Diese 5 unglaublichen Dinge passieren, wenn die Vorratsdatenspeicherung nicht kommt

Überwachungsfans freuen sich: Die Bundesregierung hat überraschend die Abstimmung zur Vorratsdatenspeicherung für diesen Freitag auf die Tagesordnung gesetzt. Wir wagen ein bildstarkes Gedankenspiel und zeigen, was passiert, wenn der Bundestag die Vorratsdatenspeicherung nicht verabschieden würde.

Überwachungsfans freuen sich: Die Bundesregierung hat überraschend die Abstimmung zur Vorratsdatenspeicherung für diesen Freitag auf die Tagesordnung gesetzt. Wir hören jetzt schon das ewig gestrige Mantra der Befürworter: die Vorratsdatenspeicherung sei alternativlos. Wir wagen ein bildstarkes Gedankenspiel und zeigen, was passiert, wenn der Bundestag die Vorratsdatenspeicherung nicht verabschieden würde.

1. Vater Staat speichert nun doch nicht die Bewegungsdaten von Millionen Teenies
Vater Staat weiß nicht wo wir letzten Sommer waren.
Vater Staat weiß nicht wo wir letzten Sommer waren.
2. Im Innenministerium rollen die Tränen
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Dabei haben sie sich doch so sehr darauf gefreut noch mehr Daten auf Vorrat zu haben…
3. Dabei hatte das Kompetenzteam von Minister Thomas de Maizière doch alles gegeben…
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Experten bei wichtiger Sitzung.
4. Das Leben geht weiter: Man wendet sich dringenderen Überwachungsprojekten zu, z.B. der Gefährdungslage im Wald
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Ein potentieller Gefährder?
5. Die NSA kommentiert: Wir waren schon immer für Datenschutz!
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Datenschutz wird bei der NSA groß geschrieben – aber nur wenn’s um die eigenen Daten geht…

Bei allem Spaß: Warum will der Staat so viel über uns und unser Verhalten wissen?

Warum will der Staat wissen, mit wem wir in den letzen Monaten telefoniert und getextet haben, und wo wir mit unserem Smartphone in der Tasche unterwegs waren? Im Klartext bedeutet das: Anlasslos sollen sensible Verbindungsdaten der kompletten Bevölkerung gesammelt und gespeichert werden. Selbstverständlich bedienen sich auch Geheimdienste an diesen Datensammlungen. Es ist ein Skandal, dass dieses Gesetz am Freitag im Schnelldurchlauf durch den Bundestag gepaukt werden soll. Auf dem SPD-Parteikonvent im Juni hagelte es noch Kritik aus den eigenen Reihen für Parteichef Sigmar Gabriel für sein Überwachungs-Projekt. Erst jüngst sind Dokumente aus dem Justizministerium an die Presse geraten, die enthüllen: die eigenen Experten im Justizministerium hegen großen Zweifel daran, ob das Gesetz überhaupt rechtskonform ist. Am Freitag nun geht es ans Eingemachte: Wie viele Abgeordnete der SPD und CDU weigern sich diesen Überwachungskurs mitzufahren?

Wir werden vor Ort sein und gegen dieses skandalöse Vorgehen protestieren. Komm auch Du zur Aktion:

Zeit: Freitag, 16. Oktober 2015, 8 Uhr
Ort: Vor dem Reichstag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin

4 Kommentare

  • War 1968 einer der ersten Schulsprecher , Entwicklungshelfer , Einwanderer , Auswanderer .
    Ich wünsche Ihnen Glück und Gesundheit . Nur mit Einsatz für uns , für unsere Zukunft können wir Wege finden die uns weiter bringen . Aber aufpassen das es nicht zur alleinigen Lebensaufgabe wird . Viel Glück MfG Bernhard Schiffel

  • von Jochen Griesbaum

    bei allem ernst….

    ich komm wenn frau nocun nen kaffee spendiert……. :)

    ähm ja noch ne frage, wozu braucht frau merkel seit neustem ne zweite meinung? bei ihren guten verbindungen zu herrn zuckerberg müsste sie die bewegungsdaten sowie so haben?
    und die zweite frage nach dem artikel bei spiegel-online und dem grundthenor, dass am samstag nur dumme nazis bei der demo waren …. muss ich angst haben, dass mein fb account auch gesperrt wird, wenn ich mit campact sypathisiere? nunja da is der neagtive aspekt der vorratsdatenspeicherung, man bekommt die dinge zu sehen und zu lesen … und die fakten sind für frau merkel bestimmt nicht positiv und in ihrem sinn…… ich schick euch freitag positive energie ….. und gruss an frau nocun :)

  • von Norbert Küsgen

    Es war einmal vor langer Zeit, da gab es einen Innenminister, der hieß Baum. Der ließ bei seinem Amtsantritt so sicherheitsrelevante Daten wie eine Datei mit allen studentischen Wohngemeinschaften löschen, und das einfach so von sich aus, weil er sie für unsinnig hielt. Aber wie gesagt, das war vor langer Zeit und die Bürger waren damals sicherlich viel ungefährlicher als heute. lol

  • Jetzt kommt das Mantra der Ewiggestrigen: “Ich habe nichts zu verbergen, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als die Regierung allein.”
    Das ist ein Problem, das andere ist, dass wir in Wahrheit kaum unabhängige Politiker haben. Sie funktionieren roboterhaft in vorauseilendem Gehorsam zugunsten von Bigbrother jenseits des Atlantiks und zu ihren Zweitarbeitgebern, der Industrie, deren Andiener sie sind.
    Nur noch die Gedanken werden frei sein, wie das schon 1780 prophezeit worden ist, wenn…

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Kahtarina Nocun
Veröffentlicht von Katharina Nocun

Katharina Nocun ist studierte Ökonomin und beschäftigte sie sich mit den Auswirkungen der technologischen Revolution auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie engagiert sich in der digitalen Bürgerrechtsbewegung für eine lebenswerte vernetzte Welt. Sie war 2013 Politische Geschäftsführerin und Themenbeauftragte für Datenschutz der Piratenpartei Deutschland und arbeitete als Referentin und Campaignerin u.a. für den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Campact e.V. und Wikimedia Deutschland e.V.. Katharina Nocun ist Botschafterin für die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und Mitglied im Beirat des Whistleblower-Netzwerks und bloggt regelmäßig unter http://www.kattascha.de. Folge Katharina auf Twitter: https://twitter.com/kattascha