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Agrarministerkonferenz mauert bei Glyphosat

Die Agrarministerkonferenz in Fulda konnte sich nicht dazu durchringen, einen Beschluss gegen Glyphosat zu fassen. Zuvor hatte eine kleine Ärzte-Delegation unseren Ärzte-Appell an die Vorsitzende der Konferenz, Priska Hinz, übergeben.

Die Agrarministerkonferenz in Fulda konnte sich nicht dazu durchringen, einen Beschluss gegen Glyphosat zu fassen. Zuvor hatte eine Ärzte-Delegation unseren Ärzte-Appell an die Vorsitzende der Konferenz übergeben.

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Eine kleine Ärzte-Delegation reiste nach Fulda, um unseren Ärzte-Appell an die Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Priska Hinz (Grüne), und an Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) zu übergeben. Priska Hinz kam persönlich zu uns und nahm den Appell mit mehr als 6.700 Unterzeichnungen entgegen. Minister Schmidt hingegen ließ sich durch einen Mitarbeiter seines Ministeriums vertreten.

Agrarminister ignorieren Gesundheitsrisiken

Priska Hinz erläuterte, dass sich die Agrarministerkonferenz Glyphosat auf die Tagesordnung genommen hatte. Dabei ging es zwar nicht um ein allgemeines Verbot, sondern lediglich um eine verbesserte Risikobewertung und eine Einschränkung des Verbrauchs. Doch selbst zu diesen minimalen Fortschritten konnte sich die Agrarministerkonferenz nicht durchringen. Nach Angaben des NRW-Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) verhinderten CDU und das Bundeslandwirtschaftsministerium die Verabschiedung der Beschlussvorlage.

Es ist sehr zu bedauern, dass sich die Agrarminister der Länder mehrheitlich weigerten, auf die gesundheitlichen Bedenken beim Glyphosat-Einsatz zu reagieren. Nachdem die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor dem Herbizid warnten und schwere Mängel bei der behördlichen Risikobewertung bekannt wurden, ist dies einfach nur ignorant.

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Autor*innen

Gerald Neubauer

Organisierte Protest gegen Castor-Transporte und ist einer der Gründungsstifter der Bewegungsstiftung. Nach dem Studium der Politik, Philosophie und Soziologie promovierte er über Zivilen Ungehorsam in der internationalen Politik. Bevor Gerald Neubauer 2015 zu Campact kam, arbeitete er als Campaigner für Greenpeace zum Thema Kohleausstieg.

2 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Dazu fällt mir immer wieder der alte Indianerspruch ein : “ Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gegessen … dann werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann “ !
    Es ist sooo traurig aber wir werden wohl dort hin kommen !

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