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Freiheit für Carola Rackete!

Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete rettete Menschen auf See – und soll jetzt dafür bestraft werden. Sie ist eine Heldin, keine Verbrecherin! Zeige Solidarität und unterzeichne gleich hier unseren Eil-Appell.

Beendet das Sterben auf See! Freiheit für Carola Rackete! Jetzt Campact-Appell unterzeichnen / Foto: Judith Büthe/Sea-Watch
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„Piratin!“, „Verbrecherin!“, „Göre!“ – so beschimpft Italiens rechtsextremer Innenminister Matteo Salvini jene Frau, die als Kapitänin der „Sea-Watch 3“ 53 Flüchtende vor dem Ertrinken im Mittelmeer rettete. 17 Tage trieb Carola Rackete mit ihnen auf See, weil kein EU-Staat sie an Land lassen wollte. Nachdem sich die Situation an Bord massiv verschlechterte, legte sie am Samstag im Hafen von Lampedusa an. Für ihren Akt der Menschlichkeit sitzt sie jetzt im Arrest. Der 31-jährigen Deutschen drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Um das zu verhindern, müssen wir uns gemeinsam solidarisch hinter Carola Rackete stellen und ihre Freilassung fordern. Und wir müssen das Sterben auf dem Mittelmeer stoppen! Menschen ertrinken lassen, um Flüchtende abzuschrecken. Helfer*innen, die sie retten wollen, kriminalisieren. Am Mittelmeer setzen die EU-Staaten gemeinsam mit Italiens Regierung grundlegende Menschenrechte und zivilisatorische Standards außer Kraft. Wir alle müssen jetzt gemeinsam diesen Akt der Barbarei beenden.

Ich bitte Dich: Fordere jetzt die Freilassung von Carola Rackete – und eine andere EU-Flüchtlingspolitik.

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PS: „Ich hatte Angst. Die Situation war hoffnungslos. Und mein Ziel war es lediglich, erschöpfte und verzweifelte Menschen an Land zu bringen“, sagte Carola Rackete, nachdem sie an Land ging. Für diesen humanitären Akt darf die Kapitänin der „Sea-Watch“ nicht auch noch bestraft werden. Fordere jetzt ihre sofortige Freilassung!

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+++ Update: Carola Rackete wurde am 2. Juli freigelassen. Ein italienisches Gericht entschied, die Kapitänin sei ihrer Pflicht gefolgt, Menschen in Seenot zu retten. Der Widerstand gegen Beamte sei gerechtfertigt gewesen. +++ Ein Teil der Anklage besteht jedoch weiter: Gegen Rackete wird ermittelt wegen Begünstigung illegaler Einwanderung. Am 9. Juli muss die Kapitänin wieder vor Gericht erscheinen. +++ Auch eine politische Lösung gegen das Sterben im Mittelmeer fehlt weiterhin. +++


Du kannst noch mehr tun. Bitte teile den Appell mit Deinen Freund*innen und Bekannten!

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Autor*innen

Christoph Bautz ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Er gründete 2002 gemeinsam mit Felix Kolb die Bewegungsstiftung, die Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen fördert. 2004 initiierte er mit Günter Metzges und Felix Kolb Campact. Seitdem ist er Geschäftsführender Vorstand. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrats von WeMove, der europaweiten Schwesterorganisation von Campact, sowie der Bürgerbewegung Finanzwende. Alle Beiträge

5 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Es erhebt sich außerdem die (theoretische) Frage, welche Signalwirkung ein reibungsloses Rettungswesen im Mittelmeer hätte, verbunden mit extremtoleranter Aufnahmepolitik aller EU-Staaten. Der Mittelmeerverkehr würde vermutlich stark zunehmen.

  2. Retten ist gut, aber um zu vermeiden, daß immer mehr den gefährlichen Weg wählen, zurück bringen.
    Und für diejenigen, die fürs Kommen sind: Bitte in Deutschland sich auch um sie kümmern, und ihnen die deutschen Umgangsformen ( z.B. Frauen sind gleichberechtigt!, Polizisten u. Helfer werden nicht angespuckt! usw. ) nahebringen u. für die Einhaltung sorgen.

  3. Ich bin auch der Meinung, dass man bei Seenotrettungen Menschenleben retten sollte. Dass diverse Länder es noch immer nicht verstanden bzw. in der Steinzeit leben, will ich vorerst nicht kommentieren. Vielen Dank daher für den tollen Beitrag!

  4. Zur Seenotrettung ist jeder verpflichtet, was macht man
    dan mit den Flüchtlingen,wo bring man sie hin wen kein
    Land in der EU sie auf nehmen will selbst in Deutschland
    ist es mit der Solidarität gegen über Flüchtlingen nicht mehr
    so groß wie sie mal war es haben sich zwar Städte und Komunen
    zu sicherenHäfen erkelert das hat ja auch nichts gebracht.

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