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IG-Metall warnt: CETA darf nicht unterschätzt werden

Über das Handelsabkommen TTIP wird hierzulande heftig diskutiert - und eine Mehrheit der Menschen lehnt es ab. Aber immer noch kennt kaum jemand CETA, das Abkommen der EU mit Kanada. Die IG Metall warnt jetzt: Das Abkommen birgt tückische Gefahren - und die Zeit zum Handeln drängt.


Über das Handelsabkommen TTIP wird hierzulande heftig diskutiert – und eine Mehrheit der Menschen lehnt es ab. Aber immer noch kennt kaum jemand CETA, das Abkommen der EU mit Kanada. Die IG Metall warnt jetzt: Das Abkommen birgt tückische Gefahren – und die Zeit zum Handeln drängt.

CETA und TTIP-Proteste vor dem Willy-Brandt-Haus in Berlin

CETA ist mehr als nur die kleine Schwester von TTIP: Es ist Vorreiter von TTIP

Denn zehntausende US-Investoren könnten das Abkommen mit Kanada nutzen, um Deutschland vor den geheimen Investoren-Schiedsgerichten zu verklagen. Das schlimmste aber ist: Das Abkommen ist fast fertig verhandelt. Es könnte bereits Ende diesen Jahres ratifiziert werden.

Deshalb warnt die IG-Metall ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit in einem eindringlichen Appell, das Abkommen nicht zu unterschätzen. Es sei höchste Zeit, den Widerstand gegen dieses Abkommen zu verstärken.

Kanada betreibt eine skandalöse Umweltpolitik

Kanada genießt in Europa einen besseren Ruf als die USA. Aber die gegenwärtige kanadische Regierung betreibt eine skandalöse Umweltpolitik. Sie zerstört riesige Landstriche von unvergleichlicher Schönheit für den Export klimaschädlicher Teersand-Treibstoffe. Und versucht diese Naturzerstörung durch Handelsverträge für nachfolgende Regierungen unumkehrbar zu machen.

Auch der Arbeitnehmer- und Verbraucherschutz gilt der konservativen Regierung unter Stephen Harper nichts. Wir müssen verhindern, dass die Konservativen in der EU gemeinsam mit denen in Kanada einen Vertrag auf unsere Kosten schließen. Denn dieser Vertrag würde den gegenwärtigen Stillstand – und sogar Rückschritt – in allen Belangen von Arbeitnehmer/innen, Klima und Verbraucherschutz zementieren.

Es ist noch Zeit CETA zu stoppen – nutzen wir sie!

Die nächste Aktion, mit der wir CETA stoppen können, ist die Großdemonstration gegen CETA und TTIP am 10. Oktober in Berlin. Das Demo-Bündnis wird dafür sorgen, dass aus buchstäblich jedem Winkel des Landes die Anreise nach Berlin möglich ist, mit Sonderzügen und Bussen. Aber es gibt eine Menge, was Du jetzt schon dafür tun kannst, damit der 10. Oktober ein Erfolg wird. Informiere Dich hier:

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Autor*innen

Campact-Team

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Appelle, Aktionen und Erfolge: Darüber schreibt das Campact-Team.

4 Kommentare

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  1. Bitte – wir haben nur diese eine Erde. Sie könnte wunderschön sein für ALLE. Zerstört sie nicht, es geht auch anders, umweltbewusst, friedfertig. Geld macht einen doch nicht glücklich. Wirklich glücklich macht einen, wenn man andere glücklich macht. Und die Natur wird es uns auf großzügige Weise danken, denn dann verschenkt sie sich reichlich. Es gibt doch so wunderbare erneuerbare Energien und alternative umweltschonende Techniken. Wir brauchen doch deshalb nicht die letzten Ressourcen unserer Erde angreifen. Bitte überdenken Sie dies!
    Hoffnungsvolle Grüße sendet Ihnen
    Alexandra Regel

  2. CETA – TIPP und all die anderen Geheimversammlungen dienen in meinen Augen nur einem Zweck. Der Wirtschaft einen Freibrief für einen Frontalangriff auf die Umwelt und deren Rohstoffe zu verschaffen.(Wachstum -Wachstum – Wachstum)
    Die Politik wird zum Vorarbeiter und der Rest darf und muß die Wünsche umsetzen.

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