Das große Klima-Versagen – und jetzt?

Ein fulminantes Fest des Protests mit 1,4 Millionen Bürger*innen - und trotzdem versagt die Regierung beim Klimaschutz. Was bedeutet das jetzt für uns als Klima-Bewegung? Campact-Vorstand Christoph Bautz hat dafür erste Antworten formuliert. Warum wir Neuwahlen brauchen - und wie wir sie durchsetzen. Wieso die Grünen es alleine auch nicht bringen. Und wie wir eine Wahl jetzt zur Klimawahl machen, die kaum einer auf dem Zettel hat.

Das war’s überhaupt nicht. Ein „Dokument der Mutlosigkeit“ nennt der renommierte Klimaforscher und Merkel-Berater Ottmar Edenhofer das Klimapaket der Regierung. Und in dieser vernichtenden Einschätzung sind sich Klimawissenschaftler*innen, das Gros der Medienlandschaft und die Mehrheit der Bevölkerung einig. Denn: Nach Berechnungen der Analysten von Agora Energiewende erbringt das Sammelsurium an Maßnahmen nur ein Drittel der CO2-Einsparung, die zum Erreichen des 2030-Klimaziels der Regierung nötig sind.

Das Klimapaket reicht nicht aus

Bitter ist: Der Beschluss der Regierung fiel zeitgleich zur größten Demonstration, die dieses Land jemals gesehen hat. Viele Campact-Unterstützer*innen fragen uns jetzt, was wir denn noch tun können, wenn nicht einmal 1,4 Millionen Menschen auf den Straßen die Regierung von solchen fatalen Beschlüssen abhalten konnten. Wir haben die letzten Tage viel nachgedacht und diskutiert – und einige erste Antworten entwickelt:

Was hilft jetzt noch, wie können wir konsequenten Klimaschutz durchsetzen?

Hinter welchen Forderungen sollten wir uns sammeln?

Was können wir jetzt ganz konkret tun?

Was jetzt noch hilft

Eines ist für uns jetzt klar: Mit dieser Regierung wird das nichts mit konsequentem Klimaschutz. Den bekommen wir nur, indem wir dafür sorgen, dass die GroKo abtritt – und den Platz frei macht für eine Regierung, die beim Klimaschutz ernst macht. Denn die Klimaforschung sagt uns knallhart: Wenn wir verhindern wollen, dass die Welt sich über die kritische 1,5-Grad-Schwelle erhitzt, hinter der eine sich selbst beschleunigende Klimakatastrophe droht, dann dürfen wir weltweit nur noch 420 Gigatonnen CO2 ausstoßen. Bleiben die CO2-Emissionen auf dem derzeitigen Niveau, ist unser gesamtes verbleibendes Budget schon in zehn Jahren verbraucht. 

Klimaschutz: Die Zeit rennt

Sprich, die Zeit rennt. Zwei weitere Jahre Stillstand beim Klimaschutz können wir uns nicht erlauben. Doch in der Union verhindert der Wirtschaftsflügel wirksame Klimapolitik. Die SPD ist offenbar zu schwach, sich gegen diesen Widerstand durchzusetzen. Und beide eint die große Angst, dass Klimaschutz den Klimaleugner*innen von der AfD Wähler*innen zutreiben könnte. In den monatelangen Verhandlungen zum Klimapaket ist es nicht gelungen, diese Blockade zu durchbrechen – wieso sollte sich das in den nächsten beiden Jahren ändern? Zumal die Spitzen beider Parteien ihr Versagen auch noch zu bejubeln scheinen.

SPD muss den Stecker ziehen

Mit der Forderung nach einem Ende der Großen Koalition nehmen wir den derzeit gewichtigsten SPD-Politiker beim Wort: Vizekanzler Olaf Scholz. Noch Anfang des Monats verkündete er: „Ein Klein-Klein in der Klimapolitik hilft nicht weiter. […] Wir brauchen einen großen Wurf, wenn wir als Regierung weiter eine Berechtigung haben wollen, das Land zu führen.” Nun ist „Klein-Klein“ für das Klimapaket sogar noch eine beschönigende Beschreibung: Mit der Erhöhung der Pendlerpauschale oder mit neuen bundeseinheitlichen Hürden für den Ausbau der Windkraft bremst es den Klimaschutz sogar aus.

Ob die Groko hält oder fällt: Das entscheidet sich am 7. und 8. Dezember. Dann kommt die SPD in Berlin zum Bundesparteitag zusammen. Und zieht ihre Halbzeitbilanz für Schwarz-Rot. Die Spitzen der Partei und auch viele Abgeordneten klammern sich an die GroKo, da sie angesichts desolater Umfragewerte um ihre Posten zu fürchten scheinen. Vermutlich klammern sie sich an die Hoffnung, irgendwie bis zur regulären Wahl 2021 aus dem Tal der Tränen herauszufinden. Doch die Stimmung in der Partei ist miserabel. Bei vielen Delegierten könnte sich die Einschätzung durchsetzen: Die GroKo stellt eine existentielle Gefahr für die Sozialdemokratie im Land dar. Gemeinsam müssen sie ihr den Stecker ziehen. 

Denn eine ganze Generation droht der SPD verloren zu gehen: Schon über die Zustimmung der SPD zu Upload-Filtern waren viele junge Menschen empört. Mit dem Klimapaket und dem hilflosen Versuch der regierenden SPD-Politiker*innen, eine Niederlage als Erfolg zu verkaufen, verspielt sie ihre letzte Glaubwürdigkeit. Für die Jugend entwickelt sich die SPD immer mehr zum Feindbild, aber keinesfalls zur wählbaren Option. Und auch die älteren Semester wenden sich scharenweise ab. 

Klimapolitik ist endlich das alles beherrschende Thema

Wann sollten wir in einer parlamentarischen Demokratie den Ausweg vorgezogene Neuwahlen nehmen? Nur in sehr gewichtigen Ausnahmefällen. Wenn eine Regierung völlig den gesellschaftlichen Rückhalt verliert, wenn sie eine gesellschaftliche Grundstimmung überhaupt nicht mehr repräsentiert. Wie derzeit bei Schwarz-Rot: Klimapolitik ist endlich das alles beherrschende Thema. Rangierte sie in der Wichtigkeit der Themen zur letzten Bundestagswahl noch auf Platz 7, ist sie seit Monaten einsame Spitze. Eine Regierung, die dem überhaupt nicht gerecht wird, muss Platz machen.

Schwarz-Grün, Jamaika oder Grün-Rot-Rot?

Bloß für wen? Für eine Regierung, die nach einer Klimawahl ihr Amt antritt und Klimaschutz den richtigen Stellenwert gibt – als die zentrale und existentielle Menschheitsaufgabe des nächsten Jahrzehnts. Dreh- und Angelpunkt einer solchen Regierung wären nach Lage der Dinge die Grünen. Schwarz-Grün, Jamaika oder Grün-Rot-Rot – keine der nach Umfragen denkbare Regierungsmehrheit jenseits der GroKo kommt ohne die Grünen aus. Sie müssen die Lösung der Klimakrise zur zentralen Aufgabe einer wie auch immer zusammengesetzten Koalition machen.

Diese Gleichung geht nicht auf

Doch eine Gleichung geht nicht auf: Grüne an die Macht – und dann ist alles gut. Denn dazu müssen sich auch die Grünen erst noch der Dimension der Aufgabe stellen. Bisher schrecken sie zurück, die Begrenzung der Klimaerhitzung unter der kritischen 1,5-Grad-Schwelle zum Maßstab ihrer Politik zu machen. Und genau die Einhaltung dieses Limits stellte ihr Wahlprogramm zur letzten Bundestagswahl bei Weitem nicht sicher.  

Zudem droht bei einer Koalition der Grünen mit CDU/CSU oder FDP die zweite zentrale Säule von Klimapolitik unter die Räder zu kommen: für den sozialen Ausgleich zu sorgen. Denn nur, wenn es auch sozial gerechter im Land zugeht und soziale Härten für die Schwächsten verhindert werden, wird eine ambitionierte Klimapolitik auf den notwendigen gesellschaftlichen Rückhalt treffen.

Sollten wir die Auseinandersetzung, ob die SPD die GroKo verlässt, gewinnen, müssen als nächstes die Grünen in unserem Fokus stehen. Damit sie Klimapolitik auch auf einem Ambitionsniveau durchsetzen wollen, dass der Dramatik der Klimakrise angemessen ist. Und dabei die soziale Frage neben der ökologischen nicht aus dem Auge verlieren. Dafür müssen wir die Grünen treiben – sie aber auch immer wieder unterstützen, wenn sie den Gegenwind von Auto- und Energiekonzernen abbekommen. Denn deren Widerstand gegen konsequente Klimapolitik wird massiv sein. 

Die SPD zum Verlassen der GroKo bringen, die Grünen zu echtem Klimaschutz antreiben, der Macht der großen Konzerne widerstehen – all das wird nur mit einer lebendigen und breit verankerte Klimabewegung gelingen. Wie kraftvoll sie ist, in welch neue Dimension sie vorgedrungen ist – das haben wir am Freitag letzter Woche alle gemeinsam an Hunderten Orten unter Beweis gestellt. Darauf können wir stolz sein. Und darauf können wir bauen. 

Hinter welchen Forderungen sollten wir uns sammeln?

Das Klimapaket zeigt, wie wir Klimaschutz nicht angehen sollten. Es nimmt vor allem sehr viel Geld in die Hand, um Bürger*innen und Wirtschaft Anreize für klimafreundliches Verhalten zu geben. Das alleine ist teuer, ineffizient und schickt ein fatales Zeichen an die Welt: Klimaschutz, das geht nur mit viel Geld. Wenn Ihr das nicht habt, könnt Ihr es lassen. 

Dabei brauchen wir für ambitionierten Klimaschutz nicht nur Geld. Eine gut aufeinander abgestimmte und sich gegenseitig verstärkende Mischung von Geboten und Verboten, Marktanreizen und Steuern, Subventionen und Kürzungen. Die folgenden Aspekte erscheinen uns dabei entscheidend zu sein:

  • Harte Verbote? Na klar!

Spätestens seit der Debatte um den Vorschlag der Grünen für einen Veggie-Day und den Erfolgen der AfD schrecken CDU/CSU und SPD vor dem wichtigsten Klimaschutz-Instrument zurück: Verbote. Dabei sind sie ja nichts anderes als das: klare Regeln. Sie würden zwar auch den*die Einzelne*n, aber vor allem die großen Unternehmen treffen: Etwa die Kohlekonzerne, die in Deutschland soviel CO2 erzeugen wie in keinem anderen europäischen Land. Und die Autoindustrie, die uns immer PS-stärkere und klimaschädlichere Spritschlucker und SUVs andrehen will. 

Wenn überhaupt, findet man im Klimapaket der Regierung daher nur Verbote, die zeitlich sehr weit entfernt liegen. 2026 soll der Einbau neuer Ölheizungen verboten werden. Und dort, wo man schnell am meisten CO2 einsparen könnte – bei der Kohlekraft -, soll erst 2038 Schluss sein. Dabei hätten Regeln ganz entscheidende Vorteile: Sie kosten den Staat nichts. Sie sind schnell umzusetzen. Und sie geben der Wirtschaft einen klaren Orientierungsrahmen, wann in welchem Sektor mit dem Verbrennen von Kohle, Öl und Gas Schluss ist. 

Welche Regeln wir bräuchten, um das 1,5-Grad-Limit nicht zu überschreiten? Werden wir konkret: 2020 muss Schluss sein mit neuen Ölheizungen, dicht gefolgt von Gasheizungen. Nach 2025 dürfen keine PKW mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Und allerspätestens 2030 geht der letzte Kohlemeiler vom Netz. Für alle Wirtschaftsunternehmen wäre klar: Ab dann gibt es nur noch einen Markt für Wärmepumpen und Solarthermie, für Elektroautos, neue Züge und Busse, für Windräder und Solaranlagen. Und der wird weit größer sein, als er heute ist. Damit haben Unternehmen in diesen Bereichen weit mehr Anreiz für zukunftsfähige Investitionen als jedes teure Förderprogramm erzielen kann. Das ist die Macht klarer Regeln. 

  • Geldhähne öffnen – und zudrehen

Die große Transformation weg von Kohle, Öl und Gas, hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien in den nächsten 15 bis 20 Jahren schaffen – dafür brauchen wir natürlich auch Geld und Anreize. Denn wir benötigen massive Investitionen in neue Stromnetze und -speicher, in eine moderne Infrastruktur für Fahrrad, Bahn und Bus, in die energetische Sanierung von Gebäuden. Das ist gut angelegtes Geld, das Millionen neuer Arbeitsplätze entstehen und die Wirtschaft pulsieren lassen kann. Das Klimapaket sieht hier immerhin einige sinnvolle Investitionen vor: Der Ausbau von Radschnellwegen und zusätzliche 86 Milliarden Euro für die Modernisierung der Bahn bis 2030. Die Installierung von einer Million Ladepunkte für Elektroautos und das Förderprogramm “Energetische Stadtsanierung”.

Aber eines macht überhaupt keinen Sinn: Gleichzeitig mit noch weit mehr Geld klimaschädliches Wirtschaften zu subventionieren – etwa mit der steuerlichen Begünstigung von Kerosin und Diesel und dem Dienstwagen-Privileg. Würden diese Subventionen abgeschafft, brächte das dem Staat sogar Geld ein. Doch der Blick ins Klimapaket zeigt: Fehlanzeige.

  • Ja zum CO2-Preis – aber wenn, dann richtig

Auch wenn der CO2-Preis alleine nicht das Allheilmittel ist, wie ihn Merkels Chef-Klimaberater Edenhofer gerne präsentiert: Die Idee, dem Ausstoß von CO2 einen Preis zu geben, ist überzeugend. Damit müssen endlich diejenigen für die gesellschaftlichen Folgekosten zahlen, die das Klima zerstören. Und klimafreundliches Verhalten wird belohnt. Doch das funktioniert nur, wenn der Preis stimmt und unser Verhalten lenkt. 

Wenn die Regierung jetzt einen CO2-Preis von 10 Euro pro Tonne CO2 im Verkehrs- und Wärmesektor einführen und diesen Preis bis 2025 auf maximal 35 Euro ansteigen lassen will – dann ist dies nicht mehr als ein schlechter Scherz. 10 Euro pro Tonne – das entspricht 3 Cent mehr für einen Liter Benzin an der Tankstelle. In diesem Bereich schwankt der Preis häufig an einem einzigen Tag. 

Expert*innen sagen uns: Im Verkehrs- und Wärmebereich entstehen Anreize für klimafreundliches Verhalten und Investitionen in eine andere Infrastruktur ab einem Preis jenseits von 100 Euro/Tonne. Das ist das Zehnfache von dem, was die Luftnummer der Regierung vorsieht. 

  • Klimaschutz braucht sozialen Ausgleich

Klimaschutz darf die soziale Ungleichheit im Land nicht weiter befeuern. Wenn der Weg zur Arbeit für Menschen mit geringem Einkommen noch teurer wird, die Reichen aber weiter mit dem SUV das Klima verpesten dürfen, weil sie es sich leisten können, verliert der Klimaschutz viele seiner Unterstützer*innen.

In ihrem Klimapaket geht die GroKo diese Frage aber genau falsch herum an: Sie erhöht die Pendlerpauschale – den Steuerbonus, den Menschen mit Arbeitswegen von mehr als 20 Kilometern erhalten. Was erstmal plausibel klingt, hat einen entscheidenden Haken: Von einer höheren Pendlerpauschale profitieren nämlich nur diejenigen, die überhaupt Einkommensteuer bezahlen. Und besonders hoch ist die Ersparnis für jene, die mehr Steuern zahlen, weil sie mehr verdienen. Unter dem Strich heißt das: Gerade reiche Vielfahrer*innen entlastet die GroKo besonders.

Dabei ließe sich leicht verhindern, dass ein CO2-Preis soziale Ungleichheit erhöht. Die Schweiz gibt ihre Einnahmen aus dem CO2-Preis an jede*n Eidgenoss*in in gleicher Höhe zurück. Sozial Benachteiligte haben dadurch zumeist mehr in der Tasche, wohingegen Reiche, die in der Regel deutlich mehr CO2 verursachen, überdurchschnittlich belastet werden. Entsprechend liegt der CO2-Preis in unserem Nachbarland bei derzeit 96 Schweizer Franken (ca. 88 Euro) – und beginnt so zu wirken.

Klar ist aber auch: Klimaschutz allein kann soziale Ungleichheiten nicht beseitigen. Damit der ökologische Umbau gelingt, braucht es auch einen sozialen Umbau: mit höheren Steuern für Reiche, guter Absicherung für Arbeitslose oder gut ausgebauter öffentlicher Infrastruktur. Wer Angst haben muss, auf dem Land abgehängt zu werden oder bei Arbeitslosigkeit in Armut abzurutschen, wird sich auf konsequenten Klimaschutz kaum einlassen können.

  • Ohne Erneuerbare funktioniert nichts

Der Umstieg auf mehr Züge, Elektro-Mobilität und Wärmepumpen – all das benötigt Strom. Aber ein Fortschritt für den Klimaschutz wird nur daraus, wenn dieser Strom auch aus regenerativen und nicht aus fossilen Quellen stammt. Doch so erfolgreich der Ausbau der Erneuerbaren Energien bisher verlief – derzeit steckt er bei einem Anteil von um die 37 Prozent an der Stromerzeugung fest. Der Grund: Der Ausbaudeckel der Photovoltaik, der Ausschreibungszwang bei neuen Windkraft-Projekten und völlig überzogene Abstandsregeln von neuen Windanlagen zur Wohnbebauung. Im ersten Halbjahr gingen bundesweit netto gerade einmal 35 neue Windräder ans Netz.

Das Klimapaket der Regierung beseitigt jetzt immerhin den unsinnigen Solar-Ausbaudeckel. Doch beim Wind macht es alles noch schlimmer: Bundeseinheitlich sollen jetzt 1.000 Meter Abstand von Windrädern zu Häusern gelten. Außer in Bayern: Dort lässt die CSU ihre noch schärfere Regelung gelten. Zwar können andere Bundesländer beim Abstand auch nach unten gehen, aber das Signal ist fatal. Deshalb befürchten die Analysten von Aurora Energy, dass die Regierung mit ihren Beschlüssen ihr Ziel krachend verfehlt, bis 2030 die Erneuerbaren auf 65 Prozent Anteil am Strommix auszubauen. Sie rechnen mit maximal 52 Prozent.

Was es braucht? Einen klaren Plan, wie der Ausbau der Windkraft wieder vorangebracht wird und zugleich Akzeptanz in den Regionen findet. Der Deckel beim Ausbau der Windenergie, der Ausschreibungszwang bei Wind Onshore und überzogene pauschale Abstandsregelungen von Windanlagen müssen hierfür aufgehoben und der Netzausbau beschleunigt werden. Die Menschen vor Ort in Standort- und Anrainerkommunen müssen vom Ausbau zudem mehr profitieren. Denn nur, wenn wir weit mehr als 65 Prozent Erneuerbare in 2030 erreichen, werden wir das 1,5 Grad-Ziel noch einhalten können.

  • Klimaschutz als Chance begreifen

Klimaschutz fasst die GroKo leider nur mit spitzen Fingern an. Anscheinend hofft sie, mit vorgetäuschtem Handeln Teile der Bevölkerung zu beruhigen und gleichzeitig ja niemandem auf die Füße zu treten. Die Angst, frustrierte Wähler*innen an die AfD zu verlieren, ist groß. Und es stimmt ja auch: Klimaschutz lässt sich nicht so gestalten, dass alle Menschen begeistert zustimmen. Manche Unternehmen werden weniger verdienen – und wir alle müssen Verhaltensweisen ändern. 

Doch eines ist die Grundvoraussetzung für eine große, gesellschaftliche Transformation, die Ökologie und Soziales miteinander verbindet. Dass wir sie nicht so ängstlich, verdruckst und halbherzig angehen wie Union und SPD, sondern ihre enormen Chancen begreifen – und sie entsprechend auch kommunizieren. Sie kann zu einem gesellschaftlichen Aufbruch werden, der viele Menschen begeistert. Sie kann uns hinter einer Vision einer anderen Gesellschaft vereinen, sie kann Millionen gute Arbeitsplätze und eine moderne Infrastruktur schaffen. So entsteht für alle ein besseres Leben, und unser Land – wie zu Beginn der Energiewende – wird international zum Vorbild.

Was können wir jetzt ganz konkret tun?

Die GroKo abtreten lassen. Eine vorgezogene Bundestagswahl zur Klimawahl machen. Und dann mit ambitionierten Grünen an der Regierung und einer Klimabewegung auf den Straßen die sozial-ökologische Transformation durchsetzen – das klingt doch nach einem Plan. Doch machen wir uns nichts vor: Dafür muss einiges zusammenkommen und gelingen. Und wir müssen alle gemeinsam an den richtigen Stellen ansetzen. Wie wir das schaffen? Hier unsere Ideen:

  • Die SPD überall mit ihrem Versagen beim Klimaschutz konfrontieren

Die SPD ist derzeit auf Tour. Besser gesagt: ihre Kandidatenpaare für den Vorsitz der Partei. An insgesamt 23 Orten treten sie bei Regionalkonferenzen auf – bevor ihre 440.000 Mitglieder entscheiden. Doch der letzte Auftritt der Kandidat*innen im badischen Ettlingen lief so ganz anders ab: 400 Campact-Unterstützer*innen und Fridays for Future-Schüler*innen warteten am Eingang der Veranstaltung. Sie trugen die Debatte genau zu dem, der das klägliche Klimapaket maßgeblich zu verantworten hat und noch kurz zuvor große Töne spuckte: Olaf Scholz.

Bei vielen SPD-Mitgliedern traf der Protest auf großes Verständnis, einige schenkten Schüler*innen sogar ihre Eintrittskarten, damit sie ihre Kritik drinnen direkt an Scholz adressieren konnten. Was sie auch taten. Die Debatte um das Klimapaket – sie wurde zum bestimmenden Thema des Abends. 

Was wir daraus mitnehmen: Lasst uns hunderte Ettlingens im ganzen Land entstehen lassen! Die Idee: Bei weiteren Regionalkonferenzen der SPD und möglichst vielen Partei- und Abgeordneten-Büros tragen Campact-Unterstützer*innen die Debatte über das Klimapaket vor die Tür. Überall adressieren wir erst die Mitglieder der Partei. Sie entscheiden darüber, welches Kandidatenpaar die SPD künftig führt. Eines, das alles beim Alten lässt – wie Scholz und Klara Geywitz. Oder eines, das die SPD endlich aus der GroKo führt und den Weg zu Neuwahlen ebnet – wie Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken oder Karl Lauterbach und Nina Scheer. Direkt vor dem Parteitag fokussieren wir uns dann auf die Delegierten des Parteitags und fordern: Macht den Weg frei für echten Klimaschutz. 

Wenn überall im Land Tausende Bürger*innen ihre Enttäuschung über das Klimapaket den Sozialdemokrat*innen mitteilen und für Neuwahlen werben, wird das seine Wirkung nicht verfehlen. Vielen SPD-Anhänger*innen werden sie aus dem Herzen sprechen.

  • Der 29.11. wird zum nächsten großen Streiktag

Noch stehen die Details nicht, aber schon jetzt ist klar. Am Freitag, den 29. November geht es wieder raus auf die Straße, zusammen mit den Schüler*innen, alle gemeinsam. Der Termin liegt richtig: Am 1. Dezember beginnt in Chile die Weltklimakonferenz, und alle Aufmerksamkeit der Medien wird auf dem Klimathema liegen. Und ein Wochenende später, am 7. und 8. Dezember, zieht die SPD auf ihrem Parteitag in Berlin Halbzeitbilanz über die GroKo. Neuwahlen oder weiter so? Das wird entschieden. Und wenn die Große Koalition bis dahin nicht ein ganz neues, echtes Klimapaket präsentiert hat, werden wir sagen: #Neuwahlen. Wieder mit Hunderttausenden. Überall im Land. Aber mit neuem Demokonzept. Wie das aussieht? Lassen Sie sich überraschen und seien Sie dabei!

  • Die Klimawahl steigt – in Hamburg

Sie ist die erste und einzige Landtagswahl im neuen Jahr. Die Wahl in der Hansestadt an Elbe und Alster. Und wir wollen sie zur Klimawahl machen. Denn bisher scheuen SPD und CDU/CSU ambitionierten Klimaschutz auch aus der Angst, Stimmen an die AfD zu verlieren. Doch ihr Kalkül könnte bald ganz anders aussehen, wenn sie merken: Wir verlieren Stimmen nicht wegen zuviel Klimaschutz, sondern wegen zu wenig. 

Deswegen wollen wir alle Hanseaten auffordern: Wählt nicht die rechtsextremen Klimaleugner*innen von der AfD. Gebt nicht Eure Stimme den Klimaversager*innen von CDU und SPD. Macht Euer Kreuz bei Parteien, die für Klimaschutz eintreten. Wie wir die Hamburger*innen erreichen? Mit Hilfe der 70.192 Menschen, die Campact in Hamburg unterstützen. Und die wir dazu einladen, Hunderttausende Türhänger und Flugblätter zu verteilen, Großplakate zu finanzieren, an den Wahlkampfständen von CDU und SPD über Klima zu diskutieren – das volle Kampagnen-Programm. Für Unruhe im Willy-Brandt-Haus und im Konrad-Adenauer-Haus ist gesorgt – vielleicht schon durch diese Zeilen.

716 Kommentare

  • von Dr.med. B.E.,Thiel

    Mir fehlt ganz entscheidend, dass nicht dafür plädiert werden soll, dass zu allen neuen Energien geforscht werden soll.

    Ein Teil unserer Tankstellen sehr leicht für Wasserstoff umfunktioniert werden können. Da immer wieder Windräder abgeschaltet werden müssen, weil sie zeitweise zu viel Strom liefern, könnte man daneben eine Wasserstofffabrik bauen und sie für die teure Produktion von Wasserstoff einfach weiterlaufen lassen (laienhafte Idee!?)

    Es fehlen mir Anreize für Wasserstoffautos!!!

    Die Steuern für PKW incl. SUV und ihresgleichen sollten nach Raumforderung auf der Straße, nach Kapazität der Batterie und nach CO2-Ausstoß und NOx erfolgen und entsprechend angehoben werden. Dienstwagen sollten nicht gesondert behandelt werden.

    Bei den Heizungen trifft es wieder die weniger Begüterten: vor kurzem wurden die Umrüstungen der Heizungen von Öl auf Gas gefördert, und nun soll die Heizung schon wieder umgebaut werden? In was für eine denn?
    u.a.m

  • von Wolfgang von Pein

    Stehe hinter der Forderung von Herrn Bautz
    Die Grünen sollten sich daran orientieren. Neuwahlen. Aber wie?

  • Tempo 80 auf Landstraßen. Tempo 110 auf Autobahnen. Kein Auto schwerer als 1000 kg. Sehr hohe Steuer auf Autos die schwerer als 1000 kg sind.
    Kleinwindkraftanlagen auf jedes Haus. Solaranlagen auf jedes Haus. Die Energie da erzeugen wo sie auch verbraucht wird.
    Hanfanbau für Kleiderstoffe und Isolation von Häusern im großen Stiel.
    Steuern für Superreiche auf 95% erhöhen und mit dem Geld die Forschung und Bildung massiv fördern.
    Als Notfallplan die Raumfahrt massiv stützen. Multiplanetare Gesellschaft.
    Generell nicht mehr so viel arbeiten und den Frust mit einkaufen kompensieren.
    Alles muß wider langsamer gehen um Zeit zum denken zu haben.

  • von Rolf Ullrich

    Regierungen sind hochkomplexe Gebilde. Änderungen können da nicht mal eben so bewirkt werden. Der Klimaschutz darf sich daher nicht zu schade sein, auch Lobbyarbeit zu leisten. Anstatt die ganze Mannschaft auszuwechseln, sollten sich die Aktivisten an Politiker heften, die der Sache positiv gegenüberstehen. In Frage kommen nicht nur die Grünen, sondern alle fortschrittlichen Kräfte.

    Wie wär’s, wenn die Klimaaktivisten die Parteien überschwemmen würden und so aus dem System heraus Änderungen bewirken?

  • von Stephan Schevalje

    Ich gehöre zur Generation die der heutigen Jugend dieses Disaster mit verursacht hat. Ich versuche etwas gut zu machen und stelle fest das wir Menschen uns angepasst haben,indem wir Konsum,Bequemlichkeit und Ignoranz als erstes Ziel in den Augen haben. Die Weichen dieser Tendenz wurden in meiner Jugendzeit gelegt. Wachstum ,Überproduktion,billig waren unsere Ziele und falsche Einschätzung der Politik in Bezug auf diese Tendenzen.
    Machen wir nicht den Fehler und sehen den Fehler einseitig. Wir alle haben lange zurück die Folgen unserer Konsumpolitik unterschätzt. Wenn sie heute keinen Wachstum produzieren gehören sie zum Auslaufmodell.
    Wir alle verdrängen die von uns alle verursachten Ursachen. Viele Menschen in meiner Generation leugnen das noch heute,denn wer möchte 30% seines Standards abgeben für die Umwelt,was wir müssten um diese Tendenz zu stoppen.
    Darwin sagte mal das Individium passt sich seiner Umgebung an. Wir alle sind Suchtkranke des Konsums.

  • von Maren Schwerdtner

    Vieles ist in meinem Sinne geschrieben aber die Massentierhaltung geht darin unter und sollte schneller verboten werden als alles andere. Ohne Fleisch kann man leben, wer es nicht möchte, sollte es als Genussmittel betrachten und eben mehr zahlen. (Und nein, ich bin kein Vegetarier).
    Und warum gehen alle den Elektroautoweg? Das Batterienproblem ist doch mehr als eindrücklich. Wo bleiben die Alternativen hierzu? Förderung des Wasserstoffantriebs?

  • von Elke Zwinge-Makamizile

    Bei dieser weltweiten Groß- Demo gab es auch Schilder wie „Klima Killer KRIEG“ und „Zerstörung von Mensch und Umwelt durch Krieg: DU-Munition, agent orange, Ressourcencerschleuderung“. Ich sah ein Heft mit dem Titel:“Das Militär-Hauptfeind für Umwelt und Klima“. Dies in deutschen Städten. In den USA war Ähnliches zu lesen.
    Eine andere Regierung?? Ja! aber leider sind die Grünen gerade Kriegstreiber und Kriegsbefürworter! Also Hände weg von dieser Ausrichtung, der campact ja wohl aufsitzt!?. Rezo war toll, ABER beförderte genau die Illusion über die Grünen. Das habe ich bei KENFM erfahren. Was tun? Friedens- und Umweltbewegung müssen international zusammen gehen!! Erkennen, dass (Rüstungs-)Konzerne und deren Steigbügelhalter in der Politik unsere Gegner sind. Das ist nicht neu, muss aber in die Bewegung einfließen! Das ist die Möglichkeit, das Überleben auf Planet A zu ermöglichen!
    Also auf! und das entscheidende Spektrum von einer multipolaren Welt ohne Krieg in den Blick nehmen!

  • Man könnte schnellstens eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Straßen und Autobahnen einführen. Das kostet nichts, bietet aber einen geordneten ruhigen Verkehrsablauf und mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer

  • von Andreas Pfeffer

    3. Landwirtschaft: Humusaufbau muss in der Landwirtschaft zwingend vorgeschrieben werden. Damit muss der französischen 4 ‰ Initiative Unterstützung gegeben werden; Feldraine und Knicks müssen zwingend vorgeschrieben werden. Sie sollten als Ausgleichsflächen gem BauGB vermarktet werden dürfen.
    Aufforstung muss gefördert werden. Ein konkretes Ziel in Zahlen wäre sinnvoll
    4. Potential von Energieeinsparungen ausschöpfen. Lokal
    5. International Investition in Brennpunkte. Das ist effizienter als hier bei uns das letzte Haus zu dämmen: die 10 größten Kohlekraftwerke emittieren die gleiche Menge CO² wie ganz Deutschland. Förderung von solarthermischen Großprojekten überall wo es Sinn macht. Beispiel Negev, wo 10% des israelischen Stroms erzeugt werden.
    6. Der Spirit muss sein: Expansion, Öffnung für Möglichkeiten, Scheuklappen weg. Alles ist möglich. Umbau in gerechtere Gesellschaft ist gut, aber Priorität hat CO² Reduktion. Andocken an dem was ist!

  • von Ense

    Der Hype des E-Autos und damit einhergehende die Verteufelung des Verbrennungsmotors ist aus mehrerer Hinsicht ein Irrweg. Zum einen ist die Herstellung der Batteriezellen und deren Nachverwertung ein ökologischer Wahnsinn. An dieser Stelle benötigt es viel Druck und Kreativität um gute Lösungen zu erarbeiten. Zum zweiten gibt es kein Konzept, wie die riesige Menge an Elektrizität nachhaltig erzeugt werden soll und gleichzeitig auf Atom Kohle und Gas verzichtet werden kann. Diese Rechnung geht so nicht auf. Und der dritte und genauso wichtige Punkt wird von vielen Klimaaktivisten gerne leicht weggewischt. Dieser ist jedoch aus meiner Sicht die Grundlage für den Erfolg der Klimawende. Sie benötigen die Unterstützung der gesamten Bevölkerung und nicht nur der städtischen. Die Städter müssen raus aus ihrer Blase und aufs Land mit den Leuten dort reden. Nur dann kann es gelingen. Lösungsansätze: ein hoher steigender CO2 Preis nach Schweizer Modell und die Föderung dezentraler E Erzeugung

  • von Sabine

    Sorry, aber mit eurer Forderung nach E-Autos ab 2025 habt ihr mich für dieses Programm verloren. Klimaschutz kann nicht u.a. darauf aufbauen, dass wir ein absolut UMWELTFEINDLICHES Konzept der Fortbewegung durchpeitschen.

    Solange die Speicherung von Strom, die Versorgung mit Strom unterwegs und die Entsorgung der Batterien nicht umweltfreundlich, nachhaltig und in ALLEN Ländern dieser Erde sozialverträglich gelöst ist, können E-Autos keine gangbare Alternative sein.

  • von Regina Clasen

    Die Tierhaltung trägt sehr zur Klimakatastrophe bei. Ich finde Fleisch zwar lecker,habe es aber drastisch reduziert. Wie wäre es mit massiver Verteuerung von Fleisch, Verbot von Massentierhaltung, Verbot von Fleischimport, Subventionierung veganer Lebensmittel, Subventionierung von Bauern die von Tierhaltung auf Ackerbau umstellen? Wenn die Verteuerung von Fleisch zur Ungerechtigkeit führt, weil reiche Menschen sich dann mehr davon leisten können, dann könnte ich mir auch Fleischessensmarken vorstellen. Jeder Mensch könnte sich mit diesen Marken z.B. 300g Fleisch pro Woche kaufen oder im Restaurant verspeisen. Dann wären Arme nicht benachteiligt. Vegan lebende Menschen könnten ihre Essenmarken verkaufen und hätten somit einen finanziellen Anreiz oder wenn sie auf ihre Marken verzichten, würden dafür statt dessen z.B. Bäume gepflanzt.

  • Hallo,

    es braucht es einen Preis für jede Tonne CO2, die ausgestoßen wird und es braucht Anreize für jeden einzelnen Bürger.

    Die Diskussion, ob direkte Besteuerung oder Zertifikate-Handel, ist müßig. Wichtig ist einzig, dass jeder Bürger spüren muss, ob klimafreundliches Verhalten sich lohnt oder nicht. Sozial Schwäche werden nicht stärker belastet, denn es gilt das Verursacherprinzip! Wer mehr verbraucht und größere Autos fährt, Häuser (Heizungen) baut oder in irgend einer Art auf Kosten des Klimas und Umweltschutzes (Plastikverbrauch, Recycling-Fähigkeit, etc.) agiert, muss das spüren, jetzt sofort und abgestuft jedes Jahr mehr. Das trifft jeden, also auch mich selbst!

    Wirksamer Klimaschutz ist sozial ausgewogen!

    Ja, ich unterstütze Maßnahme, die zur Ablösung dieser Regierung führen, ich mache aber keinen Unterschied, welche Partei sich dafür einsetzt, einzig das Ergebnis zählt!

    Grüße, Martin Lüchem

  • von Thomas Nittel

    Warum spricht niemand mehr über ein Tempolimit in Deutschland? Damit würde der Automobilindustrie ein weltweiter Richtungswechsel ermöglicht. Wenn das letzte Land der Welt die Höchstgeschwindigkeit auf öffentlichen Autobahnen und Straßen auf 130 km/h festlegt, hätte die Ära der übermotorisierten PKW ein Ende. Es würde der Wettbewerbsnachteil der der Elektromobile, die zu Gunsten der Reichweite auf 150-160 km/h gedrosselt werden müssen, soweit aufgehoben, dass ein massenhafter Absatz ermöglicht wird. Auch die Entwicklungskapazitäten von unsinnigen E-Modellen (z.B. Mercedes EQC, ein SUV mit 2,5 Tonnen Gewicht, 405 PS und 180 km/h) könnte somit für massentaugliche Klein- und Mittelklassewagen zu erschwinglichen Preisen eingesetzt werden. Leider berechnet niemand die weltweite CO²-Einsparung auf dieser Grundlage.

  • von Tobias Ebenau

    Eure Strategie ist genau die richtige Strategie…..vor allem der Passus die Energiewende als Chance und nicht als Balast zu sehen! Leider ist auch die Feststellung die richtige, dass mit dieser Regierung kein Vorankommen mehr möglich ist richtig. Deshalb lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
    Alles was ihr in Eurer Strategie gesagt habt ist zu 100% richtig!

  • Es ist doch geradezu naiv und niedlich zu denken, dass Deutschland, mit welcher Massnahme auch immer, signifikant zu einer Verringerung der CO2 Produktion beitragen kann, auch wenn es nach Meinung der Aktivisten in „grosser Wurf“ gewesen wäre der aus dem Klimagipfel hervorgegangen ist. Auch das ist nur „klein-klein“. Wir brauchen sind globale Lösungen, wie z.B. die Reaktivierung des Desertec-Projektes, an dem sich z.B. alle Regierungen Europas beteiligen könnten. DAS wären nachhaltige Lösungsansätze, aber nicht der Bau von ein paar Ladestationen und 1 Mill. Elektroautos oder eine CO2 Steuer die nur wieder die „kleinen Leute“ belastet und in die Arme der AFD treibt. Campact, think big and global, not local!
    P.S.: In meinem Beruf bin ich global unterwegs, arbeite in Entwicklungsländern und habe deshalb sicher einen anderen Blickwinkel und unterschiedliche Bewertungen der Probleme welche wir heute auf unserem Globus sehen.

  • von Maren Janota

    Hallo ! Es ist schon sehr viel unternommen worden ,um die Menschheit wachzurütteln ,obwohl viele immer noch „schlafen“ , oder so tun ,aus vielen verschiedenen Gründen , wie z.B. Angst , Dummheit , Ignoranz und Egoismus , und psychischer und physischer Abhängigkeit (Sucht….Konsumsucht ) Mit Aufklärung und Überzeugungsarbeit kann vieles geändert werden und mit einem gesellschaftlichen Druck gelingt auch vieles , nur braucht es Zeit ….und im Falle des Klimas haben wir keine mehr ! Also ,mein Vorschlag ,was noch zu tun wäre ist : die Medien ( besonders das öffentlich-rechtliche Fernsehen und die Privaten ) in den Fokus zu nehmen ! Die Art der Wortwahl dr Reporter, der Nachrichtensprecherinnen,besonder der Wetterfrösche ,geht mir sehr sehr auf die Nerven( es wird mit einem Lächeln alles „normalgeredet „) Das Gleiche passiert im Rundfunk (der eigentlich gutinformierende wdr5 bläst ins gleiche Horn ! ). Dort mit Demos o.ä. erscheinen und die Bevölkerung noch besser aufklären …! Lg Maren

  • von arne paulsson

    hallo,
    ist ja alles sehr schön was ihr da aufzählt, mir allerdings fehlt ein wesentlicher punkt der auch sonst so oft weggelassen wird oder nur am rande erwähnt, und das er bei euch überhaupt nicht vorkommt schockt mich gerade ziemlich.
    wenn es um eine schnelle umsetzung der klimaziele geht, wird es nicht funktionieren ohne den umbau der landwirtschaft, sofortiger stopp der subventionierung der erzeugung von tierischen lebensmitteln, umsteuerung hin zu einer bio-veganen landwirtschaft. ohne das kann kein klimaziel erreicht werden. dieses sollte unbedingt mit in den forderungskatalog aufgenommen werden, neben dem, dass jede*r mensch, die/der sich für das klima einsetzen will diesen schritt sofort selber unternehmen sollte. auch die nachfrage kann es ansatzweise regeln. es gibt keinen persönlichen klimaschutz ohne eine eigene vegane lebensweise.
    solidarische grüße, arne paulsson

  • von Wolfgang Mudersbach

    Es waren ein Esel mit großem Vertrauen zu einem stolzen starken Pferd und einem schlauen Fuchs. Der Esel machte sich Gedanken, wie er endlich mit einem starken Pferd und einem schlauen Fuchs zusammenarbeiten könnte. Der Esel machte dem Pferd und dem Fuchs einen Vorschlag, wie Pferd, Fuchs und Esel erfolgreich zum Nutzen sowohl für das Pferd, den Esel aber auch den Fuchs zusammen ein Projekt starten könnten. Zunächst waren alle 3 voll der Bereitschaft ein Team mit verteilten Aufgaben zu bilden und keinen anderen dies stören zu lassen.
    Leider musste der Esel aber feststellen, dass das stolze Pferd kein Interesse an den Esel hat und nun muss der Esel diese Suppe beim Fuchs auslöffeln.
    Was lehrt dies den Esel? Die Starken und Schlauen müssen nicht ein guter Partner für einen vertrauensvollen Esel sein.
    Warum wurden die Grünen stark? Dies gilt auch heute. Überzeugung muss sichtbar sein.
    Eine Koalition mit der CDU wird den Grünen langfristig schaden.

  • von Christian Heuer

    Sehr geehrter Herr Bautz,
    vielen Dank für den ausführlichen Aufsatz. Er erleichtert mir den Schritt mich vom Campact Newsletter abzumelden. Die Schnittmenge mit meiner persönlichen Meinung ist einfach nur noch marginal.
    Vielen Dank und viele Grüße
    Christian Heuer

  • von Georg Quednow

    Sachlage gut beschrieben. Und dennoch: Wohlstand führt wohl offensichtlich zu einer massiven „Realitätsverweigerung“. Jeder weiss, dass sich dringend vor allem in den Industrienationen einschneidend etwas besonders im Konsumverhalten ändern muss. Doch wer will bei sich selber anfangen? Unsere Politiker haben in erster Linie Angst davor, wenn sie notwendige, „unliebsame“ Entscheidungen treffen, nicht wieder gewählt zu werden. Und wahrscheinlich ist das auch so. „Das Hemd ist einem näher als die Jacke.“ Und viele, denen es gut geht, wollen doch keine Veränderung. Papst Franziskus spricht von einer „Globalisierung der Gleichgültigkeit“. Und sagt auch: „Diese Wirtschaft tötet.“ Damit meint er den gnadenlosen Kapitalismus. In diesen Kontext passt leider auch: Der Club of Rome hat schon in den siebziger Jahren davor gewarnt, was uns heute “ ins Haus steht“. Geht sehenden Auges alles gegen die Wand? Hilft nur noch Beten? Diakon Georg Quednow

  • von Eberhard Schneider

    Die Grünen sind nur deshalb in der Wählergunst, weil sie den Wählern nicht sagen, was radikaler Klimaschutz kosten und welche Verwerfungen in unserer Gesellschaft, in unserem Verhalten er voraussetzt. Trotz dieser (ich sag mal geplanten) Unklarheit stehen gerade mal 1/4 der Wähler hinter Grün.
    Radikale Forderungen sind nötig für Öffentlichkeit. Für Aufmerksamkeit in einer entpolitisierten Gesellschaft. Für den Transport der Idee.
    Das Problem liegt darin danach Mehrheiten zu finden, nicht auf Parteien einzuprügeln. „Die Politiker“ sind nicht die Zielgruppe, weil Ihr dem Bundestag eine Macht zuschreibt die er nicht hat.
    Ist es so schwer zu begreifen, dass man in einer Republik das Volk hinter sich versammeln muss um seine Politik umzusetzen? Und wie denkt das Volk? 69% sind für die Fortsetzung der GroKo, weil sie Stabilität sichert. 14% sind noch bereit SPD zu wählen. Welche Mehrheit erwartet Ihr denn nach Neuwahlen? Ich sag’s Euch: Eine Mehrheit der Ignoranten im Bundestag.

  • von Nouri Freund

    Für mich sind die Grünen leider nur noch eine Partei, die nach vorne noch erfolgreich ihr traditionelles grünes (Deck-)mäntelchen trägt, in der Realität aber vor allem wirtschaftsfreundlich denkt. Wie könnte es sonst sein, dass Projekte wie CETA und TTIP von führenden Grünen-Politikern nicht eindeutig abgelehnt werden? Wirkliche Klimapolitik und wirkliche Sozialpolitik erwarte ich mir von den Grünen sicherlich nicht mehr…

    Ich glaube, mit den etablierten Parteien ist nicht mehr viel zu gewinnen.

  • von Herbert Weber

    Man kann es drehen und wenden ,wie man will! Es gibt keine Partei,die konsequent in alle Gehalt nin Bereichen den Ansprüchen gerecht wird.Auch die Grünen sind nicht aus dem Schneider. Sie wirken auf kommunaler Ebene mit an der Städtebaulichen Entwicklung.Das 10 H Ziel ist ja nicht falsch.Falsch ist die Zersiedelung,die ein Bauen unter 10H unmöglich macht.Falsch ist der Flächenfraß,der auch unter Beteiligung der Grünen durch das Ausweisen von Gewerbegebieten z.B. Deutschland zu einem der dichtest besiedelten Regionen macht.Falsch ist auch die Migrationspolitik,die genau solche Auswirkungen verlangt.Denn Gewerbegebiete brauchen Arbeitnehmer ,Arbeitnehmer brauchen Wohnungen.
    Die Erde droht schon mit dem doppelten Bewohnerpotenzial zu übervölkern .Aber es gibt keine Konsequenz. Auch in Deutschlandwerden wir bei der hohen Siedlungsdichte Probleme mit Wasser,Abwasser und natürlich Luftschadstoffen bekommen.CO2 Kommt auch von dem Bevölkerungswachstum von 78 auf 83 Mio in 10 Jahren.

  • Ich wurde zum Kommentar aufgefordert… Muss ja nicht mit euch einer Meinung sein, denke ich. Beim Klimaschutz muss möglichst die ganze Bevölkerung mitgenommen werden.
    1.Das Aus für Verbrennungsmotoren ist nicht populär, angesichts der Reichweiten und Preise von Elektro Autos mit zweifelhafter Akku-Lebensdauer. E Fuels müssten massiv gefördert werden. Jedes 1% mehr Beimischung an Tankstellen (momentan ≈ 7% Bio Sprit) ersetzt 400.000 Elektroautos. Wenn wir wirklich nicht mehr viel Zeit haben, dann kann man nicht 40 Mio Autos verschrotten, und die Tankstellen-Infrastruktur in die Tonne treten. Dann muss man anknüpfen an dem was ist. Förderung von E Autos kann ja weiter laufen.
    2. Energiewende wird mit zunehmender Verspagelung unpopulärer. Es fragt sich, ob moderne Kernkraft, die keine Endlagerung braucht, und keinen GAU mehr haben kann von vorne herein abgelehnt werden sollte. Der Dual Fluid Reaktor könnte so ein Konzept sein. 1,5 Mrd € in einen Test Reaktor, könnten gut invest sein

  • von Christian Ort

    Solange die ganze Welt nicht mit macht, werden alle Bemühungen scheitern. Unsern Plastikmüll ins Ausland schaffen und dort verbrennen hilft sicher nicht. Auf den Baleareninseln wird der Kunststoff auf künstlichen Inseln verbrannt und was grad mal nicht brennt ins Meer gewehrt.Es gibt noch tausende Beispiele! Wird das Klima wirklich gerettet wenn wir Deutschland vom Imisionsnetz nehmen? Steht nicht die Erde der Sonne näher als sonst, dann wird es zwangsläufig wärmer. Es wird wie immer nur Provit raus geschlagen, die Herren wissen bloß noch nicht genau wie.

  • von Klenke Christine

    Guten Tag,
    Warum wird nicht sofort ein Tempolimit von 130 km auf Autobahnen und 80 oder 90 km auf Landstraßen verfügt? Dies verbraucht deutlich weniger Benzuin und senkt sofort den CO 2 Ausstoß. Das geht sofort und muss nur dringend auch kontrolliert werden, ich hab es einfach satt, dass viele finanzkräftige alles tun können.
    Ich wohne auf dem Land, ohne schnelles Internet und ohne Bahnanschluss ( ist stillgelegt). Dafür mit ganz vollem Bus…….
    Ich wünsche mir sichere Fahrradstrassen und mehr Geld für Forschung in alternative Brennstoffe, die es mit Sicherheit gibt.
    Ich bin gegen das vermehrte Einsetzen von e- Autos, weil ich auf keinen Fall mehr Atomkraftwerke möchte und keine verlängerte Zeite für Kohlekraftwerke, dies würde aber meiner Meinung nötig sein, wenn alle e- Autos fahren.
    Ich wünsche mir Alternative Energiemöglichkeiten für einzelne Ortschaften, die autark werden können.
    So könnten südseitige Dächer zur Solarstromgewinnung genutzt werden, die verpachtet werde

  • von Peter Silberg

    Dass es mit der GroKo keinen ambitionierten Klimaschutz geben wird, ist offensichtlich. Doch wer blockiert hier denn am stärksten, wird voraussichtlich auch nach der GroKo wieder Teil der neuen Regierung sein und womöglich den Kanzler stellen? Die CDU! Daher muss m. E. vor allem der Druck auf die CDU erhöht werden, endlich mit Pillepalle beim Klimaschutz aufzuhören. Die CDU regiert dieses Land seit 2005 und hat beim Klimaschutz kläglich versagt. Eine gezielte Kampagne – analog zu den geplanten Aktionen bei der SPD – ist dringend geboten.

  • von Stefan Hackl

    Jeder von uns kann folgendes tun:
    1. Bei jeder Wahl hingehen und eine Partei wählen, die nicht dem alten Volkswirtschaftsmodell verhaftet ist (viel Bruttosozialprodukt, kostenlose Ressourcenverschwendung, Gewinne für die Rücksichtslosen). Wir wissen alle, wer gemeint ist.

    2. Familie, Bekannte und Freunde ansprechen

    3. Eigenes Konsumverhalten noch konsequenter durchforsten und korrigieren (Flugreise?, neues Wohnzimmer?, jeden Tag Fleischprodukte? etc.)

    Letzteres ist am wirksamsten weil es über die Nachfrage direkt auf die umsatzorientierten Entscheider wirkt…aber auch am schwierigsten: es bedeutet eigenen Verzicht!

    Wenn viele das machen kommt das Thema voran.

  • von Erlenkamp

    Wenn man sieht dass unsere Kanzlerin kurz nach der großen Demo am letzten Freitag und ihre Parteikollegin AKK mit 2 Flugzeugen nach USA fliegen, dann kann man nur einen Schluß daraus ziehen: Wasser predigen und selbst Wein saufen. Die CDU hat es immer noch nicht begriffen, dass es nicht nur wenige Minuten vor 12 Uhr ist, sondern bereits nur noch wenige Sekunden sind. Mit dieser Regierung werden wir jedenfalls weder das 2 Grad Ziel noch das 3 Grad Ziel erreichen!!

  • von ULRICH SCHAEFER

    Nicht informierte Grünschnäbel fabulieren von Steuerungswirkung einer CO²-Abgabe. Die Pendler müssen Auto fahren; die Landbevölkerung auch. Die fahren nicht zum Spaß mit dem Auto. Können nicht umsteigen. Es gibt zu viele Menschen. 3,5 Milliarden trägt die Erde, Bio-Landbau, rein regenerative Energieerzeugung und viel weniger Energienutzung vorausgesetzt. All die sinnlose Produktion von Gütern und dieser die letzte Natur zerstörende Urlaubsreisewahn muss sofort eingestellt werden. Bitcoins und Handys verbrauchen irrsinnige Mengen an Strom.
    Es braucht ein komplett neues, rein am notwendigen orientierten Wirtschaftssystem; notwendig ist nicht wünschenswert. Liebe Wohlstandskinder, Ihr werdet Euch wundern! So wie diese Menschheit jetzt lebt führt zum Untergang des Ökosystems dieser Erde. Viel ist eh´ nicht mehr übrig.
    Zuerst 1-Kind pro Frau! Sofortiger Stopp giftiger Chemie! Sofortige Lahmlegung der sog. Finanzmärkte und Aktienmärkte. Der Onlinehandel muss aufhören u.v.m!

  • Sehr geehrter Herr Bautz,

    keine Gesetze der Regierung werden etwas ändern. Da gehen Leute auf die Straße, schreien nach Klimaschutz-Gesetzen und leben selbst nicht danach, damit sich etwas ändert.
    Es wird gedankenlos gefressen und immer noch billigere Lebensmittel gefordert.
    Wo, wann wird die fatale und krankmachende Ernährung mit Tierleichen und der falschen Landwirtschaft angeprangert und dem ein Ende gesetzt? Da traut sich doch keiner ran, weil es Arbeitsplätze kostet und ein Wirtschaftswachstum nicht möglich ist.
    Ich lebe vegan und roh und schwelge in Köstlichkeiten und muss auf nichts verzichten, ganz im Gegenteil. Auch im Alter von fast 78 bin ich bei bester Gesundheit.
    Aber mir ist bewusst, dass Ernährung ein heißes Eisen ist und zu viele Interessen daran hängen.
    Alle Menschen unserer Erde könnten ausreichend gesund ernährt werden und das Klima gerettet, weil sich damit auch ein anderes Denken und Fühlen entwickelt.

    Liebe Grüße
    Rutwiga Ingard Ortner

  • von Meike Walther

    Ich bin total enttäuschtAustritjetzt in der Politik abläuft. Nach fast 50 Jahren SPD Mitgliedschaft überlege ich meinen Austritt. Aber das ist ja auch keine Antwort auf unsere Klimadebatte.

  • von Marcus

    Solange in Brüssel die Wirtschaftsvertreter (Lobbyisten) die Entscheidungen der Politiker zu Gunsten der Industrie lenken wird sich auch mit einer anderen Regierung nichts verändern. Das bezieht sich auf alle Wirtschaftszweige, nicht nur die Energieindustrie.

  • von Andrea Götz

    Danke für dieses Engagement und alle Organisation!

    Wir werden bei alledem nicht darum herum kommen, unseren Konsum zu hinterfragen. E-Autos statt Verbrennungsmotor, weniger Verpackung, grünere Energiegewinnung – das alles ist wichtig, reicht aber nicht aus. Glauben wir wirklich, dass weniger Konsum eine Einschränkung unserer Freiheit ist? Wie können wir glauben, dass all diese durch manipulatives Marketing suggerierten Wünsche unsere eigenen Bedürfnisse sind?
    Machen wir uns auf die Suche nach dem, was wir wirklich brauchen und wollen. Nehmen wir wahr, was der Rest der Natur (deren Teil wir sind!) braucht. Wir werden uns zufriedener und freier fühlen – und unsere Umwelt wird es uns danken.

  • von Kurt Götzenbrugger

    Ausbau der öffentliche Verkehrsmittel, kostenlos anbieten dann fährt fast keiner mehr mit dem eigenen Auto. Pendler Pauschale nur bis zum nächsten Bahnhof. ÖPNV mit Wasserstoff getriebnen Bussen wie in Stuttgart. Vermeidung von Geisterbussfahrten.
    Bahn ausbauen.
    Wasserstoffverstromung der überschüssigen Stromproduktion durch Windräder.

  • von Herbert Elias

    eigentlich sind ja große Koalionen dazu da, um unpopuläre Maßnahmen vornehmen zu können. Diese Maßnahme nun ist wirklich unpopulär. Sie wird nämlich jeden, und zwar wirklich jeden, eine Unmenge Geld kosten. Und um das möglich zu machen, müssen wir also eine große Koalition nicht machen, sondern abschaffen. Das ist wirklich paradox. Da muß man erst einmal gründlich darüber nachdenken.

  • von Manfred Woinitzky

    Das Problem „Klima“ kann längst nicht mehr alleine behandelt werden:
    Beispiel „Wald“:
    (Phönix 25.09.2019 08:15 Uhr sehr gute Berichterstattung).
    Im Sauerland werden derzeit Zapfen von Douglasien geerntet. Eine Anpflanzung dieser Bäume schafft z.B. einen klimatoleranteren Baumbestand, der Hitze, Trockenheit besser verträgt und auch das Wasserhaltevermögen verbessert.
    Seit den 1960er Jahren wird Wald, in dem sich leicht brennbares Gestrüpp breit gemacht hat, erfolgreich kontrolliert mit Feuer regeneriert. Der Effekt; noch vor der Waldbrandsaison wird die Brandgefahr gemindert.
    Derzeit wird das in Portugal (Magfra) praktiziert.
    Der Bürger selber kann viel mehr selber korrigieren.
    Beispiel „Verkehr“:
    So werden z.B. „SUV“ verdammt und „E-Kfz Mobilität“ forciert. Das Problem Verkehrsaufkommen ist , da Linke Tasche – Rechte Tasche, damit nicht einmal ansatzweise gelöst.

  • von Mara Nottelmann-Feil

    Unsere gewählten Parteien sind nicht in der Lage, dem Volkswillen zu entsprechen. Sie warten nur darauf, bis sich Konzerne und Unternehmer im Klaren darüber sind, wie man aus Ökologie enorme Profite ziehen kann, damit sich an stärker werdenden oligarchischen Strukturen nichts ändern muss.
    Bevor also der Volkszorn die Demokratie bedroht, müssen unsere Juristen legal über das Verfassungsgericht, die Macht der sichtbar versagenden Parteien zugunsten von Experten einschränken. Die Politik muss endlich wieder die Wirtschaft bestimmen können und nicht umgekehrt. Nur dann können die vielen guten Ideen, die es ja schon gibt, umgesetzt werden. Öffentlicher Nahverkehr in Städten gratis, Parkplatzgebühren 10 Euro und mehr. Ausbau und Unterstützung der Bahn etc.
    Ich schreibe aus Dänemark. Viele Nachbarländer halten Deutschland inzwischen für ein unregierbares Hippieland, weil man hier keine Infrastrukturprojekte durchbekommt, Fehmarnbelt, Bahnhöfe und Airports. Wir könnten es aber!

  • Als Sofortmaßnahme ist Komplette Klima-Kompensation sinnvoll. Es ist leider nur schwer möglich, in Deutschland heute komplett klimaneutral zu leben. CO2 wird für alles mögliche emittiert – für die Produktion von Fahrradersatzteilen, für den Transport von Kleidung in die Geschäfte, für die Heizung eines Cafés usw. Auch wenn man nicht fliegt, nicht Auto fährt, so bescheiden wie möglich lebt – praktisch jede/r nimmt an der CO2-Emission teil :-(

    Dafür gibt es ein Mittel: Klimakompensation. Man kann das ganz normale alltägliche Leben kompensieren. Kompensation heißt Geld geben, damit Klimaschutz-Maßnahmen da realisiert werden, wo sie pro eingesetzten Euro am effektivsten sind, vor allem in Entwicklungsländern. Wer für die Kompensation einer Tonne CO2 etwa 20 Euro zahlt, der finanziert damit Sonnenkraftwerke in der Dritten Welt, effektivere Holzöfen, Nutzung von Holzkohle usw. Eigentlich sollten wir alle Komplette Klimakompensation betreiben, jetzt! Und auch Deutschland insgesamt!

  • von Klaus Brückner

    Ich glaube, die eigentliche Ursache der aktuellen Klimakrise blenden alle, auch Sie, einfach aus: Die dramatische Bevölkerungsexplosion auf unserem Planeten. Wir haben schon heute mehrere Milliarden Menschen zu viel auf der Erde. Wie man dieses Problem lösen könnte, weis ich nicht. Bisher hat mir noch niemand zur Lösung dieses Problems einen wirklich belastbaren Vorschlag gemacht. Der Gedanke, dass durch mehr Bildung die Bevölkerungsexplosion rechtzeitig abgebremst werden kann, halte ich für eine Illusion. Wir, die Menschheit, werden genau an diesem Problem, trotz aller auch noch so intensivster Bemühungen, scheitern. Meine zugeben sehr pessimistische Prognose ist daher, die Spezies Mensch ist auf dem Weg in den Untergang.

    K.Brückner

  • von Elke Leistner

    Es braucht eine schnelle und mutige Entscheidung hin zur naturnahen Landwirtschaft. Verringerung der Massentierhaltung und auch eine andere Tierhaltung. Verbot von giftigen Spritzmitteln und anderen krankmachenden Stoffen (Vorsorgepflicht der Politik!). Tempolimit 120 km/h auf den Autobahnen. Geht in anderen Ländern ja auch. Bitte Kritisch und auf die Gesundheit der Menschen achtend bei der Windkraft. Was sind die Auswirkungen des Infraschalls, Lautstärke der Räder etc.. Welche Auswirkungen hat das wenn die Abstandsgrenzen verringert werden. Mehr Ausbau der Photovoltaik-anlagen, es gibt noch viele freie Dächer!. Nicht nur auf E-mobilität setzen, wie z.B. Abbau der Resourcen dazu, was ist mit dem Batteriemüll etc. Auch auf Wasserstoff und andere Alternativen setzen. Ausbau des ÖPNV. Fliegen richtig teuer machen, ÖPNV richtig billig und auch möglich machen für die ländlichen Regionen. (ich käme gar nicht zur Arbeit ohne Auto).
    AußerdEM benötigen wir eine direktivere Demokratie.

  • Die Liste ist vielleicht etwas lang. Wichtig ist das Kernziel:
    – Wenn wir heute noch ein Restbudget von CO2-Emission für etwa acht Jahre haben, dann heißt das, dass wir am allerbesten die Emission in 16 Jahren auf null fahren, und zwar in jährlichen Schritten von minus 6 % verglichen mit dem Anfangsniveau. Derzeit emittiert Deutschland etwa 880 Millionen Tonnen CO2. Davon sollte Deutschland in den nächsten 15 Jahren jedes Jahr um 60 Millionen Tonnen runtergehen. Also, bei minus 60 Mio. Tonnen pro Jahr: Erstes Jahr 880 Millionen Tonnen, zweites 820, drittes 760 …, dreizehntes 160, vierzehntes 100, fünfzehntes Jahr 40 Mio, sechzehntes Jahr null CO2. Das wäre eine Summe von 980 mal 7 plus 40, macht etwa 7000 Millionen Tonnen (Mathe auch freitags). Wie die Regierung und die Industrie und die Bürger das im einzelnen schaffen, ist mir ein wenig egal. Es sollte einigermaßen sozial verträglich sein. Ansonsten wünsche ich der Politik und der Industrie erfolgreiche Verhandlung! :)

  • von Fritz Wüstinger

    Was tun?
    # Zuerst mal weniger schreiben!
    Gedanklich zwar gut, aber das liest kein Mensch!
    # eine schlecht regierende Masse angreifen bringt m.E. nichts
    # zuerst sollte man sich darauf konzentrieren den für mich Schlimmsten, den SCHEUER, ich möchte ja nicht sagen „den Dümmsten“, denn eine private Strategie wird er schon verfolgen, zu Rücktritt zu bringen…
    # …und dann den Nächsten…

  • von Renate Schulze

    Eigentlich würden schon kleine Änderungen wie eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen helfen. Das würde niemand arm machen.
    Dann sollten Brachflächen nicht mehr ohne weiteres bebaut werden.
    Den wirklichen Fleischbedarf der Bevölkerung erruieren, statt das Fleisch essen zu sehr zu kritisieren.
    Warum: Es werden Unmengen an Fleischprodukten jeden Tag von Spermärkten weggeschmissen , weil sie nicht gekauft, also gar nicht benötigt werden.
    Ökologischen Landbau fördern.
    Das wären meine Ideen.

  • von Judith Brünn

    Meiner Meinung nach werden die unterschiedlichen Einkommen bei den Maßnahmen zu wenig berücksichtigt. Wer viel verdient, kann auch mehr für die CO2 Steuer zahlen. Das heißt z. B. Preise für Benzin, Heizöl, Bahnpreise usw. Einkommensabhängig gestalten. Der Ausgleich über die Einkommensteuer greift bei kleinen Einkommen überhaupt nicht, weil immer die finanzielle Vorleistung nötig ist. Au ßerdem ist es nötig, den öffentlichen Nahverkehr vor allem im ländlichen Bereich auszubauen und kostenfrei anzubieten, sowie Fahrzeuge mit hohem Spritverbrauch zu verbieten.

  • von Silke Sieghart

    Alle Organisationen müssen sich irgendwie zusammenschließen dann sind wir mehr und sind wir stärker und handlungsfaehiger z. B.
    CAMPACT, BUND FREUNDE DER ERDE, BUND NATURSCHUTZ, FRYDAYS FOR FUTURE, PARENTS FOR FUTURE, ALLE OEKOLOGISCHEN PARTEIEN, ALLE BIO GARTENBAU UND LANDWIRTSCHAFTSVERBAENDE, GREENPEACE, EXTINCTION REBELLION, BLUEHENDE LANDSCHAFTEN, URVANER GARTENBAU, OEFFENTLICHE NAH-UND FRTNVERKEHRSBETRIEBE, FAHRRADWERKSTAETTEN, UPCYCLING MENSCHEN, PERMAKULTUR MENSCHEN, SOLAWIS USW…
    Wie viele wären wir!!! Ein dichtes Netz an guten Ideen und vor allem Taten und essbaren Pflanzen immer enger spannen… Regionale Nahrung, Handwerk, Mobilität mit Gepaeckservice und damit viel Arbeit und Lebensmittel für alle, Gründung von Gemeinschaften und echten sozialen Netzwerken

  • von Claudia May

    Der Handel mit CO²-Zertifikaten muss SOFORT als schwerwiegenster Betrugs-Straftatbestand gelten und geahndet werden.

    Das Vermögen aus den CO²-Zertifikatsgeschäften ist entschädigungslos einzuziehen.

    Dieser weltweit funktionierende und äußerst lukrative Handel mit den Verschmutzungs-Freikauf-Zertifikaten, der auch von der deutschen GROKO genehmigte wurde, ist der größte Betrug an uns ALLEN.

  • von Christina Boss

    Mir fehlt in der ganzen Diskussion, die EIGENVERANTWORTUNG. Jeder sollte auch bei sich selbst anfangen. Das fängt schon mit den Kaffeebechern an, wie viele sehr ich z. B. (da habe ich es mit eigenen Augen gesehen) mit Pappbechern bei den Demos. Dem alltäglichenPlastikwahnsinn kann man sich als Start in die Eigenverantwortung schon verschwören. Und es gibt weitere kleine Schritte…. dazu kommt unser Konsumverhalten. Solange wir da unkritisch mitmachen und persönlich auf nichts verzichten möchten wird es schwierig. Und ja, ich finde das Klimapaket als Beruhigungsmittel. Allein was da bzgl. Bahn beschlossen wurde ist ein Witz und wir zahlen zweimal, denn die MWSt holen die sich woanders. Das Bahnnetz wurde über Jahrzehnte zerstört und der Gütertransport auf die Straße geholt. Die Schweizer und Österreicher waren da schlauer. Wir werden von dummen selbstverliebten weltfremden Politikern in den Abgrund geführt und bis jetzt sind sie leider wenig von Demonstranten beeindruckt. WACHSEIN!!!

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Das habe ich kommen sehen das diese Demo
    wider kein Politiker zum handeln bringt,das
    wird auch bei der Demo im November der Fall sein
    ich fand es schon merkwürdig das unser Umweltminister
    Herr Lies (SPD Niedersachen) an der letzten Demo teil nahm
    das sich durch Neuwahlen des Bundestages was Ändert glaube
    ich nicht,da die SPD zur Zeit mit sich selbst bescheftigt ist, den
    es ist doch immer das selbe erst viel versprechen und dan nichts
    halten von den anderen Parteien ist auch nichts zu erwarten.

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Christoph Bautz

Christoph Bautz ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Nach dem Studium baute er Attac-Deutschland mit auf und koordinierte die Öffentlichkeitsarbeit. Er gründete gemeinsam mit Felix Kolb die Bewegungsstiftung, die Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen fördert. 2004 initiierte er mit Günter Metzges und Felix Kolb Campact. Seitdem ist er Geschäftsführender Vorstand.