Wahrheit bzgl. der Eurokrise und Griechenland informiert war, sie danach wirklich deutlich erkennen kann.

    Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen, wenn Sie zuerst Harald Schumann eine längere Redezeit eingeräumt hätten, in der er die Vorgeschichte und Hintergründe der Griechenlandkrise erklärt (ähnlich wie in seiner Dokumentation „Macht ohne Kontrolle – Die Troika“, nur deutlich kürzer, in eigenen direkten Worten) und danach die anderen Experten zu den verschiedenen verbreiteten (Falsch)Aussagen hätten zu Wort kommen lassen.

    Freundliche Grüße,

    Lisa Nunheim

  • von Murmel

    Auha! Bevor ich anfange hier mitzudiskutieren:

    Ich find es sehr verwunderlich, daß dieses Thema nun, nach dem wiedermal „alles gelaufen“ ist, so engagiert auch von Campact besprochen wird. Was war die letzten Monate und Jahre mit Euch? … Schockstarre?

    Leute! … Aus diesem ganzen Desaster der vergangen Wochen gilt es nur ein Fazit zu ziehen: … Es gibt in Europa keine starke Bewegung, die für ein gerechtes und nicht auf nationalstaatliche Egoismen gegründetes Europa steht. Anderenfalls hätte diese den europäichen Staatenlenkern die Leviten gelesen, und auf den Straßen eine wirklich solidarische Lösung für die Griechen gefordert. … Dies hätte einen wirklichen Wandel in Europa auslösen können, aber vorbei! … Der Illusion, mir zu dem Ganzen eine unabhängige Meinung bilden zu können, versuche ich mich besser gar nicht erst hinzugeben. Dazu bräuchete es eine völlige Offenlegung der Protokolle und des Vertragstextes, die es aber nie geben wird.

  • von Beppo

    So ein absoluter Schmarren!
    Die Kredite wurden nicht von armen unwissenden Griechen aufgenommen, sondern von den Politikern (eigentlich der geistigen Elite des Landes), die damit in verbrecherischer Art und Weise ihre Wiederwahl durch völlig überzogene Wahlversprechen sicherten und ein korruptes Staatswesen unterhielten!
    Und wer Kredite aufnimmt, sollte sie auch zurückzahlen.
    Seit Beginn der Krise waren die Griechen nicht in der Lage ihr Steuersystem zu verbessern und als stolze Griechen schlugen sie auch die dafür angebotene Hilfe aus! Kein Mitleid!

  • von Werner

    Wer kennt die Zahlen?
    Was wurde an Darlehen und Krediten nach Griechenland überwiesen?
    An wen wurde es überwiesen?
    Wie wurde das Geld verwendet?

    Warum findet man diese Zahlen nirgends im Internet?

  • von Hans Schneider

    Nein das Video bringt mich nicht wirklich zum Nachdenken, denn es ist eine Aneinanderreihung von Falschaussagen.
    Hier meine beiden Spitzenreiter der Unsinnigkeiten in dem Video:
    Platz zwei: „Deutschland verdient sogar an den Hilfskrediten für Griechenland“ (2:20min.)
    Das würde stimmen, wenn Griechenland irgendwann die Schulden zurückzahlen würde. So wie es momentan läuft, wird das aber nie passieren. Früher oder später kommt der Schuldenschnitt. Und dann hat D einen ziemlichen Verlust.

    Platz eins: „Der Grexit wäre die teuerste Lösung“ (bei 0:25min)
    Der Grexit würde bedeuten, dass uns ein Ende mit Schrecken lieber ist als ein Schrecken ohne Ende. Er ist die beste Möglichkeit für Griechenland sich wieder aufzurappeln.
    Griechenland hat sehr lange gut damit gelebt, dass die Drachme so schwach war. Der starke Euro bremst den Griechischen Export und deren Touristik ein.

  • von Detta Schaefer

    Herzlichen Glückwunsch für diese compact, gut geschnittene Information. Aus meiner Sicht, von einem der seit über 20 Jahren in Südeuropa lebt und arbeitet, hat sich in der BRD eine Mehrheitsströmung offenbart, in Regierung, Leitmedien und etwa 60 – 70 % der Bevölkerung, die an Herrenrassenmentalität erinnert. „Am deutschen Wesen wird die Welt genesen“. Das hat (wieder) eine neue qualitative Stufe erreicht und wird vor allem im Ausland, z.B. in meinem grossen Bekanntenkreis in Katalunien, sehr sensibel wahrgenommen. Es ist besonders die teutsche Haltung, mit der diese arrogante, irrsinnige und menschenverachtende Politik umgesetzt wird, die zum Grübeln anregt. Früher tanks, heute banks

  • von Martin Seith-Böhm

    Klar ist: Jeder, der sich mit irgendeiner Interpretations-Richtung identifiziert, neigt dazu, diese als die Wahrheit anzuerkennen.
    Klar ist: Als „Normalbürger“ ohne Blick hinter die Kulissen kann einem die Medienwelt vieles erzählen und versichern, das man nicht überprüfen kann.
    Wichtig ist: Zu sehen, dass es vielen Leuten in Griechenland wirtschaftlich sehr schlecht geht, -dass es auch in anderen Eu-Ländern so ist, dass wir sogar in Deutschland solche Initiativen brauchen, wie etwa die Suppenküchen für die Armen.
    Ich erkenne darin vor allem ein System, das relativ rücksichtslos das Geld von denen holt, die es nicht oder nicht viel davon haben, die deshalb auch nicht automatisch die besseren Menschen sind, aber zumindest den größten Schaden davon haben.
    Klar ist: Das Finanzsystem sorgt sich nicht um den Einzelnen Menschen, sei es in Griechenland, in Deutschland, Syrien oder sonstwo. Das sollten wir ändern!

  • von Gert Reichwein

    Eine von den “ Expertinnen “ wollte sogar Bundespräsidentin werden . . .

  • von grauschleier

    Vielen Dank am Campact, auch wenn mir das alles bekannt war! Natürlich kann man in 9 Minuten nicht die ganze Thematik in allen Einzelheiten erklären. Dann können wir gleich bei Aristoteles anfangen. Das Wesentliche ist aber enthalten. Es ist in der Tat schwierig bis unmöglich, mit anderen darüber sachlich zu diskutieren. Es kommen meistens die üblichen hohlen Phrasen, absolut kenntnisbefreit. Die Saat der unerträglichen Propaganda ist längst aufgegangen. Ich möchte zwar nicht das ganz große Faß aufmachen, aber so langsam beginne ich zu begreifen, wie unser dunkelstes Kapitel vor 80 Jahren funktionieren konnte. Damals war es vor allem die Hugenberg-Presse, heute sitzen die Demagogen u.a. bei Springer. Weitgehend „gleichgeschaltete“ Medien erzeugen eine ebensolche Bevölkerung, die das Denken praktisch eingestellt hat. Das Schlimme ist, daß diese „Gleichschaltung“ im Gegensatz zur Nazi-Zeit freiwillig passiert und nicht vom Staat verordnet wurde. Mir macht das manchmal Angst.

  • von topf heide

    Durch die sogenannten Reformen werden wieder die Schwächsten zur Kasse gebeten.
    Wir können uns nicht beklagen, bei uns werden auch immer mehr “ Tafeln“ altdeutsch Suppenküchen eröffnet.
    Noch fragen wegen zu niedriger Wahlbeteiligung?

  • von Gert Lahnstein

    Bin von ihrer „platten“ Darlegung sehr enttäuscht .
    Bekannte Meinungen in selektierter, einseitige Darstellung in der vorwurfsvollen Form, was ist alles falsch, ohne jeglichen Substantiellen Ansatz was man hätte anders machen können oder sollen.
    U.a. haben Helmut Burmeister und Matthias Westphalen dies sehr treffend formuliert !
    Ihre reißerische Aufmachung entspricht auch inhaltlich dem Bild- Zeitungs Niveau.

  • von H. Lode

    1. Hellas hat sich mit Hilfe der EU in den Euro reingemogelt
    2. Die vergangenen Regierungen haben sich übermäßig verschuldet
    3. Warum zahlen die Reeder u. die orthodoxe Kirche kaum Steuern
    u. werden nicht einmal durch eine einmalige Sonderausgabe zur
    Solidarität aufgefordert?
    EU + Tsiripas wollen die Schwächsten statt dessen belasten…
    4. Auch unsere Medien verschweigen weitgehend diesen Skandal.

  • von Heinz Richrath

    Die Krise ist im Kapitalismus systembedingt. Wenn wir dieses absurde Wirtschaftssystem aus Wettbewerb und Wachstum beibehalten, das mit seinem stetig steigenden CO2 Ausstoß das Klima global ändert, wird uns das, was jetzt in Griechenland passiert in der historischen Betrachtung wie ein Kindergeburtstag vorkommen. Wenn ein Land wie Griechenland schon nicht mehr in der Lage ist die eigene Ernährung sicher zu stellen, kann es nicht mehr souverän handeln.
    Über Jahre haben sich in den europäischen Ländern korrupte Parteien die Staaten zur Beute gemacht. Das erklärt den engen Schulterschluß der europäischen Regierungen gegen Tsipras.

  • von Michael Kamphenkel

    Zu dem von Ihnen empfohlenen TAZ Artikel bezüglich Konsequenzen des Grexits. 1. Wer sagt, dass eine neue Währung sofort ausgeprägt inflationär sein wird? 2. Wieso geht man davon aus, dass man den Griechen nicht mehr hilft, wenn sie nicht mehr in der Währungsunion sind. Subventionen in Euro würden ja deutlich effektiver bei einer schwächeren Drachme und der Lebensmittelimportüberschuss (z.B. Olivenöl?) würden vlt. bei Aufbau einer effizienten Agrarwirtschaft bei günstigerer Drachme in Lebensmittelexportüberschuss umschlagen können? 3. Reformen bzw. Hilfe zu Reformen können auch unter einer anderen Währung durchgeführt werden?! 4. Teurer Import lebenswichtiger Güter ( Energie/ Medikamente) – hier würde ich erwarten, dass wir Europäer uns helfen, egal welche Währung ein Land hat. Und Energie dürfte eigentlich in Griechenland kein Problem sein. Es liegen genügend technische Lösungen in irgendwelchen Schubladen, die auf Finanzierung und Umsetzung warten. Es gibt ja nicht nur Fotovoltaik…

  • von Rath, Rudi

    Dieser Expertenbericht der so einseitig dargestellt ist, wirkt nicht sehr objektiv.

    Ich hoffe sehr dass es Alexis Tsipras gelingt die griechische Politik danach auszurichten, das sie dem Wohle des griechischen Volkes gerecht wird und nicht nur dem Wohle einiger Superreichen, welche ihr eigenes Land gnadenlos ausgesaugt haben.
    Im Grunde genommen hat Tsipras schon erkannt und sich entsprechend geäußert, dass die Stärke des Euros die griechische Wirtschaft abwürgen wird.
    Es wird wahrscheinlich so kommen wie es kommen muss, dass Griechenland sich vom Euro abkoppelt, wenn auch nur temporär, um erst einmal seine Binnenwirtschaft in Gang zu bringen und um sich nicht von den teueren Importen abhängig zu machen.
    Hierbei bedarf es der Unterstützung der europäischen Mitgliedsstaaten, die gezielt dann in projektbezogene Maßnahmen investiert um die Abwertung der griechischen Währung unter
    Kontrolle zu halten. Die europäische Staatengemeinschft darf Griechenland deswegen nicht verlassen.

  • von C.C.K.

    Danke für diese ausgewogene Berichterstattung.
    Trotz Zustimmung über ein „Hilfspaket“ liebäugelt Schäuble noch immer öffentlich mit seinem Grexit-Wunsch und seinem Traum von einer noch weiter schrumpfen müssenden elitären Europäischen Union unter deutscher Führung. Das „Hilfs“paket ist ein Kreditvertrag mit unzumutbaren Bedingungen – nichtig, völkerrechtswidrig, das Griechenland unter Protektorat der EU stellt, deren Technokratenverwaltung mit mittelmäßigen ökonomischen Kenntnissen das Land ausblutet, noch verbliebene Wirtschaftsbetriebe vernichtet und zum großen Ausverkauf Griechenlands geblasen hat. Die Schnäppchenjagd der Oligarchen kann beginnen; der US Großinvestor Warren Buffett hat sich schon eine Insel einverleibt. Es bleibt abzuwarten, ob über den Inseln demnächst das Sternenbanner oder die Flagge Schwarz-Rot-Geld weht. Merkel und Schäuble haben die europäische Idee verraten und mit dem Fuß auf dem Gas gegen die Wand gefahren haben. Ich schäme mich für diese Regierung!

  • Da habt ihr aber keine Fakten zusammengetragen, sondern Meinungen – und diese sind außerdem aus dem Zusammenhang gerissen worden.

    Das ist Bildzeitungsniveau ! So etwas solltet ihr nicht verbreiten.

    Viele Grüße,
    Sabine Geppert

  • von Eva Meindl

    Nach meiner Ansicht ist das Ganze eigentlich ein psychologisches Problem. Tsipras hat die ganze Sache schlicht vergeigt. Wir Deutschen sind zwar kein Volk, das ständig Respekt verlangt, aber was Tsipras sich geleistet hat durch seine und Varoufakis‘ Auftritte kann sich ein deutscher Politiker nicht vor der Weltöffentlichkeit gefallen lassen. Diese zur Schau getragene Arroganz und Überheblichkeit war einfach nicht zu schlucken. Ich glaube mit etwas mehr Benimm hätten die schon vor Wochen ihre Hilfe bekommen – was heiß Hilfe, im Grunde kassieren wir die Hilfe ja gleiche wieder zwecks Rückzahlung unserer Kredite. Ich hätte mir mehr Hilfe für die Griechen gewünscht, will auch nicht dass die hungern müssen, aber dafür sind frühere Regierungen verantwortlich, die von den Griechen selbst gewählt wurden, nicht Tsipras.

  • von Jörg H.

    So lange die Nationalstaaten der EU, vor allen die der EURO-Zone, allein ihre nationalen Egoismen zur Leitschnur ihres Handelns machen, gibt es keine Garantie für den Fortbestand der Europäischen Union.
    Diese Union ist mehr, sollte mehr sein als nur ein Wirtschafts- und Währungsbündnis.
    Wer hier so vehement auf die Einhaltung von vertraglich vereinbarten Regeln pocht, hat oder will offensichtlich populistisch vergessen, dass es zuerst die Großen im EURO-Clan (Deutschland, Frankreich, Italien) waren, die die Stabilisierungskriterien missachtet haben. Vertragsbruch ist also keine Erfindung der Griechen.
    Nur Wenige, selbst unter den handelnden Politikern in diesem Europa, scheinen begriffen zu haben, dass es um viel mehr als nur um eine Währung oder eine florierende Wirtschaft geht.
    Europa ist ein Projekt, gemeinsamer Werte und Ideen. Ein Projekt, das in erster Linie den Frieden unter den Völkern Europas nach vielen Kriegsgräueln sichern soll.

  • von Armin DIEROLF

    Das angeblich falsche Bild, das in Deutschland über Griechenland und seine Politik gezeichnet wird, soll in dem Video von fünf Experten entkräftet werden. Nach welchen Kriterien wurde dieses „Quintett“ denn ausgesucht? Ich bin überzeugt man würde genauso gut und schnell fünf Experten finden, die das Gegenteil verkünden, die also das gezeichnete Bild richtig fänden. Roman Imielski hat zum Beispiel eine ganz andere Meinung von den Griechen. Er ist Chef vom Dienst und Kommentator der linksliberalen Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ in Warschau. In der „Badischen Zeitung“ wurde ein Artikel von ihm abgedruckt der erklärt, warum seine Landsleute kaum Sympathien für Athen haben. Vielleicht sollte man als Kontrast zum Video mal diesen Beitrag lesen. Hier der Link: http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/aus-polnischer-sicht-sind-die-griechen-nicht-arm–107831033.html. Und was Merkel und Schäuble angeht: Sie sind dem deutschen Volk mindestens genauso verpflichtet wie dem griechischen.

  • von Ralf Buchgeister

    Sehr geehrter Herr Haas,
    entschuldigung, ich empfinde das Video auch als einseitig. Daß die Deutschen noch nichts gezahlt haben, ist sachlich falsch: Wir mögen nur Kredite vergeben haben, aber selbst wenn Deutschland dieses Geld anderweitig selbst aufgenommen hat, muß es bis zu seiner sehr fragwürdigen Rückzahlung als Minus da stehen.
    Ich habe die Nachrichten über längere Zeit verfolgt und kann nicht sehen, daß sich Herr Tsipras nennenswert bewegt hätte. Ich empfinde es als schofelig, seinen Landsleuten eine Referendum nicht nur vorzuschlagen, sondern auch gleich die Stimme dagegen zu empfehlen, und das ohne den anderen Europäern davon etwas zu sagen. Einem Herrn Varoufakis glaube ich kein Wort mehr.
    Es steht außer Frage, daß bei einem Grexit in erster Linie der kleine Mann in Griechenland leidet. Trotzdem: Was soll denn besser werden, wenn die Griechen nichts ändern. Helfen wir jetzt wieder, ist Griechenland ein Fass ohne Boden! Laßt die Griechen gehen, wenn Sie nicht mehr wollen.

  • von Michael Kamphenkel

    Meiner Meinung nach brauchen die Griechen einen drastischen Schuldenschnitt und keine weiteren Kredite aber einen Grexit, da sie sonst dem Untergang geweiht sind. Man stelle sich vor, jemand verdient z.B. 2000 Euro netto und leistet jeden Monat z.B. 1500 Euro Zinsen und Tilgung. Er / sie müsste von den restlichen 500 Euro den Lebensunterhalt bestreiten und eine 5 köpfige Familie ernähren. Nun kann er / sie seine Schulden nicht mehr zurückzahlen, da ihm das Geld nicht mehr zum Leben reicht. Er wäre insolvent und niemand käme auf die Idee ihm einen weiteren Kredit zu gewähren, damit er damit seine Schulden begleichen kann. Dann müsste die Person jeden Monat nun vlt. 1800 Euro zurückzahlen; das ist nicht realistisch. Bei einem Staat aber soll das funktionieren? Nein, die Griechen werden ihre Schulden so niemals zurückzahlen können und sie gehen jetzt schon an den Zinsen und den Reformen zu Grunde. Man zerstört die Griechen. Hilfe sieht anders aus aber jemand verdient viel an den Zinsen

  • von P.Lietzow

    hallo Lesende,
    bitte stellt Euch einmal vor: Das Land Baden Württemberg ( ca gleiche Einwohnerzahl wie Griechenland, wirtschaftliche Leistung in einer anderen Dimension) würde bekannt geben, ab morgen sind wir pleite. Wen würde das in der EU ( so ca 500 Mil.Einwohner ) in irgendeiner Weise interessieren. Sicher wüßten ca 95 oder mehr % nicht einmal, um welche Region es hier geht.
    Erlasst den Griechen die Schulden (ist ja sowieso nur ein Bankengemauschel) denn diese werden diese Last nie begleichen können. Gleichzeitig wäre auch das Ende der EU-Mitgliedschaft besiegelt.
    Zu aller erst würde ich die Klicke der Reichen, die alle bekannt sind und sich ja fein abgesetzt haben, zur Kasse bitten, ihren einfach nicht geleisteten Beitrag zur Staatsfinanzierung sofort gerichtlich ohne Einspruch einfordern. Auch der Vetternwirtschaft und Korruption endlich einen Riegel vorschieben.
    Sicher habe ich noch einiges vergessen, aber obiges müsste aus meiner Sicht sofort umgesetzt werden.

  • von ds

    In der Mail, die mich zu diesem Link erreichte: „Die Medien berichten einseitig über die Krise. Wie im Groschenroman sind Gut und Böse klar verteilt – und die Griechen schnell zum Sündenbock gemacht.“
    Die Medien also. Wollen sie jetzt wirklich auf den „Lügenpresse-Zug aufspringen? Und in Ihrem Video selbst kommen doch 2 Journalisten nahnmhafter Medien zu Wort.
    Mit anderen Worten: Sie betreiben selbst die Undifferenziertheit und Schwarz-Weiß-Malerei, die die pauschal „den Medien“ vorwerfen.
    Ich halte das für hochgradig unverantwortlich, insbesondere, weil es zahlreiche Medien gibt, die gut recherchierte und differenzierte Beiträge liefern und diese zu einer pluralen demokratischen Mieinungsfindung einen wichtigen Beitrag leisten (was man bei Ihren Kurzinfos oft leidernicht sagen kann). Brauchen Sie das für die Bestandserhaltung Ihrer Plattform? Besonders diese Griechenlandkriese erfordert einen nüchternen Blick und eigene Meinungsbildung.

    • von Janine Behrens

      Liebe/r ds, nein, wir möchten ganz bestimmt nicht auf den „Lügenpresse-Zug“ aufspringen. Uns geht es darum, dass die Debatte diverser wird – und es geht auch darum, dem Boulevard etwas entgegenzusetzen. Eine kritische, aufgeklärte Öffentlichkeit braucht vielseitige Berichte und Meinungen, um an diesem für Europa so wichtigen Diskurs jenseits von Gut und Böse teilnehmen zu können.

  • von Thies Willeke

    Wunderbar zu beobachten, wie sogenannte Experten sich innerhalb von neun Minuten selbst widersprechen.
    Es stimmt: Die Finanzhilfen für Griechenland nützen nicht vorrangig den Griechen, sondern dienen dazu die Kredite, also das Kapital der Geldgeber abzusichern. Ja, das Risiko der Gläubiger wird damit sozialisiert und die Gewinne bleiben in privater Hand. Das ist wirklich ein Skandal.
    Aber dann soll sparen falsch sein und weitere Schulden machen gut ?! Das hieße ja, noch mehr Geld in die gierigen Mäuler der Geldgeber – aber so ein Quatsch eigentlich sind es nämlich Geldnehmer – zu stopfen. Wir können nicht ständig weiter über unsere Verhältnisse leben und mehr Geld ausgeben als wir haben.
    Das Milchmädchen hätte es gewusst, wenn man es anstatt der Experten mal gefragt hätte.

  • von Sonja

    Was Herr Christian Krause geschrieben hat muss ich einfach unterstützen. Es gibt genug Länder in der EU, die den EURO noch nicht haben (die Glücklichen) und, oh Wunder, sie existieren weiter. Wie kann man nur einen solchen Blödsinn verbreiten, dass der Steuerzahler nichts zahlen muss? Natürlich werden wir irgendwann zur Kasse gebeten und die Aussage, wir würden an den Zinsen verdienen, darüber kann ich nur lachen. Die Deutschen und die deutsche Regierung als Schuldige hinzustellen ist eine Frechheit. Dass es uns besser geht als anderen haben wir nur dem Fleiß unserer Bevölkerung zu verdanken. Griechenland wurde schon anfangs nicht richtig überprüft, ob es überhaupt reif für die EU ist. Das war und ist der Fehler von ALLEN und nicht nur der Deutschen! Ich habe Griechenland und die griechische Gastfreundschaft kennen und schätzen gelernt durch Urlaube dort. Das entschuldigt aber trotzdem nicht, dass man so früh in Rente gehen kann und die Reichen nicht zur Kasse gebeten werden.

  • von Wolfgang Roos

    Stimmt alles was gesagt wird. Aber wo ist die Lösung ? Meine Meinung ist:
    Man braucht viele Verwaltungsbeamte aus den EU-Staaten und mindestens zehn Jahre um ein funktionierendes Verwaltungssystem in Griechenland aufbauen. Das ist vergleichbar mit den neuen Bundesländern wobei es dort um ein Vielfaches einfacher war weil die Menschen mitgearbeitet haben und den Wandel wollten.

    Über ein funktionierendes Staatswesen (Steuererhebung, Kataster, Bauwesen, Sozialsysteme , Arbeitsämter, uvm.) mit korruptionsfreien Beamten muss erst mal eine Basis geschaffen werden. Dafür muss die EU mit aller Macht und mit hohem Durchsetzungswillen sorgen.

    Ein Grexit wäre in der Tat teurer geworden und hätte das Land ins Elend gestürzt. Da müssten wir auch zahlen und hätten keinen Einfluss darauf was mit dem Geld passiert weil dann auch die letzten Strukturen im Chaos verschwinden würden. Die Idee ‚Heilung durch Chaos‘ scheidet bei Griechenland aus.

  • von J.Jägel

    Leider guckt heute kaum noch „Einer“ über den Tellerrand.
    Die Ursache liegt doch im System,denn die Marktwirtschaft braucht ständig neue Absatzmärkte und kein Land darf ausscheiden,noch einen eigenen Weg gehen.Völker und Volksgruppen wird das Recht in einer Diktatur des Finanzkapital auf Selbstbestimmung verwehrt.(s.Ostukraine,Krim..),deshalb ist es brandgefährlich für unsere „Elite“für Volksabstimmungen.
    Eine linksgerichtete Regierung in Griechenland hat es gewagt gegen die seit 1945 bestehende Strategie des Westen/USA „die Beseitigung aller andersdenkenden Menschen und Staatsformen“ zu rebellieren und wird nun mit aller Macht und List medial und finanziell in die Enge getrieben.Die Verursacher der derzeitigen Probleme (Nahost,Ukraine, Griechenland,Afrika,Mittel-u.Südamerika)werden nicht zur Verantwortung gezogen-Warum??

  • von Eberhard Kühn

    Ihr Eingangsstatement ist m. E. falsch: In der deutschen Öffentlichkeit und in den Medien wird durchaus ein differenziertes Bild vom Griechenlandkomplex gezeichnet und keineswegs nur in „Gut“ und „Böse“ unterschieden. Insofern sind die Statements im Film nicht neu, doch einseitig mit der Hervorhebung von Einzelaspekten – wie häufig Zeitungskommentare – ohne tiefere Ausleuchtung der komplexen Wirklichkeiten. Sie drücken vor allem Sympathie für Griechenland aus – wer hätte diese nicht – und befürworten ungeniert die Ausgabe von Geld!
    Wie „arm“ sind die Griechen wirklich? Immerhin sind eben mal 100 Millliarden (!) von den Konten abgezogen worden. Der Eindruck besteht, daß das Geld, das Griechenland erhält, dort versickert.

  • von heldenn

    Mir gefällt ihr Video! Von einem naheliegenden, nämlich dem menschlichen Aspekt im Griechenland-Streit habe ich bisher nichts gelesen: Mit Tsipras und Varoufakis traten zwei Akteure auf die Brüsseler Bühne, die in kein Schema passten. Kommunisten ohne Kravatten, selbstbewusst und mit völlig neuen Ideen, erfrischend und noch dazu jung und gutaussehend – da mussten bei den alten Granden die Alarmglocken schrillen. Solche durften keinen Fuß auf den Boden bekommen. Also wurde ab dem ersten Tag nach der (demokratischen) Wahl alle Macht ausgespielt, um sie zum Scheitern zu bringen. Wie wäre es wohl gewesen, wenn wieder eine der üblichen zwei Parteien gewählt worden wäre?? Armes Europa.

  • von Uwe Matthaei

    Tut mir leid, aber dieser Artikel liefert genau diesselben Argumente gegen einen Verbleib des Landes im Euro:
    Denn was bleibt, ist die fehlende „generalstabsmäßige Planung und Umsetzung“ (für eine Genesung) „, mit der die griechische Bürokratie völlig überfordert wäre, zumal unter einer Regierung, die wenig administrative Erfahrung mitbringt. Und sie erfordert ein Maß an Disziplin und Verschwiegenheit, das der gesamten politischen Klasse fremd ist.“ Desweiteren:
    „Steuerbetrug, Korruption und das Klientenverhältnis zwischen politischer Klasse und Bürgern.“
    Weltmarktfähige Produkte hat das Land auch mit Euro nicht. „Das Potenzial der „Exportbranchen“ Landwirtschaft und Tourismus ist zu begrenzt,“ … auch mit Euro.
    Mit anderen Worten: Griechenland bleibt mit Euro am Tropf der EU und wird gegängelt und stranguliert, ohne Euro wird es zum Spielball der Spekulanten und „einer Kaste von Euro-Besitzern“ … „die das Land buchstäblich aufkaufen würden“.
    Sieht ziemlich hoffnungslos aus!

  • von Albert Fuerderer

    Griechenland Krise Lösung:

    Das einzige was Griechenland fehlt sind ehrliche Menschen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung! Das ist auch in Ganz Europa das Problem in den Demokratien: Wir brauchen eine Form der Politiker Auswahl, bei der es nicht um Parteien geht, sondern um die moralische Integrität von Einzelpersonen! Zipras wurde gewählt, weil er den Griechen das Unmögliche Versprochen hat! Trotz der Hohen Schulden aller wichtigen europäischen Länder Gewinnen meist die, die am meisten Versprechen:
    Diese Form der Demokratie hat keine Zukunft mehr!
    Sie wird nicht zur zum Verfall Europas, sondern der ganzen westliche Welt führen, wenn wir nicht in der Lage sind unsere Demokratien zu reformieren!

  • von A.H.

    Jeder 51. in Deutschland ist Beamter
    In Griechenland jeder 14,8 !

    In Griechenland liegt die Standardrente laut Handelsblatt bei rund 1100 Euro, was etwa 80 Prozent des Durchschnittslohnes entspricht. In Deutschland liegt sie zwar absolut gesehen mit 1287 Euro im Westen und 1187 Euro im Osten geringfügig darüber, doch gemessen am Durchschnittslohn mit 48 Prozent deutlich darunter.

    Lt. dem ehemaligen griechischen Botschafter schulden 14 Griechische Familien dem Staat 12 Milliarden EUR !!!

    Griechenland wäre mit der Drachme weit besser aufgestellt. Diese wird abgewertet, die Waren aus Griechenland oder Urlaub in Griechenland wird günstiger. Die Wirtschaft läuft wieder.
    Oder die Alternative: Eine ständige Transferunion. Das heisst alle zahlen für Griechenland.
    Was würde wohl bei einer Volksbefragung in den übrigen EU-Ländern herauskommen, in der die Bevölkerung befragt wird ob sie die Griechen weiterhin finanzieren wollen ?

  • von juergen

    Es wird immer wieder die kleine Masse zur Kasse gebeten, weil die es sich gefallen lassen.
    Griechenland kann froh sein, daß es Sonne, Strand und Meer geschenkt bekommen hat. Warum wird daraus nichts gemacht?
    Die Großen werden noch reicher und müssen kaum, manche garkeine Steuern bezahlen.
    Es sollten erst mal die rückständigen Steuern von den Millionären gefordert werden.
    Wenn eine Firma mit 2 Milliarden Gewinn nur 40.000 € statt 600 Mio. € Steuern zahlen muß, dann spielt für mich Korruption von Politikern eine große Rolle.
    Solange Diener des Volkes Steuergelder verschwenden dürfen und nicht ins Gefängnis müssen, sondern nur Steuersparer, solange geht es bei uns schief.
    In Deutschland muß der Kleine im Durchschnitt über 50% Steuern und Abgaben bezahlen, ohne 1 ct. fürs Leben bezahlt zu haben.
    Solange Staatsdiener Parteiabhängig sind und Spenden (für was?) bekommen, kann der kleine einpacken.

  • von K. Hummel

    Hallo, ihr Grieschenversteher, wer hat denn in den vergangenen Jahrzehnten immer und immer wieder die korrupten, unfähigen Politiker gewählt?
    Ja, wir haben den Griechen das Geld mit Waffengewalt aufgezwungen.
    Aber die ganze Welt ist gespannt auf eure Lösungen, bitte werdet doch mal konkret!
    Habe ich richtig gehört, dass nur lingsgerichtete Kommentatoren in den vorliegenden Video zu Wort kommen?
    Mit gruß klaus

  • von Matthias Westphalen

    Ich fühle mit den Griechen, bin dafür, dass Ihnen geholfen wird und bin sicher, dass es auch
    passieren wird. Aber einen derart populistischen Scheiß habe ich von Campact nicht erwartet,
    ich bin tief enttäuscht.

    Das Leben, im Kleinen wie im Großen, besteht aus vielen Kompromissen. Und jeden Tag geht
    man alte und neue Kompromisse ein. Auch im Griechenlandkonflikt wird der aktuelle nicht der
    letzte gewesen sein, es werden noch viele folgen.

    Es ist nicht zu erwarten, dass Griechenland alle Forderungen erfüllt. Darum geht es aber auch
    nicht. Vielmehr geht es doch darum, dass es nicht so weitergehen kann.

    Die aktuelle Richtung mag nicht die Richtige sein und insofern ist eine Diskussion gut und wichtig,
    aber es ist leicht, etwas im Nachhinein zu kritisieren, es im ersten Anlauf richtig zu machen ist
    dagegen äußerst schwer. Das mögen sich doch die Kritiker einmal vor Augen führen und lieber
    aktiv anpacken, als daneben stehen und stänkern.

    • von Uwe Strachau

      Im Gegensatz zu Herrn Westphalen finde ich das Video alles andere als populistisch! Allerdings gehen die Aussagen und Analysen der Protagonisten – wie in fast allen öffentlichen Medien – am eigentlichen Kern der Krise vorbei. Es ist keine Eurokrise und schon gar keine Griechenland-Krise, sondern schlicht der Anfang vom Ende eines durch und durch fehlerhaften und mit einem „Verfallsdatum“ versehenen zinseszinsbasierten Geldsystems, von dem nur einige Wenige profitieren und 98% draufzahen. Wer mehr über die wahren Ursachen und Alternativen erfahren möchte, sollte einfach mal „Geldsystem“ googlen.

    • Hallo – fünf Menschen geben ihre Sicht der Dinge wider. Ich denke, dass es mindestens fünf weitere gibt, die eine ganz andere Analyse vornehmen könnten. Campac: Stellen sie diese Meinungen einander gegenüber und die Leser und Leserinnen können sich ein eigenes Urteil bilden und nicht nachplappern, was sogenannte Experten ihnen vorgeben.
      Also, es ist leicht, die verantwortlichen Verhandlungsführer zu kritisieren. Was hätten denn die anderen denn besser machen wollen? Schuldenschnitt – eine weitere Rechtsbeugung des ESM?= Dagegen spricht Einiges und dass Frankreich und Italien die „weiche“ Linie bevorzugen, verstehe ich zwar, aber Vorbild in Bezug auf ihren eigenen Schuldenumgang, sind sie für mich in keinster Weise!

    • von Ulrike Friebel - Ökonomin -

      Unwort des Jahres „Grexit“; was in der Öffentlichkeit benötigt wird, wesentlich mehr Fakten zur sogenanntern Griechenlandkrise, die längst eine Europäische ist. Til van Treeck umreist das zwar aber nur sehr kurz. Bei einem derart verordeneten Sparkurs der EU resp. Merkel/Schäuble kann keine Nachfrage entstehen – keine Nachfrage – kein – Wachstum – keine Investition – keine Arbeitsplätze so einfach ist das. Und es braucht mehr Öffentlichkeit in den Medien, die die Krise korrekt darstellen und nicht die „Dummschwätzer“ in den Talkshows. Und was wir nicht brauchen, wir sind nicht die Schulmeister von Europa nach dem Motto „wir sind wieder wer…“
      Zurzeit der Wiedervereinigung lebte ich im Ausland und die bange Frage von meinen Nachbarn war, werden die Deutschen wieder größenwahnsinnig??? 1989 aber NEIN, natürlich nicht – 2015 bin ich mir nicht mehr so sicher! Kommt wieder eine Zeit, wo ich mich im Ausland meiner Nationalität schämen muss?? Mensch denkt nach!

    • von Arnold Weible

      Ich beobachte die Geschehnisse in Griechenland und die Kommentare von Fachleuten dazu bereits seit einigen Jahren. Unabhängige Fachleute haben von Anfang an gesagt, dass die Austeritätspolitik der Troika Griechenland in den Abgrund stürzen wird.
      Abgesehen davon hätte jeder, der im Geschichtsuntericht aufgepasst hat sich daran erinnern können, dass wir in Deutschland 1930 vor den selben Problemen standen wie Griechenland 2010. Ich konnte mich zumindest noch daran erinnern, dass wir lernten, dass die Sparpolitik Heinrich Brünings die deutsche Wirtschaft in den Abgrund riss.
      Und jetzt wo jeder ganz offensichtlich sieht, dass die Austerität schadete, beharren Schäuble und Co noch immer auf einer Fortsetzung des Austeritätskurses.
      Die Kritiker packen seit langem aktiv an und zeigen konstruktive Vorschläge was zum Ausweg führt. Schauen Sie z,B, einfach einmal unter youtube Stichwort Flassbeck – Wege aus der Krise. Leider werden sie ignoriert.

    • von Hafner Doris

      Super Beitrag! Ganz meine Meinung!

    • von Ehrle

      Die Griechen sind an ihrer Lage selber schuld,man kann nicht schon mit 55 und noch früher in rente gehen,oder zum teil keine steuern zahlen ,und heben von den banken seit Monaten Ihre Euros ab und bringen es nach England auf die Banken.Da gibt es viele Reiche und Super Reiche,
      warum helfen die nicht Ihrem Land ? seit 5 Jahren werden sie nur von der EU unterstützt ,wie
      kein anderes Land,obwohl es ärmere Länder gibt wie Griechenland,die sogar noch Griechenland mit unterstützen, darüber sollten Sie mal schreiben im Netz

    • von R. Merz

      Immer das gleiche Lied, die Superreichen zahlen keine Steuern und halten alle Macht, auch die politische, in ihren Händen. Wer ernsthaft glaubt Frau Merkel oder irgendein anderer Politiker habe eine gewisse Handlungsfreiheit macht sich doch etwas vor. Bei uns funktioniert der Kapitalismus nur deshalb weil wir immer mehr Abgaben leisten können. Von 100 Euro Lohnerhöhung bleiben gerade mal 20 Euro zur freien Verfügung. In Griechenland funktioniert dieses System „Ausbeutung“ nicht. Der Normalbürger in Griechenland ist überhaupt nicht in der Lage dafür zu sorgen dass bei den „Oberen“ die Kasse stimmt. Deshalb wird anstelle des Bürgers in Griechenland ganz einfach der Staat zur Kasse gebeten. Was mich aber wirklich traurig macht ist die Tatsache das diese Millardenschieberei von einzelnen Machtgruppen (für diese Leute eine nette Freizeitbeschäftigung) dem einfache Bürger seine Existenz nimmt. Die Lösung kann nur sein endlich verantwortungsbewusst zu wählen. Abwählen!

    • von S. Formann

      An die Kritiker des Beitrages von Compact,

      1. wenn sie von den ökonomischen zusammenhängen keine Ahnung haben, dann schweigen sie!
      2. Wenn sie glauben, dass das Campact Video die Wirklichkeit verfälscht, dann sind sie schon von der neoliberalen Ideologie so infiziert, dass ihnen alternatives Denken nicht mehr in den Sinn kommt!
      3. Man sieht auch in diesen Beiträgen, welche verheerende Wirkungen die Desinformation der Politik und der Medien ausgelöst hat.
      4. Merken sie eigentlich nicht, dass wir schon seit geraumer Zeit dabei sind, uns von unseren Politikern und Pseudofachleuten die Demokratie zerstören zu lassen – unsere Grundordnung angreifen?
      5. Im Grundgesetz gibt es ein Widerstandsrecht gegen solche Leute, die unsere Grundordnung angreifen! Das sind Schäuble, Merkel, Gabriel – warum werden die nicht deshalb verhaftet??

      4. Es bleibt nur zu resümieren

    • Als jemand, der seit fast 50 Jahren in Griechenland Urlaub macht und seit 20 Jahren dorthin Radtouren veranstaltet, kann ich mir vieles der heutigen Misere erklären, weiß aber auch kein Allheilmittel, wie die Lösung aussehen könnte. Ein Schuldenschnitt – ohne Griechenland grundlegend zu modernisieren – führt später oder lang auch wieder zu heutigen Zuständen.
      Eine sehr wirksame Senkung der Staatsausgaben könnten man beim Militär erreichen. Statt der läppischen 300 Mio. könnten dies doch 2 Milliarden sein. Hat hier Griechenland Auflagen der NATO zu erfüllen oder ist es nur die Angst vor den Türken. Vielleicht kann mir jemand darauf eine Antwort geben.

    • von Gerda Fürch

      Ich wundere mich über Ihre Unkenntnis. Nun gut, ist eben so. – Meiner Kenntnis nach hat Griechenland als vollwertiges NATO-Mitglied nicht nur Auflagen, sondern auch wichtige militärische NATO-Aufgaben zu erfüllen. Zur Sicherung, Schutz, Verteidigung der süd-östlichen EU-Grenze. Gegen Russland und gegen die einstigen Staaten des Warschauer Paktes. Insgesamt gegen die einstige UdSSR. Griechische Soldaten haben meines Wissens auch in Aghanistan militärische Aufgaben erfüllt. Griechenland gehörte meines Wissens auch zur „Achse der Guten“, zu der die republikanisch geführte USA unter George W. Bush die EU aufrief, um gemeinsam ab März 2003 voll gegen den Irak in den Krieg ziehen, dort alles besetzen, zerstören zu können, Öl-Förderung, Infrastruktur, Raub der jahrtausendealten Kultur/Kunst-Güter. – Deshalb mußte Griechenland jüngst auch 200 weitere US-amerikanische Kampfpanzer kaufen und bezahlen! Bezahlen! Um zuerst den NATO-Vertrag zu erfüllen! Nicht den IWF-Vertrag! Meines Wissens.

  • von Helmut Burmeister

    Trotz offenbar tendenziell gefärbter Information durch die Mehrzahl unserer Medien waren mir die Fakten im Video durchaus bekannt. Interessant war vor allem, was weggelassen wurde und wie die restlichen Informationen kombiniert wurden. So etwas nenne ich eine Emser Depesche. Ich bin entsetzt, dass Compact solche manipulatorischen Praktiken gebraucht, und werde von meinem geplanten Beitritt Abstand nehmen. Inhaltlich im einzelnen Stellung zu nehmen, ist mir hier zu mühsam und wurde von anderen Antwortern bereits getan. Nur eines: Botschaften, Videos und dergl. „teilt“ man nicht, man verbreitet sie. Oder lieber nicht, wie in diesem Fall.

    • von grauschleier

      Ist ja schon bezeichnend, daß dir Gegenargumente „zu mühsam“ sind. Deine „Emser Depeschen“ bekommst du übrigens pausenlos von unseren öffentlich-rechtlichen Berufsdemagogen wie Gottlieb, Theisen, Krause und Konsorten frei Haus. Also nicht durcheinander werfen……

    • von Hafner Doris

      Sehr gut. Ganz deiner Meinung!

  • von Norbert Schneider

    Sie haben meinen Beitrag nur wegen des letzten Ausrufezeichens nicht angenommen!
    Mit dem Ausrufezeichen waren die 1000 Zeichen überschritten, bei einem Punkt wäre
    es auch so gewesen.
    Ist das nicht überspitzt und kleinkarriert?

    • … das ist Software

    • von Peter Niermann

      Immer diese kleinkarierten Computer. :D

    • von Friedrich Repp

      Lieber Norbert, ich bin auch ein solchermaßen Geschädigter, daher mein Rat, falls
      er noch nötig ist:
      Save Dir die Nachricht, wenn sie „lang“ erscheint, vor dem Senden in eine Textdatei.
      Die kannst Du dann im Fehlerfall gekürzt wieder ins CAMPACT-Prozedere einfügen.
      Nicht für ungut und weiter so engagiert …

  • von Erika Kienle

    Wenn mal “ nationale“ Polemik in den deutschen Medien (zurecht) anprangert, sollte man aber auch bitte mal schauen, wer mit diesem Quatsch angefangen hat. Diese unsäglichen und absolut ungerechtfertigten Vergleiche der griechischen Medien von Fr. Merkel und Hr. Schäuble mit national-sozialistischen Attributen haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Sachlichkeit verloren gegangen ist und sind auch nichts anderes als „Erpressungsversuche“. Ich jedenfalls habe keine Lust mehr auf einen Urlaub in einem Land, das mich pauschal zu den NAZI´s, zählt. Auf solche Beleidigungen kann ich verzichten.

    • Meine (deutschen) Freunde waren in diesem jahr in Griechenland im Urlaub und wurden nicht als Nazi beschimpft. Also keine Sorge.

    • von Anne Brulez

      Hallo ich kann gar nicht verstehen, dass jemand, der nicht nach Griechenland fährt, sich entschließt dort nicht mehr hin zu fahren. Die Griechen sind nicht „Deutsch feindlich“ im Gegenteil. Habe mich früher schon gewundert wie es möglich ist, dass die Menschen freundlich sind auf Kreta, obwohlsich in jedem Dorf ein Stein befindet auf dem steht, dass hier die Dorfgeminschaft von der SS oder der Wehrmacht ermordet wurde. Die Menschen sind ausgesprochen freundlich und interessiert. Es ist doch etwas anderes, wenn sie über Merkel und Schäuble (ich finde zu recht) entsetzt sind. Ich fahre jedes Jahr sehr gerne nach Griechenland, es ist wunderschön und die Mneschen sind sehr sehr freundlich. Und ab gesehen davon profitiert Deutschland noch davon, dass viele sehr gut ausgebildeten Griechen nach Deutschland emigrieren müssen, denn dort erhält ein Masterstudent 500.- Euro/Mnat, wenn er überhaupt Arbeit findet. In Berlin sind 2/3 alles Ausländer, dei hierher kommen aus Greichenland, Spanien…

    • von Erik

      Dann kannst du aber nirgends mehr hinfahren. Mir ist dies persönell schon in Frankreich, Holland und Tschechien passiert. Und hier zu Hause von Jugendlichen mit Migration-Hintergrund! Und ich war nicht auf einer Demo sondern auf einer Fahrt als Betreuer mit Jugendlichen.

    • von Anneli Schulte

      Sehr geehrte Frau Kienle,
      genau so sehe ich das auch. Nach Griechenland möchte ich auch nicht mehr fahren wegen der ständigen NAZI-VERGLEICHE und Hasstiraden von dort.
      (Dennoch wird man wohl nicht umhin kommen, weiter über einen ev. Schuldenschnitt nachzudenken, auch wenn es sehr, sehr schwer fällt. Wer glaubt denn noch wirklich an Rückzahlung?)

    • von topf heide

      Wenn man das nötige Kleingeld hat, sollte man gerade dorthin in den Urlaub fahren,bzw fliegen und Kontakt mit Griechen aus verschiedenen Schichten aufnehmen, vielleicht dient das eher der Wahrheitsfindung?

    • von grauschleier

      Das waren doch nicht „die Medien“, sondern nur Boulevardblätter wie bei uns die Bild! Ich heiße solche Vergleiche zwar auch nicht gut, ohne gewisse deutsche „Vorleistungen“ wären diese Schlagzeilen aber niemals entstanden. Im übrigen, wie bewertest du eigentlich die ständigen Beleidigungen in Deutschland gegenüber den Griechen? Ursache und Wirkung solltest du schon auseinanderhalten. Wie kommst du auf den Blödsinn, dasß dich „dieses Land pauschal zu den Nazis zählt“? Du wirfst den Griechen Pauschalität vor, bedienst dich aber derselben Methoden.

    • von L. Pavlidis

      Wenn einige Medien, Politiker, einfache Bürger aus eigenen Interessen „” nationale” Polemik“ betreiben, heißt noch lange nicht, dass alle Bürger der jeweiligen Staaten schlechte Menschen sind.
      Oder sind Sie ein schlechter, gefährlicher, unfreundlicher Mensch, weil hier in Deutschland einige wenige „nationale Polemik“ betreiben? Bin ich hier in Deutschland als Grieche willkommen?

  • von H. Krüger

    Hallo,
    für alle, die die Beiträge des Videos in einem übergeordneten Zusammenhang betrachten wollen, hier ein Link zu einem Dossier des DLF vom 17.07.2015. Der Beitrag hat den Titel „Stille Revolution – Von der Verrechtlichung neoliberaler Verhältnisse in der EU“ (45 min) und zeigt auf, wie demokratische Rechte im Sinne einer marktkonformen und neoliberalen Demokratie eingeschränkt, umgewandelt und hintergangen werden.

    http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2015/07/17/dlf_20150717_1915_d241d92b.mp3

    • von U. Zentgraf

      Vielen Dank für den Link zu dem Dossier des DLF vom 17.07.2015! Es zeigt mir, wie lange wir uns als Gesellschaft mal wieder in die falsche Richtung bewegen. Wir müssen die Akteure und ihre Motive im globalen Wirtschaftskrieg kennen. Dazu empfehle ich das Buch „Showdown“ von Dirk Müller. Dann können wir mit unserem eigenen Handeln als Konsumenten erste Veränderungen erreichen. Es gibt Lösungen wie Herr Manneschmidt mit seinem Hinweis auf ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt.

    • von D. Koch

      Vielen Dank für den Hinweis auf das Dossier!

  • von Eberhard Ahlbrecht

    Warum tritt nicht Deutschland mit dem Gespann Merkel/Schäuble/Gabriel und der Finanzbranche
    einfach mal für eine bestimmte Zeit aus dem Euro aus? Dann kann man doch entsprechend der
    Wirtschaftsleistung Deutschlands die dann wieder eingeführte D-Mark so aufwerten, dass die anderen
    Länder der Eurozone wieder wettbewerbsfähig werden könnten. Gleichzeitig wären natürlich die Löhne
    und Gehälter so anzuheben, dass man mit den anderen Ländern auf Augenhöhe bliebe.
    Würden da fünf Jahre reichen? Für die europäischen Idee wäre es ein Segen, wenn der deutsche
    „Klassenbeste“ mal wieder auf den Teppich zurück käme!

    • von Wunderle

      meines Erachtens wurden die Euroländer von den Politikern, (insbesondere auch den Deutschen) betrogen, indem man ein extrem wirtschaftlich schwaches Land wie Griechenland in den Euro Verbund aufgenommen hat. Im deutschen Fernsehen lachte ein früherer deutscher Politiker hämisch und meine dazu; „wir haben eben getrickst“. Nach meinem Verständnis, kein Trick sondern sehr sehr nahe an Betrug!
      Eh und je wissen Experten der Wirtschaft dass wirtschaftlich schwache Länder wirtschaftliche Probleme mit Hilfe der lokalen Landeswährung regeln können. Nur das verspricht Erfolg.
      Deutschland sollte den Euro so schnell wie möglich verlassen und hätte diesem Wirtschaftsverbund nie beitreten sollen. Die Politker werfen mit Milliarden Euros nur so um sich.
      Geschröpft wird der Sparer, insbesondere der deutsche Sparer.

    • von Karl Fabry

      Deutschland war der „Kranke Mann Europas“ schon vergessen? Jetzt wird der Musterschüler gemobbt.
      Aus meiner Sicht ist das wirklich Schlimme, das Deutschland eigentlich, wie alle anderen Staaten auch, den gleichen Schwachsinn betreibt, wie die Griechen. Hohe Schulden. Sollte es mit der Wirtschaft bergab gehen, steigt autom. diese Schuldentragfähigkeitsquote.

      Warum wurde den nachfolgenden Generationen die Herdprämie und die Frühverrentung aufgebürdet? Vor dieser Geldverschwendung war jedem bekannt, dass man auch ohne diese Erhöhung, mit Beiträgen zur Rente von 20 – 23 Prozent zu rechnen hat.
      Um es mit den Worten von Nales auszudrücken: Die Folgegeneration hat es sich verdient.

      Keiner zwingt die Griechen, sich zu verschulden. Es waren die Politiker, die das alles angerichtet haben. Mann spricht von Europa und Solidarität. Was ist das für ein Europa, das einen der größten Steuerhinterzieher, auch noch zum Eurogruppenchef macht?

  • von Daniella Sagnelli-Reeh

    Sehr geehrter Herr Methmann,
    Sie machen nochmals darauf aufmerksam, das es sich um eine Bankenkrise handelt, ebenso wie bei Lehmann 2008, durch den Verleih von Geldern, die jetzt durch den Steuerzahler gedeckt werden. Ist das nicht, so als würde ich von meinem Kind Geld leihen und ihm sagen, irgendwann, St. Nimmerleinstag, bekommst du das auch wieder? Es ist im höchsten Grade ungerecht, da mein Kind nicht über die Massen Geld verfügt und ich es ihm für seine Bedürfnisse wegnehme. Zudem habe ich es vertröstet auf einen späteren Zeitpunkt. Weiß ich, ob ich dann schon wieder Geld habe, um es meinem Kind zurückzugeben. So läuft das Austeritätsprinzip, mit der Haftung der Steuerzahler. Die Banken werden gerettet, die Wirtschaftsystem wird künstlich beamtet und irgendwann, kommt es bei diesem Wirtschaftsystem zum Zusammenbruch.Die 2008 Lehmann-Brother- Krise als Anfang der nun andauernden Bankenkrise. Wie Frau Gesine Schwan gesagt hat, es zeigt sich die Verantwortungslosigkeit der Politik.

  • von Alexander Schuetz

    Dieser Videobeitrag ist grundsätzlich einmal dafür zu loben, dass er versucht informativ zu sein, wo sich viele andere Berichte ‚auf beiden Seiten‘ stark in den Strudel der Emotionalisierung hineinziehen lassen, den – ich denke das darf man sagen – nicht zuletzt Tsipras und sein ehemaliger Finanzminister als geeignetes Instrument ansahen, um Ihre Position sichtbar zu machen und darauf basierend zu verhandeln.

    Inhaltlich vermischt es leider nach wie vor zwei Fragen, die ich glaube separat betrachtet werden sollten: Wie sind wir hierhin gekommen? Und damit verbunden Fragen nach Moral, Schuld, Gerechtigkeit. Und was ist die für alle Seiten beste Lösung nach vorne schauend?

    Leider bietet dieser Blog nicht genügend Platz auf beides richtig einzugehen (habe es eben erfolglos versucht …). Daher nur folgende kurze Anmerkung zur ersten Frage: Es ist absolut nicht richtig zu glauben, die Zahlungskrise begänne oder sei ausgelöst durch die Finanzkrise, hier muss man schon 1999 beginnen.

  • Leider sind die ganzen Diskussionen wirklich nicht lösungsbezogen, sondern es geht um die Verteilung der Schuld an der Misere. Kann man machen, finden offenbar viele unterhaltsam.
    Jetzt aber doch mal ein Lösungsvorschlag:
    Einführung eines europäischen Bedingungslosen Grundeinkommens
    , finanziert aus einer europäischen Transaktionsabgabe (nach Feige), einer EURO-Dividende (Geldschöpfungsgewinn) und einer ebenso gemeinsamen Energie- oder CO2-Abgabe. Das muss im ersten Moment noch nicht existenzsichernd sein, sollte später aber in einem gemeinsamem Referendum beschlossen werden (auch die Höhe). Dazu lässt sich noch eine europäische Mehrwert- und Vermögenssteuer einführen, deren Aufkommen auch an alle Einwohner ausgeschüttet wird.
    Alle Einwohner bekommen Zugang zu unbarem Zentralbankgeld, d.h. unser Zahlungsverkehr wird aus der Abhängigkeit von den Geschäftsbanken befreit.
    Die Europäische Union wird also neu aufgebaut – diesmal von unten nach oben.

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