· von
mal gelesen · 3 Kommentare · Artikel kommentieren

Männliche Küken fliegen nur ein Mal – in den Müll

Der Anblick dieser kleinen, flauschigen Lebewesen lässt einem das Herz höher schlagen. Doch die Wenigsten wissen, welches Schicksal männliche Küken bereits am ersten Tag ihres Lebens erwartet. Dieser Clip zeigt in nur 40 Sekunden, wie das Leben männlicher Küken in der Lebensmittelindustrie aussieht.

Video ansehen und mit Deinen Freundinnen und Freunden teilen:

Dieses Video von PeTA zeigt das kurze Leben eines männlichen Kükens. Sie strecken ihre Flügel, spüren den Wind in ihrem Gefieder. Ein paar wenige Sekunden fühlen sich die kleinen Küken die frei. Und dann ist plötzlich alles vorbei – sie landen auf dem Müll – geschreddert oder vergast.

Das passiert in der Eierindustrie mit männlichen Küken

Wer glaubt, männliche Küken werden in der Eierindustrie am Leben gelassen und für die Fleischproduktion „genutzt“, der irrt leider. Der Grund dafür ist traurig und banal zugleich: Hähne haben für die Erzeugung von Eiern keinerlei Nutzen für die Agrarkonzerne, da sie keine Eier legen können. Zudem wird diese Geflügelart für das Schlachten nicht schnell genug fett. Dafür sind in den Tierfabriken andere Hühnerrassen zuständig.

Kaum sind die zerbrechlichen Wesen aus ihrer Schale herausgeklettert, werden sie nur wenige Stunden nach dem Schlupf von den weiblichen Tieren getrennt, aussortiert und getötet. Auf diese Art und Weise sterben jedes Jahr über 50 Millionen Küken allein in Deutschland.

So sähe ein Hühner-Leben ohne Tierfabrik aus

In einem natürlichen Umfeld wird eine Henne ein bis zweimal „brütig“. Sie macht es sich in einer Nestmulde gemütlich und legt sechs bis acht Eier. Während die Hennen und Hähne ihrer Herde im Sand scharren, Körner picken, staub- oder sonnenbaden, brütet die Henne ihre Eier sorgfältig aus – dabei macht sie Gluckgeräusche, die möglichen Angreifern Angst machen sollen. Sie verlässt immer nur kurz ihren Platz, denn die Eier müssen warm gehalten und sogar gewendet werden.

Eine Woche vor dem Schlupf können die Küken im Ei die Glucklaute der Henne hören und antworten sogar piepsend. Nach drei Wochen ist es soweit: die Küken schlüpfen. Allerdings nur gemeinsam. Manchmal passiert es sogar, dass sie mit dem Schlupf auf Nachzügler warten. Mit dem sogenannten Eizahn sägen und hämmern sich die Kleinen aus der engen Schale. Erschöpft und nass müssen sie sich erst einmal ein paar Stunden erholen, bis aus ihnen schließlich kleine flauschige Federbällchen geworden sind.

Hühner sind mitfühlende Lebewesen

Hühner sind neugierige Tiere – besonders die frisch geschlüpften Küken erkunden munter ihre neue Umgebung und picken nach allem, was ihnen vor den Schnabel kommt. Jetzt ist die Glucke in ihrem Element. Ihre Kleinen sind für eineinhalb Tage in der Prägungsphase. Aber auch danach kümmert sich die Glucke liebevoll und voller Ausdauer um ihren Nachwuchs. Sie sorgt dafür, dass ihre Küken die richtige Nahrung aufnehmen, bietet ihnen Unterschlupf und Wärme unter ihrem Gefieder, beschützt sie vor aufdringlichen Hühnern aus der Herde und warnt die kleinen Küken vor den alltäglich lauernden Gefahren.

Nach etwa acht Wochen müssen die Junghühner allein zurecht kommen: selbständig Futter suchen, einen Platz in der Hühnerherde erobern und sich gegen Feinde schützen. So können Hühner, wenn sie nicht vorher geschlachtet werden fünf bis neun Jahre alt werden.

Auf all diese Belange nimmt die Industrie keinerlei Rücksicht. Hier geht es lediglich um Profit – zum großen Leid millionenfacher Tiere, die nie die Chance haben werden, ein tiergerechtes Leben führen zu dürfen. 

Teile diesen Beitrag mit Deinen Freundinnen und Freunden:


WeAct Logo

Diese Petition wurde auf WeAct, der neuen Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da Campact aber die Ziele der Petition unterstützt, möchten wir Dich auf die Kampagne hinweisen.

 

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Auch wenn ich gerne Fleisch esse, finde ich diese Tierquälerei abscheulich. Ich achte immer darauf nicht zu viel Fleisch zu essen und schaue woher es herkommt. Das gleiche mache ich auch bei meinem Hund, da dieser gebarft wird.