Die AfD schlägt zurück

Haltung hat ihren Preis: Ein neuer Angriff der AfD zielt auf unsere Gemeinnützigkeit. Doch wir kuschen nicht - sondern wollen weiter über Rechtspopulisten aufklären. Lies hier was passiert ist und was wir jetzt vorhaben.

Warum wir über die AfD aufklären

Am Anfang stand eine Wahl. Wir fragten alle Campact-Unterstützer/innen: Soll Campact auf den Aufstieg der Rechtspopulisten reagieren? Und 92 Prozent sagten: Ja, lasst uns über die Positionen der AfD aufklären!

Für uns war das eine große Entscheidung. Denn die AfD verkörpert das Gegenteil dessen, wofür Campact steht: sozialer, ökologischer und demokratischer Fortschritt und eine Welt, in der alle Menschen in Frieden leben und ihre Freiheit gleichermaßen verwirklichen können. Eine Partei, die gegen all das angeht – hier müssen wir als progressive Bürgerbewegung Stellung beziehen und über die Positionen der AfD aufklären.

Wir klären auf – und werden angegriffen

Dann ging es los. Vor etlichen Landtagswahlen, im Vorfeld der Bundestagswahl informierten wir grundsätzlich über das AfD-Programm. In den sozialen Netzwerken klärten wir über ihre Familien- und Sozialpolitik sowie rechtsextreme Äußerungen von AfD-Politiker/innen auf.

Direkt vor der Bundestagswahl erreichte ein Video bei Facebook 2,4 Millionen Menschen. Natürlich passt das der AfD nicht. Während wir manche Anhängerinnen und Anhänger zum Nachdenken bringen, reagieren andere mit gezielten Angriffen: Beschimpfungen, Drohungen und persönliche Beleidigungen.

Der neueste Angriff: Eine Abgeordnete der AfD hat das Finanzamt aufgefordert, Campact die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Es ist bei weitem nicht klar, ob die Behörde dem folgt – aber es ist nicht auszuschließen.

Das Ziel: Uns zum Schweigen bringen

Was die Entscheidung des Finanzamtes über unsere Gemeinnützigkeit angeht: Wir werden gelassen abwarten und weiterhin transparent offenlegen, wie wir arbeiten. Für die reguläre Überprüfung im nächsten Jahr werden wir die nötigen Unterlagen einreichen – auch Spendenbescheinigungen können und werden wir wie gehabt ausstellen. Wir sind überzeugt: Die Aufklärung über die politische Ausrichtung von Parteien ist gemeinnützig.

Allerdings sind die Bestimmungen zur Gemeinnützigkeit so unklar und teilweise widersprüchlich, dass einzelne Finanzämter einen sehr großen Ermessensspielraum haben. Diesen Spielraum haben unsere politischen Gegnerinnen und Gegner schon mehrmals erfolglos zu nutzen versucht – seien es Befürworter/innen des Projektes Stuttgart 21 oder CDU-Politiker/innen, denen unsere Arbeit gegen TTIP und CETA nicht passte. Solche Angriffe auf unsere Gemeinnützigkeit haben genau ein Ziel: unsere Arbeit zu behindern. Doch bisher hat unser Finanzamt immer wieder unsere Freistellungsbescheide verlängert und damit bestätigt, dass wir gemeinnützig tätig sind.

Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Wie die Behörde dieses Mal entscheiden wird, wissen wir nicht. Wir haben Vertrauen in ihre Unabhängigkeit. Doch zugleich steht für uns fest: Im Zweifelsfall können und werden wir unsere Arbeit auch ohne Gemeinnützigkeit fortsetzen. Denn um als Bürgerbewegung weiterhin erfolgreich für progressive Politik zu streiten, sind wir nur auf eines unbedingt angewiesen: Auf das Engagement und die Unterstützung der 1,9 Millionen Campact-Aktiven.

Dass wir uns dabei gegen mächtige Gegner zur Wehr setzen müssen, ist nicht neu für uns. Ganz ehrlich: Es ist nicht immer einfach, den nötigen Mut und die Kraft dafür aufzubringen. Doch solange wir die vielen Campact-Aktiven als Unterstützung haben, werden wir uns nicht von diesem Kurs abbringen lassen – auch dieses Mal nicht. Im Gegenteil: Wir wollen unsere Aufklärungsarbeit intensivieren. Denn sonst lässt die AfD die Stimmung im Land noch mehr nach rechts kippen.

Zusammen sind wir stark – werde auch Du Teil unserer Bürgerbewegung!

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34 Kommentare

  • von McFly

    Dass seitens Teilen der AfD und ihrer Anhängerschaft kein Verständnis für die Gemeinnützigeit von Campact aufgebracht werden kann, erscheint logisch, wenn rechtsradikale Ziele angestrebt werden. Mir ganz persönlich z.B. jedoch n ü t z t es sehr, von Campact über diese Ziele und Möglichkeiten, damit umzugehen, informiert zu werden (mit Dank für das umfangreiche Recherche-PDF zum Rechtsextremismus in der AfD). Darum geht es, Informationen. Wer sich aufklärend die Mühe macht, diese zusammen zu tragen, oder sei es nur eine Option zu nennen, wie man für sich selbst richtig wählen kann, dann ist das für mich absolut gemeinnützig.

  • von Uwe

    Der obige Artiikel entlarvt compact als Organisation die gegen eine Partei, welche die wahren Probleme der Gesellschaft aufzeigt linkspopulistiscische Hetze betreibt.
    Die AFD positioniert sich, mit Recht, gegen Wirtschaftsmigranten, ihr nennt sie Flüchtlinge, die wenigsten haben Anspruch auf diesen Status, die unsere Sozialkassen jährlich um mindestens 22 Milliarden erleichtern.
    Die Deutschen und hier integrierten Gastarbeiter müssen für diese staatlich verordnete Zwangsarbeit leisten ,während Alters- und Kinderarmut der Bevölkerung drohen. Zudem Bedanken sich einige herzlich dafür, indem sie unser Land flächendeckend mit islamistischen Terror und einem nie gekannten Ausmaß an Kriminalität überziehen (siehe aktuelle Kriminalitätsstatistik, Zeitungsberichte),.
    Ihr nennt das Anprangern dieser Probleme Rassismus und Hetze gegen Flüchtlinge, ich nenne dies Realität. Nein,, ihr seid keine Bürgerbewegung die Probleme im Sinne der Bürger anprangert, ihr seid Teil des Problems!

    • von Campact

      Hallo Uwe,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir machen uns auch große Sorgen darum, dass es in Deutschland immer mehr Kinderarmut gibt und Menschen, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben, von ihren Renten nicht mehr leben können. Doch das liegt nicht am Zuzug von Migranten, so wie es die AfD behauptet. Denn auch wenn kein einziger Migrant nach Deutschland gekommen wäre, würde es Rentnern und Kindern in Deutschland nicht besser gehen. Alters- und Kinderarmut in unserer Gesellschaft sind Folgen einer jahrzehntelangen verfehlten Sozialpolitik, die nicht für auskömmliche Renten sorgt und Förderung für Kinder und sozial Schwache auf ein Minimum beschränkt. Woran liegt das? Das liegt daran, dass in Deutschland eine Politik für Vermögende und Wohlhabende gemacht wird und der Reichtum, der da ist, nicht ausreichend umverteilt wird. Das kannst Du an den vielen Menschen sehen, die ihre Vermögen in Steueroasen parken (https://campact.de/geldwaesche/) oder dem Konflikt um die Erbschaftsteuer, die Vermögende endlich gerecht besteuern sollte (https://campact.de/erbschaftssteuer/).

      Wir bei Campact kämpfen seit vielen Jahren gegen diese Missstände. Wir glauben, dass es tiefgehende soziale Reformen braucht, damit es allen Menschen in unserer Gesellschaft gut geht und sie nicht von Armut oder Krankheit bedroht sind. Dafür engagieren wir uns in unseren Kampagnen.

      Das Wahlprogramm der AfD unterstützt keine Maßnahmen, die unsere Gesellschaft gerechter machen würden. Stattdessen macht sie es sich einfach und gibt den Migranten pauschal die Schuld an allem.

      Wir als Campact verurteilen jede Form von Terror und finden, dass sowohl gegen rechten, linken und islamistischen Terror entschieden vorgegangen werden sollte. Rechte Hetze ist aber, wenn alle Muslime plötzlich als Islamisten über einen Kamm geschert werden.

      Wir haben als Bürgerbewegung gezeigt, dass wir in unserer Demokratie etwas verändern können. Indem wir uns einmischen, laut sind und den Politikern auf die Finger gucken. So wollen wir weitermachen und wir würden uns freuen, wenn Du Dich uns anschließt und wir gemeinsam für eine gerechtere Gesellschaft streiten.

      Viele Grüße
      Das Campact-Team

  • von Maria Sokop

    Auch für diese Vorgehensweise gibt es Beispiele (und Anleitungen) aus unseliger Zeit.
    Immer wenn eine solche rechte „Bewegung“ auftaucht – seinerzeit Haider, bei euch die AfD und vorher schon rechtsextreme Gruppen, die in D kandidieren dürfen und in die Gemeinde- und Landesvertretungen kamen, weil es kein Wiederbetätigungsgesetz gibt, jetzt bei uns Kurz, lese ich „Der grüne Stern“ des österreichischen Autors Hans Weigel. Er hat 1940 im Schweizer Asyl den Aufstieg eines kleinen Vegetariervereins bis zur absoluten Macht beschrieben – ungeheuer prophetisch und natürlich auf die Nazis gemünzt.

  • von Leuze Michael

    Wie könnt Ihr behaupten das die AFD Rassistisch ist?
    Ich kenne Mitglieder mit Türkischer Abstammung die überzeugt von deren Vorstellungen sind.
    Zumindest versuchen die AFD die Deutsche werte bei zuhalten, und nicht wie die Linken, CDU und die Grünen diese unsere Werte zu zerstören.
    Meine Mutter hat nach 38 Jahre harte Arbeit eine Rente von 602,00€ bekommen! Ist das richtig?
    Ist es richtig das die Claudia Roth von den Grünen bei einer Demonstration ein Schriftband gehalten hat wo darauf stand, Deutschland verrecke?Jürgen Trittin neben einen Demonstranten stand der auf die Deutsche Fahne gepinckelt hat?
    Angela Merkel ca. 420.000 Flüchtlinge ohne Ausweise hat einreisen lassen?
    Das weit über 2,5 Mio. Flüchtlinge seit 2010 kein Status haben und nicht konsequent abgeschoben werden?
    Das unsere Gefängnisse zu 62% von nicht EU Bürger belegt sind?
    Was ist daran schlimm unsere Missstände beim Namen zu nennen?
    Das tut die AFD!

    • von Campact

      Hallo Michael,

      die AfD vereint unterschiedliche Strömungen in einer Partei, vom einem national-konservativen Flügel bis hin zu einem rechtsradikalen Rand. Auch wenn die Partei nicht als ganzes rechtsextrem ist, duldet sie in ihren Reihen rechtsextreme Kandidaten. Wir machen nichts gegen die AfD, sondern klären faktenbasiert über diese neue Partei auf. Denn aus unserer Sicht ist die AfD keine normale Partei: Ihre Funktionäre hetzen offen gegen Geflüchtete[1], sie bezeichnen die Gleichstellung von Frauen als “Genderwahn”[2], und lehnen Familienformen ab, die nicht dem traditionellen Modell entsprechen[3]. Darauf haben wir in unserer Aufklärungskampagne hingewiesen. Zahlreiche AfD-Spitzenpolitiker pflegen zudem einen rechtsextremen Diskurs und haben enge Kontakte zu rechtsextremen Kreisen. Mehr Infos dazu findest Du hier: https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/03/Recherche-AfD.pdf

      Viele Grüße
      Das Campact-Team

    • von McFly

      @ Michael Leuze
      Finden Sie z.B. diese Äußerungen etwa nicht rassistisch?:

      „Im 21. Jahrhundert trifft der lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp auf den selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp.“ (Björn Höcke über Asylbewerber aus Afrika)
      „Quotenneger“ (Dubravko Mandic, Vorsitzender des baden-württembergischen AfD-Schiedsgerichts, über US-Präsident Barack Obama)
      „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ (Gauland über Nationalspieler Jérôme Boateng)
      Die deutsche Volksgemeinschaft leide „unter einem Befall von Schmarotzern und Parasiten“, welche dem deutschen Volk „das Fleisch von den Knochen fressen“ (Peter Boehringer)

  • von stefanTimo

    Was ist schwarz, was ist weiß?
    Was ist rechts was ist links?
    Wenn man wie ihr von Demokratie redet, so müsstet ihr wissen, dass Demokratie auch immer die Freiheit der Andersdenkenden ist.
    Das gilt auch für die Afd, die eine demokratisch gewählte Partei ist. Ist eine populistische Stimmungsmache gegen die Demokratie, wie ihr sie betreibt, nicht auch Volksverhetzung?
    Was hat das mit gemeinnützig zu tun?
    Ihr nennt euch eine Bürgerbewegung. Das ist die Afd auch!
    Also was soll diese Hetze?
    Und die Afd hetzt auch nicht gegen Flüchtlinge, sondern gegen das, was die Regierung daraus macht.
    Flüchtlinge haben einen Schutzstatus, der sie vor Verfolgung schützt, nicht mehr und nicht weniger.
    Mit normalem Verstand ist nicht zu erklären, warum Verfolgte über 4000 km zu flüchten, wenn eine sichere Zuflucht (wie z.Bsp. die nächste Grenze zur Türkei) nur 200 km entfernt ist.

    Ich bin parteilos und kein Anhänger der Afd. Aber ich habe ein Demokratieverständnis, das euch vollkommen fehlt.

    • von Vera Kuchler

      Hallo Stefan,

      die AfD vertritt rassistische, menschenverachtende Positionen und steht für eine ausgrenzende, rückschrittliche Politik. Das ist alles andere als demokratisch. Rassismus und Hetze zu verbreiten, hat nichts mehr mit Meinungsäußerung zu tun. Mehr als jeder dritte AfD-Kandidat ist rechtsextrem. Sie hetzen gegen Geflüchtete oder den Islam, sie sympathisieren mit den Identitären oder Pegida und sie relativieren die NS-Verbrechen. Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun. Mehr Infos dazu findest Du hier: https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/03/Recherche-AfD.pdf

      Viele Grüße
      Das Campact-Team

  • von Peter Horn

    Es ist bitter, aber leider wahr:

    Campact hat sich ganz eindeutig gesetzeswidrig verhalten:

    „Die Anerkennung Gemeinnützigkeit kann aber verweigert werden, wenn sich eine Organisation über die Verfolgung seiner satzungsmäßigen Zwecke hinaus allgemein politisch betätigt. Das gilt besonders für die Stellungnahme zu tagespolitischen Themen ohne Bezug zum Satzungszweck und bei der Unterstützung von Parteien.“
    Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 9.02.2010, 6 K 1908/07 K

    Mit den Aufruf: „Was Du jetzt noch gegen die AfD tun kannst“ kurz vor der Bundestagswahl hat campact gegen die gesetzlichen Bestimmungen zur Gemeinnützigkeit und auch gegen die eigene Satzung verstoßen. ($12 Abs 2 „campact ist parteipolitisch neutral“)

    Es ist bitter, dass campact ausgerechnet der rassistische AfD die Steilvorlage geliefert hat.

    • von Vera Kuchler

      Hallo Peter,

      seit 2004 fördert Campact die Bildung, das bürgerschaftliche Engagement und das demokratische Staatswesen – durch Kampagnen im Netz und auf der Straße. Unsere Arbeit informiert über politische Entscheidungsprozesse und macht politische Teilhabe auch zwischen den Wahlterminen möglich und wirkt so gegen Politikverdrossenheit und Populismus. Dass das einer Partei wie der AfD mit Mitgliedern, die sich rassistisch und rechtsextrem äußern, nicht in ihr schräges Bild der deutschen Gesellschaft passt, ist klar.

      Viele Grüße
      Das Campact-Team

  • von kobiah

    Wer gegen eine demokratische gewählte Partei (AFD) mit den bekannten Standart Floskeln Stimmung macht ist für mich nicht tragbar. Und zum Thema Petition:
    Was bringen solche Aktionen… Nichts!
    Unsere Politiker, Handlanger der Wirtschaftskartelle und der Hochfinanz treffen solche Entscheidungen ganz sicher nicht im Sinne des Volkes.
    Und zum Schluss möchte ich noch erwähnen das für mich die Schuldzuweisungen an Minister Schmidt lächerlich sind. Man braucht lediglich nur ein kleines Opfer um von den wahren Schuldigen abzulenken.

    • von Vera Kuchler

      Hallo Kobiah,

      Campact macht nicht Stimmung gegen die AfD. Campact klärt über die Programmatik der AfD auf – ebenso darüber, wenn ihre Politiker/innen rassistische oder menschenverachtende Positionen vertreten. Dass solche Aktionen etwas bringen, haben wir in der Vergangenheit mehrfach zeigen können. Mehr zu unseren Kampagnen findest Du auch in unserem Transparenzbericht: https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2017/09/Campact_Transparenzbericht_2016.pdf

      Viele Grüße
      Das Campact-Team

  • von Reinhard Frenzel

    Es stimmt schon , dass Ihr Euch fuer berufen haltet , die Menschen in unserem Land in Gut und Boese einzuteilen . Etwas Respekt vor dem politischen Gegner wuerde Euch gut tun ! Ihr versprueht beimThema AFD soviel Toleranz , wie bei einer Antifa-Demo herrscht .
    So ueberzeugt Ihr niemanden , dem die Zukunft unseres Landes am Herzen liegt.

    • von Vera Kuchler

      Hallo Reinhard,

      unsere Arbeit informiert über politische Entscheidungsprozesse und macht politische Teilhabe auch zwischen den Wahlterminen möglich und wirkt so gegen Politikverdrossenheit und Populismus. Dass das einer Partei wie der AfD mit Mitgliedern, die sich rassistisch und rechtsextrem äußern, nicht in ihr schräges Bild der deutschen Gesellschaft passt, ist klar. Aus unserer Sicht ist die AfD keine normale Partei: Ihre Funktionäre hetzen offen gegen Geflüchtete[1], sie bezeichnen die Gleichstellung von Frauen als “Genderwahn”[2], und lehnen Familienformen ab, die nicht dem traditionellen Modell entsprechen[3]. Darauf haben wir in unserer Aufklärungskampagne hingewiesen. Zahlreiche AfD-Spitzenpolitiker pflegen zudem einen rechtsextremen Diskurs und haben enge Kontakte zu rechtsextremen Kreisen. Mehr Infos dazu findest Du hier: https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/03/Recherche-AfD.pdf

      Viele Grüße
      Das Campact-Team

  • von Marlies

    Ich meine auch, dass campact hier sehr einseitig und voreingenommen agiert, so dass ich eine Gemeinnützigkeit nicht mehr erkennen kann. Viel mehr erkenne ich falsche Aussagen und Diffamierungen gegenüber der AfD.

    • von Vera Kuchler

      Hallo Marlies,

      Campact klärt faktenbasiert über diese neue Partei auf. Denn aus unserer Sicht ist die AfD keine normale Partei: Ihre Funktionäre hetzen offen gegen Geflüchtete[1], sie bezeichnen die Gleichstellung von Frauen als “Genderwahn”[2], und lehnen Familienformen ab, die nicht dem traditionellen Modell entsprechen[3]. Darauf haben wir in unserer Aufklärungskampagne hingewiesen. Zahlreiche AfD-Spitzenpolitiker pflegen zudem einen rechtsextremen Diskurs und haben enge Kontakte zu rechtsextremen Kreisen. Mehr Infos dazu findest Du hier: https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/03/Recherche-AfD.pdf

      Unsere Arbeit informiert über politische Entscheidungsprozesse und macht politische Teilhabe auch zwischen den Wahlterminen möglich und wirkt so gegen Politikverdrossenheit und Populismus. Dass das einer Partei wie der AfD mit Mitgliedern, die sich rassistisch und rechtsextrem äußern, nicht in ihr schräges Bild der deutschen Gesellschaft passt, ist klar.

      Viele Grüße
      Das Campact-Team

  • von Frankenstein

    Immer, wenn kritische Töne über die AfD vermeldet werden, ist sofort der AfD-Anhang zur Stelle, um zurückzukeilen! So auch hier! Und es wird sich empört, dass angeblich höchst einseitig über diese Partei berichtet würde – so, als ob die anderen im Parlament vertretenen Parteien gleichfalls für rechtspopulistische bis -extremistische Darstellungen verantwortlich wären, als ob auch die anderen einen Hoecke, Maier, Poggenburg – alle mittlerweile durchaus typisch für das, wofür die AfD steht – in ihren Reihen hätten.
    Da wird eine Dame, die einer Partei angehört, die zwar selbst fortlaufend provoziert und das politische Geschehen vergiftet, aber selbst absolut keine Kritik einstecken kann, schnell zur Heldin gekürt.
    Die Tatsache, dass der „AfD-Widerstand“ ganz schnell hier auftaucht zeigt, dass Campact mit seinen Aktionen richtig liegt! Weiter so!

    • von Ralf S.

      Stimmt – wenn es mal nur noch Aktionen geben sollte, die keine Gegenargumente mehr auslösen, wird Campact nicht mehr gebraucht.
      Dann sind eh alle gleichgeschaltet.
      Und die, die noch klar denken können werden feststellen, das es keinen Unterschied zwischen linker und rechter Gleichschaltung gibt. – Das Opfer wird immer die Bevölkerung sein.

  • von Marie

    Durch das einseitige Wettern gegen eine Partei hat Campact für mich leider an Glaubwürdigkeit verloren und ich lese die Emails kaum noch. Mich ärgert vor allem, dass ihr euch selbst als so wahnsinnig gut und friedfertig darstellt, während dessen ihr euch in Dinge verrennt die ihr entweder extra oder aus Dummheit verzerrt darstellt.

    • von T.R

      Absolut richtig geschrieben Marie!
      Dem ist nichts mehr hinzufügen. Genau deiner Meinung.

    • von Marlies

      Das sehe ich genau so, Marie. Campact hat sich mit dieser Kampagne selbst als undemokratisch offenbart.

    • von Vera Kuchler

      Liebe Marie,

      wir machen nichts gegen die AfD, sondern klären faktenbasiert über diese neue Partei auf. Denn aus unserer Sicht ist die AfD keine normale Partei: Ihre Funktionäre hetzen offen gegen Geflüchtete[1], sie bezeichnen die Gleichstellung von Frauen als “Genderwahn”[2], und lehnen Familienformen ab, die nicht dem traditionellen Modell entsprechen[3]. Darauf haben wir in unserer Aufklärungskampagne hingewiesen.

      Zahlreiche AfD-Spitzenpolitiker pflegen zudem einen rechtsextremen Diskurs und haben enge Kontakte zu rechtsextremen Kreisen. Mehr Infos dazu findest Du hier: https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/03/Recherche-AfD.pdf

      Viele Grüße
      Das Campact-Team

  • von Hans-Jochim Hauschild

    Man kann eine Partei nicht mit Demos aus dem Bundestag schmeisen
    die gewält wurde nur weil sie mir nicht gefält jeder hat das Recht seine
    Meinug zu sagen leider auch die AFD die Demos gehen der Partei am
    Arsch vorbei je mehr man der AFD raum gibt wird sie stärker als man willrte
    würden die anderen Partein die Menschen mit nehmen gebe es keine
    rechts Partei den das was jetzt in Berlin ab geht ist nicht mehr aus zu halten
    in Deutschlan gibt es keine Partei die eine progressive Politik macht wie ihr
    sie euch gerne wünscht

  • von Jan

    À propos Gemeinnützigkeit. Betrifft das nicht auch alle politischen Parteien? Wie wäre es mit einer Gegenklage? Dafür müsste natürlich zuerst geklärt werden, in welchem Sinne „gemein“ hier gemeint ist: „gemein“ im Sinne von „fies“, „niederträchtig“? Dann war vielleicht das Verhalten von Campact gegenüber der AfD gemein. Aber gegenüber der (All)gemein(heit) ist es sicher nicht gemein (fies) über Gemeinheiten aufzuklären. In diesem Sinne ist die AfD sicher GEMEIN-nützlicher als Campact (und in diesem Fall würde ich auch von einer Gegenklage abraten).
    Oder ist es im Sinne der „Nützlichkeit für die Gemeinschaft“ gemeint? Dann meine ich, dass Campact da nicht allzuviel zu befürchten hat. Aber was nützt die AfD der Gemeinschaft? Blödheiten zu verbreiten, Nationalismus zu propagieren, Fremdenhass zu schüren nützt im Besten Fall nur einer ganz kleinen Gemeinschaft – ich glaube es schadet Vielen, und nützt nicht einmal der klein(st)en GEMEINschaft, die glaubt so was wäre gut. Wenn Gemeinnützigk

  • von Andreas Haas

    Die Blumen gehen an Corinna Miazga (MdB).

    Sie hat sich für die Überprüfung der Gemeinnützigkeit von Campact eingesetzt.

    Danke, Corinna!

  • Also, verwundert das Campact wenn die AfD zurückschlägt!
    Transparenz sieht anders aus, ich habe mir erlaubt das Programm der AfD mir mal genauer angeschaut, und man glaubt es nicht vieles im dem Programm stand schon in den 90iger Jahren auch im Programm der CDU.
    Ihr braucht es nur vergleichen!
    Da ich mich genau informiere soweit mir das möglich ist, hat Campact schlecht recheriert, es stimmt zwar das rechtspopulistische Äußrungen von einigen AfD Politikern geäußert wurden, warum werden die rechtspopulistischen Sprüche von den anderen Parteien nicht erwähnt.
    So unabhängig scheint mir Campact nicht zu sein!
    Die Frage, die zu klären wäre ist die, warum wurde die AfD von ca. 6 Mio. Menschen im diesem Land gewählt?
    Glaubt ihr die Leute da draußen sind blöd, es reicht ja schon wenn die Politiker das Volk für dumm hält, dafür bekommen Sie auch die Watsch`n bei den Wahlen.
    Es gibt mehrere Gründe, diese zu hinterfragen ist nicht meine Aufgabe.

  • von Natalie Weber

    Wieso hier einseitig gegen einzlene Partei vorgegangen wird, erschliesst sich mir nicht und das liegt nicht an fehlendem Intellekt, meine Lieben!
    Ist es nicht vielmehr so, daß Ihr einfach nur Hetze gegen Rechts betreibt und damit undemokratischer seid, als alles andere?
    Geht doch gegen die zunehmende Unterdrückung der Meinungsfreiheit vor, oder findet ihr das etwa toll?
    Gegen die zunehmende Überwachung und die immer weiter um sich greifenden Beschneidungen der persönlichen Freiheit!
    Da habt ihr ein viel größeres Betätigungsfeld, als gegen eine einzelne Partei zu wettern, die wesentlich höhere Zustimmung des Volkes bekommen hat, als Grüne, Linke, FDP u.a.!
    Warum wehrt ihr euch gegen eine Politik, die von einer riesigen Menge der Bevölkerung gewünscht wird?
    Geht ihr gegen die Grünen vor, die nur von einem lächerlichen Anteil der Bevölkerung gewählt wurde? Gegen die FDP? Gegen die Linke?
    Noe? Und? Merkt ihr noch was?
    Demokratie nennt man das ganz sicher nicht.

  • von Ralf S.

    Bereits Anfang 2016 forderte der CDU Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer „Es ist dringend geboten, die Gemeinnützigkeit von Campact zu überprüfen.“ Von Seiten der Finanzverwaltung müsse geprüft werden, ob die Organisation „zu Recht steuerliche Privilegien genießt“.
    Siehe dazu Frankfurter Allgemeine Online vom 3.1.2016 unter dem Titel „Wie eigennützig sind Campact-Aktivisten?“.
    Auch die FAZ hat sich bisher deutlich als wenig aufgeschlossen gegenüber den Campact Zielen und vorgehensweisen gezeigt. Siehe dazu diverse Artikel (Google).

    Was ist also gegen die CDU und die FAZ zu tun, die Campact zum schweigen bringen möchte?

    Vor allem aber – wie passt das zusammen mit der eigenen Satzung, danach ist Campact parteipolitisch strikt neutral???
    Zumindest sollte jetzt also die Satzung von Campact geändert bzw. an den „Realitätscheck“ angepasst werden.

    • von Marie

      Für mich war Campact in ihrer Berichterstattung leider wirklich sehr einseitig!

  • von Brigitta Herzog

    Ja, die Luft wird dünner wenn man sich exponiert und das Leben wird anstrengender.
    Ich wünsche uns und euch Erfolg.
    Das Vertrauen in unsere rechtlichen Institutionen ist noch vorhanden, doch auch da entstehen bei mir mehr Bedenken als ich sie vor Jahren noch hatte.
    An meiner Haltung wird sich nichts ändern. Vielfalt, Vorwärtsgewandtheit, d.h. für mich in der Welt zusammen leben und Lösungen gemeinsam für alle suchen, keinerlei Ausgrenzungen, Augen offen halten. Die Basis sind die Menschenrechte, die alle Menschen einschließt.
    Für den Fall der Fälle unterstütze ich Compact weiter.

    • von Vera Kuchler

      Liebe Brigitta,

      danke für Deinen Zuspruch – das freut uns sehr. Aber nicht vergessen: Wir sind Campact. Verwechslungen mit dem rechtspopulistischen Magazin Compact möchten wir vermeiden. Compact ist eine Art Verlag und Plattform einer politischen Strömung um den Journalisten und Autoren Jürgen Elsässer, mit dem wir nichts zu tun haben wollen.

      Viele Grüße
      Das Campact-Team

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Veröffentlicht von Felix Kolb

Dr. Felix Kolb, Jahrgang 1973, ist Politikwissenschaftler. Er promovierte an der FU Berlin über die politischen Auswirkungen sozialer Bewegungen. Nach der Beendigung seines Studiums beteiligte er sich als Pressesprecher am Aufbau von Attac. Zusammen mit Christoph Bautz gab er den Anstoß zur Gründung der Bewegungsstiftung. Er arbeitet als Geschäftsführer bei Campact.