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Kein Rechtsbruch für Bienengift

CDU-Agrarministerin Julia Klöckner bricht das Recht für große Chemiekonzerne. Sie lässt 18 neue Ackergifte zu – ohne die Zustimmung des Umweltbundesamtes. Der Alleingang bringt Glyphosat und andere Bienenkiller auf unsere Felder. Bald könnten es noch mehr werden – wenn wir Klöckner nicht schnell stoppen.

Kein Rechtsbruch für Bienengift! Jetzt Campact-Appell unterzeichnen / Foto: Campact e.V. [CC BY-ND 2.0]
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„Was der Biene schadet, muss vom Markt“, versprach CDU-Agrarministerin Julia Klöckner vor einem Jahr. Jetzt bricht sie ihr Wort: Eine ihr unterstellte Behörde hat 18 neue Ackergifte zugelassen. Darin stecken Glyphosat und Cyantraniliprol – tödliche Stoffe für Bienen. Klöckner schafft einfach Fakten. Ohne die benötigte Zustimmung des Umweltbundesamtes. Ganz klar ein Rechtsbruch.

Kein Rechtsbruch für Bienenkiller – jetzt unterzeichnen

Versprochen ist versprochen

So sabotiert die Union den Glyphosat-Ausstieg. Denn: Die Zulassung der Pestizide gilt zwar zunächst nur bis Jahresende. Aber danach kann die Verbraucherschutzbehörde sie einfach verlängern – ohne das Umweltbundesamt jemals wieder zu fragen. Geht diese dreiste Masche durch, könnte Klöckner etliche weitere Pestizide ungeprüft auf den Markt hieven.

Mit einem Appell wollen wir Klöckner an ihr Versprechen erinnern. Wenn 100.000 und mehr Menschen unterzeichnen, konfrontieren wir die Ministerin mit ihren eigenen Worten. Ihr Zitat zum Schutz der Bienen drucken wir auf Plakatwände und stellen sie rund ums Agrarministerium auf – dazu die Zahl der Unterschriften gegen Glyphosat und Co. Bitte unterzeichne dafür unseren Appell!

Hier klicken und Appell unterzeichnen

Klöckner ist der neue Schmidt

Die Union greift gerne zum Rechtsbruch, wenn der Bienenschutz zu lästig wird – und er die Profite von Chemieriesen gefährdet. Klöckner macht es wie ihr Amtsvorgänger Christian Schmidt. Der CSU-Politiker stimmte 2017 im Alleingang für die Neuzulassung von Glyphosat auf EU-Ebene. Damit ignorierte er eiskalt das Veto der SPD.

Klöckner blockiert den Glyphosat-Ausstieg schon länger. Als Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) einen sinnvollen Plan zur Einschränkung des Gifts vorlegte, tat Klöckner – nichts. Statt die Pestizide auf unseren Feldern zu begrenzen, drückt sie Neuzulassungen gegen alle Widerstände durch. 

Die Freund*innen der Bienen

Doch Klöckner könnte sich verrechnet haben. Die Bienen haben viele Freund*innen: Knapp 1,8 Millionen Menschen haben gerade erst das „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ in Bayern unterzeichnet. Der Kampf für den Bienenschutz ist eine der größten Umweltbewegungen in Deutschland. Jetzt müssen wir diese Kraft nutzen – und sie Julia Klöckner entgegenstellen. Wir verlangen von ihr: Halten Sie Wort und nehmen Sie vom Markt, was der Biene schadet. Bitte mach den Appell mit Deiner Unterschrift stark!

Hier klicken und Appell unterzeichnen

PS: In Klöckners Verbraucherschutzamt liegen schon neue Anträge: Hundert glyphosathaltige Mittel warten auf Wiederzulassung. Handeln wir nicht, könnte Klöckner auch sie bald durchwinken – ohne Sicherheitsprüfung. Um das zu verhindern, brauchen wir Deine Unterschrift!

Jetzt hier Appell unterzeichnen

Du hast schon unterzeichnet? Dann teile den Appell jetzt mit Deinen Freund*innen und Bekannten.

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4 Kommentare

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  1. Glyphosat wird in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt, um Energie (Diesel) einzusparen. Mitunter wird so gänzlich auf das energieintensive und teure Pflügen verzichtet. Dies ist ökonomischer Zwang, da landwirtschaftliche Produktpreise fortwährend (jahrzehntelang) auf einem superbilligen Preisniveau verharren sollen (- politisch gewollt???). Schreit aus den Reihen der Konsumenten und Dienstleister (Rest der Gesellschaft) durch Herrn Brsirske per Gewerkschaft nach satten 8 % mehr alle paar Jahre, so seht seht ihr das als legitim an, da durch den inflationären Wert des (T)Euros in euren Augen ein Ausgleich statt finden muß, aber eben nicht für die Landwirte. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Anstatt die Landwirtschaft gerecht zu entlohnen, greift ihr zum billigen Instrument der Stigmatisierung und Ausgrenzung. Wer umweltfreundliche Landwirtschaft will, muß bereit sein gerecht und auskömmlich zu entlohnen. Alles hat seinen Preis.

  2. Ich bin keine Freund*in, sondern ein Freund. Wörter mit der Endung -in bezeichnen Frauen. Wer mich so anredet, missachtet meine geschlechtliche Identität. Ihr tätet besser daran, bei euerm berechtigten Anliegen nicht auch männerdiskriminierende Sprachformen unterzuschieben. Dann hättet ihr auch meine Stimme. So nicht.

  3. Ihr wollt die Ministerin mit einer Unterschriftensammlung stoppen,
    das glaube ich jetzt nicht wen sie ein Rechtsbruch begangen hat ist
    die Justitz für den Fall zuständig, wen Ihr die Pestizide vom Acker haben
    wollt muss man auch Alternatieven auf zeigen da von habe ich bei Capact
    noch nichts gehört oder gelesen.

    • Einfach das Unkraut wieder von Hand entfernen … wie vor langer Zeit, ist nicht nur „Bienen- und Umweltfreundlich“ sondern schafft sogar noch Arbeitsplätze.

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