Danke für diesen Gänsehautmoment

250.000 Menschen kamen am Samstag zur bisher größten Demonstration gegen die Handelsabkommen TTIP und CETA nach Berlin. 150.000 mehr als von unserem Bündnis erwartet. Was für ein unglaublicher Erfolg! Diese Bürgerbewegung kann nicht ignoriert werden.

von  65 Kommentare

250.000 Menschen kamen am Samstag zur bisher größten Demonstration gegen die Handelsabkommen TTIP und CETA nach Berlin. 150.000 mehr als von unserem Bündnis erwartet. Was für ein unglaublicher Erfolg! Diese Bürgerbewegung kann nicht ignoriert werden.

Clip der Demo ansehen und teilen, per…

Was für ein Meer von Menschen: Schon am Vormittag platze der Washingtonplatz am Berliner Hauptbahnhof aus allen Nähten. 600 Busse, 5 Sonderzüge und etliche Fahrgemeinschaften machten sich am Samstag bei bestem Sonnenschein auf den Weg in die Hauptstadt. Doch mit fantastischen 250.000 Teilnehmer/innen wurden alle Erwartungen übertroffen. Früher als geplant setze sich der Demozug aufgrund des riesigen Andrangs in Bewegung. Die Polizei öffnete weitere Brücken in Richtung Regierungsviertel. Die ersten Reihen kamen schon an der Siegessäule an – und immer noch füllte sich der Bahnhofsvorplatz weiter.

Ein lautes, unübersehbares Nein zu TTIP und CETA

Wer mit den Menschen auf der Demo gesprochen hat, versteht sofort, weshalb der Widerstand nicht aufhören wird – es sind einfach so viele gesellschaftliche Bereiche, die durch TTIP und CETA unmittelbar betroffen sind, so viele verschiedene Motive für die Menschen, sich dem entgegen zu stellen.

PR-Offensive parallel zum Massenprotest

In den Wochen vor der Groß-Demo flatterten den TTIP-Fans ordentlich die Nerven. Der Bundesverband der Industrie (BDI) ließ entlang der Demoroute Pro-TTIP-Plakate kleben und der CDU-Abgeordnete Joachim Pfeiffer betitelte TTIP-Kritiker/innen während einer Bundestagsdebatte zu TTIP und CETA als „einfach strukturiert“ – und tat den organisierten Protest dagegen als „Empörungsindustrie“ ab. 

Doch der riesige Erfolg der bundesweiten Demo zeigt: Die breite Bürgerbewegung lässt sich nicht von teuren Werbekampagnen der Industrie, platten Angriffen und leeren Reformversprechen irritieren. Christoph Bautz, Campact-Vorstand, begrüßt die jubelnde Menge an der Siegessäule mit den Worten:

„Die Industrie hat nur Millionen Euro Werbeetats, wir sind Millionen Menschen! […] Wir sind empört, wenn im Geheimen und über unsere Köpfe hinweg ein Abkommen ausgehandelt wird, auf das nur Banken und Konzerne Einfluss haben. […] Herr Gabriel, wenn sie TTIP & CETA nicht stoppen, werden noch unsere Kinder die SPD verfluchen.”

Parallel zur Demonstration veröffentlichte Sigmar Gabriel einen Offenen Brief in der Süddeutschen Zeitung und weiteren Zeitungen. Der Wirtschaftsminister gab zu, engagierte Bürger/innen hätten für „deutlich mehr Transparenz in den Verhandlungen gesorgt“, verunglimpfte weiteren Widerstand aber dennoch als „Bangemachen“. Seine Versicherung Standards würden nicht gesenkt und einzelne Klauseln zu Schiedsgerichten angepasst, reichen aber nicht. TTIP, CETA und auch TISA bleiben unverhandelbar.

All diese Reaktionen zeigen, welche relevante Größe der Widerstand gegen die Konzerndeals erreicht hat. Das Hashtag #ttipdemo dominiert an diesem Samstag den Kurznachrichtendienst Twitter. Auch zahlreiche Medien berichten über den breiten Bürgerprotest:

Wie geht es jetzt weiter?

Ganz klar: Diese Demonstration ist ein Riesenerfolg unserer Bewegung. Aber wir ruhen uns nicht darauf aus. Wir stellen fest: Die angebotenen Reformen der Befürworter reichen vorne und hinten nicht: Diese Abkommen sind nicht zu retten. Deshalb nehmen wir uns in den nächsten Wochen neue Ziele vor:

  • Der SPD-Parteitag steht vor der Tür und Gabriel bräuchte das Ja seiner Delegierten zu CETA, um dem fertig verhandelten Vertrag am Ende zuzustimmen kann.
  • Im Frühjahr stehen Landtagswahlkämpfe in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an: Eine gute Gelegenheiten von Grünen, SPD und Linken ein klares Nein im Bundesrat zu fordern.
  • Und auch in Bayern lohnt es sich genauer hinzusehen: Die CSU-Basis ist sehr TTIP-kritisch und könnte ihre Parteioberen von einem Nein zu TTIP überzeugen.

65 Kommentare

  • von Schnacker

    Ein riesengroßes Kompliment allen, die mitorganisiert haben. Ein machtvolles Zeichen gegen TTIP, CETA & TISA. Auch die Rede von Christoph war gut, einschließlich der klaren Zurückweisung des Nazi-Packs. Trotzdem ist die Kritik von Jutta Ditfurth https://www.facebook.com/Jutta.Ditfurth und anderen berechtigt.
    Bitte macht beim nächsten Mal frühzeitig deutlich, dass Nazis, Wahnwichtel und andere Irrlichter unerwünscht sind.

  • von Waldtraut Danco

    Es war eine beeindruckende Demonstration. Weiter so. Wenn möglich, werde ich an der
    nächsten wieder teilnehmen. Leider hat Herr Gabriel schon mehrfach seine Meinung
    geändert. Man kann ihm keineswegs vertrauen.

  • von Peter Schmerenbeck

    super!!! Vor allem auch campact sei Dank!!!
    Ich wäre gerne dabei gewesen!!
    Wir machen weiter so.
    Peter

  • von ulrike wasserfuhr

    Hallo,alle Mitstreiter die in Berlin waren!
    Das war ein Erlebnis.Ich hatte Gänsehaut und war froh dabeigewesen zu sein.Letztes Jahr in Berlin(Kohledemo)war es schon grossartig,aber dies übertraf alles!Macht weiter so.Ich bin dabei.Wiedersehen am 13.12.2015 in Altenkirchen.Werde hr. Gabriel auch noch einen „netten“ Brief schreiben!Egal ob er(sein „Schreiber“) antwortet,aber er hört die Meinung eines empörten
    Bürgers.In Berlin in Ihrer Glaskuppel haben schon längst die Verbindung zum Volk verloren.Man sieht sich wieder bei der nächsten Demo.Ich unterstütze Euch weiter.Bis dahin,ulrike aus B-S.NRW

  • von Curt Schmidt

    Ein war großartiger Tag, der beflügelt und Hoffnung macht. Wenn Berlin nur nicht so abgelegen wäre…. (-:
    Mit einem aufmunternden Gruß aus Karlsruhe.

  • von tommes

    es ist schön zu erleben dass die bewegung der „einfach strukturierten“ den
    „kompliziert machtdeformierten“ den weg in gegenwart und zukunft zu zeigen vermag…..
    vereinfacht euch einfach und alles ist gut :)

    • von Annette

      Hallo Tommes,
      finde deinen Kommentar klasse.
      Wir brauchen Volks- und keine Konzern-Vertreter.

  • von Hilmar Froelich

    Danke, Danke, Danke für die gute Organisation und den Erfolg mit der großen Teilnehmerzahl.
    Ich finde es toll, dass so viele Menschen gekommen sind, selbst aus einem kleinen bayerischen Dorf mit 4.000 Einwohnern, Mutter, Tochter und Enkelsohn im Kinderwagen. Das zeugt davon, dass die Ablehnung von TTIP, CETA und TISA quer durch alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen geht. Dies können die politischen und wirtschaftlichen (Lobbyisten) Entscheider nicht ignorieren.

    Wir „kämpfen“ weiter bis alles in den Müll der Geschichte landet.

  • von Ulrich Schloos

    Ich war mit einem Bus aus Siegen in Berlin und habe mit großer Freude an der Demo teilgenommen. Ich möchte jedoch davor warnen, immer wieder zu beschwören, dass wir auf jeden Fall Erfolg haben werden. Wenn nicht mir 250.000 Menschen, dann eben mit 500.000 und so weiter.
    Es ist auch möglich, dass wir zunächst scheitern, dass die Macht- und Kapitalinteressen der Gegenseite stark genug sind, sich den Weg freizumachen, freizulügen, freizuschießen.
    Es kommt darauf an, immer weiter zu machen, sich die eigene Motivation zu erhalten – schon um die eigene Menschlichkeit nicht aufzugeben. Da gibt es auch Durchhänger – o.k. Aber ich bin z.B. seit den frühen 80er Jahren dabei, habe selber mal 12 Busse organisiert für eine Großdemo in Bonn gegen den 1. Golfkrieg. Habe Freunde gewonnen in Russland im Rahmen der Friendsarbeit. Widerstand gegen Gewalt und Ausbeutung ist auch eine wunderbare Medizin gegen Kraftlosigkeit und Depression. Viel Kraft, Freude und Erfolg uns allen.

  • von Christian Thürnagel

    1974 haben wir das 1.AKW in Markolsheim verhindert,1976 (okt.-Nov)folgten die Schlachten um Brokdorf und heute nach 41 Jahren Widerstand habe ich in meiner Geburtsstadt berlin mit
    weit über 80J. das Glück erlebt, das wir eine neue,widerstansbereite Jugend haben, die sich sehr friedlich und einfallsreich gegen Bevormundung + Geheimverhandlungen zur Wehr setzt,
    und das gleich 250000 Mal. Frau Merkel + Genossen gebührt auch ein großes Lob(nämlich
    negativ),den die Lobby der Industrie hat den Laden von Presse,Funk+Fersehen gut im Griff,
    denn es wurde ja in den letzten 4 Wochen jede Aktivität von uns totgeschwiegen. Aber Vorsicht
    das war nicht das letzte Mal,das wir uns zu Wort gemeldet haben,Gabriel und Genossen müssen sich nach der nächsten Wahl einen neuen Arbeitgeber suchen. In diesem Sinne auf
    ein hoffnungsvolles, TTIP-freies Europa, Aufmunternde Grüße an Bautz + Co. von Euerm
    Krischan.

  • von Hilke Kleinhuis

    Hallo allerseits, und der ganze Tag war ein Fest des entschlossenen, gewaltlosen, sozusagen „sonnigen“ Widerstands… Ich habe mich besonders gefreut, daß auch Polizisten in Uniform mit GDP-Fahne mitmarschiert sind – auch Polizisten sind kritische BürgerInnen und nicht mehr „Bullenschweine“, und die, die im Dienst waren, haben sich angenehm aufmerksam im Hintergrund gehalten. Bestürzt hat mich, zu hören, wie Demo-Teilnehmer sagten: „Das ist doch sowieso nicht zu stoppen – DIE machen doch, was sie wollen!“
    Schon mal gelesen: „Dir geschehe nach deinem Glauben“??? Oder: „Wenn ihr Glauben hättet so klein wie ein Senfkorn, könntet ihr Berge versetzen!“???

  • von Ulrich Bogdan

    Liebe Maritta Strasser, liebe Christine Borchers,
    liebe Campact-Mitunterstützer in Stadt und Land,
    herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen Großdemo in Berlin, die sowohl in der Vorbereitung als auch logistisch und organisatorisch so einiges abverlangt hat. Na bitte, geht doch: Deutschland erwacht – und diesmal ein wenig anders. Möge niemand behaupten, daß man „Obrigkeitshörigkeit“ und Leichtgläubigkeit nicht überwinden kann. Diese Demonstration war ein kraftvolles Signal in Richtung Bundes- und Europapolitik. Möge desweiteren Euch und allen Unterstützern der bereits beschworene und nötige lange Atem innewohnen, der nötig ist, um die „Wirtschaftsmeschpoke“ und ihre Büttel in die Schranken zu weisen. Es lebe die wahre, nicht gekaufte Demokratie, die heute wie nie zuvor sich auf freie und solide Informationsquellen stützen kann. Nur so kann aus dem „volonté de tous“ ein „volonté générale“ werden. Die Demokratie lebt durch ihre wachen und kommunikationsfähigen Verteidiger.

  • Campact war nicht nur der erste Ideengeber für die Demo am 10. Oktober. Campact denkt konsequent und ruft: Nun ran an die nächsten Aktionen, nicht nachlassen, Ausdauer, Ausdauer, und weiter, weiter, weiter, die nächsten Termine zeichnen sich schon ab, schon für die nächsten Wochen, Campact hat es erkannt, und weil wir auch Ausdauer haben – dann gleich wieder im Frühjahr! Jedes Mal unsre Forderungen erweitern! Jedes Mal den Pflock ein Stück weiter setzen. Jedes Mal stärker werden! Bis Schneeballeffekte entstehen und 10 Millionen auf die Straße gehen, bis 10 Millionen eine Macht geworden sind, gegen die kein Kraut mehr gewachsen ist. Bis unser Sehnsucht Verlangen Himmel und Nacht überschwillt. Vorwärts zu einer neuen Gesellschaft ohne Ausbeutung und Krieg! Rainer Thiel

  • von kim

    1000 dank allen, die da waren.
    Mit Krücken und an meinem Geburtstag hab ichs schlicht nicht geschafft-
    ein Lichtblick- und wir sind noch mehr !!!!
    An euch alle auch die Bitte: haltet die Augen auf in Richtung Türkei. Lasst uns die demokratischen Bewegungen in den gebeutelten Ländern nicht vergessen, ihnen unser Mitgefühl aktiv zeigen und sie unterstützen wo immer wir können!

  • von Andreas Rottenwaller

    Es ist unglaublich, wie sich unsere Politiker vor den Karren der Multis spannen lassen und dabei die berechtigten Interessen des eigenen Volkes mit Füssen treten. Es wäre ein Rückschritt ins Mittelalter, sollte dieser Wahnsinn in der heutigen Zeit noch gelingen.
    Umso mehr respektiere und bewundere ich den unermüdlichen Protest von euch Campact- Akteuren und gratuliere euch zu dem großartigen Erfolg in Berlin!!!

  • von D.Martens

    Wir sind auf dem richtigen Weg…
    Wenn die Befürworter von TTIP & CETA unsachlich werden und mal wieder den „Untergang des Abendlandes“ vorhersagen haben wir am Sonnabend alles richtig gemacht.
    Es macht sich Nervösität bei den Befürwortern/Verantwortlichen breit das der Widerstand
    noch größer werden könnte…Hoffentlich !

    Mit freundlichen Grüßen
    Ein Wutbürger aus der Empörungsindustrie

  • von Daniella Sagnelli-Reeh

    Danke.

    Ihr Seid Klasse.

    Ihr sprecht mit den Leuten.

    Danke.

  • von Gertrud Grotthaus und Elke Reinold

    Der 10. Oktober wurde zum „Mut-mach-Tag!“ Zig-Tausende mit einem gemeinsamen Ziel unterwegs! Gute Gespräche am Rande der Demo und während der langen Zugfahrt (von Aachen nach Berlin). Eine Demo bei der sich engagierte alte und junge Menschen zusammenfanden.

    Ein dickes Dankeschön an die Organisatoren!!!

  • von Manfred Sabel

    Da macht es doch wirklich Spass, den Beitrag für Campact zu bezahlen.
    Wäre nur zu schön, wenn sich noch viiiiel mehr Bürger für unsere Rechte und die Zukunft unserer Kinder engagieren würden und endlich diesem Gierkapitalismus Einhalt zu gebieten und damit einen großen Beitrag zur Rettung unserer Demokratie zu leisten.
    Das Beispiel VW zeigt doch eindeutig, welche Wege das Kapital verfolgt.
    Also meinen besonderen Dank alllen Aktiven, werde auch weiter emsig für unsere Ziele werben.
    Grüße aus dem Allgäu
    Manfred

  • von Weisz Robert

    Danke den Organisatoren und allen Teilnehmern. Die da „oben“ hören nur, wenn wir „unten“ ihnen ordentlich Feuer unter dem Hintern machen. Es ist Zeit, sich gerade zu machen und den selbstgefälligen „Politikern“ klar zu machen, dass sie für das Wohl des Volkes und des eigenen gewählt worden sind. Und hoffentlich vergesst ihr alle nicht bei den nächsten Wahlen, wer uns alle permanent verrrät.

  • von Renate Coblenz

    Schön zu sehen, wie gut wir alle hier geworden sind.
    Sicher auch aufgrund der Tatsache, dass viele Menschen in den letzten Jahren hier eingewandert sind und das freiwillig. Es bringt frischen Wind in den Staat. Danke für euer Engagement und weiter so.

  • Seit dem 10.10. bin ich dauer-gerührt:
    – weil es mir Mut und Hoffnung gibt
    – weil ich stolz sein kann, zu einem Volk zu gehören, bei dem 250 000 Menschen so wach sind, dass sie wegen einem Freihandelsabkommen auf die Strasse gehen
    – und weil mich dieses Erlebnis so stärkt, dass ich die Menschen, die sich „satt und ignorant schlafen gelegt haben“, wieder liebevoller zu wecken versuchen kann.

    Danke dafür jedem Mitwirkenden!!!

  • von Steffen Walter

    Ganz großen Dank für die Organisation im Hintergrund – die Demo war ein wichtiges, großes, unübersehbares Zeichen. Seit dem Irakkrieg sind nicht mehr so viele Menschen auf die Straße gegangen! Jetzt muss der Druck der Zivilgesellschaft in so vielen Ländern wie möglich aufrechterhalten und gesteigert werden, damit TTIP und CETA gekippt werden.

    Die Art und Weise, wie Herr Regierungssprecher Seibert auf der heutigen Bundespressekonferenz die Nachfragen von Tilo Jung unter http://www.jungundnaiv.de/2015/10/12/bundesregierung-fuer-desinteressierte-bpk-vom-12-oktober-2015/ abgebügelt hat, sollte uns aber noch einmal schwer zu denken geben.

  • von Jens

    Ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön an die CampactlerInnen für die Organistaion dieser Demo, wir unterstützen gerne campact seit vielen Monaten (monatlich) und auch noch mit Spenden zwischendurch. Das Geld, so glauben wir, ist gut angelegt.
    Besser als in Tageszeitungen! Auch in der Berliner Zeitung waren ja die Ganzseitigen Anzeigen von Herrn S.Gabriel …. geht man so mit Steuergelder um? Diese Anzeigen kosten eigentlich ein kleines Vermögen, damit hätte man bestimmt 1/3 der Veranstaltung (Bühne,LED Wand, Ton usw.) finanzieren können. Wie gesagt und das nur in dieser einen Zeitung!
    Wir haben es nach vielen Jahren (unsere letzte Demo war auf dem Alex am 04.11.1989) nicht bereut zu dieser Demo zu gehen. Damals wurde etwas bewegt und wir denken auch diesmal wird etwas bewegt. Das sollte allen S.Gabiel´s … zu denken geben. Bangemachen gilt nicht!

  • von Andrea

    Da ich selbst bei der Demonstration nicht dabei war, bedanke ich mich sehr bei allen, die diese großartige Veranstaltung durch ihre Organisation und Vorbereitung ermöglicht und durch Ihr persönliches Dabeisein mit Leben und Zahlen (unglaubliche 250 000) gefüllt haben. Ich bin mir sicher, dass nun noch mehr Menschen motiviert wurden, sich mit den geplanten Handelsabkommen kritisch auseinanderzusetzen anstatt sich von den PolitikerInnen mit schönen Worten beruhigen zu lassen. Ein besonderer Dank an alle Campact-Aktiven für das Aufgreifen von wichtigen Themen und das unermüdliche Engagment, diese sowohl in die Öffentlichkeit zu bringen als auch auf eine Veränderung hinzuwirken.

  • von Hans Erckmann

    Hallo, Ihr Lieben,

    vielleicht ist es Euch aufgefallen, wie relativ dürftig die Medien über das Ereignis berichtet haben……..?
    Es muss wohl Angela und Gabriel gut in die Karten gespielt haben, dass am Samstag in der Türkei wieder mal einige Bomben hochgegangen sind – da ist der publikumsträchtige Sensationswert natürlich höher als über eine friedfertige Demonstration zu informieren!!! (das für diejenigen, die immer noch glauben, es gäbe eine nicht gesteuerte Medienlandschaft).

    Ich kann nur sagen: Bleibt wachsam und kritisch, nutzt die zum Glück noch vorhandenen freien Quellen, auch wenn’s Mühe macht, gebt dem inneren Schweinehund einen Fußtritt!

    Grüße
    Hans

    • von Janine Behrens

      Lieber Hans, zu Recht ist der grausame Anschlag in der türkischen Hauptstadt auf Platz eins in den Medien. Was dort geschehen ist, macht fassungslos – so viele friedliche Demonstrant/innen haben ihr Leben verloren. Es ist zynisch zu sagen, dass dieser feige Anschlag Politiker/innen hierzulande gelegen kommt. Unser Protest hat genug Aufmerksamkeit bekommen. Die Meldung dieser Tragödie und der getöteten Menschen damit gleichzusetzen, ist nicht angemessen.

  • von hanne

    Großartig!!!!!
    dafür zahle ich gern meinen Beitrag.Wenn Politiker sich gegen das Wohl ihres eigenen Volkes entscheiden mußen die Bürger sich erheben.
    Grüße aus Pinneberg

  • von Karin Schönfeld

    Ein hoffnungsvolle und beeindruckende Demonstration; Großes Kompliment den Organisatoren und Gestaltern. Das Konzept war stimmig, dieses spiegelte sich auch in den Gesichtern der Demonstranten wider.Ich froh, dass ich live dabei war. Danke

  • von Kai Uwe

    Unabhäniger + guter Journalismus gibt es nur noch selten, deshalb:
    Kommentar TTIP-Protest, „Panisch aus gutem Grund“,von Malte Kreutzfeldt
    Redakteur für Wirtschaft und Umwelt:
    „…Gabriel im Dilemma: Als SPD-Chef kann ihm der Protest nicht egal sein.
    Als Minister ist er mit den Wünschen der Konzerne konfrontiert…“:
    http://www.taz.de/Kommentar-TTIP-Protest/!5237537/

    Initiative gegen TTIP,„Der Mittelstand verliert“, das Interview führte Anja Krüger, Wirtschaftsredakteurin:
    http://www.taz.de/Initiative-gegen-TTIP/!5240784/

    Und das absolute muß/ was man gelesen haben muß: Anti-TTIP-Demo in Berlin:
    „…Es war die größte Demonstration seit dem Irak-Krieg: Bis zu 250.000 Menschen gehen gegen TTIP auf die Straße –und wehren sich gegen Diffamierungen.
    „Riesige Menge gegen sperrige Kürzel“
    http://www.taz.de/Anti-TTIP-Demo-in-Berlin/!5240723/

    Dort als Kommentar:
    „….Was der Spiegel online geschrieben hat, macht mich fassungslos….“.

  • von Brigitte

    Ich bin stolz auf alle, die sich um unsere Demokratie Sorgen machen und dies auch so klar in der Öffentlichkeit zum Ausdruck bringen. Jetzt heißt es dran bleiben. Ich werde Euch weiterhin gern mit Spenden unterstützen.
    Auch von mir herzliche Grüße aus Hildesheim

  • von Monika Zierhut-Zerling

    Da spende ich doch gerne die 5,-Euro im Monat. Sinnvoll eingesetztes Geld um den selbstgefälligen Gabriel zu stoppen.

    • von Bernd Kausch

      Es ist schön zu wissen das man nicht allein ist und es viele Menschen gibt die genauso über TTIP denken und dafür auf die Straße gehen. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, wir müssen mehr werden.

  • von Katrin

    Ein riesiges Dankeschoen fuer Euer Engagement gegen TTIP und Ceta ! Die Bilder treiben mir Freudentraenen in die Augen. Es ist unglaublich, was Euer Einsatz bewirkt. Vielen, vielen Dank dafuer !!!

    • von Dr.Ursula Kouba

      Ich bin da allerdings-trotz aller Freude über die tolle Demo- nicht so optimistisch.
      Ich habe schon als 68-Studentin gegen die Notstandsgesetze demonstriert. Es war beeindruckend,
      sowohl bezüglich der Menge der Teilnehmer, z.B. in München, als auch deshalb, als alles es total friedlich ablief, genauso wie jetzt in Berlin.
      Und doch hat es nichts genützt.

  • von Thorsten

    DANKE, DANKE, DANKE!
    An Euch CampactlerInnen, alle anderen Organisationen und die viele Menschen, die mitgemacht haben. Es war so bewegend, die Kraft aller dieser sich sorgenden, für eine Sache eintretenden Menschen zu erleben.

    Grüße aus Langenberg

  • von Tobias

    Vielen Dank für die großartige Organisation der Demo! Ich habe mit mehr als 50.000 Teilnehmern gerechnet, meine Frau schätzte um die 100.000, was mir utoptisch erschien. Dass es dann 250.000 waren ist fantastisch und übertrifft alle Erwartungen. Da kommt echte Hoffnung auf, dass TTIP und Co. doch noch zu stoppen sind!

  • von Olaf

    Wir waren vor Ort und sind immer noch begeistert, eine Demonstration wie aus dem Lehrbuch, konkret, informativ, super organisiert und gewaltfrei!
    In Berlin waren wir 250.000 Bürger, in Brüssel werden es über 1 Mio……. so es denn sein muß.
    Dann wird es wirklich eng mit den Dixi’s.
    Weiter so!
    Viele Grüße aus Dortmund.

  • von Maarten Slooves

    Bravo, bravo, ich bewundere Euer kompaktes Campac-Team. Altersmäßig man ich leider nicht an solchen Demos teilnehmen (Baujahr 1931). Aber auch alle Teilnehmer verdienen höchster Lob. Wenn es sich so weiter entwickelt in unsere Gesellschaft, geschieht was Karl Marx vor 150 Jahren schon empfohlen hat: Proletarier aller Länder vereinigt Euch. Wenn das schon in Deutschland anfängt, sind wir schon einen Schritt in die gute Richtung.

  • von Andreas Kobrzinowski

    Man muss sich das mal vorstellen. Eine der grössten Demos zu diesem vielleicht wichtigsten Thema überhaupt und unsere Lokalzeitung, der SÜDKURIER ( Kreis Konstanz ) berichtet nichts !!!!! UNFASSBAR !!!!!
    Ich werde mein ABO nun endlich nach 24 Jahren kündigen.
    Denkt mal drüber nach ob das für euch auch eine logische Konsequenz sein könnte.
    Vielleicht bringt auch diese Art Protest etwas.
    Grüsse an alle Mitstreiter und Danke an die Organisatoren aus dem Kreis Konstanz

  • von inge jandl

    Super gut gelungene Veranstaltung, werd euch weiter unterstützen.

  • von Rudolf Paul

    wäre auch gerne dabei gewesen, aber da machen meine Beine nicht mehr mit. Macht weiter so, ich unterstütze Euch (uns).

  • von MonacoHeinze

    Herzlichen Dank an Euch und alle Mit-Organisator(inn)en, Mit-Kämpfer(innen) und Demo-Teilnehmer(innen). Ich wünsche uns allen, dass diese Abkommen noch gestoppt werden. Wenn das gelingt, bin ich (wie so viele andere) nicht umsonst angereist (ich aus München). GLÜCK AUF!

  • von Wolf Hartmut Busse

    Eine gelungene Demonstration, soviel Menschen habe ich in Berlin bei einer Demo noch nie gesehen.
    Hoffentlich geht den Politikern langsam ein Licht auf. Die nordamerikanische Freihandelszone Nafta ist das beste Beispiel für misslungene Liberalisierungsverträge, das ist 20 Jahre her. Die Verlierer waren
    die Kleinbauern, die Gewinner die grossen Konzerne. Mehr Arbeitsplätze hat es auch nicht gebracht, im Gegenteil. Also Leute, weiter gegen TTIP + CETA !!!

  • von Tina Ternus

    Gratulation, Großartig :-)) Das war erst der Anfang!! Was wichtig ist, zu wissen, ist dass die Gegenseite bereis dabei ist, massiv aufzurüsten und die gesamte Bevölkerung mit einer „neutral“ kostümierten massivsten Gehirnwäsche überziehen wird. Auf der website http://www.insm.de, der Wirtschaftslobbyorganisation INSM sieht man die gestartete Kampagne vom „Lautsprecher des Kapitals“, wie die INSM bereits 2005, also vor 10 (!!!) Jahren in der ZEIT betitelt wurde und deren extremer Einfluss und Präsenz über die Medien seitdem nochmals stark zugenommen hat. Wirtschaftslobbyisten bestimmen mittels reichlich Etat mit Hilfe von public affairs Agenturen und deren Erzeugnis „unsichtbare PR als Dauerberieselung über alle Kanäle“ die agenda, worüber Deutschland zu reden hat, was der kleine Mann zu denken hat und wer den Kampf um die Meinungshoheit gewinnt. Diese Methoden muss jeder der 3Mio TTIP Gegner kennen, enttarnen und an jeden in seinem Umfeld weiter kommunizieren. Dann haben wir eine Chance!!

  • Erstmal meine aufrichtige Gratulation an allen beteiligten Gruppierungen, dies war ein gelungener Akt.
    Das nun die Mainstream-Medien versucht diese Veranstaltung zu diskreditieren, war zu erwarten, und man soll dies einfach abhacken.
    Da ich mich auf vielen Blog´s mich informiere sei es bei den NGO`s oder bei politischen Seiten über dieses Thema „Konzernschutzabkommen “ Informationen abhole, möchte ich jeden der diesen Kommentar liest mal bei Foodwatch reinklicken und den Artikel „CDU verbreitet systematische Fehlinformation über TTIP“ lesen und auf das „Plenarprotokoll“ zugreifen, ist viel Lesestoff aber sehr aufschlussreich.
    Bildet euch selbst eine Meinung dazu !!!

  • von Sven Bergemann

    Sorry Jungs & Mädels,
    aber Euer Video hat ’nen Druckfehler am Ende:
    „Teil das Video mit Freunden und ____verbeitet____ den Erfolg!“

    … das sieht aber uncool aus!

    • von Janine Behrens

      Lieber Sven, danke für den Hinweis! Das ist uns am Ende des Tages leider durchgerutscht.

    • von Ulrike

      Na, zum Glück ist ja das ‚ ei‘ noch in der richtigen Reihenfolge.

  • von Sven Bergemann

    Herzlichen Glückwunsch zu Eurer gelungenen Aktion!

    So viel Erfolg hätte ich jetzt nicht erwartet. Schon eine schöne
    und Hoffnung-machende Sache in einem Land, das sich einen
    Vizekanzler gewählt hat, der ungestraft seine zu vertretenden
    Mitbürger beschimpfen darf:
    „… weil wir ein Land sind, das reich und hysterisch ist.“

    Weiter so, und macht unseren selbstüberheblichen Besserwissern
    auf allen Feldern von Politik und Lobbysumpf in Berlin und Brüssel
    weiter Feuer unterm Hintern!

  • von Hetty

    Stop TTIP, Amsterdam 10 Oktober 2015:
    https://vimeo.com/142012948

  • von Kathi Held

    Hallo liebes Campact Team
    Ich wollte euch einfach mal ein großes Lob für die Organisation der gestrigen Großdemo in Berlin aussprechen.
    Ihr habt das super organisiert.
    Die Fahrt da hin und zurück war super organisiert.
    Und auch vor Ort lief alles super.
    Einen einzigen Vorschlag hätte ich für euch noch.
    Bitte bei der nächsten Demo unbedingt die Dixiclos besser an der Strecke bzw. am Bahnhof verteilen.Die eine Toilettenmöglichkeit im Bahnhof war für so viele Menschen zu wenig.
    Aber sonst alles gut gemacht.
    Ich und alle die gestern mit dabei waren sind überzeugt, dass wir TTIP und CETA stoppen werden.
    Gemeinsam schaffen wir das.
    Liebe Grüße von Katharina Held

    • von Friedrich Brandt

      Bei dem großen Lob für die Organisatoren dieser unvergesslichen Demo stimme ich zu. Die Kritik an der Verteilung der Toiletten erstaunt mich dagegen. Denn auf der Strecke zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule standen unübersehbar an mehreren Stellen lange Reihen von Dixie-Klos

  • von Ulrike

    Was für ein Tag in Berlin! Dafür bleibe ich gerne wieder mal 24 Std. auf den Beinen. Danke an alle Mit-Empörer*innen.

  • von Stefan

    Schöner Beitrag, blöde Überschrift: Das war nicht nur ein Moment. Und es geht um mehr als den Moment.

  • von Meyer Thomas

    11.10. und noch ne Gänsehaut mit einer gehörigen Portion Fassunslosigkeit!
    Spiegel: TTIP-Gegner sind alle Nazis
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ttip-bei-der-demo-marschieren-rechte-mit-kommentar-a-1057131.html#js-article-comments-box-pager
    Eine Polemik von Alexander Neubacher

    Das mit der „Polemik“ wurde erst später vom SPON dazugefügt. Die Leserkommentare haben wohl dazu beigetragen.

  • von W.Weiß-Groß

    Ein riesen Kompliment an alle Beteiligten -welch logistische/organisatorische Meisterleistung!!
    Und soviel kultuvierte,entschlossene,hoffnungsvolle Menschen!
    Herzliche Grüße aus Hildesheim

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