Wie diese Frau es geschafft hat, eine ungerechte Hartz-IV-Reform zu stoppen

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, plante Hartz-IV-Kürzungen für Alleinerziehende. Für die alleinerziehende Mutter Anna Petri-Satter war das nicht vertretbar. Mit ihrer Petition auf WeAct hat sie die Regierung zum Umdenken gebracht: Die Kürzungen wurden aus dem Gesetzentwurf gestrichen.

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, plante Hartz-IV-Kürzungen für Alleinerziehende. Für die alleinerziehende Mutter Anna Petri-Satter war das nicht vertretbar. Mit ihrer Petition auf WeAct hat sie die Regierung zum Umdenken gebracht: Die Kürzungen wurden aus dem Gesetzentwurf gestrichen.

Wie sie das geschafft hat, erzählt sie in diesem Video:

Es war absurd: Getrennt lebenden Eltern mit Hartz-IV-Bezug sollte Geld gestrichen werden. Ihnen drohte eine Kürzung für die Tage, an denen ihre Kinder mit dem anderen Elternteil zusammen sind. Als sie die Meldung las, wollte Anna Petri-Satter etwas dagegen tun – und startete kurz entschlossen eine Petition auf WeAct. Mit Erfolg: Innerhalb von vier Wochen löste ihre Petition so viel Wirbel aus, dass die Regierung die Kürzungen aus der geplanten Reform wieder strich.

Was ist mit Dir? Hast Du auch ein Thema, das Dir am Herzen liegt?

Starte Deine eigene Petition auf WeAct:

Übrigens: Anna Petri-Satter hat mittlerweile eine weitere Petition gestartet. Denn nach wie vor können Jobcenter auf individueller Basis die Bezüge von alleinerziehenden Hartz-IV-Empfänger/innen kürzen. Anna Petri-Satter fordert, dass dieser Praxis ein Riegel vorgeschoben wird.

Hier geht es zu Anna Petri-Satters neuer Petition:


WeAct Logo

WeAct ist die Petitionsplattform von Campact, einer Bürgerbewegung, mit der rund 1,8 Millionen Menschen für progressive Politik streiten. Wir setzen uns gemeinsam für eine sozial gerechte, ökologisch nachhaltige und friedliche Gesellschaft ein.

105 Kommentare

  • von M. Lutz

    Ein riesiges DANKE und Gratulation an Anna Petri-Satter. Wie denkt und plant die Grosse Politik an der wirklichen Realität von uns Bürgern vorbei und das dann auch noch auf Kosten der Schwächsten. Wie mutig und engagiert von Frau Petri-Satter sich für direkte Demokratie stark zu machen. Und es hat geklappt. Super.

  • von Frank Weißer

    Hut ab Frau Anna Petri – Sattler!!!
    Ich bin seit 11 Jahren alleinerziehend und habe z.T. bittere Erfahrungen mit unserem so
    fürsorglichen Staat gemacht. Es wird allerhöchste Zeit, dass unser wichtiger Beitrag für die
    Gesellschaft wahrgenommen und entsprechend gewürdigt wird!
    Weiter so und alles Gute!

  • von Margarete

    Finde ich gut. es sollten mehr Leute den Mut haben. vor allem sollte den Politikern die Doppelbezüge gestrichn werden wenn sie diese Dinge betreiben.

  • von Dr. Izzeddin Musa

    Der Sozialabbau fing mit der Schröder’schen Agenda 2010 an und setzte sich bis Nahles immer fort. Folglich steht der SPD der Buchtabe “S” in ihrem Namen nicht mehr zu. Sie ist nur DP. Seit TTIP, CETA und TISA hat die DP vor, auch noch unsere Demokratie auf dem Altar der Handelsabkommen zu opfern. Demnach kann sie nur noch eine “P” beanspruchen, bestensfalls eine “GP”, heißt, eine Gabriel’s Partei. Aus diesem Grund habe ich diese “GP”, nach jahrzehter Zugehörigkeit, verlassen. Ich wünschte, viele andere, noch Genossinnen und Genossen, würden meinem Beispiel folgen. Ich hoffe weiterhin, dass die Wählerinnen und Wähler der “GP” die Abrechnung am Wahltag presentieren werden.

    • von Rinkes

      Ja Danke,endlich mal jemand mit dem selben Gedankengut.
      Man sollte wirklich überlegen hier etwas zu unternehmen,
      gegen Nahles,gegen die SPD. Was Müntefering im Interview gesagt ist der Hohn, bei 600.- Rente ist man nicht Arm. Die machen doch so weiter wie der Schröder und Hartz angefangen haben.
      Man muss denen den Krieg erklären.
      Davon mal abgesehen steht der CDU auch das “C” nicht zu!!!

  • von Renate Schultze

    Großartig, was ein/e Einzelne/r doch bewegen kann. Da muss man doch mal anerkennen, dass das Internet zwar Fluch, aber auch Segen sein kann und Demokratie sich so direkt auswirkt. Das hat sich aber wohl noch nicht so ganz bei unseren Abgeordneten und Beamten herumgesprochen, dass HarzIV Empfänger nicht zwangsläufig faul und dumm sein müssen. Scheinbar haben “die” noch immer nicht begriffen, dass Bürger und Bürgerinnen inzwischen, Dank Internet, sich nicht nur gut informieren, sondern auch zusammentun können, sonst würden sie vielleicht mal etwas mehr Nachdenken bevor sie den Mund aufmachen. Sozialer Gerechtigkeit oder Interesse am Allgemeinwohl scheinen unsere “Politiker” nur noch für sich selber anzustreben. Das “Volk”, das sie vertreten sollten, ist für sie nur eine graue Masse irgendwo im Nirgendwo. Ein Armutszeugnis ohne Gleichen, wenn sie nur noch fähig sind, an denen zu sparen, die sich nicht wehren können. Aber damit ist es Dank Camp-act endgültig vorbei! Bravo!

  • von Barbara Schellenberg

    Ich gratliere Euch von ganzem Herzen! Ihr habt das einfach toll gemacht! Und wenn ich nicht in Spanien leben würde, wäre ich mit euch mit gegangen!!!
    Das nächste Mal bin ich sicher dabei!
    Alles Gute und liebe Grüße,
    Barbara

  • von Marina

    Mir scheint, dass man über Petitionen in der Tat wesentlich mehr erreichen – als über Parteien.
    Ja sicherlich, als Einzelne muss ich nicht unbedingt etwas erreichen, ABER in der Gemeinschaft
    von vielen kann ich durchaus eine ganze Menge BEWEGEN – und SO zum Ziel gelangen! Man muss halt nur AKTIV werden, nachdem man vorher mit wachen Sinnen Dinge, die nicht in Ordnung sind, zur Kenntnis genommen hat … Dies wird einfach schon von einem MÜNDIGEN Bürger erwartet, dass er tätig wird. DAS ist GELEBTE Demokratie = VOLKsherrschaft! Jeder, wirklich JEDER, ist hierbei gefragt! Einen Biedermann wie vor über 70, 80 Jahren brauchen wir nicht, denn da hatten die Brandstifter ein allzu leichtes Spiel …

  • von Dr.Ursula Kouba

    Eine tolle Geschichte und für die alleinerziehenden Mütter gut.

    Aber die ursprünglichen Absichten sind ja wirklich peanuts im Vergleich dazu, dass Leute wie Herr “Matschmeier” Milliaren z.B. an den kriminellen Cum-cum- Geschäften “verdienen” können.
    Das sind die wirklichen Schweinereien, denn für die Sanierung von Schulen, Kasernen, Straßen,für den sozialen Wohnungsbau, dafür, mehr LehrerInnen und Erzieherinnen einzustellen und…ist nie Geld vorhanden, weil diese Leute ja alle keine Steuern zahlen.
    Hier müsste die Politik ansetzen.

  • von Marianne Enzensberger

    Herzlichen Glückwunsch!! Ich freue mich mit Euch! Aber zutiefst verstörend und von einer perfiden Grundhaltung getragen scheint mir Fau Nahles Versuch allein. Was geht in Menschen vor, die so denken? Wer entwickelt so eine kranke Idee? Es bleibt auch Traurigkeit trotz der Freude. Frau Nahles möge sich schämen. Aber das tun Politiker nicht. We act arbeitet gut. Leider können weder Campact noch We Act schon im Vorfeld erzieherisch wirken. Und so bleibt uns leider immer nur das Reagieren.

  • von Ursula Zarnetta

    Bin sehr froh, daß ihr es wieder mal mit eurem Einsatz geschafft habt. In meinem Alter (79) hat man eine Menge erlebt und
    erleben müssen. Was mich sehr getroffen hat, daß es ein SPD-geführtes Ministerium ist, welches sowas aushecken muß.
    Man darf dabei nicht außer acht lassen, daß es eine Koalition ist, die solche Entscheidungen trifft und der stärkere Partner
    ist nun mal die CDU. Es wäre gut, wenn viel mehr Menschen sich politisch betätigen würden, damit sie lernen bestimmte
    Entscheidungen zu verstehen. In diesem Fall muß Andrea Nahles das ausbaden. Ich hoffe nur, ihr jungen Leute geht alle
    wählen und laßt dabei solche Vereinigungen wie Afd und NPD außer acht. lb. Grüße und immer aufrecht gehen!

    • von women with voice

      Danke, im Namen aller Alleinerziehenden – glücklicherweise bin ich aus diesem “Sumpf” heraus. Ich weiß aber wohl was es bedeutet allein erziehend zu sein und mit den knappen finanziellen Mitteln umgehen zu müssen. Die Politiker glauben wohl noch immer, sie könnten dort sparen, wo sich vermuten, dass sich Menschen am wenigsten wehren/können.
      Es sind sehr gute Zeichen zu sehen, dass sich Frauen nicht mehr alles gefallen lassen, dass Frauen ihren Mund aufmachen und sagen, was nicht geht. Ein paar Euro weniger in einer ALG II Situation bedeutet sehr viel – manch einer mit gutem Gehalt kann sich die Realität davon nicht vorstellen.

    • von Simone

      In allen Punkten kann ich nur zustimmen!

    • von Werner Eppstein

      Guten Tag Frau Zanetta,

      leider liegen Sie mit ihrer Analyse , dass Frau Nahles diese Hartz IV Gesetze ausbaden muss falsch. Nein Sie ist die Vertreterin der Partei die das Bad mit Hartz IV gefüllt hat. Es war die Schröder SPD (Und Fr. Nahles fand das damals sehr gut) mit den damaligen Grünen , die diese Gesetze eingeführt haben. Damals hat die SPD die CDU tatsächlich rechts überholt. Und die SPD ist eine Partei der Konzerninteressen (wegen der guten Arbeitsplätze als vorgeschobenes Argument). Ein aktuelles Beispiel ist die Energiepolitik, die jetzt so gestaltet ist, dass es für die Energiekonzerne wieder in die win win Zone gehen soll.
      Auch der Mindestlohn von 8,50 Euro ist für mich eher ein “Mindesthohn” und von einer Lohnobergrenze wird erst garnicht gesprochen.

      Mit guten Grüßen
      Werner Eppstein

    • von Ole Kühnert

      Liebe Frau Zarnetta,

      Andrea Nahles als Bauernopfer ihrer CDU-geführten Koalition zu sehen, dürfte leider nicht zutreffen. Sowohl Nahles als auch ihr Team aus ihr Team aus Staatssekretären und Beratern (auch aus der Privatwirtschaft) haben diese Pläne ausgeheckt. Der CDU wurden sie erst danach vorgelegt, die sie natürlich zufrieden annahmen. Lassen Sie sich vom roten Anstrich der SPD nicht täuschen. Es könnte nämlich auch Blut sein. Und so war das eigentlich schon immer. “Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!” Dieser Spruch ist schon uralt. Und er hat seine Berechtigung.

      Während die CDU offen bösartig ist (und angeblich noch immer die meisten Stimmen bekommt), verschleiert die SPD ihre ähnliche Gesinnung lediglich. Zumindest auf höherer Ebene. Das ist ja fast noch schlimmer. Und ja, AfD und NPD sind ebenfalls unwählbar.

      Viele Grüße aus Berlin

    • von Walter Z.

      Ihre Beweiräucherung der SPD ist schon sehr seltsam.Als Gerhard Schröder regierte wurde von der SPD die sogenannte Harz -4 Reform eingeführt. Kann es sein ,dass Sie das nicht mitbekommen haben oder fanden sie das gut. Harz-4 ist leider der Ausgang von allem übel.Ihre Wahlempfelung im Bezug zur AFD werden viele Wähler leider nicht teilen.Da man CDU und die noch schlimmere SPD nicht wählen Kann, können konservative Wähler leider nur auf die z.Z. drittstärkste Partei AFD zugreifen.

    • von Walter Z.

      Eine bescheidene Frage: wielange moderieren Sie denn noch an meinen Kommentaren? Oder wird man hier nur verarscht.

  • von PeB

    Schon unsere Altvorderen mussten sehen, wie sie Ihre Familien ernährt bekamen, und zu keiner Zeit war immer alles gerecht. Manchmal habe ich den Eindruck, in dieser Gesellschaft ist “Bemühen” aus dem Wortschatz gestrichen worden. Wer sagt denn, dass (allein) der Staat unsere Kinder unterhalten muss?! Aber zum Glück betrifft das nicht die Masse.
    Ich bin sehr dafür, dass Alleinerziehende -Mütter wie Väter- deutlich unterstützt werden, aber nicht mit Geldgeschenken, sondern mit besten Bedingungen und einer lohnenden Vergütung ihrer großartigen Leistungen. Erstrecht angesichts des Trends -was natürlich jedem freigestellt sei-, sich für Karriere und persönliche Freiheiten den Mühen aber auch den Freuden einer Elternschaft zu entziehen.
    Dank allen sorgenden Papas und Mamas und allen denen, die sie unterstützen.

  • von C.Fischer

    Ich bin für direkte Demokratie nach dem Vorbild der Schweiz.
    Dann kann das Volk bestimmen und nicht die vermeintlichen Volksvertreter in Form der repräsentativen Demokratie.
    In der ehemaligen DDR haben wir vom “Elfenbeinturm” gesprochen, in welchem die Politiker lebten. Jetzt ist der Elfenbeinturm neu erstanden und es wird unruhig in der Gesellschaft…
    Die Kinder hier im Land brauchen eine andere neue Kultur des Willkommens !

  • von Horst Eisner

    ich gratuliere Frau Petri-Satters für den Erfolg und möchte sie bestärken in dem Bestreben weiter so zu machen, zum Beispiel was die Besteuerung arbeitender, alleinerziehender Frauen und Männer angeht.
    Auch da stinkt es zum Himmel , und zwar gewaltig.
    In dieser Zeit in der Gleichgeschlechtliche heiraten dürfen und damit auch alle steuerlichen Vorteile einer Ehe genießen, kann es nicht sein das die die sich am meisten plagen um den Kindern eine vernünftige Ausbildung, ein Heim, usw bieten, dermaßen hoch besteuert werden.

    Die Kinder sind unsere Zukunft, so einfach ist das.

    Und zwar die Kinder die eine reale Chance haben.

  • von Caterina Crociara

    Gratuliere!

    Als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache rede ich mit meinen Studenten häufig auch über Basisdemokratie. Viele junge Menschen entgegen mir schon fast mantraähnlich, dass wir hier unten eh nichts ändern können… also alles sei zwecklos…

    Ich bin davon überzeugt: WIR KÖNNEN ETWAS VERÄNDERN UND WIR TUN ES – JETZT!

    Stellen Sie vor, wenn jeder so denken würde… welche Kraft von uns ausgehen wird!

    Danke Anna und danke Campact!

    Danke Anna

  • von Helga T.

    Bravo!!!!! Es ist ganz toll, daß es solche Menschen wie Anna Petri Satter gibt, die gegen diesen absurden Wahnsinn vorgehen. Ich frage mich, was in den Köpfen der Politiker vorgeht, die sich so etwas ausdenken. Als normal denkender Bürger kann man dies in keinster Weise nachvollziehen.
    Was ist das für eine Gesellschaft, die an unseren Kindern, die sich nicht wehren können,sparen will. Das ist ein Armmuts -Zeugnis, was sich unsere Politiker selbst ausgestellt haben.

  • von Gelinda

    Ja – herzlichen Glückwunsch zu dieser erfolgreichen Petition! Für Selbstverständlichkeiten muß man hier kämpfen.
    Aber WAS stimmt den in diesem Lande schon?
    Ich las hier in den Kommentaren von Bejublung der Linken? M i r schnürt es das Herz ab, was diese Linken bewirken und ungestraft laut und öffentlich reden, sowie auf Plakaten tragen oder wo es nur geht (z.B. in Zügen oder Wänden der deutschen Bahn) ankleben dürfen: wie “Deutschland v e r r e c k e”. Das kommt nicht nur von kleinen Lichtern, sondern kommt aus der Führung der Linken, gewählte Personen!

  • von Friederike Ebel-Theel

    So erfreulich es Frau Petri-Satters Erfolg ist, zu dem ich ihr herzlich gratulieren möchte, so bedauerlich ist es, dass ein SPD-geführtes Ministerium auf diese absurde Idee verfällt. Genau wie bei Ceta und TTIP, und in Kürze Tisa, wird die Bevölkerung damit beschäftigt, Kürzungen und sogenannte “Reformen” abzuwehren, anstatt Forderungen und Ideen für eine sozial gerechte Gesellschaft zu formulieren. Mit anderen Worten: außer der Linken sehe ich zur Zeit keine Partei, die bereit ist,sich wirklich für dieses Ziel zu engagieren.

    • von Anton Zeitlmayr

      So viel ich weiß, gab es diese nunmehr abzuschaffende Regel schon länger und nicht erst, seit Andrea Nahles Ministerin ist. Da müsste ich mich schon sehr stark täuschen. Und Handelsabkommen sind nicht von vornherein schlecht, es kommt natürlich drauf an was da drinnen steht. Die Welt ist halt auch komplizierter geworden und die Linke wird in Regierungsverantwortung wohl kaum die Revolution ausrufen. Also bitte nicht immer auf die SPD einklopfen, sie ist eh schwer genug gebeutelt. Mit CDU/CSU allein gäbe es keinen Mindestlohn, keine Verbesserungen bei Leiharbeit und auch im Hartz-IV-Bereich nicht die geringsten Verbesserungen.

    • von Margret Kirchner

      Sehr geehrte Friederike Ebel-Theel, vielen Dank für Ihre klaren Worte, die ich unterstütze. Seit 10 Jahren wird leider unser Staat immer unsozialer. Man nimmt von den Armen, inzwischen sogar von der Mittelschicht, und hoffiert die Reichen. Dort werden lediglich lächerliche Abschläge gemacht, wenn überhaupt. Aber dass sich eine SPD Ministerin dazu hergibt, den Alleinerziehenden, die sowieso meistens am Ezistenzminimum liegen, noch Geld abzunehmen, ist nicht zu glauben. Das ist nicht mehr meine Partei. Fragt sich Frau Nahles eigentlich gar nicht, wie es den Kindern von Alleinerziehenden geht? Aber Minister wollen sich wohl in erster Linie profilieren. Schade!

    • von Andrea Kornak

      Ganz meine Meinung ! Schon alleine auf diese absurde Idee zu kommen, zeigt, dass erstens Frau Nahles und zweitens ihre Ministerialbürokratie völlig ahnungslos und unfähig sind !!!!
      Und dann hält diese Ministerin noch Sonntagsreden zur Ungleichheit in dieser Gesellschaft und hat wohl Ambitionen, Bundeskanzlerin zu werden !!!

      Und dann sollte man die Ausschussvorsitzende Kerstin Griese nicht vergessen, der wohl die Petition übergeben wurde. Auch sie ist vorrangig am eigenen Wohl und Fortkommen interessiert, das sah man schon deutlich, als sie Vorsitzende des Familienausschusses war. Ach ja, und in der Evangelischen Kirche war sie auch noch “Sozial”referentin…….

    • von Ernst-Friedrich Harmsen

      Das ist richtig. Aber in den Ministerien sitzen Beamte und Beamtinnen, die gesichert sind und sich Möglichkeiten aus den Fingern saugen müssen, hier bei den Schwachen zuzuschlagen, die eben keine Lobby haben. Diese Leute sind finanziell gesichert bis ans Lebensende und erarbeiten diese Art Gesetzesvorlagen, lebensfremden, gefährlichen Unsinn, egal, welcher Minister oder Ministerin da vorsteht. Vom Sinn des Lebens – keine Spur!

    • von green

      richtig!!

    • von Alfred Schnitzenbaumer

      Ich schließe mich dem Kommentar von Frau Ebel-Theel voll an. und beglückwünsche herzlich Frau Petri-Satters. Sie macht Mut in diesen Zeiten der Desinformation und des Demokratieabbaus. Danke! Man kann eben doch was tun!

  • von gosta.zwilling

    Gratuliere Frau Anna Petri-Satter und danke Campact !

  • von Gesa Vogler

    Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Erfolg und , nicht ganz unabhängig davon , dazu , dass Sie sich in einem guten Netzwerk befinden !
    G.Vogler geb.Ohlenroth . 12.10.2016 .

  • von Anton Zeitlmayr

    Ich spreche meinen Glückwunsch zur erfolgreichen Petition aus. Aber ich möchte mich auf keinen Fall in eine Reihe mit denen stellen, die sich immer wieder pauschal gegen angeblich unfähige Politiker wenden. Ich habe bessere Erfahrungen. Die AfD-Terminologie sollten wir in diesen Foren nicht übernehmen.

  • von Eva-Maria Otto

    Ich bin 67 Jahre, war ebenfalls alleinerziehend, weiß also um die Probleme wenn 1 Elternteil für die Betreuung verantwortlich ist. Deshalb auch mein Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg. Wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, die geringen Hartz IV-Leistungen zu kürzen, ist mir völlig schleierhaft. Ich frage mich, ob sich einer der politischen Schlaumeier Gedanken darüber gemacht hat, wie dieser Unsinn praktisch umgesetzt werden soll, z.B. wenn die Aufenthaltsdauer zwischen den Eltern strittig ist? Bisher schaffen sie es ja noch nicht mal, den zum Unterhalt verpflichteten Elternteil zu regelmäßiger und angemessener Zahlung zu bewegen. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen politikverdrossen sind + mittlerweile damit beginnen, sich aktiv zu wehren. In der reichen Bundesrepublik ist bisher einfach der politische Wille nicht vorhanden, die Rahmenbedingungen für die Betreuung der Kinder sozial ausgewogen zu gestalten. Frühe Separierung = Chancenungleichheit!

  • von S.Kegreiß

    Das ist toll, was ihr leistet! Ein Glück ist so etwas möglich! Endlich sind wir nicht mehr ausgeliefert, sondern es geht so dann doch in Richtung Demokratie! Herzlichen Dank dafür!!
    Stephanie

  • von Michael Heller

    Demokratie und Solidarität. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass das Individuum nicht ohnmächtig der asozialen Politik einer Politikerriege ausgeliefert ist, die den Menschen schon längst aus den Augen verloren hat.

    Wie Reinhard Mey irgendwann mal gesungen hat: “Demokratie nutzt sich ab, wenn Du sie nicht nutzt”.

    Vielen Dank an alle Beteiligten. Vor allem auch dafür, dass sich aus diesem Fall Hoffnung schöpfen lässt.

  • von Joachim Horn

    Super !!!!!

    Es freut mich, dass man offenbar in diesem Land doch noch etwas in die richtige Richtung bewegen kann. Ich selbst bin zwar weder alleinerziehend noch aktuell in Harz IV aber ich kenne aus meiner eigenen Vergangenheit die Unmenschlichkeit, Ungerechtigkeit und Ausgrenzung welche in der Harz IV Gesetzgebung enthalten ist.

    Um so mehr möchte ich Sie, Frau Petri-Satter, zu Ihrem Erfolg für uns alle Beglückwünschen und auch alle Leser auffordern sich weiter gegen die systematische Ausgrenzung sozial benachteiligter Manschen zu engagieren. Ich für mich jedenfalls werde das weiterhin im Rahmen meiner Möglichkeiten tun.

  • von Ludwig Adorf

    Sehr gut gemacht Frau Anna Petri- Satter.
    Es war auch mal an der Zeit daß einige unfähige “Volksvertreter gestoppt wurden.Ich bin zwar kein Hartz IV Bezieher aber ich denke so geht es nicht wie sich das einige hochbezahlte “Politiker”
    gedacht haben.

  • Ganz herzlich gratuliere ich den Leuten von Campact, dass sie WEACT geschaffen haben.
    Ich bin Jahrgang 1938 und habe vier Enkel im Alter zwischen zwischen fünf und elf Jahren.

    Ich habe also Nazizeit und Bombenkeller erlebt, die Besiedelung des Justizministeriums der Bundesrepublik mit Blutrichtern, die Arroganz herrschaftlicher Bürokratie und vor allem schlimmstes Duckmäusertum.

    Meinen Enkeln werden diese Erfahrungen erspart bleiben, dank CAMPACT und solidarischen Einzelnen wie verbündeten Vereinigungen. Sie werden die Chance haben, nun verstärkt gegen inneres Duckmäusertum, das Wegsehen etc. vorgehen zu können.

    Ein besonderer Dank an Janine BEHRENS, die Demokratie in zündender Weise umgesetzt hat. Sie regt mich an zu sehen, wo ich mit meinen Erfahrungen als Arzt, Professor (www. schueffel.eu) und vor allem als Bürger unserer immer bedrohten Demokratie wirksam werden kann.

    • von Janine Behrens

      Lieber Wolfram, lieben Dank, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Dein Zuspruch ist uns sehr wichtig und motiviert ungemein. Diese tolle Leistung, die Hartz-IV-Reform für Alleinerziehende zu stoppen, hat die WeAct-Aktive Anna Petri-Satter mit ihren vielen Unterstützer/innen vollbracht – ich (Janine Behrens) bin nur die Überbringerin der frohen Botschaft ;-)

    • von Caterina Crociara

      Wir brauchen mehr von solchen Professoren und Lehrern! Danke Wolfram

  • von Detlef Bassing

    Das ist ja schön, wenn sie jetzt genauso vehement dafür kämpfen das auch Vätern ,die Hartz IV beziehen, für die Zeit wo die Kinder bei ihnen sind zumindest ein Verpflegungszuschuß gewährt wird, dann breche ich sofort in Jubel aus! Ich bin Aufstocker, weil das was ich mit meinem Gewerbe erwirtschafte Mangels Aufträgen nicht reicht um meinen Lebensunterhalt komplett zu bestreiten. Fatal ist nur, das mein Sohn an 3 von 7 Tagen bei mir ist und von mir verpflegt werden möchte was dazu führt, das ich wohl nie aus der Misere komme, denn das was ich erwirtschafte verpufft in Wartung der Arbeitsgeräte und eben diese Mehrkosten für Verpflegung! Diesen Sommer sollte ich ihn sogar die gesamten Ferien bei mir haben, Einfall der Mutter, meiner Exfrau, aber das kann ich finanziell einfach nicht stemmen und eine Nachfrage bei ihr, ob sie dann wenigstens bereit wäre etwas zur Verpflegung beizusteuern wurde vehement abgelehnt. DAS IST KEINE SOZIALE GERECHTIGKEIT!

    • von Janine Behrens

      Lieber Detlef, die Petition stellte sich hinter den Bedarf aller Eltern mit Hartz-IV-Bezug – egal ob Väter oder Mütter. Nun sind es zumeist Frauen, die Hartz IV beziehen und mit der drohenden Kürzung konfrontiert worden wären. Streit um Geld und Aufenthalt bleibt zwischen Alleinerziehenden auch ohne diese Reform gewiss nicht aus. Wir wünschen dir alles Gute!

    • von Detlef Bassing

      Das ist doch völlig Egal ob die alleinerziehenden, bei denen das Kind gemeldet ist und somit zur sogenannten Bedarfsgemeinschaft gehört, nun Mütter oder Väter sind, Fakt ist das diese Personen das ganze Geld zum Unterhalt bekommen.
      Und ich streite mich nicht, ich habe genug damit zu Tun mein Leben am Laufen zu halten. Meine Ex wollte nach 20 Jahren die Scheidung, kein Problem, hat sie bekommen obwohl mir keine Gründe bekannt waren die sie rechtfertigten.Aber Egal, seitdem lebe ich wesentlich Entspannter. Bis Ende letzten Jahres habe ich sogar freiwillig anteiligen Unterhalt bezahlt, der ihr abgezogen, mir aber niemals angerechnet wurde. Jetzt ist sie mit ihrem neuen Lebensgefährten in ein Dorf 25km entfernt gezogen, weil sie für ihre insgesamt 5 Hunde ja Platz brauchen. Jetzt habe ich auch noch die 5fachen Spritkosten. Ihre Arbeitsstelle hat sie kurz nach dem Auszug hier aufgegeben.
      Das mag ein Einzelfall sein, aber ich bleibe dabei, das ist keine soziale Gerechtigkeit!

    • von Kalle

      Liebe Janice,

      Detlef spricht hier eine ganz konkrete Ungerechtigkeit an, die erstmal nichts mit Streit um Aufenthalt zu tun hat. Ich finde daher Deine Antwort nicht ganz angemessen.

      Die Petition von Frau Petri-Satter stellt sich gegen die Kürzung der HartzIV-Leistungen für die Tage, an denen die Kinder beim anderen Elternteil aufhalten. Dann stellt sich schon die Frage, ob dem andere Elternteil – wenn selbst HartzIV-Empfänger – für diese Tage ebenfalls Leistungen zustehen. Es sollten doch die Rechte beider Elternteile berücksichtigt werden.

      Herzliche Grüße!

    • von Hübner, Rosemarie

      Also, mein Sohn bekommt vom Jobcenter für die Tage, an denen sein Sohn bei ihm ist, AlgII Leistung und auch die Kosten für die Unterkunft berechnet und ausgezahlt. Wir schreiben die Tage auf,
      geben diese mit dem Antrag ab, wann er da ist und diese Tage erscheinen dann im Bescheid. Das hat bisher hier in Plauen immer funktioniert.

    • von Detlef Bassing

      Das geht? Auf meine Anfrage diesbezüglich habe ich eine ablehnende Auskunft erhalten weil ja an die Mutter der volle Betrag gezahlt wird. Die Tage habe ich auch notiert, dann werde ich das mal einfach schriftlich einreichen …zumindest für das laufende Jahr.
      Immer nur Pommes, damit der Sohn 3 Mahlzeiten am Tag hat wenn er hier ist, hängen mir langsam zum Hals raus ;)

      Danke für die Info

    • von Maus

      Lieber Herr Bassing,
      ich kann sehr gut nachvollziehen, was Sie da schreiben. Selbst das bewirten von Gästen (Familienmitglieder, Freunde) z. B. zum Geburtstag oder zu Weihnachten wird da zum Problem. Menschen mit normalem geregelten Einkommen können sich gar nicht vorstellen, wie es ist, von fast nichts, sowas aufzufangen. Daher bin ich der Meinung, daß Eltern, welche sich beide um ihre Kinder kümmern, auch beiden Kindesunterhalt zustehen sollte. Hier geht es doch um Fairness, oder?

    • Hallo Herr Bassing, genau dafür kämpfe ich jetzt und Sie können mich unterstützen, wenn Sie die Petition dazu unterschreiben: https://weact.campact.de/petitions/umgangsmehrbedarf-jetzt
      Vielen Dank für Ihren Zuspruch, und auch den der anderen! Das stärkt mir sehr den Rücken! Viele Grüße, Anna Petri-Satter

    • von Detlef Bassing

      Gerade unterschrieben :)

    • von Yvonne Tippe

      Solange mein Sohn Unterhalt für die Kids bezahlte u. sich darüber hinaus auch nicht lumpen ließ, durfte er die Kids zu jeder Zeit sehen, sie übernachteten so oft sie wollten beim KV, auch in Urlaub fahren war kein Problem.
      Er wurde krank und verlor seine Arbeit, er lebt nun von einer Rente m. d. er seine Fixkosten für die 3-Zi.-Wg. sowie seinen Lebensunterhalt bestreiten kann(er musste lt. Jugendamt eine Wg. mit Kinder-Zi. nachweisen, um die Kids jedes 2. WE v. Fr.-So. bei sich zu haben). Die KM will seit er Arbeitslos ist u. kein Unterhalt mehr zahlen kann, das alleinige Sorge- u. Aufenthaltsrecht haben, sie hat den KV wegen Kindswohlgefährdung angezeigt, welches von ihr erfunden war u. durch die Aussagen der Kids vor Gericht aufflog. Die Kids wollen zu ihren Vater u. auch zu mir ihrer Oma, die sie nun nicht mehr besuchen dürfen, weil ich mich nicht v. meinem Sohn losspreche. Ich fahre alle 2 W. zum KV -HH-Berlin-, um v. m. AufstRente f. Lebensmittel u. Fahrg. f.d. Kids zu sorgen!

  • von Roswitha Flüshöh

    Liebe Anna Petri-Satter,
    ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Mut und Ihrer Stärke. Ich (62) war selbst einmal alleinerziehende Mutter, hatte jedoch das Glück, mich selbst um einen guten Arbeitsplatz (Sekretärin im Gesundheitswesen) – anfänglich mit 4 Std., dann Vollzeit – gekümmert zu haben. Aber ich weiß, wie es ist, wenn man vom Kindesvater drangsaliert wird, als Putzfrau möglichst schnell einen Job anzunehmen, weil er das Unterhaltsgeld einbehalten wolle. Meine Tochter war damals im Vorschulalter.
    Und es ging mir immer um das Kind, das unter Armut leidet, weil es keine Winterschuhe bekommen kann, weil Fastfood das Allerletzte ist, womit ein Kind großgezogen wird, usw.
    Ich finde, Ihr Handeln ist ein Beispiel für gelebte Demokratie. Ich bewundere Ihre Kraft, nicht nur für sich selbst und Ihr(e) Kind(er) einzustehen, sondern sich politischer Kleingeistigkeit entgegenzustellen und den Weg für andere frei zu machen.
    Danke!

    Mit freundlichen Grüßen
    R. Flüshöh

  • von Hartmut Dietrich

    Glückwunsch – sowohl Anne Petri-Satter zu ihrem Mut und Erfolg, aber auch uns, dem Volk, zu einer einsichtigen Politikerin, für die “DEMOKRATIE” (= Volksherrschaft) noch etwas bedeutet!
    Hätte ihr Chef doch a u c h Sinn für DEMOKRATIE!! Herr Gebriel ignoriert den Protest von 320000 Menschen, die gegen CETA protestieren, dafür viel Zeit und Fahrtkosten einsetzen. Schlimm!
    (Hartmut Dietrich)

  • von Andreas Zieger

    Gratulation an Frau Petri- Satter. Meine Forderung: Bedingungsloses Grundeinkommen für alle.

    • von Sissi

      Starte eine Petition! Ich unterschreibe sorfort!!!

    • von Eleonore

      Ja, unbedingt! Das sehe ich auch so. Es sollte ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden geben und diejenigen, die etwas tun, arbeiten ihr Leben lang, bekommen ihre schwer verdiente Rente – von der nach 45 Jahren kaum jemand leben kann – oben drauf. Das ist auch Demokratie und Gerechtigkeit. Warum geht sorgsam in der Schweiz und bei uns nicht!?

    • von Schwab

      Dem muss ich voll zustimmen. Die Bürokratie ist doch wirklich nicht mehr gerechtfertigt. Es werden viele Leute bezahlt, die die Anträge für Dinge, die selbstverständlich sein sollten, bearbeiten müssen. Da sollte man doch besser ein Grundeinkommen für alle einführen, von dem man leben kann und diese Arbeitskräfte, die jetzt für die Bearbeitung der Anträge mit viel Geld bezahlt werden, freisetzen.

  • von Michel.S

    Tolle Aktion von Frau Petri-Sattler, die wirklich Mut macht, nicht alles als gegeben hinzunehmen.
    Bin selbst Aufstocker und habe zahlreiche ALG2-Empfänger im Bekanntenkreis. Um der Depression nicht anheim zu fallen, versuchen viele Minderbemittelte, Nebenjobs zu generieren oder sich gar mit einem Kleingewerbe selbständig zu machen. Das Problem Nr.1 dabei:
    Kein Startkapital ! Es gibt zu wenig Rückhalt für Menschen, die aus ihrer prekären Situation ausbrechen wollen, gleichzeitg werden sie von der Öffentlichkeit als “faul” denunziert und die Meinung ist weit verbreitet, Minderbemittelte machen es sich in der sozialen Hängematte bequem.
    Im Prinzip ist die aufgeblähte Institution Arbeitsagentur/Jobcenter längst überflüssig. Wirkliche Hilfe hat man von denen nicht zu erwarten. Diese Institutionen dienen als ABM für die Jobvermittler, welche durchweg vergessen haben, weshalb sie diesen Job überhaupt ausüben !

  • zum Glück gibt es Menschen, die sich nicht wegducken, sondern es auf sich nehmen gegen solche asozialen Vorgaben vorzugehen. Betrüblich, dass Sozialausschüsse solche Kürzungen beschließen und hier im System selbst wenig Widerstand ist, Mütter mit Kindern zu sanktionieren.

  • von Katja Wiele

    Das finde ich super und mutig, es beweist doch wieder, dass jeder etwas tun kann, so scheinbar klein der Erfolg auch sein mag, er bringt Großes ins Rollen.

  • von Ilsedore Beißwenger

    Lotti

    Es ist immer leicht bei Schwachen irgend etwas zu kürzen; sie haben weder das Geld noch den Mut dagegen anzukämpfen. Frau Petri-Satter gehört nicht unbedingt zur schwachen Gruppe, denn sie hat zumindest die intellektuelle Basis eine Petition zu starten.Gut für alle, die es betrifft, dass sie es initiiert hat.

    • von Caterina Crociara

      Das Fatale ist ja, dass die die sich nicht so gut artikulieren können wie Anna, in der Afd ihr Sprachrohr finden. Dort sitzt eine komplette Intelligentia und beschäftigt sich damit, die Menschen zu betrügen und Märchen zu erzählen und wozu? Das Ziel ist wohl das System weiter so ungerecht zu erhalten, wie es ist, dadurch, dass die Wut der Bürger auf noch Schwächere umgelenkt wird.

    • Da muss ich jetzt ein bisschen bitter lächeln. Intellekt ist leider im Alltagskampf mit allen strukturellen Ungerechtigkeiten, denen Alleinerziehende in Deutschland ausgesetzt sind, nur ein ganz kleiner Teil der Miete. Und die Annahme, dass einkommensschwach gleichbedeutend mit intellektuell einfach strukturiert sei, finde ich doch immer wieder so weitverbreitet wie unangemessen.

  • von KaBru

    Diese Geschichte zeigt sehr eindrücklich, dass es in einer Demokratie möglich ist, Themen die bewegen mit vielen Menschen zu teilen. Ich freue mich sehr über Menschen wie Frau Petri-Satter, die nicht im Stillen schimpfen, sondern demokratisch aktiv werden! Ein schönes Beispiel für Engagement und Eigenverantwortung für wirklich gelebte Demokratie.

  • von Achim Wolff

    Klasse
    Gelebte Demokratie
    Und das dies auch funktioniert und Politiker zum Umdenken bringt macht Mut auf Mehr

    • von AndreaTaday

      Super. Ganz großes Lob an diese Frau! Deutschland muss eine Streitkultur entwickeln, in der auf alle “Kleinen” gehört wird. Die Frau Nahles soll sich schämen, so etwas überhaupt angedacht zu haben. Das ist das vollkommen daneben gewesen. So eine Erbsenzählerei…

  • von ZIMMERMANN Bruno

    Super! Gibt’s so eine Plattform in der Schweiz?

  • von Roti

    Wir könnten ja mal versuchen, den ungerechten Beamtenstatus abzuschaffen, damit unsere verbeamteten Politiker auch mal kennenlernen was überhaupt Existenzangst bedeutet.

    • von Hartmut Dietrich

      Wunderbar! Ja – das wäre ein echt-demokratisches Ziel: Gleiche Rechte und gleiche Pflichten für a l l e! Ohne soziale Privilegierung einiger (Beamter, Politiker, Richter usw.)!

    • von Gesa Vogler

      Meine Antwort an Roti und Hartmut Dietrich kommt reichlich verzögert . Da ich selbst Beamtin bin , mittlerweile aktiv im Ruhestand , warte ich manchmal lange , ob irgendwer die Traute hat , Beamte zu verteidigen . Anscheinend ist das unpopulär . Ich kann nicht behaupten , jemals ein hohes Einkommen erhalten zu haben , war aber immer stolz auf meine Verpflichtung , unbestechlich dem Wohl des Staats zu dienen . Und das wie auch mein Großvater , preußischer Beamter , der bewies , seinen Eid nicht auf Hitler abgelegt zu haben und der auch während des Kriegs und danach sein moralisches Rückgrat bewahrte . Ein wenig zu billig fand ich als junge Beamtin den Satz aus der “freien” Wirtschaft , wenn es sehr heikle Probleme zu lösen gab , die diese freie Wirtschaft uns eingebrockt hatte :”Das müssen die Beamten nun übernehmen .” Die Diskretion verbietet mir , die Details zu nennen . Aber die Zumutungen erinnere ich sehr wohl , wenn sich keiner fand , ins Feuer zu gehen . “Beamte an die Front !”

  • von Werner Gg. Spiegel

    Was ist mit den Vätern die von Hartz4 existieren müssen? Die in einer anderen Stadt Ihre Kleinkinder abholen müssen? Es ist nur gerecht,das den Müttern der Tagessatz abgenommen und den Vätern für die Besuchstage gegeben wird.Auch wenn dadurch in 2 Arbeitsämtern Mehrarbeit durch das Umbrüchen entsteht.Meine EX hat sich geweigert für diese Besuchstage trotz Aufforderung durch das Jugendamt mir das Geld bar zu geben.Denn DIESER TAGESREGELSATZ IST FUER DIE KINDER UND NICHT FÜR DIE MUTTER. Von was sollte ich von meinem HARTZ4-Geld die kleidung , die PAMPERS und ESSEN +TRINKEN bezahlen ??? Die Kinder bekamen von der EX nur das mit,was sie auf dem Leibe trugen.Das war IMMER ALTE KAPUTTE VERWASCHENE KLEIDUNG.UND AUSGELATSCHTE SCHUHE. Durch m eine KLAGE beim Fam.Gericht wurde dem Arbeitsamt meiner EX perGERICHTSBESCHLUSS auferlegt mir anhand des gerichtlich festgelegten BESUCHPLANES die entsprechenden Tages Regelsätze monatlich meiner EX abzuziehen und mir zu überweisen.

  • von K. Zinser

    Was unternimmt die Bundesregierung um die Anzahl der ‘Alleinerziehenden’ zu reduzieren?

    Kinder haben ein Recht auf regelmäßigen Kontakt mit beiden Eltern (Vater und Mutter).

    Da der Staat bezahlt müssen Väter hoffentlich keine Angst haben dass der Kontakt mit dem Kind verhindert wird weil die “Alleinerziehende” (meist Mutter) sonst weniger Geld bekommt.

    Die bessere Lösung:
    https://www.openpetition.de/petition/online/sind-vaeter-die-besseren-muetter-das-wechselmodell-als-standard-in-deutschland

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wechselmodell

    Ein Vater, Kind zuletzt im Dezember 2014 gesehen.
    Petitionsausschuss des EU Parlamentes:
    https://archive.org/details/20140319PetitionSpeechDiscussion12292013EN
    https://archive.org/details/20141111BrusselsPetition12292013KZCompleteEN
    https://archive.org/details/20151001REBitteUmGesprachsterminMitHerrnMartinSchulzPersoonlichOCRDarkened
    https://archive.org/details/20151203EuropeanParliamentPetitonSpeechDiscussion12292013EN

  • von Maire Morris

    Herzlichen Glückwunsch! Viel mehr solche Mutige brauchen wir, so eine geplante Ungerechtikeit anzuprangeren! Und bis zum Schluß dagegen anzugehen. Politiker sein ist ein harter Job, aber so ein Unsinn-gut daß es ein gutes Ende nahm.Gratuliere! Máire Morris

  • von Halina Frenzel

    Toll das es so Mütter giebt.
    Ich habe auch mal Harz IV betzogen, weil ich in Not als Aleinerzihende war.Hab keine gute erfahrungen gemacht.
    Aber ich finde unter Menschen würd, dass Aleinerzihende Mütter so schwer Ihr Geld zum Leben verdinen müssen und trotzdem noch zusätzlich Harz IV betziehen müssen, weil das Geld nicht reicht.
    Und dazu noch kürzungen.

  • von W. Scheel

    Verstehe ich richtig, dass der ALG II Anteil des Kindes für die Tage, bei dem es bei dem anderen Elternteil verweilt gestrichen werden soll? Es dreht sich ausschließlich um den Betrag für das Kind? Ich bitte mir folgende Frage zu gestatten: Warum sollte die Öffentlichkeit an einen Elternteil zahlen, wenn das Kind gleichwertig und gleichzeitig (auf dann eigene Kosten) versorgt wird? LG, W. Scheel

  • von Weiß

    1. Hat schon mal eine der “Alleinerziehenden” reflektiert, warum der Vater das Weite gesucht hat?
    2. Sind sich diese Mütter bewusst, dass der in die Flucht geschlagene Vater als wesentlicher Bestandteil einer Familie fehlt und dass diese Mütter damit die gedeihliche Entwicklung eines Kindes infrage stellen?
    3. Womit rechtfertigen die “Alleinerziehenden” ihre Verabschiedung von der Gestaltung einer harmonischen Beziehung?
    4. In deren Folge delegieren die “Alleinerziehenden” die erzieherischen Defekte ihrer Kinder an die Schulen, deren Aufgabe eigentlich nicht der Ersatz der zerstörten Familie ist.

    • von Janine Behrens

      Liebe/r Weiß,

      Du scheinst ein wenig verdrossen – und schiebst Müttern die ganze Verantwortung zu. Ja, beide Elternteile sind für Kinder wichtig – aber die Beziehungsform ist jedem selbst überlassen und nicht entscheidend für das Glück des Kindes. Moderne Familien sind vielfältig – alleinerziehend, getrennt lebend, gleichgeschlechtlich oder als Patchwork. Es gibt viel Gründe, warum Beziehungen zerbrechen – mit und ohne Kinder. Und Kinder, deren Eltern eine unglückliche Ehe führen, haben es auch nicht leichter. Alleinerziehende Menschen so zu verurteilen finde ich daneben.

  • von Gundelbacher

    Gratulation an Frau Petri Satter. Eine voll nachvollziehbare Petition.
    Der Gesetzes Wahnsinn der Politiker erreicht immer neue Höhen.

    Darum mein Vorschlag: Jedem Parlamentsabgeordneten einen Lohnabzug verpassen für jeden Tag in dem er nicht im Parlament auftaucht. Da wären einige wahrscheinlich schnell bei Hartz IV angelangt.

  • von Valentina

    MiKe … wahrscheinlich ist es gut, dass du deine Frührente hast. Ich möchte dir nur noch Mut machen: unheilbar ist nur das, was man als solches definiert. Davon bin ich überzeugt und es gibt genug lebende Beispiele, die für austherapiert erklärt wurden und danach auf eigenen Wegen gesund wurden.

    Zum Video: klasse, wenn sowas klappt!!

  • von MiKe

    Ich habe eine Zeitlang Hartz IV bekommen und bin den Mitarbeitern im nachhinein eigentlich recht dankbar, denn so habe ich totsicher meine Frührente wegen Depressionen durchbekommen, da nach 2 Jahren warten auf den Antrag “Teilhabe am Arbeitsleben” bei mir nach den Schikanen des Jobcenters nichts mehr zu machen war. Meine Depression ist unheilbar.
    Ich möchte aber mal die allgemeine Frage stellen, wieso ein Betrag, der laut diversen Gerichten das Existenzminimum ist, überhaupt noch gekürzt werden darf. Die Forderung geht nicht weit genug. Geld-Kürzungen müssen allgemein aus dem Gesetz entfallen.
    Man kann durch andere Art und Weise Druck aufbauen, aber die Existenz darf NIEMALS bedroht werden. Das ist asozial. Und es ist Realität. Alternativ könnte man das fördern mehr in den Vordergrund bringen, das bei diesem Amt ignoriert wird. Ich habe das selber erlebt, da mein Antrag auf eine 1/2 jährige Weiterbildung für 2400 Euro mit den Worten “Das machen wir hier nicht!” abgelehnt wurde.

    • von Michael

      Zitat: “…aber die Existenz darf NIEMALS bedroht werden.”

      Ganz meine Meinung. Bei den Politikern sollte mal auf solch ein Niveau gekürzt werden und die sollten das mal durch machen. Die haben von nix Ahnung, kassieren ordentlich und meinen mit den (wirtschaftlich) kleinen, aber EHRLICHEN Bürgern kann man’s ja machen.

      Wie viele Verbrecher in den Sitzungssälen sitzen haben wir ja schon gesehen. Beispiele: Drogen, Rechtsbeugung, Aneignung von Bildungsabschlüssen, Fälschung von Doktorarbeiten …

    • von Werner Gg. Spiegel

      Auch ich wurde DANK DES VERHALTENS MEINER EX belohnt. 2 sehr schwere HERZINFARKTE zwangen mich mit 58 Jahren in die ERWERBSUNFAEHIGKEITSRENTE.

    • von Jean

      @MiKe Danke für diese klaren Worte!

    • von Bobi

      1. Depressionen sind heilbar
      2. die Arbeitsweise in der Arbeitssgrntur und die zugrunde liegenden Regularien Sinfonien der Tat teilweise chaotisch, unüberlegt und unsozial. In betroffenen Situationen sollte rechtlicher Beistand genutzt werden.
      3. es ist immer wichtig, sich aus einer Opferrolle in eine Gestalterrolle zu bewegen. Auch dazu gibt es Hilfen.

  • von Hanna Weitz

    Super, dass Anna Petri- Satter das geschafft hat! Diese Geschichte macht Mut, das sich politisches Engagement lohnen kann!☺

    • von Norbert Steffen

      Ich finde es gut das sie es geschafft, auch habt ihr gesagt, das eine Unterschriften Sammlung und eine Verbreitung bei FB, nicht genug ist. Ihr solltet aber noch sagen , dass sie dem Petitionsausschuss vorgelegt werden sollte, das habt ihr nicht gesagt, währe aber von größter wichtigkeit. Nicht jeder lebt in Berlin und oder kann mal eben nach Berlin Fahren um sie dort einzureichen, oder solltet ihr zumindest sagen, wo und oder wie, noch so eine Petition einzureichen ist.
      Im Bundestag bei einet Sitzung des Petitionsausschusses, hat nämlich explizit darauf hingewiesen, dass eine Petition nur erfolg hat , wenn sie auch diesem Ausschuss vorgelegt wurde.
      Danke, und Endschuldigung für diese Anmerkung!

    • von Ulrike M.

      Alleinerziehende Mütter haben es immer viel schwerer…es ist ein Teufelskreis.
      Man braucht mehr Geld, kann aber gleichzeitig nicht noch mehr arbeiten, weil man sich ja ums Kind kümmern muss….und die Zusatzkosten summieren sich auch…
      Wenn der Staat an den Ärmsten spart, dann ist das falsche Politik. Es muss von “oben” bei den sog. “Reichen” begonnen werden mal die Steuersätze anzugleichen und eine
      “Solidarabgabe” einzuführen zugunsten der sog. “Armen”, die kein dickes Plus am Konto haben und kein dickes Geldbörserl….Ich bin auch Alleinerzieherin und bewundere den Mut gegen diese soziale absurde unglaubliche Ungerechtigkeit anzukämpfen!

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Veröffentlicht von Janine Behrens

Online-Redakteurin – Janine studierte Journalistik und Kunst-und Medienwissenschaft mit Fokus auf Medienpolitik und neue Technologien. Als Journalistin arbeitete sie für TV, Radio und Online-Redaktionen und engagierte sich für Reporter ohne Grenzen e.V. 2011 wechselte sie zu einer Online-Agentur und entwickelte als User-Experience Designerin nutzerfreundliche und nutzerzentrierte Web-Konzepte. Bei Campact ist sie seit 2014.