GroKo steht – Planet im Eimer

Unfassbar: Die GroKo hat vor, das Klimaziel 2020 einfach zu beerdigen! Eine desaströse Idee. Kanzlerin Merkel und SPD-Chef Schulz müssen sofort merken, dass der Plan ihrer Unterhändler eine Katastrophe ist.

Der Schutz des Planeten soll bis nach der GroKo warten. Noch kürzlich hatten Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Martin Schulz fest versprochen, das Klimaziel 2020 einzuhalten. Doch das erste, was aus der GroKo-Verhandlung zu hören ist: Das Ziel von minus 40 Prozent CO2-Ausstoß soll nicht mehr gelten – der Klimakiller Kohle bleibt. Die GroKo kneift vor dem gefährlichsten Menschheitsproblem.

Kaum vorstellbar, aber die Verhandlungsgruppe Energie schlägt genau das vor. Sie scheut den Konflikt mit Kohle-Lobby und Konzernen. Dabei steht fest: Nur mit einem konsequenten Kohleausstieg lässt sich das Klimaschutz-Ziel überhaupt noch erreichen.

Raus aus der Kohle – nicht aus dem Klimaschutz!

Was bleibt, ist eine Chance – denn Fakt ist: Merkel und Schulz haben das letzte Wort. Und die haben noch nicht entschieden. Doch schon Donnerstagnacht endet die Sondierung – also kaum noch Zeit, die Parteichefs bei ihrem Wort zu packen. Jetzt kommt es auf Dich an! Zeige klar und deutlich: Klimaschutz ist nicht verhandelbar. Bitte wende Dich jetzt an Merkel und Schulz – unterzeichne unseren Eil-Appell:

Zehn Jahren lang waren die Klimaziele Merkels Mantra – etwa, wenn sie sich medienwirksam vor den schmelzenden Gletschern Grönlands ablichten ließ. Damals legte sie das Ziel fest: Bis 2020 soll es 40 Prozent weniger CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 geben. 

Seither aber hat sie beim Klimaschutz nur geschlampt. Zehn Jahre schon bewegt sich fast nichts – und die Kohlemeiler rauchen und rauchen. Doch noch ist es nicht zu spät. Renommierte Energieexperten belegen: Wenn wir Kohlekraftwerke abschalten, können wir das Ziel noch erreichen.

Lasse nicht zu, dass die GroKo das Klimaziel aufgibt. Unterzeichne jetzt und hier unseren Eil-Appell an Merkel und Schulz:

PS: Wenn der Plan durchkommt, das Klimaziel zu kippen, ist Deutschland als Vorbild international am Ende. Auf keinem Klima-Gipfel hätten wir noch was zu melden – ein Triumph für Trump und Co. Und die Lösung des Problems wäre soweit weg wie nie. Lassen wir es nicht so weit kommen.

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5 Kommentare

  • Für mich klimgt es glaubhaft wenn jetzt von CDU/CSU und der SPD gesagt wird, die Klimaziele können nicht errecht werden.
    Was, bitte ist daran verwerflich bei dieser Aussage!
    Diese Parteiein sind anscheinend auf den richtigen Weg zurückgekehrt, den Wählern die Wahrheit zu sagen, und Warum ist das so, die haben gehörige Angst vor der AfD- schon aus diesem Grund die Kehrtwende.
    Bin nur gespannt ob sich diese Sichtweise anhält bei den oben genannten Parteien, der Wähler lässt sich nicht mehr verarschen von sogenannten Volksvertretern dem haben sich diese Politikdarsteller schon längst abgeschworen.
    Ein weiter so, wie bisher ist passe, dieses ist bereits bei den Parteein angekommen, man kann nur hoffen das es so weiter geht.
    Und im übrigen die AfD wird sich etablieren, mit dem muß man leben, ob es den Einen oder Anderen passt oder nicht.

    • von harry49

      Bei aller berechtigten Kritik zu den Zielen des Klimaschutzes, halte ich dieses derzeit in der Tat nicht für machbar. Keine Atommeiler (richtig), keine Kohle (auch richtig). Nur wie sollen die Zielen umgesetzt werden, wenn Deutschland nicht im Dunklen dastehen möchte? Mit Wind-Vogel-Schredder-Mühlen? Man sieht vielerorts vor lauter Windmühlen den Wald nicht mehr. Die heutige Technik ist leider noch nicht soweit, um diese sehr hoch gesteckten Ziele zu erreichen. Am deutschem Wesen soll die Welt genesen? Sagen Sie das mal alle den Amis, den Chinesen, den Franzosen und den Belgiern, die an unseren Grenzen Atommeiler im Betrieb haben. Bei einem möglichem Gau, kennt Radioaktivität keine Grenzen. Und wir das kleine Deutschland sollen in der Lage sein, die ganze Welt vor einem katastrophalen Klimawandel zu retten? Ich fasse es nicht, aber die Klimaziele sind zu hoch gesteckt, obwohl ich diese für durchaus vernünftig halte. Aber alle anderen müssten mitmachen. Und da hapert es leider.

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Der Kohleausstieg wird mit Frau Merkel und Herr Schulz nicht kommen,
    sie haben wohl versprochen das Klimaziel bis 2020 zu erreichen aber daran
    felt mir der Glaube . Die Politik macht so wie so,was sie will wir werden
    nicht gefragt.Ich glaube nicht das man mit Unterschriften und Demos
    diese Politik ändern kann nicht nur die Kohle tägt zum CO 2 Ausstoß bei
    sondern auch die Kreutzfahrtschiffe und Flugzeuge ich weis ncht ob
    ein abschalten der Kohlekraftwerke die Luft sauberer wird da müsste man
    auch die anderen Faktoren für den CO2 Ausstoß verantwortlich sind sauber
    machen auserdem mus man darüber nach denken was aus den Leuten wird
    wen sie keine Arbeit mehr im Bergbau und im Kohlekraftwerk haben.

  • von Dr. Hella Schartenberg.

    Ich war vor ca. 45 Jahren SPD Mitglied und bin ausgetreten, weil das damalige ‘Bad Godesberger Programm’ nicht im Ansatz realisiert wurde.
    Egal. Bin nicht optimistischer geworden in all den Jahren.
    Aber wenn ich höre, dass sie ( die 3 Sondierer) sich u. a. darüber verständigt haben, dass das Klimaziel nicht eingehalten werden kann, ist die Frustration noch größer. ( siehe Anstieg der RWE Aktie nach Bekanntgabe…..wer von den Polit- Beteiligten hat da wohl profitiert?)

    Ich habe einen Vorschlag: treten wir massenhaft in die SPD ein und stimmen dann als gewaltige Basis gegen GroKo ….
    Sozusagen eine Verzweiflungstat, aber Erfolg versprechend, weil Zeichen setzend.

    die Hoffnung stirbt zuletzt
    Dr. Hella Schartenberg

    • von harry49

      Ja, wenn das funktionieren würde. Aber die SPD hat unter Schröder/Fischer und Müntefering soviel Mist gebaut, so dass ich dieser Partei auch deren möglichen Neulingen nicht mehr vertrauen kann. Wer heute noch an SPD glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann und das die Erde ne Scheibe ist. Die SPD muss sich total verjüngen, ganz neue Konzepte entwickeln und sich komplett Arbeiterfreundlich und sozial erneuern. Insbesondere auf dem deutschen prekären Arbeitsmarkt muss sehr viel getan werden. Es muss wieder soziale Gerechtigkeit im Lande geben und die Waffenexporte der Industrie ins Ausland müssen verboten werden. Dieses alles und sehr viel mehr geht mit SPD nicht mehr. Die SPD ist nur noch Paladin der Union, deren Steigbügelhalter SPD? Niemals. Ich gehöre der Linkspartei an. Die entsprechen meinen Vorstellungen am nächsten, auch wenn ich mit deren Konzepten auch nicht immer in allen Bereichen unbedingt einverstanden sein muss.

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Veröffentlicht von Christoph Bautz

Geschäftsführender Vorstand – Christoph Bautz, Jahrgang 1972, ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Nach Ende seines Studiums baute er mit die Geschäftsstelle von Attac-Deutschland auf und koordinierte die Öffentlichkeitsarbeit. Zusammen mit Felix Kolb gab er den Anstoß zur Gründung der Bewegungsstiftung, die sich die Förderung von Kampagnen und Projekten sozialer Bewegungen zum Ziel gesetzt hat. Gemeinsam mit Günter Metzges initiierte er die Gründung von Campact und arbeitet seit 2004 als Campact-Geschäftsführer.