Griechenland-Krise: Warum die einfachen Wahrheiten nicht stimmen

Ein dramatisches Wochenende liegt hinter uns: Ein “Grexit” wurde zwar abgewendet. Griechenland soll aber einem harten Sparprogramm unterzogen werden. Viele glauben: Selber schuld. Du auch? Dann wird Dich dieses Video zum Nachdenken bringen.

von  784 Kommentare

Ein dramatisches Wochenende liegt hinter uns: Ein “Grexit” wurde zwar abgewendet. Griechenland soll aber einem harten Sparprogramm unterzogen werden. Viele glauben: Selber schuld. Du auch? Dann wird Dich dieses Video zum Nachdenken bringen:

Viele Medien zeichnen ein verzerrtes Bild

Es ist dieses Bild, mit dem weite Teile der Medien den Euro-Gipfel vom vergangenen Wochenende zeichnen: Auf der einen Seite die eiserne Angela Merkel mit ihrem knallharten Unterhändler Wolfgang Schäuble, die das Geld der deutschen Steuerzahler/innen gegen die prassenden Griechen verteidigt. Auf der anderen eine linksradikale Regierung, die Europa monatelang an der Nase herumführt und alles Vertrauen verspielt hat. Hier die Regeln, die den Euro retten. Dort die Griechen, die einfach nicht sparen, immer mehr Geld haben wollen.

Ein Bild, das zu dem Schluss verleitet: Die Griechen haben alleine selbst Schuld, dass sie fast aus dem Euro geflogen wären; dass sie nun den Gürtel noch einmal kräftig enger schnallen müssen; dass der griechische Staat faktisch unter Aufsicht von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) gestellt werden muss. Dass die Griechenland-Krise so eskaliert ist, dafür trage vor allem die griechische Regierung die Verantwortung.

Wir glauben: Dieses Bild ist falsch – und lassen Experten zu Wort kommen

Ohne Frage, viel zu lange haben sich griechische Eliten – oft in Komplizenschaft mit internationalen Banken und Konzernen – den Staat zur Beute gemacht. Griechenland braucht dringend Reformen. Doch mit ihrer kompromisslosen Haltung haben Merkel und Schäuble dem europäischen Projekt schweren Schaden zugefügt – und die Griechenland-Krise keineswegs gelöst. Mit dem Sparprogramm ist die Gefahr eines “Grexit” nur aufgeschoben – ganz sicher aber nicht aufgehoben. Und für viele Griech/innen wird sich die Situation noch einmal massiv verschärfen.

Wir haben nachgefragt, bei renommierten Wissenschaftler/innen und Journalist/innen

Wir wollten wissen: Wie konnte die Krise so eskalieren? Woher kommen die griechischen Schulden? Warum stellt Griechenland sich gegen ganz Europa? Warum spart Griechenland nicht? Und ist Sparen wirklich die richtige Antwort auf die Krise?

Diese 5 Expert/innen haben für uns die Griechenland-Krise entwirrt: Dr. Till van Treeck (Wirtschaftswissenschaftler Uni Duisburg-Essen), Margarita Tsomou (Herausgeberin Missy Magazin), Ulrike Hermann (Journalistin bei der taz), Harald Schumann (Autor und Journalist, Tagesspiegel), Prof. Dr. Gesine Schwan, (Politikwissenschaftlerin, Humboldt-Viadrina).

Wir glauben: Um sich ein fundiertes Urteil über die Griechenland-Krise zu bilden, sollte man diese Fakten kennen.

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784 Kommentare

  • von Robert Schneider

    Was ist eigentlich mit diesen Vorwürfen, die immer wieder erhoben werden:
    – es gäbe kein Kataster in Griechenland, man wüsste also gar nicht, wem welcher Grund und Boden gehört
    – die Erhebung von Steuern liefe nicht besonders gut
    – das Rentenalter wäre eher gering
    Gibt es dazu irgendwo belastbare Zahlen?

  • von Karadoruk , Yusuf

    ALLES AUF DEN PUNKT !
    Da ich mich selbst mit diesem thema intensiv befasst habe waren die zusammenhänge und
    ( Interessen – ) hintergründe für mich nicht neu. Es ist aber in der tat unfassbar wie die Medien damit umgehen und so die öffentliche Meinung dominieren.
    Private Finanzunternehmen machen verluste und staatliche institutionen ( unsere vertreter!!! )
    sagen : Macht nix, wir haben viele millionen menschen die das gerne ausbaden!
    Das gleiche passiert ja grade auch mit dem TTIP und CETA abkommen.
    Das ganze spiegelt aber auch wieder das es uns, als gesellschafft, noch zu gut geht.
    Noch….

  • von preikestolen

    Ich finde den Artikel leider nur einseitig. Keine Rede davon, dass die Miltärausgaben nicht verringert werden, und das bei einem linken Politiker! Und dass die armen, armen Griechen damals ihre Zahlen „gefakt“ haben, um den Euro zu bekommen, wird auch nicht mehr erwähnt. Was mich am meisten ärgert ist, dass in Deutschland z. B. überall Beamte abgebaut werden – in einigen Bundesländern werden Lehrer nicht mehr als Beamte eingestellt – , da man erkannt hat, wie teuer der ganze Beamtenapparat ist. Und was macht Cypras: stellt Beamte, die bereits entlassen waren, wieder ein. Das hat nichts mit Not, sondern mit Trotz zu tun. Als unser Rentenalter vor einigen Jahren erhöht worden ist, ebenso wie die Mehrwertsteuer, hat sich auch keiner beschwert, aber bei den Griechen sind alle entsetzt. Mir wäre wohler, wenn das Volk gegen die Superreichen und die Politiker im eigenen Land demonstrieren würden, die alles verbockt haben, und nicht immer die Deutschen als Sündenbock darstellen würden.

  • von A. Sasse

    Danke für die Hintergrund-Infos. Aus meiner Sicht fehlen zwei wichtige Punkte:
    * seit Ende der grichischen Militärdiktaktatur 1974 hatten die Regierungen auch relativ zu anderen Regierungen sehr viel Gild in Militarisierung gesteckt. Noch heute fordert die NATO von Griechenland nicht etwa Sparsamkeit sondern, dass die griechische Regierung auch weiterhin zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben soll http://www.spiegel.de/politik/ausland/nato-jens-stoltenberg-warnt-griechenland-vor-ruestungskuerzungen-a-1041454.html . Also mehr als Beispielsweise die deutschen Militärs.

    Ein Austritt der wirtschaftlich schächesten Länder aus dem Euro würde den Durchschnitt anheben. Einer ist immer der schächste und bei jedem Umbruch gibt es auch Gewinner die daraus Profit schlagen. Zu Ende gedacht müsste auch Mecklemburg-Vorpommern in absehbarer Zeit aus dem Euro austreten. Innerhalb der D-Mark war dies durch den Länderfinanzausgleich gelöst.

  • von lswc

    Es ist wie immer und ueberall, die reichen und maechtigen bestimmen wo und was entschieden wird. Siehe youtube – bilderberger. !!!

  • von kral-udo scheidt

    hallo christoph bautz ,
    stimme eurer argumentation zum thema g r i e c h e n l a n d zu
    und teile also eure sichtweise !
    bestätige auf diesem wege , da ich weder über twitter , facebook oder google
    kommentieren möchte . ok ?
    mfg
    ihr k.-u. scheidt

  • von Andre Geier

    Die Wahrheit scheint irgendwo zwischen dieser Berichterstattung und der der Medien zu liegen.
    Es ist wohl richtig, dass die jahrelangen Sparmaßnahmen nicht der richtige Weg sind.
    Ein Schuldenschnitt wäre wohl in der tat eher geeignet ds „Griechische Boot“ wieder ins richtige Fahrwasser zu bekommen.
    Dennoch vermisse ich weiterhin exestenzielle grundlegende Änderungen in Griechenland ohen die ein Neuanfang nicht möglich ist !
    Wo ist das so dringend notwendige und funktionierende Finanz- und Steuersystem ?
    Wo ist der Wille des Griechischen Staates Steuerschulden einzutreiben (fast 80 Milliarden Steuerschulden stehen aus) ?
    Wo sind die eindeutigen Bemühungen für schnellere und unbürokratische Maßnahmen für Investoren (ohne, dass Bestechungsgelder fließen) und wo das nachvollziehbare Ergebnis den Verwaltungsapparat von 10 % Statsbediensteter deutlich zu reduzieren.
    Das sind aus meiner Sicht Vorleistungen, die die Griechische Regierung zu erbringen gehabt hätte.

  • von Doro

    Es ist ja plausibel dargelegt, dass der Grexit nichts bringt um Griechenland auf die Beine zu helfen aber andere Lösungsansätze werden hier auch nicht präsentiert…das hat definitiv bei dem Video gefehlt.

  • von Maxim Piz

    So ein dummer Film, sorry.

    Keine belegten Fakten, viele Tatsachen unterschlagen.

    Griechenland hat sich den Weg in den Euro ergaunert, niemand hat sie dazu gezwungen, Euroland zu werden.

    Und was das Missy Magazin dazu zu sagen hat (Kultur, Politik, Sex) interessiert mich nicht die Bohne.

  • danke für den aufschlussreichen Bericht.

    Da bin ich froh als Schweizer, dass wir nicht der EU angehören. Trotz dieser Tatsache interessieren wir uns auch für die Europa-Politik.

    Viele werden jetzt sagen, ja, ja die Schwiizerli, die können schon reden…

    Nur, die Bürger in der EU haben gar nichts zu sagen…

    Weshalb erwägen immer mehr Länder den Austritt aus diesem Geschwür?

    Aber solange Merkel, Holand und Co. an der Spitze sind, gibt es kein friedliches, gerechtes Europa.

  • von a.louis

    wenn das Vertrauen vom Volk gegenueber dem so genannten Staat(der Grieche identifiziert sich naemlich nicht damit!!)fehlt und mit dem Referendum von Zipras wieder enttaeuscht wurde,weil er einerseits dem Volk eine Entscheidung ueberlassen wollte,sie danach aber mit Fuessen getreten hat,
    wie soll denn so eine Verstaendigung mit Bruessel zustandekommen,wenn die behapten,ihr Vertrauen gegenueber Griechenland,der griechischen Regierung,verloren zu haben?
    Das deutsche Selbstverstaendnis,der Staat sind „wir“muss erst einmal in Griechenland Fuss fassen!

  • von Kritikos

    Danke für diesen gut recherchierten Bericht.
    Langsam schäme ich mich angesichts dieser Verurteilung eines Volkes Deutscher zu sein.

    • von Alfred

      Das finde ich ganz und gar nicht. Wo bleiben die Hilfen Englands, USA und vieler vieler anderer Staaten? Die EURO Länder haben die sündteuren Kredite der sogenannten Finanzinvestoren mit 8 bis 15 % mit 2 bis 3 % Krediten abgelöst. Ich schimpfe nicht auf die Griechen, der Großteil der Bevölkerung leidet selbst unter der korrupten Wirtschaft. Die Bevölkerung hat stark gehofft, dass sich unter der neuen Regierung was ändert. Leider überhaupt nicht. Anstatt den wirklichen Krebs, der die Krankheit in Griechenland verursacht zu bekämpfen, schimpft man auf das Ausland, vor allem die Deutschen. Sowenig man über die Griechen schimpfen soll, darf man das erst recht nicht auf die Deutschen tun. Ein Grund zu schämen gibt es überhaupt nicht.

  • von Anna Seliger

    Sehr gute Stellungnahmen … Ich bin der gleichen Auffassung. Ein Schuldenschnitt muss her.

  • von Kawe

    Es muss an dieser Stelle nicht mehr aufgezeigt werden, wer Fehler in der Vergangenheit gemacht wird. Es ist wichtig, wie in anderen europäischen Ländern Reformen umzusetzen, die das Land nach vorne bringen. Diese wichtigen Reformen, z. B. Aufbau einer korruptfreien Verwaltung, Besteuerung der Reichen in Griechenland, Förderung einer mittelständischen Wirtschaft und Durchfluss der Milliarden Hilfen an das einfache verarmte Volk zur Bezahlung von notwendiger medizinischer Versorgung. Aber machen wir uns nichts vor, davon ist Griechenland, die Wiege der Demokratie, Lichtjahre entfernt. Das hat ja jetzt der neue Arbeitsminister bereits wieder angekündigt. Für ihn sollen die übrigen Europäer bezahlen, aber Reformen, was soll das? Freuen wir uns auf ein 4. Hilfspakt in wenigen Monaten und gleicher Diskussion.

    • von Nikolaus Karsten

      So sehe ich das auch. Leider ist davon in den Beträgen nicht die Rede. Ich habe viele griechische Freunde und mache am liebsten Urlaub in Griechenland. Dieses ewige Gejammer über die armen Griechen hängt mir langsam zum Hals raus.

      Es wird nicht gesprochen von den riesigen Immobilienvermögen in Europas Traumlagen, der weltgrößten Schiffahrtsflotte und einem landwirtschaftlichen und touristischen Potential von dem andere Länder nur träumen können. Ganz zu schweigen von erneuerbaren Energien ohne Ende.

      Laut einer Vermögenaufstellung der EZB hat jeder Grieche privat 100.000 und jeder Deutsche 50.000 Euro Netto-Vermögen – im Durchschnitt. Bei 10.000 Millionen Griechen wäre das 1 Billion Netto-Vermögen. Bitte davon 30% (300 Mrd.) wirklich zur Schuldentilgung = Umverteilung einziehen, so wie in Deutschland 1949 (Andenauers Zwangsanleihen).
      Wenn dann das Personal im öffentlichen Dienst noch halbiert wird, so wie in Berlin in den letzten 20 Jahren, dann läuft der Laden doch von selbst.

  • von karin tänzer

    Faktencheck bitte! (minute 2:10) Ist das so, dass der deutsche Staat selbst (EZ)Bank-Geld leiht und dann – wie es die Banken ja dürfen und deren Geschäft ist – teurer an andere Staaten verleiht?
    Meines Wissens darf ein Staat zwar Staatsanleihen ausgeben und dann mit dieser geschaffenen Liquidität seinen Haushalt finanzieren – das aber kostet den Staat, denn er muss für die Staatsanleihen ja Zinsen zahlen ! …. Wäre ziemlich dumm, dieses teure Liquiditätsmittel, dass Zinsen kostet (AAA), exterritorial weiter zu verleihen, wäre vergleichbar einem Privatmann, der bei der Bank Geld leiht für 5 % leiht und es dann für Papiere ausgibt, für die er bloß 3% bekommt …
    Die entscheidende Frage für den Faktencheck ist aber, ob es rechtlich überhaupt erlaubt ist, dass sich der Staat an Kreditgeschäften beteiligen darf… Risikogeschäfte haben den Tatbestand der Veruntreuuung und wären Grundlage, um per Klage die Immunität von Kanzlern und Finanzministern vor Gericht aufheben zu lassen….

  • von Karl

    danke für dieses video , es hilft den menschen die sachlage besser zu verstehen und ein wenig hinter die kulissen zu schauen . karl

  • von Esther Paredes

    Wenn das viele Menschen sehen (und verstehen würden) könnte verstaendlich sein warum Kämpfer der für die Demokratie und fuer Europa in der Iberischen Halbinsel HEUTE eher anfangen dazu zu neigen Europa den Rücken zu zeigen und warum für andere in Katalonien z. B. eine mögliche Lösung wäre, dass Katalonien selbstständig wird. Hat Man sich in den nõrdlichen Ländern nie gedanken darüber gemacht WARUM die Währungseinheit (schwieriger Prozess) möglich war aber NIEMALS DARAN GEDACHT WURDE UNS ALLEN EINEN GEMEINSAMEN PASS ZU GEWÄHREN?

    Europa war und ist ein Projekt damit BESTIMMTE Institutionen GELD verdienen AUF kosten ANDERER – wir stehen praktisch vor dem Ende des Sozialstaates.

    Ist es ein Zufall, dass alle am meisten betroffen Staaten dieser Kriese ZUFAELLIG einen roten Gürtel bilden ( auch geographisch) um ganz Europa? Griechenland, Italien (nicht anerkannt – aber de facto), Spanien, Portugal, Irland und Iceland… hallo!

  • von Alexander Rieß

    Ca. 10 Mio. Griechen hat das Land. Es stellt sich die Frage, weshalb die soziale Hilfe die erforderlich sein wird , ein großes Problem sein soll. Ein Problem war die Geldverschwendung der Politiker in Griechenland und das Wegschauen der EU beim Eintritt der Griechen in den Euro.. Nun sprechen alle wohlsituierten Fachleute wie es richtig gemacht werden muss. Wenn Amerikaner hierzu Vorschläge machen, ist das mit Vorsicht zu betrachten. Insbesondere, wenn die deutsche Haltung angeblich ins lächerliche gezogen wird. Die Amerikaner haben sicherlich Ihre Interessen, die nicht unsere sein müssen. Warum fallen die Argumente der Finnen, Niederländer, Letten usw. unter den „Tische“. Die Franzosen und Italiener müssen auch Ihre Hausaufgabe noch machen. Sachgerecht wird doch nicht argumentiert. Es geht doch bei vielen nur um die ideologische Betrachtung. Das Geld, da eingesetzt werden muss, sollte nicht nur gedruckt werden, sondern verdient. Campact hat bei diesem Thema voll daneben gegriffen !!

  • von Sachs

    Der Beitrag gefällt mir nicht, viel zu populistisch und in schwarz / weiß Manier. Ich wollte nach der ersten Rund dieses Beitrags, diesen sofort abbrechen, für so unglaublich halte ich diese „platten“ Äußerungen. Und das, obwohl ich sehr klar für die Griechen und einen Verbleib im Euro bin. Ich meine, dass wir alle in einem Boot sitzen und das Wichtigste für uns ein geeintes Europa mit Euro und gemeinsamen demokratischen und Sozialmarktwirtschaftlichen Zielen sein muss….leider kann ich eben auch nur so „platt“ dazu Stellung beziehen – von campact erwarte ich eher eine knappe Botschaft und Verweise auf differenzierte, etwas längere Ausführungen aus der serieusen Presse wie z.B. der Süddeutschen Zeitung, NZZ, oder auf Sendungen der öffentlich rechtlichen Fernsehsender o.ä. Deshalb werde ich diesen Beitrag auf keinen Fall weiterleiten – schade für campact!

    • von Janine Behrens

      Unser Debatten-Beitrag zu Griechenland konnte nicht alle Fragen zur EU-Griechenland-Krise beantworten – er leistet einen Teilbeitrag zur öffentlichen Debatte. Die am häufigsten gestellten Fragen und Kommentare der letzten Tage haben wir hier zusammengefasst – und auf differenzierte Artikel zur Weiterführenden Lektüre verwiesen: https://blog.campact.de/2015/07/griechenland-die-krise-bewegt/

  • von Tommi

    Ihr könnt doch nicht Anderen einseitige Berichterstattung und Populismus vorwerfen, um genau dasselbe mit umgekehrten Vorzeichen zu tun. Finde ich persönlich schwach. Sollte derart nicht verteilt werden.

  • von Eberlein,Oliver

    Hallo Zusammen,

    Bei aller ausgefeilter Rhetorik zum Thema, scheinen mir grundsätzliche Fragen gar nicht aufzutauchen. z.B. warum jeder Staat so verschuldet ist und das seit ewigen Zeiten, zumindest seit es moderne Demokratien gibt, wer denn die Gläubiger sind und warum Geld sich von alleine vermehren kann und warum immer alles wachsen muß in der Wirtschaft und warum wir immerzu strampeln und arbeiten müssen, anstatt uns unseren Familien und Kindern wirklich widmen zu können und warum die Umweltbedingungen immer drastischer werden und warum es dauernd um uns herum Krieg gibt und so weiter und so weiter und so weiter
    Wie um alles in Welt kommen wir eigentlich in all den Schlamassel???

    Es grüßt Euch mit wachem Interesse
    Oliver Eberlein

    • von Karl

      damit die reichen reicher werden und die machthaber mächtiger , der mensch ist dabei als arbeitskraft nur mittel zum zweck . umweltschutz , vernunft , soziale gerechtigkeit und humanität sind dabei nur hindernisse . karl

    • von Gesina

      danke Oliver für die Fragen, sie sprechen mir aus dem Herzen…

    • von M. Stauch

      Sehr gute Fragen denen man nachgehen sollte!

    • Ich glaube, wir kennen die Antworten auf alle Fragen. Die richtigen Antworten vertragen sich aber leider nicht mit dem allseits bevorzugten Wirtschaftssystem des kapitalistischen Denkens. Wenn es möglich ist, den menschenfeindlichen Kapitalismus zu überwinden, ohne in den Diktaturen der bekannten kommunistischen Gesellschaften zu landen, haben wir eine Chance.
      Ich grüße alle, die dieselben Fragen haben wie Oliver Eberlein. Ich gehöre dazu!
      Peter Henniges, Der Coach

    • Hallo Oliver,
      warum der Schlamassel überall ist? Nun das ist das System. Ewiger Wachstum ist nicht möglich. Das zeigt schon die Natur. Was zu groß ist bricht zusammen und daraus wächst etwas neues. Nur was seine Größe hält, ist stabil über Jahrhunderte. Also ist nicht Wachstum sondern Stagnation der richtige Weg. Wer jeden Monat etwas Geld übrig hat ohne sich einzuschränken braucht im nächsten Jahr keine Gewinnerhöhung. Aber die BWLer haben sich die Götze Wachstum geschaffen und beten diese an. Ohne zu verstehen laufen sie der Gottheit Wachstum hinterher. Wenn jeder (Firma oder Privatperson) mit einem Gewinn zufrieden ist, mit dem er sich nicht einschränken muss, könnten die unteren Lohnstufen auch mehr vom Kuchen abhaben.
      Als Beispiel: Wenn jemand 1 Kuchen essen kann aber zwei will, dann wirft er einen weg. Aber der weg geworfene Kuchen hätte einen anderen satt gemacht. Und das schlimme, vielleicht ist der zweite Kuchen durch einen Kredit finanziert. Das ist die Götze Wachstum.

    • von Gernot Knorr

      Ich empfehle das Sachbuch der Woche: Michael Lüders, Wer den Wind sät

    • von Bienert, Gert

      ja, das sind die richtigen Fagestellungen und es gibt bereits Antworten darauf: das zinsgetriebene Schuldgeldsystem ist Hauptursache aller derzeitigen Miseren. Wir brauchen ein „Vollgeldsystem“, wie es u.a. der Monetative e.V. beschreibt (www.monetative.de). Das elektronische Giralgeld (unser Geld auf den Girokonten) darf nicht mehr von privaten Banken erzeugt werden, sondern muss als vollwertiges Geld von einer unabhängigen Zentralbank geschöpft werden. Neuemission von Geld muss zins- und schuldenfrei für öffentliche Ausgaben in Umlauf gebracht werden. Alles nachzulesen unter o.g. Link, einschließlich aufschlussreicher Videos.

    • von marc

      Genau!
      Kann eigentlich keiner Zinsrechnen? Was glauben „Anleger“ eigentlich, wo genau ihr Geld herkommt? Von der Bank?

    • von Alfred

      Es stimmt, das einige Fragen nicht angesprochen wurden:
      a) warum bekommt der Großteil der arbeitenden Bevölkerung so geringe Renten, während das Rentenniveau so hoch ist?
      b) Warum spart der Staat im Bereich Medizin und sozialem, und lässt die Steuersünder und Steuerflüchtlinge ungeschoren (ein Abkommen mit der Schweiz würde in kürzester Zeit Milliarden in die Kassen fließen lassen). Warum erhebt der Griechische Staat nicht die Steuern.
      c) Eine Mehrwertsteuererhöhung finde ich höchst unproduktiv, warum macht der Griechische Staat nicht den Gegenvorschlag, andere Steuern einzutreiben?
      Meines Erachtens macht gezieltes Sparen (Unproduktive hohe Gehälter und Renten) Sinn, aber die Wirtschaftsleistung muss angekurbelt werden. Dazu sind Investitionsprogramme, wie es ja auch von der Europäischen Union gefördert wird, vorhanden. Das geht aber auch nur dann gut, wenn die Mittel nicht zweckgemäß verwendet werden und in Dunkle Kanäle verschwinden, wie leider zu oft geschehen.

  • von Dieter Hörz

    Eine der dreistesten Lügen ist, die Deutschen hätten bis jetzt nichts für Griechenland gezahlt.
    Jeder Deutsche hat den Griechen schon jetzt 2.000 Euro „geliehen“ und es werden noch viel mehr werden. Wir persönlich sind Ruheständler. Selbst wenn das Geld tatsächlich jemals zurückkommt, wären wir bis dahin weit über 100 Jahre alt sein – unser Geld ist auf jeden Fall weg!

  • von Mikele

    Absolut einseitiges Video, mit Beiträgen die aus dem Kontext gerissen erscheinen. Bitte liebe Campact´ler, bringt in Zukunft Licht ins Dunkel und werft keine weiteren Nebelkerzen in diesem düsteren Drama!

    • von preikestolen

      Das sehe ich genauso. Sonst macht „Campact“ echt gute Aktionen, aber hier wird nur was einseitig aufgezeichnet.

    • von Ulf

      Die andere Seite ist doch eigentlich die Altbekannte, die gebetsmühlenartig wiederholt, dass Griechenland die von der EU, dem ESF und dem IWF geforderten Auflagen erfüllen muss, um weiter finanziert werden zu können. Aber hier wird ja nun gesagt, dass diese Strategie – wenn man sie so nennen will – nicht funktioniert, da eine dadurch schrumpfende Wirtschaft mit massiv ungleicher Verteilung nie in der Lage sein wird, die wachsenden Schulden zu bezahlen. Meines Erachtens geht es in der Politik immer um den Ausgleich von Partikularinteressen. Hier haben wir die Interessen von mächtigen, weil Reichen Geldgebern gegen die Interessen eines Volkes, dass eigentlich nie dem EURO hätte beitreten dürfen, wenn man die damaligen Stabilitätskriterien zu Grunde legt. Schon damals haben viele Leute gesagt, dass die vorgelegten Zahlen der Griechen nicht belastbar sind, da sie zum größten Teil geschätzt und geraten waren. Also, welche Fakten und Argumente bringen denn hier Licht ins Dunkel?

    • von Irene Kieltsch

      Ich muss Mikele leider zustimmen. Das war nicht sehr hilfreich. Wo waren die Lösungsvorschläge? In ganz Europa weiter lustig Schulden machen und späteren Generationen das Bezahlen oder die Bankrotterklärung überlassen? Wo ist der Messias, der uns ein neues Wirtschafts- und Finanzsystem lehrt? Eins das nicht die Reichen zu Lasten der Ärmeren noch reicher macht, eins das den Menschen und sein Wohlergehen in den Mittelpunkt stellt? Weit und breit niemand in Sicht…

      Ich schwanke zwischen Trauer und unbändiger Wut, wenn ich an Griechenland denke:
      Hier wie dort werden Unwahrheiten und Halbwahrheiten verbreitet, wird Abneigung – wenn nicht gar Hass – geschürt. Das ist ein zutiefst unwürdiges Spiel, das mir gleichzeitig die Zornesröte und die Schamröte ins Gesicht treibt. Verhalten sich so Menschen, die sich Demokraten nennen?

    • von Wolfgang Schlieth

      In meiner Jugendzeit hatte jedes EU-Land seine eigene Währung und es waren sehr wenige Beschwerden. Alle konnten mit dem was sie erwirtschaftet hatten leben.
      Meine Meinung bei Erschaffung des Euro und der EU-Staaten = Europas Untergang.

  • von kayser

    sehr geehrte Damen und Herren,
    leider mußte ich in Ihren gesammelten Ausschnitten feststellen, dass Sie ausschließlich negative Video,s veröffentlichen wollen, nach meiner Meinung ist dies nicht korrekt, Sie wollen offensichtlich eine Meinung in der Bevölkerung forcieren, welche eindeutig gegen gewiße Personen gerichtet ist und mit der Drammatik Griechenland rein gar nichts zu tun hat. Das Problem fehlender Strukturen, gegen die sich Griechenland einzuführen bereits seit über 100Jahren wehrt, bzw. nicht willens ist einzuführen, bzw. das Land auf die moderne, auf Euopa kompatibel, voranzubringen ist das eigentliche Problem usw, weitere Ausführungen meinerseits hierzu wären an dieser Stelle zu umfangreich. Bisher habe ich Sie für eine Organisation gehalten die für Bürgerrechte einsteht, doch das hier sieht völlig anders aus. Schade!!!!!!!!!!!

  • von Julian Schmidt

    Vielen Dank für dieses Video.
    Es ist wirklich höchste Zeit, die Schimpftiraden auf Griechenland zu beenden und sich über funktionierende Lösungen Gedanken zu machen, die auch wirklich den Menschen helfen. Die aktuelle aufgezwungene Sparpolitik hat nachweislich keine Probleme gelöst, sondern den Menschen geschadet. Nicht umsonst ist das griechische Gesundheitssystem zusammengebrochen und die Kindersterblichkeit massiv angestiegen.
    Für alle Zweifler sei der ARTE Dokumentarfilm „Macht ohne Kontrolle“ von Harald Schumann (einer der Redner aus diesem Video) empfohlen:

    https://www.youtube.com/watch?v=kRRPi_BaqDA

    Das Schöne daran: Harald Schumann stellt so geschickte Fragen, dass sämtliche Informationen, was die Troika alles angestellt hat, von einigen der verantwortlichen Personen selbst gegeben werden.

    • von Schlappe

      Vielen Dank für dieses Video, das die Monokultur der Berichterstattung in unseren sog. Qualitäts-Print-Medien incl. öffentlich-rechtlicher Medien verdeutlicht. In vielen Meinungsäußerungen wird berechtigerweise die Rotstiftpolitik – ich weigere mich, den Begriff „Reform“ in den Mund zu nehmen – kritisiert. Allerdings kommt das Wort „Kapialinteressen“ und „neoliberale Machtpolitik“ selten vor. Warum eigentlich? Sehen wir denn nicht jeden Tag, dass die 3 Institutionen auschließlich das Ziel verfolgen, die Syriza zu zerfleischen und den europäischen Bürgern die Perspektive auf eine alternative, menschenwürdige Politik nehmen soll.

  • von Both

    EU heißt für mich, „TOLL Deutschland zahlt“. Um das zu beenden, müssen die Leistungsbillanzprobleme gelösst werden. Warum verkaufen wir in die Defizitländer, ohne dafür Gegenleistung ein zu kaufen?

    Ich werde keine Kampangen unterstützen, die Deutschland zum Zahlmeister machen!!!

  • von Andreas H.

    Griechenland kam durch Manipulationen in die EU.
    Goldman Sachs half durch Währungsswaps…
    Griechenland hat 768.000 Beamte (11 Mio Einw.), Deutschland (81 Mio Einw.) ca. 1,5 Mio.
    In Griechenland kein Katasteramt, Steuerverwaltung katastrophal…
    Steuerschulden 76 Mrd. EUR, 14 Familien haben 12 Mrd. Schulden.
    Was macht die linke Regierung?
    Griechenland 150.000 Soldaten, Deutschland 180.000. Griechenland 1600 Panzer, Deutschland 400 !
    Der Sonderbotschafter Chatzimarkakis nennt Griechenland eine Kleptokratie.

    Lt. wirklichen Finanzexperten, wie z.B. Dirk Müller gibt es nur 2 Möglichkeiten:
    1. Eine dauerhafte Transferunion oder
    2. Den Austritt aus dem EURO (nicht aus Europa)
    Mit der Drachme – die dann entsprechend gegenüber dem EURO abgewertet ist – werden die Griechen wieder wettbewerbsfähig.

    Ich gehe davon aus, wenn die Bevölkerung in den EU-Ländern zu einer Transferunion befragt werden ist die Entscheidung eindeutig negativ.
    Auch das wäre der Wille des Volkes!

  • von JaWa

    Das Video finde ich schlecht zusammengeschnitten und bringt eigentlich gar keine Klährung der Lage sondern gibt nur einige Meinungen wieder (Oder vielleicht nicht mal das wenn ich höre wie einer des anderen Satz beendet).

    Was ich wirklich gerne mal von einem der Austeritätsgegner geklährt haben möchte ist folgendes (Und das ist keine Frage bzl Schuld o. Moral). Wie kann man einen Staat wie Griechenland ohne Einspaarungen sanieren? Griechenland war ja selbst in wirtschaftlich guten Jahren trotz Milliarden an EU Fördergeldern nicht in der Lage seinen Staatshaushalt zu finanzieren ohne zusätzlich viele Milliarden an Euro Schulden aufzunehmen. Auch wenn ich denke das in der derzeitigen Politik einiges justiert werden muss kann es ja nicht sein das wir im EuroLand anfangen solche Strukturen dauerhaft zu subventionieren indem jetzt wieder Beamte eingestellt und Renten erhöht werden.

  • von Markus Wagner

    Schön das man nach kurzer Zeit vorhersagen konnte welcher der hochrangigen Experten als nächstes zum Thema zu sehen sein wird ……
    Den Beitrag hättet ihr besser stecken lassen.

  • von Gerhard Schneider

    Dieser Video-Beitrag soll ausgewogen sein? Das war BILD-Niveau auf links gedreht. Wenn man schon Kritikpunkte an der jüngsten Rettungspolitik benennt, dann die Erhöhung der Mehrwert- und Unternehmenssteuern. Dies schwächt die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands dauerhaft. Hauptursachen der Hellas-Misere sind nicht Austeritätspolitik und Finanzkrise, sondern die Geburtsfehler des Euro (gemeinsame Währung ohne gemeinsame Fiskalpolitik) und eine politische Klasse in Griechenland, der man nur das Etikett „byzantinisch“ zuweisen kann. Was dieses Land dringend bräuchte, ist eine Reform seiner Institutionen: ein funktionierendes Steuerwesen und eine Politik, die nachhaltige Wachstumsfelder (griechische Energiewende!) erschließt. Ich kann aber nicht erkennen, daß eine linkspopulische Syriza-Regierung, die in der Vergangenheit primär durch eine unsinnige Reparationsdebatte, Beleidigung europäischer Partner und ein undurchdachtes Referendum für Schlagzeilen gesorgt hat, dazu in der Lage wäre.

    • von gernoedl

      Die Syriza-Regierung leidet unter dem generellen Problem aller Regierungen, die zur Verbesserung der Lebensbedingungen der ärmeren Bevölkerung Umverteilung nach unten wollen. Es hat sich überall in der Vergangenheit gezeigt, dass diese Ideen und Vorsätze gegen die Macht des Geldes auf friedlichem Weg keine Chancen haben.
      Aus dieser Erkenntnis sollten wir einst die „Soziale Marktwirtschaft“ haben. Aber das war auch ein frommer Wunsch, denn die Grundsätze der Sozialen Mrktwirtschaft sind in Deutschland längst ausgehebelt.
      Deshalb die Politikverdrossenheit und zunächst die linksextremen Bewegungen, die meiner Ansicht nach mittlerweile resigniert haben und jetzt, umso radikaler, die rechtsextremen Bewegungen. Der Futterneid der „Getretenen“ drückt sich dann in Fremdenhass aus.

    • von preikestolen

      Das sehe ich genauso; wenn in einer privaten Partnerschaft so Beleidigungen verteilt würden, würde jeder Eheberater zu einer Trennung raten; es fehlt an Respekt und Achtung. So ein „Partner“ macht mir – unabhängig davon, ob es eine Lösung für die Finanzen geben wird – Angst.

    • von Jorgo

      Sehr treffend: Bildzeitung auf Links gedreht!
      Mit aller Theorie kommt man bei einem marode, korrupten System nicht weiter.
      Fast jede Subvention landet doch nur wieder in den gleichen (oder neuen) Taschen, in denen schon die anderen Milliarden versenkt wurden, während das einfache fleissige griechische Volk wenig bis nichts davon hat. Unsere Maßstäbe anzulegen wird der Sache nicht gerecht …. genauso wenig wie „die Feinde“ immer nur ausserhalb zu suchen.
      Ein Schuldenschnitt ohne harte Bedingungen wäre die perfekte Einladung zum weiter so (geht doch!)!
      Das ist traurig aber wahr. Schaue man sich selbst in Griechenland um und spreche mit den einfachen Leuten, vor allem darüber wie es in all den Jahren war, nicht erst seit der Pleite 2010.
      Bringt ja nix sich da etwas vorzumachen.
      Ein riesiges Beamtenheer ….. aber nichts funktioniert richtig …. (fast) jeder denkt nur an sich und seine Familie.

    • von Elisabeth Löwe

      Ja, ich glaube auch, daß mit dem jetzigen griechischen Staat und der Vergangenheit der Syriza wirklich kein Ausweg aus der Krise möglich wäre. eine Reform des Staates wäre das allererste was auch mit einem Schuldenschnitt (den ich im übrigen auch nicht ablehne) Sinn machen würde!

    • von Elke

      Sehe ich genauso! Im Übrigen fehlt mir hier die Neutralität gegenüber dem Thema. Wenn sich Cohn-Bendit für den Euro in Griechenland ausspricht, gehen bei mir die Warnlampen an. Auch sollte Campact sich besser informieren und andere Zeitungen als nur linksgerichete Lektüre lesen, dann würde man feststellen, welche üble Rolle die Franzosen im Griechenlandspiel einnehmen, z.B. über den ehemaligen IWF-Präsidenten Strauss-Kahn.

  • von Robert Schmid

    Ich bedauere sehr, dass Sie durch die Auswahl der Personen in dem Video ein einseitiges Ergebnis praktisch schon vorweg genommen haben. Keine der Personen hat erwähnt, dass es Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Lage ist,dass erstens die Einsicht in einem Land reifen muss, dass im Lande sich Wesentliches ändern muss und nicht allein nur die Gläubiger für die derzeitige Lage verantwortlich sind. Und zweites daraus folgern muss, dass der Staat so reformiert werden muss, dass er überhaupt lebensfähig ist (Fähigkeit Steuern einzutreiben, Katasteramt,…).
    Durch dieses Verhalten von campact zu diesem Thema frage ich mich schon, wie ausgeglichen Sie Sachverhalte zu anderen Themen darstellen, ob Sie nicht auch da in den Bereich der Manipulation begeben!
    Ich habe in der Vergangenheit viele Kampagnen unterstützt (auch finanziell), überlege jetzt aber ernsthaft, Ihnen die Kündigung auszusprechen, Spenden dürfen Sie von mir nicht mehr erwarten.
    Ich bedauere das sehr!

  • von Siegfried Wilhelm

    Die Wirtschafts“lenker“ Europas sollten ihren Führerschein zurückgeben! Wer nicht sehen kann, daß er gegen einen Baum fährt, darf kein sich bewegendes Objekt lenken! Der Euro hat einen Konstruktionsfehler. DER muß behoben werden, dann klappt das auch mit dem Euro und mit Griechenland und mit Spanien…

  • von Justus M.

    Welt 23.03.2015 zur Rente in Griechenland: „Das sind 958,77 Euro, zeigen Zahlen der Vorgängerregierung in Athen. In Deutschland dagegen liegt die Durchschnittsrente niedriger: Ende 2013 betrug sie im Westen 734 Euro, im Osten 896 Euro.“ Im Interview wird von unter 600,- Euro gesprochen. Das teure Rentensystem als Absicherung für Arbeitslose und Kranke in der Familie zu rechtfertigen ist nicht nur ungerecht sondern fehlerhaft, denn damit wären Angehörige der Willkür und Gnade der Rentner ausgesetzt. Es wird im Video behauptet, dass sich Griechenland auch aus Währungsgründen verschulden musste – wir aber wissen andererseits von sinnlosen Investitionen z.B. in teure U-Boote, die für Griechenland keinesfalls ein Muss sind. Auch die hohe Ungleichverteilung hat in der griechischen Politik ihre Ursache und daher ist das Video einseitig, wenn es die Schuld immer nur außerhalb sucht.

  • von Bodo J. aus Gröbenzell

    Deutschland wurde von der Springer Presse und der CDU Politik solange einer „Hirnwäsche“ ausgesetzt, das selbst CAMPACT – Unterstützer diesem Beitrag nicht mehr glauben möchten!
    Diesen Menschen möchte ich nahe legen, sich der wesentlich objektiveren Auslandspresse zu öffnen und die deutsche Presse außer acht zu lassen. Mir kommt es so vor, das die deutsche Presse nur das Schreibt, was Merkel, Seehofer, Schäuble, Banken, Industrie, Kapital und das national denkende deutsche Volk hören wollen! Egal ob es um Griechenland, die Ukraine oder unsere Asyl-Politik geht – am Ende muss man erkennen, das wir nach wie vor KEINE Europäer sind, vielmehr nur Deutsche in Europa! Dagegen ist ein Texaner zuerst US Amerikaner und dann Texaner…. Vielleicht sollte Söder und Schäuble auch den Vorschlag machen: Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin für fünf Jahre aus Deutschland und der EU auszuschließen und eine zweit Währung für diese Schuldländer und Stadtstaaten einzuführen…. (MeckBreBexit ;-) !)

  • von M.

    Bei allem Respekt, da bin ich doch etwas überrascht, dass von einer Seite die in den letzten Jahren vor allem mit „STOPxyz…“, also mit sehr einfachen Botschaften und plakativen und polarisierenden Kampagnen bekannt geworden ist, nun ein „Warum die einfachen Wahrheiten nicht stimmen“ zu hören ist. Ich frag mich ein bischen was dahintersteckt. Warum macht Campact es nicht einfach wie bei den anderen Kampagnen auch und setzt voll und ganz auf „STOP AUSTERITY!“? Vielleicht weil die Mehrheit der deutschen Empörbürger, auf die man offenbar angewiesen ist, eher sauer auf Griechenland ist? Tja, das ist dann ein Dilemma wenn man den konsequent (linken und „internationale Solidarität“) Weg nicht gehen kann weil man auf die Massen nationale orientierter Wutbürger angewiesen ist… Die linke Kampagne kann nicht gefahren werden weil die Unterstützung bei der eigenen Klientel fehlt. Die rechte Kampagne wäre diesmal zu offensichtlich zu rechts… So gerät Kampagnen-Aktivismus an seine Grenzen.

  • von Werner Hahl

    „Warum die einfachen Wahrheiten nicht stimmen“ – so könnte die Antwort auf diese „Experten“-Meinungen überschrieben sein. Die Probleme begannen „eindeutig“ mit der internationalen Finanzmarktkrise? M.W. waren die Beiträge zum griechischen Sozialsystem noch nie richtig berechnet und wurden durch geliehenes Geld ausgeglichen. Die griechischen Reichen sind nicht das Problem? Gewiss, der Kreis der Steuerhinterzieher geht über den der Reichen hinaus. Ein kleines Problem bleiben allerdings jene Superreichen und ihre Imperien, die von der Steuer befreit sind, ebenso wie die Griechisch-Orthodoxe Kirche. Deutschland muss mit dem „Lohndumping“ aufhören, dann kann Griechenland wachsen? Jedenfalls können China, USA usw. wachsen, und wir können gemeinsam den chinesischen Rettungsschirm testen. Die deutschen Medien berichten einseitig? Wer sich durch Methmann aufgeklärt fühlt, liest die falschen Zeitungen und sollte das Abo wechseln. Meine Dankbarkeit für Campacts Kampagnen hat sehr gelitten.

  • von Bernd Ruckaberle

    Ich denke das es sich um einen recht objektiven Beitrag zu dem Thema handelt, natürlich geht er nicht in die Tiefe, kann er auch nicht bei der Kürze. Wer sich jedoch Objektiv informiert wird immer mehr zu dem Schluss kommen das Griechenland zum großen Teil nicht selbst Schuld hat an der Lage… z.b. die ersten Kredite flossen ja dann als Griechenland dann zur EU als auch zur NATO kam, von den Krediten hatten die Leute in Griechenland nichts und die gingen zum Großteil zurück in die Rüstungsindustrie … von der auch Arbeitsplätze in Deutschland abhängig sind.
    Also Leute denkt nach und sucht mal im Internet nach den wirklichen Fakten und nicht nur in Bild & Co.

  • von Gerda Fürch

    Mit der Fortsetzung der Sparpolitik wird das kranke Griechenland nicht gesunden. Das sagen folgende Nobelpreisträger: Joseph Stiglitz, Amartya Sen, Paul Krugmann, Robert Shiller und Christopher Pissarides. Quelle: „Der Geldbote von Amorgos“, ein Dossier von Michalis Pantelouris in der aktuellen ZEIT vom 16. Juli 2015, in der dieser deutsch-griechische Journalist mit Klischees, Lügen und einem falschen Spardiktat abrechnet. Natürlich, schreibt er, gibt es auch andere Wissenschaftler. Aber in die Nähe des Nobelpreises ist noch keiner von ihnen gekommen. (Kein W. Schäuble) – Des weiteren weiß er: Die griechische Verwaltung ist ineffizient. Das Steuersystem ist unproduktiv. Das Rentensystem ist chaotisch. Das Gesundheitssystem ist erbärmlich. Das alles war schon vor der Krise so. Das weiß die Troika, die EU, Deutschland, das wissen auch alle Griechen. Er fragt: Wie kann man auf die Idee kommen, eine Regierung, die kein Geld mehr ausgeben darf, werde es schaffen, dies alles zu ändern?

  • von Thomas B.

    Sorry campact,ganz schlecht!
    1) Staatsschulden in Griechenland mit der Finanzkrise vergleichbar?
    Nein, weil die Finanzkrise vor allem eine Immobilienkrise ist/war. Im Fall von Griechland kann man aber über die letzten 25 Jahre hinweg beobachten, wie durch die Einlösung von Wahlversprechen nach jeder Wahl die Staatsschulden gestiegen sind.
    2) Noch keine Belastung des Bundeshaushalts
    Auch wenn bisher die vergebenen Kredite der Euroländer nicht ausgefallen sind, sie müssen refinanziert werden,weshalb Zinsausgaben anfallen, die in den europäischen Staatsdefizitkennzahlen (außerhalb des Bundeshaushalts) einfließen. Je mehr man also die Laufzeiten der Griechenlandkredite verlängert,desto mehr Zinsausgaben fallen an. Bisher zahlt Griechenland übrigens noch gar keine Zinsen auf die EFSF-Kredite.
    3) Sparen
    Wenn der griechische Staat genügend Steuern einsammeln und/oder weniger ausgeben würde, bräuchte er nicht den Kapitalmarkt und dann gäbe es auch keine Abhängigkeit und kein Reformzwang.

  • von Maurice Wulsten

    Griechenlands Teil der Schuld: Gefälschte EURO-Beitrittskriterien,zu großer Beamtenapparat, fehlendes Katasteramt,völlig überzogene Militärausgaben
    Europas Teil der Schuld: Zu lasche Kontrollen der EURO-Beitrittskriterien, dadurch fehlende Möglichkeit der Abwertung der griechischen Währung > Weniger Binnennachfrage in Gr. > Weniger Steuereinnahmen
    Deutschlands Teil der Schuld: Zu geringe Löhne in Deu.,dadurch zu geringe Lohnstückkosten=Inflationsrate, dadurch bei gleichzeitiger höherer Produktivität von Deu. keine Möglichkeit für Griechenland wettbewerbsfähiger zu werden
    Systemimmanente Fehler: große Teile der an Griechenland gegebenen Kredite sind Buchgeld/Giralgeld,also neu geschöpftes Geld
    LÖSUNG: Feststellung aller Vermögen, Erbschaften, Einkommen in Gr., progressive Besteuerung Derselbigen, Drachme als Parallelwährung in Gr., Erhöhung der Löhne in Deu.um mind. 5% pro Jahr bis mind. 2020
    Gewinn aus Geldschöpfung anteilig in alle Staatshaushalte einfließen lassen
    M. Wulsten

  • Keiner spricht über das eigentliche Problem: Wo ist die Solidarität der Griechen. Nämlich der Reichen und Superreichen, mit ihrem Land und ihrem Volk. Diese Griechen, die sich seit Jahrzehnten weigern Steuern zu zahlen und ihre Milliarden im Ausland gebunkert haben statt im eigenen Land zu investieren. Das ist die Schande Europas. Wann greift man endlich auf denen ihre Konten zu?

    • von Heinrich

      Ja da wundert man sich als Steurezahler nur, wieso bei uns es anders gehandhabt wird und wieso keiner die „heiße Kartofell“ in die Hand nehmen will. Ist wohl dasselbe wie nach der Bankenkrise wo die Poltitiker die Verantwortlichen (Banker) zur Rechenschaft ziehen wollten, doch geschehen ist kaum etwas. Anders als bei „Eierdieben“ die verknackt werden, heißt es doch die Kleine werden gehängt die Großen läßt man laufen.
      Es scheint eben gleiche und gleichere zu geben. Orwell läßt grüßen…

    • von H. Becker

      Geht nicht. Diese Eliten haben sich verfassungsrechtlich abgesichert z.B. Steuerfreiheit der Reeder. Um an die ranzukommen müsste erst einmal die Verfassung geändert werden. Das geht nicht ohne Mitwirkung eben dieser Eliten sprich der konservativen Partei Griechenlands. Selbst wenn dies gelänge werden die Schiffe außerhalb Griechenlands in einer Steueroase immatrikuliert werden. An die Großgrundbesitzer ist ebenfalls nicht ranzukommen, man weiß ja nicht einmal was wem gehört, es gibt kein Kataster (Grundbuch) in Griechenland. Ein solches sollte bereits vor Jahren mit Eu Geldern finanziert, erstellt werden. Zig Millionen flossen zu diesem Zweck nach Griechenland. Als nach drei Jahren der zuständige EU Kommissar nachhakte wie weit das Vorhaben zwischenzeitlich gediehen sei bekam er zur Antwort, man habe das Vorhaben schon vor zwei Jahren eingestellt. Daraufhin forderte die EU die Gelder zurück, diese waren aber, man ahnt es schon, zum allergrößten Teil in unbekannte Kanäle versickert.

    • von preikestolen

      Das sieht nach einem objektiven Artikel aus. Was ja nicht vergessen darf (die eine Rednerin aus dem Video sagt ja, bislang hätte Deutschland noch keinen Cent an Griechenland bezahlt), dass die Bürgschaften ja erst ab 2020 anfallen, genau zu dem Zeitpunkt, von wo ab der Bund keine neuen Schulden mehr machen darf (also geht es den Ländern und Kommunen dann NOCH schlechter als jetzt.

    • von Foerster

      Genau, das ist das Problem.
      Das korrupte Verwaltungssystem, bestochene Finanzbeamte. etc. Beispiel:
      Was ist mit den 600 reichsten Griechen die ihr Geld aus Griechenland abgezogen haben und im Ausland, England, Deutschland, Luxemburg, Schweiz und auch in den USA, gebunkert haben. Diese sog. Oberschicht, hat 200 Mrd. Euro abgezogen. Warum werden diese” Oligarchen” nicht zur Kasse gebeten? Mit diesem Geld wäre Griechenland sofort schuldenfrei und die EU könnte sofort Entwicklungshilfe leisten, damit die sog. Unter- und Mittelschicht, wieder Fuß fassen kann. Warum wird in Griechenland nicht Kapitalertragssteuer von bisher 10% auf 25 % erhöht? Warum wird das Rentensystem (Eine Mutter mit Kindern geht schon mit 40 Jahren in Rente, Mann schon mit 54 Jahren. Warum wird nicht ein Katasteramt eingeführt und Grunderwerbssteuer und Grundsteuer erhoben? Warum zahlen die Gastronomen keine MWST? Im Lokal keine Quittung, selbst erlebt.Taxifahrer lachen sich tot, wenn man sie um eine Quittung bittet.

    • von Alfred

      Sie sprechen genau aus, was ich denke. Danke

  • von Ich Verstehe Nix

    Die Politiker sind ja oft hochgebildete promovierte Leute? Wer die Geschichte einigermaßen kennt und etwas Mathematik dazu, weiß wohin solche Sachen führen. Als Privatperson darf ich es nicht riskieren. Staaten, Banken, etc. dürfen! So lange es möglich ist, wird es keine Ruhe geben.

  • von Walter Kik

    Das schlimme an „unserem“ Europa ist, es ist zugeschnitten auf die Wirtschaft. Klar, es gibt ein paar Annehmlickeiten für uns, „der freie Grenzübertritt“ und sicher noch einiges mehr. Betrachtet man die Anstrengungen „unserer Politiker“, wie sie sich bei der Bankenkrise ins Zeug legten und von „Too big to fail“ schwafelten, Geld in rauhen Mengen drucken lassen konnten und dies mit dem sonstigen Krisenmanagement vergleicht, kann man das Kotzen kriegen. Menschenrechte fallen immer hinten runter.
    Was sie fürchten ist, dass eine Regierung zum Zuge kommen könnte, die da nicht mitspielt und wirklich mal dem Volke und nicht der Finanzwelt dienen will. Die neue griechische Regierung ist sicher nicht fehlerfrei, aber für unsere Regierenden kommt sie gleich nach dem Teufel. Ein solidarisches, soziales, nicht dem Kapital dienendes Europa MUSS verhindert werden. Da ist jedes Mittel recht.

  • von baerentatze

    Mein Lesetipp: http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/schuldenkrise-in-griechenland-chronik-des-desasters-13686169-p3.html „Ein wichtiger Aspekt des Klientelismus ist die faktische Steuerfreiheit der Reichen. Die politischen und wirtschaftlichen Oligarchien waren und sind aufs engste miteinander verfilzt und sorgen dafür, dass die gesamte Oberschicht steuerfrei bleibt. Bis heute kontrollieren etwa 800 Familien mehr als 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die staatlichen Einnahmen stammten zum größten Teil aus indirekten Steuern und der Lohnsteuer, die die kleinen Leute bezahlen. Um ihre Klientel an sich zu binden, sorgte die jeweils regierende Partei dafür, dass ihre Anhänger Arbeit im öffentlichen Dienst fanden, der dadurch immer größer wurde. Heute arbeitet jeder vierte Beschäftigte im öffentlichen Dienst. In Deutschland ist es jeder zwölfte. Käme das dritte Hilfspaket, lägen wir bei gut 400 Mrd. € Schulden für ein Land mit 11 Millionen Einwohnern. 36.000 Euro pro Nase

  • von Lange

    Jedenfalls verdient das griechische Volk europ.Solidarität.Die „Polit-Marionetten “ der versch. EU-Regierungen,bekommen ihre Richtlinien von nichtgewählten ,eheml.Goldmann-Sachs(od.anderer Banken) „Eurodiktatoren“aus Brüssel,die unsere Demokratie zerstören u.einen „Krieg-bzw. Wirtschaftskrieg in die EU bringen.Im Interesse einer Pleite-USA mit einem wertlosen Dollar,aber einer Weltstreitmacht,der sich niemand widersetzt,da sonst Gewalt eingesetzt wird. (Syrien -Afghanistan-Lybien-Ukraine-usw…..Iran …Russland vielleicht die nächsten Ziele.Andere europ.Länder werden wirtschaftl. ferig gemacht oder mit Pharma -Genpolitik -Niedriglohn-Umweltverseuchung-Energiepolitik-Flüchtlingspolitik usw.in Problemen versinken.Der Euro ist nur ein Mittel zum Zweck.Wichtig ist der Zusammenhalt der Völker!Endzeitpolitik :Teile und Herrsche.Wem nützt es?Dem Ziel einer „Weltregierung“darf nichts im Wege stehen,wobei wohl jedes Mittel legal ist ? Wir müssen viel weiter sehen ,um Zusammenhänge zu verstehen

  • von Michaela Simons

    Eines möchte ich noch sagen.
    Die andauernde Diskussion der Schuldfrage ist meiner Meinung nach überholt.
    Damit kann man auch Zeit schinden und es ist auch nich konstruktiv.

    Alle beteiligten Personen, Gruppen, Parteien oder Privatpersonen, die an dieser Situation beteiligt sind haben ihren Beitrag durch Ihr Handeln und Nichthandeln geleistet.

    Daher tragen alle die Verantwortung und es würde hilfreicher für die Auflösung des Problems sein, wenn die Beteiligten dies endlich warhaben und über Ihren Schatten und Ihre eigenen Befindlichkeiten springen würden, um eine wirkliche Entwicklung zu erreichen.

    Mein vorheriger Kommentar fängt mit der Überschrift EUROPA-ein Leben in Liebe
    ist ein Leben ohne Angst an
    und wird dann nach oben weiter gelesen.

  • von Michaela Simons

    Auch die finanziellen Mittel dafür sind vorhanden.
    Es ist eine Frage des Willens.
    Setze ich die vorhandenen Mittel zum Wohle aller Menschen ein, oder zum Wohle und Erhalt scheinbarer Macht von Wenigen?

    Diese Frage stellt sich nicht nur für die aktuelle Situation in und für Griechenland sondern auch für die übrigen europäischen Staaten.

    Es ist unabdingbar, dass sich die Menschen wieder auf das Wesen der Demokratie besinnen.
    Ansonsten könnte es sein, dass die Folgen einer Weiterführung der Politik, wie sie bis zum jetzigen Zeitpunkt praktiziert wurde, fatale Folgen für die Menschen in Europa haben werden..

  • von Michaela Simons

    Durch die aktuellen Ereignisse schenken uns die Griechen erneut die Möglichkeit das Wesen der Demokratie zu erkennen und es in unsere Zeit zu integrieren.
    Das Referendum ist gelebte Demokratie
    Wir haben das Handwerkszeug, die Qualitäten, welche wir brauchen um ein vereintes Europa zu schaffen.
    Ein demokratisches Europa
    Jetzt müssen wir nur noch unseren Mut und unser Vertrauen mobilisieren und uns auf den Weg machen.
    Griechenland hat den Anfang gemacht und weitere Nationen folgen.

    Der nächste Schritt könnte darin liegen, dass wir uns als Menschen sehen/verstehen und nicht als Nationen.
    Wenn wir verstanden haben, dass wir alle Menschen – zwar mit verschiedenen Hintergründen – doch mit den gleichen Wünschen und Bedürfnissen sind, können wir die Rahmenbedingungen an das Wesen der Demokratie anpassen.
    nächster Teil folgt…..

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