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In 5 Minuten erklärt: Darum geht es beim Streit um den Unkrautvernichter Glyphosat

Noch in diesem Jahr soll die Entscheidung über die Zulassung von Glyphosat fallen. Den aktuellen Stand der Debatte, die Tricks der Industrie und wie man auch ohne das Ackergift auskommt, zeigt dieses Video.

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Zweifelhafte Studien als Entscheidungsgrundlage

Maria Lohbeck Experte erklärt: So trickst Monsanto für die Zulassung von Glyphosat

Glyphosat steht im Verdacht, Krebs auszulösen. Doch Monsanto sorgt mit zweifelhaften Methoden dafür, dass Glyphosat weiterhin als harmlos gilt.

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Im März urteilte die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) bereits: Glyphosat ist nicht krebserregend. Nun ist zu befürchten, dass die Kommission diesem Urteil folgen wird und eine erneute Zulassung des Ackergifts für weitere 10 Jahre empfehlen wird. Dabei wurde jetzt bekannt, dass die ECHA wichtige Hinweise auf Krebsrisiken wahrscheinlich übersehen hat.

Das Magazin „Unkraut“ des Bayerischen Rundfunks gibt nicht nur einen Überblick über den Stand der Debatte, sondern erklärt auch die Tricks der Industrie: Studien, die die Schädlichkeit von Glyphosat prüfen sollen, aber von den Konzernen finanziert wurden, blieben unter Verschluss. Entgegen gängiger Praxis in der Wissenschaft, konnten ihre Ergebnisse deshalb kaum überprüft werden. Trotzdem sind sie Grundlage für die Einschätzung der ECHA und somit auch für den endgültigen Vorschlag der EU-Kommission zur Zulassung des Pflanzengifts.

Skepsis an der Arbeit der ECHA

Teile der Studien mussten vor Kurzem nun doch zugänglich gemacht werden. Die Grünen im Europaparlament und Umweltorganisationen hatten sich dieses Recht erstritten. Deshalb konnte der US-amerikanische Experte für Chemikaliensicherheit Prof. Christopher J. Portier die Studien und die dazu gehörigen Rohdaten prüfen. Sein Ergebnis: In mindestens sieben Tierstudien wurde die steigende Anzahl von Tumoren bei Labortieren übersehen. Das lässt vermuten, dass sich die ECHA nicht etwa die vollständigen Studien und Rohdaten, sondern nur die Zusammenfassungen der jeweiligen Studien angeschaut hat. Diese werden von den Herstellern selbst erstellt. Jetzt fordert der Wissenschaftler die Freigabe aller Daten, die zur Beurteilung von Glyphosat genutzt wurden. Bislang gelten sie als Geschäftsgeheimnis der Industrie und bleiben für die Öffentlichkeit unzugänglich.

Es geht auch ohne Ackergift

Wie es ganz einfach auch ohne Glyhosat geht, zeigt Landwirt Christian Fuchsgruber im Video. Er setzt bei der Bewirtschaftung seiner Felder auf eine Fruchtfolge und hält sie so unkrautfrei.

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1 Kommentar

Kommentare sind geschlossen
  1. Die Fokussierung auf „Krebs“ ist mir unverständlich. GLYPHOSAT vernichtet nicht nur Kräuter, sondern auch gleichzeitig die davon abhängingen Insekten sowie Vögel, Fledermäuse, Bienen pp.
    Die Insekten verschwinden, ein stiller Tod
    Wir können sicherlich ohne Tiger, Elefanten oder Wale leben. Ohne Insekten geht gar nichts.

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