Kohle – und jetzt?

Viel Kohleausstieg bringt es nicht: Das gerade verabschiedete Kohlegesetz ist schwach. Trotzdem hatten wir nie bessere Chancen auf ein schnelles Aus für die Kohlemeiler - die müssen wir jetzt gemeinsam richtig nutzen. Campact-Vorstand Christoph Bautz schreibt, wie das gehen kann.

Auf dem Gesetz steht Kohleausstieg – aber es ist viel zu wenig drin. Was die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD letzten Freitag im Bundestag beschlossen haben, ist gleich aus mehreren Gründen völlig aus der Zeit gefallen

Verzögert, verzockt, verzweifelt

  1. Verzögert: Bis 2038 sollen Kohlemeiler bei uns weiterlaufen – viel zu spät, um die Erderhitzung unter der kritischen 1,5-Grad-Schwelle zu halten. Wann andere EU-Länder aussteigen? Frankreich: 2021. Italien, Spanien und Großbritannien: 2025. Die Niederlande: 2030. Später als Deutschland sind nur Polen und Tschechien dran. Das Ausstiegsdatum hat die Kohle-Kommission zu verantworten. Aber die Regierung macht es noch schlimmer und schaltet in den nächsten Jahren kaum Anlagen ab. Dabei ist klar: Wir könnten jetzt die Hälfte der Kohlemeiler abschalten und bis 2030 komplett aus der Kohle aussteigen
  2. Verzockt: Die Kohle-Konzerne bekommen fette Entschädigungszahlungen vom Staat: mehr als vier Milliarden Euro. Wie diese Summe zustande kommt, kann die Bundesregierung selbst nicht erklären. Und gerechtfertigt ist sie nicht: Denn die meisten Anlagen sind am Markt kaum noch etwas wert. Sie fahren Verluste ein. Und sie sind so alt, dass ihre Investitionskosten für die Betreiber längst finanziert sind.
  3. Verzweifelt: Dörfer im Rheinland sollen weiter für Braunkohle abgebaggert und Menschen zwangsweise umgesiedelt werden. Und auch wenn der Hambacher Wald stehen bleibt: Er droht zu vertrocknen, weil um ihn herum weiter Kohle abgebaut wird.

Die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je

Ein ziemlich wirkungsloses Kohleausstiegsgesetz – haben wir damit den Kampf um einen Ausstieg vor 2030 verloren? Mitnichten. Denn die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je. Auf dem Energiemarkt ist es derzeit eng für die Kohle. Sie bekommt immer mehr Konkurrenz durch günstigen Wind- und Sonnenstrom – dank des niedrigen Gaspreises auch durch Gaskraftwerke. Gleichzeitig macht der relativ hohe CO2-Preis den Kohlestrom teurer. Im Ergebnis wurde in der ersten Jahreshälfte 36 Prozent weniger Strom aus Braun- und 46 Prozent weniger aus Steinkohle erzeugt – schlicht weil der Kohlestrom am Markt zu teuer ist.

Also regelt der Markt den Ausstieg? Nein. Darauf zu vertrauen, wäre fatal. Denn die schlechte Marktlage für Kohle ist nur eine Momentaufnahme. Gas- und CO2-Preis schwanken heftig. Läuft es schlecht, ist die Kohle demnächst wieder konkurrenzfähig.

Mit diesem Dreischlag bekommen wir die Kohle-Meiler vom Netz

Genau hier können wir ansetzen: Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Bedingungen für Kohle am Markt schlecht bleiben. Dann schaffen wir den Ausstieg deutlich vor 2030. Und das geht so:

  1. Erneuerbare Energien massiv ausbauen: Je mehr Wind- und Solarstrom ins Netz fließen, desto weniger lohnt sich der Betrieb von Kohlemeilern. Denn Erneuerbare Energien genießen einen Vorrang im Netz und drängen den Kohlestrom raus. Um die Kohlemeiler rasch überflüssig zu machen, müssen die Erneuerbaren bis 2030 mindestens 75 Prozent des gesamten Stroms in Deutschland liefern. Eine Herausforderung – schließlich brauchen wir auch immer mehr Strom für Wärme und Mobilität. Das wird nur möglich, wenn die Regierung die Erneuerbaren konsequent fördert.
  2. Einen CO2-Mindestpreis einführen: Der europäische Emissionshandel, der CO2 einen Preis gibt, wirkt derzeit im Stromsektor. Doch nur mit einer festen Mindesthöhe stellen wir sicher, dass der Preis nicht wieder sinkt. Sondern stufenweise ansteigt. Deutschland muss dieses Instrument gemeinsam mit anderen EU-Ländern einführen. Studien zeigen: Ein Mindestpreis von 40 Euro je Tonne CO2 würde Kohlemeiler so unwirtschaftlich machen, dass sie vom Netz gehen.
  3. Schadstoffe-Grenzwerte für Kohlekraft verschärfen: Quecksilber, Stickoxide, Feinstaub – die EU hat schon 2017 schärfere Auflagen für Emissionen von Kohlekraftwerken beschlossen. Doch die Regierung hat sie bisher nicht in nationales Recht überführt. Ambitionierte Grenzwerte würden vor allem bei der Braunkohle teure Nachrüstungen in Filtertechnik nötig machen. Investitionen, die nicht mehr wirtschaftlich sind – und die Betreiber zur Stilllegung von Kraftwerken zwingen könnten.

Nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030

Seien wir realistisch: Auf die Große Koalition können wir bei all diesen Forderungen nicht setzen. Aber bereits nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030 – wenn die ganze Klimabewegung ihn lautstark einfordert. Wir müssen den Ausstieg zum Top-Thema im Wahlkampf machen; und dann zum Eckpfeiler in den Koalitionsverhandlungen.

Wer einen Kohleausstieg 2030 in Koalitionsverhandlungen durchsetzen muss? Die Grünen. Denn wer auch immer regieren will: Ohne die Grünen wird kaum eine Regierung zu bilden sein. Entsprechend teuer können sie sich beim Klimaschutz verkaufen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock stellte letzten Freitag im Bundestag klar: Ein Ausstieg sei “aus Gründen des Klimaschutzes bis 2030 möglich und nötig”. An diesen Worten werden wir sie messen. Egal, wie hart die Koalitionsverhandlungen werden: Beim 2030-Ziel dürfen die Grünen nicht nachgeben.

Aber auch die anderen Parteien müssen sich bewegen. Die Kohlefreund*innen in CDU/CSU und SPD setzen alles daran, dass der Kohleausstieg 2038 jetzt nicht mehr angefasst wird. Doch immerhin einer hat sich hier schon gerührt. Einer, dem womöglich in einer neuen Regierung eine große Rolle zukommt: Markus Söder. Der bayerische Ministerpräsident (CSU) forderte bereits letztes Jahr eine Beschleunigung des Ausstiegs auf 2030. Den Bremser*innen hingegen müssen wir verdeutlichen: Wer den Klimaschutz nicht ernst nimmt, wird abgewählt.

Gemeinsam können wir die Kohle stoppen

Mit Abgeordneten vor Ort diskutieren, mit Hunderttausenden auf die Straße gehen, friedlich Kohle-Bagger blockieren: Vielfalt ist die Stärke der Klimabewegung. Mit verschiedensten Aktionsformen und breiten Bündnissen haben wir es geschafft, Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. Zur Bundestagswahl 2017 nannten nur neun Prozent Umwelt- und Klimaschutz als wichtigstes Problem. Heute ist Klimaschutz das wichtigste Thema für Wähler*innen – noch vor Corona. Diese Zahlen kennen auch die Abgeordneten. Mit der Wahl 2021 müssen wir einfordern, dass diese Mehrheiten zu echtem Klimaschutz führen. Und dort den Fokus legen, wo am schnellsten am meisten CO2 einzusparen ist: bei der Kohle. Ich hoffe, dass Du  dafür gemeinsam mit uns streitest.

Jetzt würde ich gerne von Dir wissen, was Du von unseren Ideen hältst. Diskutiere mit in den Kommentaren oder schau, was andere Campact-Unterstützer*innen dort sagen!

518 Kommentare

  • von Mathias Konheiser

    Regierungen, die wegen Profiten für einige wenige die Zukunft (nicht nur) der Menschheit aufs Spiel setzen, sind in höchstem Maße als verbrecherisch anzusehen. Und gehören notfalls („demokratisch“) vom Volk abgesetzt. Und wenn die möglicherweise nicht vorhandenen Instrumente dazu nicht existieren sollten, ist dies zu ignorieren, zumal entsprechende Gesetze nicht vom „Volk“ selber beschlossen worden sind. Schon in der Religion gilt das Verdrehen von Fakten als etwas „teuflisches“, was auch hier zutrifft, wenn mit dem „Kohleausstieg“ bei manchen die Angst geschürt wird, daß sich durch moralisch dreckiges und verwerfliches Wirtschaften keine „Kohle“ mehr machen läßt.

  • von Sebastian Winkel

    Forderungen 2 und 3 sind engstirnig wie ein Geschwisterstreit, bei dem die Welt erst dann in Ordnung ist, wenn der grosse Bruder „schlecht genug“ wegkommt:

    „Einen CO2-Mindestpreis einführen“:
    Entscheidend für das Klima ist nicht der Preis und ob er Kohleverstromung unrentabel macht, sondern die insgesamt emittierte CO2-Menge. Statt bei zu hohen Emissionsquoten (aufgrund derer der Preis so weit fallen kann) über künstliche Mindestpreise nachzudenken, sollte das Volumen der am Markt ausgegebenen CO2-Zertifikate reduziert werden!

    „Schadstoffe-Grenzwerte für Kohlekraft verschärfen“:
    Auch dieser Ansatz, um Kohleverstromung unrentabel zu machen, müffelt nach unaufrichtiger Taktiererei.
    Vertrauenswürdige Grenzwerte sind so bemessen, dass sie die exponierten Menschen und Ökosysteme nachhaltig schützen. Wenn Schadstoffemissionen von Kohlekraftwerken unzureichend reglementiert sind, sollten sie aus *diesem* Grund verschärft werden, nicht „um wirtschaftlichen Betrieb zu vereiteln“.

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Der Klimawandel ist schon lange da,und
    kann nicht mehr auf gehalten werden,
    sebst dann nicht wen wir aus der Kohle
    aussteigen die E Autos sind auch nicht so
    Umweltfreundlich wie immer gesagt wirt
    Ihr setzt auf Wind und Sonnenenergie als
    Energieträger es gibt aber auch Menschen
    die Windenergie ablehnen die Gründe dafür
    sind bekannt, mit der Größte Umweltverschmutzer
    ist die Schifffahrt weil sie immer noch mit Schiffsdiesel
    und Schweröl fährt und keine Abgasfilter hat.

  • von Ute Herrmann

    Der Kohleausstieg ist absolut wichtig, das ist klar, auch wegen der Lebensraumvernichtung.
    Campact sollte das unbedingt weiter fordern!

    Aber sich dabei auf die Grünen zu stützen oder zu verlassen, ist wohl ein Trugschluss.
    Statt Klima scheinen dort andere Dinge wichtig:
    z.B. in Kleinmachnow versuchen ausgerechnet die Grünen, sehr viele Hektar Wald zu vernichten, um eine ICE-Strecke zu bauen, obwohl in der Nähe schon ein fertiges Gleis liegt, was nur in Betrieb genommen werden müsste!
    Für Bundes- und Landes-Grüne (Brandenburg/Berlin) scheint „Grün“ nur eine Farbe, keine Überzeugung zu sein, auch fehlt es offensichtlich an Expertise, Gesprächsbereitschaft und Unvoreingenommenheit.

  • von Birth, Eva

    Ja – weg von der Kohle – besser heute als morgen! Nicht immer Rücksicht nehmen auf die, die nur Geld verdienen wollen.

  • von Ike

    die kfw bank hat in Marocko ein salz sonnen Kraftwerk finanziert um zu erproben ob solch ein kraftwerk funktionstüchtig und einsatzbereit ist
    sie erhitzen salz das ab 400 grad flüssig wird und über ein wasser wärmetauscher das heisse wasser zur turbiene leiten für die strom erzeugung
    wenn abrubt alles umgebaut wird gibts ne menge arbeitslose deshalb in homopatischen dose einen umbau verabreichen
    aber aussenpolitisch ist waffenhandel das problem in lybien bekriegen sich russen und türken und liefern waffen
    so kann man keine ökologischen umbauten auf internationaler ebene ereichen
    auch china beukotiert solche taten solange diktaturen das weltgeschehen diktieren steht europa alleine da.
    trotzdem nicht aufgeben nur so wird´s funktioneren

  • von Spörl Angelika

    Finde Euren Vorschlag sehr unterstützenswert. Überzeugt mich. Kämpft weiter, gerade bei diesem Thema! Hat für mich höchste Priorität!

  • von Jörg

    Warum der Ausstieg aus der Kohle und der Umstieg auf Elektomobiliät so schwer fällt liegt an der Unbeweglichkeit der großen börsennotierten Unternehmen die ihre tradieren Geschäftsmodell so lange betreiben bis sie untergehen und dabei die Politik mit Arbeitsplätzen erpressen. Wenn diese Unternehmen dann untergehen, muss der Staat wieder helfen, also warum erpressen lassen wenn es am Ende doch an den Bürgern ist, die Zeche zu zahlen. Energie und ihre Infrastruktur gehört als kritische Ressource nicht in diesem Masse in private Hände.
    Warum ich glaube dass die Energiewende eine Chance hat ist, dass die Kreditgeber wie Versicherungen keine graue Energie in Ihren Portfolios haben wollen. Wenn der Staat auch keine Kredite mehr für graue Energieerzeugung gibt, geht es mit dem Kohleausstieg ganz schnell.
    Aber jeder kann durch sein Konsum- und Wahlverhalten Signale setzen. Klimajugend an die Wahlurne!

  • von Sebastian Kempfer

    Ein geordneter Kohleausstieg bis 2038 ist ok. Aber nicht durch Windräder im Inland. Diese vernichten tausende Feldermäuse und Vögel und sind ineffizient, weil der Wind gering u. nicht konstant ist. Hier verdient nur eine kleine Lobby und bezahlen müssen das alle privaten Verbraucher. Seltsam, daß die Grünen hier wegsehen. Co2 ist nicht das Problem, die Konzentration ist viel zu gering, einfacher Wasserdampf ist der Hauptverursacher. Brauchen wir aber, damit die Erde nicht abkühlt. Der Klimawandel durch Co2 ist also ein Märchen. Was ist mit der Achsverschiebung der Erde und aktuell höhere Sonneneinstrahlung? Klimawandel gab es schon immer in der Erdgeschichte. Ist nur heute ein Problem wegen der massiven Überbevölkerung.
    Die Umweltschützer sollten einfach nur die Massentierhaltung bekämpfen u. die Abfischung der Meere sowie die Fischfarmen. Plastikmüllvermeidung und als wichtigste Aufgabe: Eindämmung der Überbevölkerung. Dann könnten die Auswirkungen des Klimawandels reduziert werden.

  • von Peter W

    Ich lese heute zum ersten mal in diesem Blog. Sind die Kommentatoren hier tatsächlich alle Campact-Unterstützer? Wenn das so ist, dann bin ich heir im falschen Verein, denn die Kommentare sind teilweise vollkommener Unsinn.

  • von Matthias Teutsch

    Macht das: Fordert einen höheren CO2-Preis ein und macht den Klimaschutz zum Wahlkampfthema Nr.1!

  • von Franziska

    Der Klimawandel ist da.Wasserreserven und Anbau von gesunden biol.Lebensmitteln,gesunde Tiere u.Menschen sehr wichtig.Es sind viele gute Vorschläge bei Campact und den Kommentaren.Wir haben viel zu tun, um das Leben und Zusammenleben lebendig und lebbar für alle zu gestalten.
    .

  • von A. Eicker

    Eine echte CO2 – Bepreisung ist die eine Seite der Medaille – zumindest ein Baustein der anderen wäre es, die energieintensiven Betriebe nicht vollständig von der EEG-Umlage zu befreien, sondern nur den Anteil, der über der Schwelle liegt. Das würde für alle Verbraucher die EEG Umlage senken und verhindern, daß Firmen, die bei Energie-Einsparung sogar unter der Schwelle blieben, billiger davonkommen, wenn Sie Strom verschwenden…

  • von Dagmar Buchner

    Find ich gut…ich bin weiter dabei….macht weiter so!
    :-)

  • Es ist Zeit die 3 alten Dreckschleudern in NRW abzuschalten. Und es muß aufhören mit dem abpumpen des Grundwassers. Das Wasser wird einfach in den nächsten Fluss geleitet. Dadurch senkt sich der Grundwasserspiegel und immer mehr Bäume gehen ein. Wie der Forst. Nein, RWE ist mit der blauen Hand ein Umweltzerstöre, r im großen Ausmaß. Vom Ausstoß des Klimakillers CO 2 ganz zu schweigen. Kein Deal mit der Kohlelobby. Wolfgang Friedrich

  • von Peter W

    Zum Kommentar von Sven Schäfer

    Sorry, aber Du bist völlig Ahnungslos. Deine Argumente gegen das E-Auto sind sowas von falsch, da frage ich mich, woher Deine Bildungslücken und die Stammtischparolen kommen.

  • von Sigrun Lodewigs

    Ich finde die Ideen gut, aber leider wohne ich in NRW, wo die Landesregierung – gerade auch dank der FDP – den Ausbau der erneuerbaren Energien faktisch zum Stillstand bringt, z.B. durch überzogene Abstandsregelungen für Windkraft und weil die FDP „um des freien Marktes willen“ jegliche Unterstützung der erneuerbaren ablehnt, in jeglicher Ignoranz der Tatsache, dass a) bei Solarenergie chinesische Firmen gefördert werden und b) die konventionellen Energieträger ohne Ende vom Staat gefördert werden. D.h. einen Ausbau der erneuerbaren in meinem Bundesland sehe ich gerade nicht, zumal die Regierung trotz des Kohlekompromisses den Abriss der Dörfer im Braunkohlerevier durch RWE duldet und den Hambacher Forst auch nur dank eines riesigen Wirbels gerettet hat.

  • von Frank Schanze

    Die Argumentationslinie mit den Kohlekraftwerken in Polen und noch besser mit den AKws in Frankreich kann ich nicht mehr hören . zum Glück scheint sich ja zumindest in Frankreich da auch ganz langsam was zu ändern….

  • von Ulrike Strohschen

    Es ist nicht nur ein politisches sondern, auch ein gesellschaftliches Elend.
    Natürlich ist ein Ausstieg 2038 viel zu spät, aber wer hat denn ein Interesse daran sich zu ändern, nach dem Motto weniger ist mehr?
    Die Politiker lassen sich von ihren Lobbyisten beeinflussen und alle labern, labern und labern. Alle Themen sind uralt: Tierschutz. Umweltschutz. Ausbeutung von Menschen in Deutschland und im Ausland. Jeder ist sich selbst am Nächsten! Und keiner möchte bei sich anfangen, es wird gegrillt, man bestellt fleißig bei amazon und ist immer wenn es passt empört, zum Beispiel über die gebaren bei Tönnies. Aber nicht wegen der gequälten Menschen, oder Tiere, sondern weil man leider in seiner Komfortzone gestört wird. Es gab hier viele gute Beiträge und Herr Rainer Gluding hat mir aus der Seele gesprochen! Leider kostet auch unser Geschreibsel Strom… Raus auf die Straße, sein eigenes Tun über denken und verändern, politisch Aktiv werden… Man kann selber viel machen.

  • von Christiane Kowalsky

    Ich bin weiterhin für Energie sparen. Um die Umwelt zu retten, halte ich Verzicht für unabdingbar. Und die Coronakrise zeig uns, dass viele Menschen dazu in der Lage sind. Der Strom aus erneuerbaren Energien muss ausreichen, denn höher, schneller, weiter geht schon jetzt nicht mehr. Die Sättigungsgrenze ist erreicht. Alle Veränderungen in der Vergangenheit haben uns gezeigt, dass Arbeitsplätze unter Reduzierung nicht leiden, denn Umdenken schafft neue Arbeitsplätze. Das hat uns die Computerisierung gezeigt. Höher, schneller, weiter schafft auch großen Stress, der gestiegene Leistungsdruck der letzten Jahrzehnte hat mehr Krankheiten verursacht. Mehr im Einklang mit der Natur zu leben ist gesünder. Viele junge Menschen streben das heute auch an. Sie haben noch ein langes Leben vor sich und sollten auch durch ein Wahlrecht ab 16 Jahren endlich gehörte werden und ich würde mir wünschen, dass sie sich stärker durchsetzen werden. Also: Kohleausstieg so früh wie möglich!

  • von Scholze Bernd

    Wind- und Sonnenstrom sind nicht grundlastfähig. Betreiber von Windkraft und Photovoltaikanlagen sind nicht mal verpflichtet ihren Strom einzuspeisen und bekommen bei Abschaltungen 90 % der Durchschnittsvergütung. Ohne das EEG wäre diese Industrie nicht lebensfähig und ist zudem Natur, Umwelt und Klimaschädlich. Wenn wir denken, dass Europa auf dem Stop zur Erderärmung voran gehen muss ist der alleinige Weg der unsinnigen Förderung der zur Zeit bestehenden erneuerbaren Energien, die die Gier nach leicht verdientem Geld als Motivation für ein heuchlerisches grünes Engagement fördert, der falsche Weg! Wir brauchen keine grüne Ideologie sondern die Diskussion über eine gesamte Energiewende (nicht nur Strom) eine wirkliche Alternative, die es jetzt schon gibt. (Kernfusion siehe Wendelstein x7 in Greifswald, und Dual Fluid Reaktor) Die Welt steht vor einer Klimakatastrophe und wir helfen fleißig mit, indem wir mit den scheinbar Erneuerbaren unsere Umwelt bedrohen und vernichten.

  • von Schanze, Frank

    Kohlemeiler noch länger am Netz? Das geht garnicht- zumindest darf das mit uns Grünen nicht gehen. Und wenn sogar die Union das so sieht – umso besser!
    Frank Schanze aus Budenheim bei Mainz

  • von Antonia Weber

    Das ein Ausstieg 2038 nicht genügt, ist allen Beteiligten bewusst. Die Groko wird wohl kaum noch „mehr“ für den Klimaschutz tun. Auch wenn die Grünen nicht alles ideal umsetzten, ruht meine Hoffnung auf ihnen. Sie müssen, insofern sie Teil der kommenden Regierung werden, unbedingt Gesetze verabschieden, die es auch Möglich machen das 1,5° Grad Ziel einzuhalten. Dass solche Gesetze tatsächlich verabschiedet werden, bezweifle ich jedoch sehr stark. Die CDU wird versuchen die schwarze Null, um jeden Preis zu halten. Auch wenn das bedeutet sich der Verabschiedung von Gesetzen, die Notwendig für den Erhalt unsere Umwelt sind, in den Weg zu stellen. Das Streben nach Wirtschaftlichkeit überwiegt momentan noch den Klimaschutz. Deswegen ist es von enormer Wichtigkeit, dass die Bevölkerung, egal welche Ansichten grundsätzlich verfolgt werden, sich für den Klimaschutz einsetzt, einfach der Selbsterhaltung willen.

  • von Karl Schwengsbier

    Es ist schon seit mindestens 10 Jahren überfällig aus der Energiegewinnung durch Verbrennung auszusteigen.Wir verbrennen aber nicht nur Kohle und Öl – nein es ist auch immer noch ein Markenzeichen des heutigen Menschen ohne Ausgleich alle Rohstoffe zu „VERBRENNEN“
    Das ist eine ökologische+ ökonomische- sowie eine ethische Frage warum wir unsere Intelligenz so schlecht einsetzen.Ich schätze die
    große Bequemlichkeit -aber auch die Rastlosigkeit in die wir uns halten lassen uns nicht in ein kreatives Innehalten kommen.
    Meiner Meinung nach ist es wie mit dem Aufschieben von Entscheidungen- es kommt der Zeitpunkt da wird für mich entschieden,
    ob ich damit einverstanden bin oder nicht.

  • von Dieter Schmidt

    Hallo an Frank:
    Höre mal, was hamse Dir dann gegeben? Hätte ich auch gerne mal.

  • von Frank Burger

    Wer nicht neben Windkraftanlagen leben muss kann diese Anlagen auch weiter fordern. In unseren Kreis stehen ca.400 Windkraftanlagen. Egal in welche Richtung ich schaue, unser Dorf ist umringt von Windkraftanlagen, mehreren Kohlekraftwerken, mehrere fußballfeldergroße Solaranlagen, eine Müllverbrennung. Als ob das nicht reichen würde, werden noch mehr Windkraftanlagen gebaut, obwohl die Windkraftvorangebiete voll sind.
    Damit noch nicht genug, jetzt soll auch noch eine 4 GW Stromtrasse mit 525 kV keine 50 m neben unsereren Häusern gbaut werden.
    Es reicht immer noch nicht, nun soll im Landkreis die MIBRAG mit allen zugehörigen Kraftwerken sofort blattgemacht werden. Dann können wir endlich unsere Arbeitslosigkeit, Geldlosigkeit zwischen Restlöcher, Windkraftanlagen und Mülllagerstätten geniesen. Danke liebe Umweltschützer!
    Frank Burger ,

  • von Ari

    Die Strategie die Neuwahlen 2021 als Aufhänger zu nehmen klingt für mich starkt nach dem, was auch German Zero vor hat. Wir in Halle arbeiten gerade Halle Zero zu gründen und Vorreiterstadt zu werden.

  • von Mike Wintzer

    SOFORTIGER Kohleausstieg. Geht nicht? Zu radikal? Ökonomische Katastrophe? Was wenn ein Krieg kommt? Dann gibt es plötzlich NICHTS mehr. Und es würde auch gehen. Wetten? Ich habe als 11-jähriger 1948 zum ersten Mal in meinem Leben ein Stück Schokolade gesehen. Und habe es auch überlebt. Besser wirtschaftlicher Notzustand als totaler Klimatod!
    Welch ein Irrsinn: Dörfer wegrasieren, um an Braunkohle zu kommen, die unseren sicheren Klimatod verursachen wird. Hört auf mit den Irrsinn!

  • von Toni Menzel

    Ich werde die Kampagne zum Koleausstieg nicht unterstützen. Ich bin der Meinung das ein Kolekraftwerk, in Deutschland gebaut, nach unseren strengen Richtlinien und Vorschriften 1000 mal besser ist, als alle anderen die in China, Polen, Tschechien und anderen Ländern gebaut werden. Im allgemeinen stehe ich der Energie Politik unserer Regierung, und auch den Gewerkschaften eher Kritisch gegenüber. Es ist an Doppelmoral, und Verlogenheit kaum zu überbieten. Sie ist nicht zu Ende gedacht, und auch nicht Realisierbar. Von den Umweltschäden die angerichtet werden möchte ich gar nicht erst sprechen.

  • von Uwe Chall

    These „Die Fossilen Brennstoffe sind bereits am Ende.“ Ja, das stimmt tatsächlich. Es gibt nur einen Haken, die Regierung verzögert den Ausbau der neuen Energie nicht nur, sondern schafft Gesetze die den Ausbau verhindern.
    Dabei wird auch der Bruch von EU Gesetzen in kauf genommen.

  • von Sven Schäfer

    Wir verbrauchen heutzutage mehr Strom als in den 1980er Jahren: Handy, Laptop, Computerspiele, Ambientebeleuchtung, Ärlektrische Rolläden, dann muss ja jeder jetzt noch irgendein Elektromotor unter dem Hintern haben, um sich fortzubewegen. Braucht man das alles wirklich? Es gibt Kerzen, Brettspiele, Fahrräder! Gute Schuhe. Ein Elektroauto braucht in der Herstellung mehr CO2 als ein Auto,Sprit in seinem Leben, welches Ende der 80er Jahre gebaut wurde und heute noch fährt. Diese Autos sind nachhaltig, weil haltbar! Braucht es den auch wirklich solche riesigen, mit Komfortelektrik, wie Z. Bspw. Sitzverstellung, Heckklappenöffnung, Blechkisten mit knapp 2 Tonnen Gewicht, die auf der Bundesstraße nicht mal 100 fahren? Vielleicht sollte man hier auch mal ansetzen Um Strom zu sparen. Ein Audi A2, beispielsweise, ist jedenfalls CO2 neutraler als jedes Elektroauto. Sicher, Strom muss irgendwo herkommen, aber vernünftig muss es sein. Solarzellen beim Hausneubau, Generatoren im Bach vorm Haus..,

  • von Martin Haase

    Der Klimawandel wird kommen.Es spielt auch keine Rolle ob er menschengemacht oder natürlichen Ursprungs ist. Man kann ihn höchsten verzögern und damit Zeit gewinnen.
    Wir müssen uns auf die Veränderungen vorbereiten. Wir brauchen z.B. neue Stauseen für die Trinkwasserversorgung und Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft. In unserer klimatisch bevorzugten Region müssen wir in Zukunft auch die Lebensmittel für die südlichen Länder produzieren da diese Regionen versteppen werden.
    Wir sollten keine Zeit verlieren und mit den Planungen beginnen!!

  • von Rolf Hübner

    „wo am schnellsten am meisten CO2 einzusparen ist: bei der Kohle“ das stimmt so nicht.

    Am schnellsten einzusparen ist CO2 beim Energiesparen, also beim reduzierten Verbrauch. Das hat in den letzten Jahren schon so gut funktioniert, dass die prozentualen Anteile der erneuerbaren Energien dadurch größer ausgefallen sind.

    Am meisten einzusparen ist CO2 beim Heizen mit Erdwärme. Ich verstehe nicht, warum diese Wärmequelle, die überall einfach unter der Erdoberfläche auf uns wartet, nicht schon lange stärker genutzt wird. Erdwärme zum Heizen, aber auch zur Stromerzeugung, muss ebenfalls gefördert werden!

  • mein ÜBERSCHLAG:
    Wir produzieren auf Rügen mit einer ENERCON E40 / Baujahr 1993 / Leistung 500kW ca. 1,4 Mio kWh/Jahr (langjähriges Mittel)
    Die gleiche installierte Leistung auf dem Festland schafft halb so viel (also ca. 1,4 Mio kWh/Jahr pro MW)

    2021 fallen 4000MW Windkraft installierte Leistung aus dem EEG

    4000MW Festland ≙ 5,6 GWh pro Jahr ≙ 1/3 der Jahresproduktion von Jänschwalde 2019 (15,4Mrd kWh/Jahr)

    Die Altanlagen bekommen am Markt gerade soviel, dass die Wartung bezahlt werden kann.
    Aber wenn die nächste mittelgroße Reparatur ansteht (und kaputt geht immer mal was), dann werden sie abgebaut.
    Ein Neubau findet zur Zeit kaum statt.

    Traurig aber wahr: Das Ende des EEGs bringt der Kohle eine Verschnaufpause. Und wenn nichts passiert, geht das in den folgenden Jahren so weiter.

  • von Katrin

    Das fängt schon im Kleinen an. In unserer Verbandsgemeinde stimmten alle Parteien geschlossen gegen den Vorschlag von uns Grünen, einen Klimamanager einzustellen. Da wird sich nur auf die eigene Schulter geklopft, man hätte doch schon „einiges“ geschafft. Aber es gibt so tolle Beispiele aus anderen Verbandsgemeinden, die sehr erfolgreich z.B. selbst ca. 300% Ökostrom herstellen. Der Rhein-Hunsrück-Kreis macht es vor! Man muss es wollen.

  • von Iris Schulte Hamburg

    Ich wünsche der Regierung den Mut jetzt den Erkenntnissen die Taten folgen zu lassen. Das es möglich ist, sofort und unter Einbeziehung des ganzen Volkes Maßnahmen wirkungsvoll umzusetzen haben wir erlebt und erleben es aktuell. Wozu also zögern mit dem Umstieg auf „grüne“ Energien. „Wir können das“ längst. Wir alle können daran nur gewinnen.

  • von Helmut Breuninger

    Klar, bis 2030 müssen wir weg von der Kohle. Tausende von alternativen Arbeitsplätze werden mit der massiven Aufrüstung der Regenerativen Stromenergie und deren Speicherung als Wassestoff enstehen. Dafür brauchen wir die 4 Milliarden, die den Kohleunternehmen hinterhergeworfen werden. Das hilft auch in der Lausitz. Zudem haben wir den Green-new-deal in Europa, der die Sonne im Süden anzapfen und auch dort für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen wird. Wenn Deutschland schlau ist liefert es die Technologie. Wir brauchen Arbeitsplätze für die Zukunft und nicht für die alte Welt der Zerstörung.
    Helmut Breuninger

  • von frank

    Haha, ja, die Grünen werdens richten. Die die als erste Amtshandlung in selbstfahrenden LKWs hocken, Auslandseinsätze der Bundeswehr mitverantworten sobald sie in der Regierung sind? Das ist ja wohl nicht im Ernst geschrieben worden. Leider fehlt mir hier der Sinn zur Satire – z.B. die Grünen haben azofreien Farbstoff auf Mobildisplays – die müssen also die Weltretter sein….
    Nein, unsere Welt retten Transparenz und Ehrlichkeit, nicht die Grünen.

  • von Uwe Chall

    These „Die Fossilen Brennstoffe sind bereits am Ende.“ Ja, das stimmt tatsächlich. Es gibt nur einen Haken, die Regierung verzögert den Ausbau der neuen Energie nicht nur, sondern schafft Gesetze die den Ausbau verhindern.
    Das neuste ist eine Gesetzesvorlage zur Verhinderung der Nutzung des mit einer eigenen Photovoltaikanlage erzeugten Stromes. Nach Willen der Regierung soll der Strom mit einem Almosen ins Netz eingespeist werden, aus dem es dann zurückgekauft werden muss.
    ACHTUNG das ist kein Witz, sondern tatsächlich so in mehreren Varianten in Planung. Dabei wird auch der Bruch von EU Gesetzen in kauf genommen.

  • von Thomas

    Wer die unter „Verzögert – verzockt – verzweifelt“ beschriebenen politischen Entscheidungen auf sich wirken lässt, jedenfalls geht es mir so, versucht beim Lesen, den möglicherweise versteckten guten Teil der Nachricht zu finden – was sehr schwerfällt. Das einzig Positive, das ich aus dieser Meldung herauslesen kann, ist die allerdings auch nicht ganz neue Gewissheit, dass die an dieser Entscheidung beteiligten Volksvertreter ihren Auftrag nicht verstanden haben. Wie war das noch mit dem Gemeinwohl? Ist das einfach nur vergessen worden oder wird es als überflüssig betrachtet? Das eine wäre so bedauerlich wie das andere.
    Aber ja! Wir haben ja bald Wahlen! Wie wäre es denn, wenn die Bürgerinnen und Bürger, denen von den politischen Mandatsträgern nach den Wahlen im TV meist viel Dank, Anerkennung und Verantwortungsbewusstsein attestiert wird, diese Wahlen einmal nutzen würden, um jene Parteien, die sich immer wieder gegen das Gemeinwohl entscheiden, einfach mal zu ignorieren?

  • von Walter Dörrich

    Auf der Erde gibt es rund 200 Staaten. Neben Deutschland werden im Kommentar noch 6-7 weitere genannt. Die Großen wie USA, China, Indien oder Russland jedoch nicht. Gerade die wären für das Weltklima interessant. Das Beispiel Frankreich ist besonders pikant, da dort enorm viel Atomstrom produziert wird. Also ein ganz schlechtes Beispiel. Ich hoffe doch, dass hinter der Benennung von F. nicht der Wunsch nach einer Rückkehr der Atomindustrie steckt.

  • von Peter Gooß

    MACHET EUCH DIE ERDE UNTERTAN, diesen biblischen Leitsatz sollten die christlichen Kirchen laut und deutlich WIDERRUFEN und
    die hemmungslose ausschließlich kapitalorientierte AUSBEUTUNG von Mensch, Tier und Bodenschätzen AUF DEN INDEX SETZEN!
    Und das jeden Sonntag von den Kanzeln predigen.
    Entsprechende Handzettel würde ich selbst sonntags vor Kirchen verteilen. Austreten, das kann ich nicht mehr.
    Peter Gooß, DARMSTADT

  • Wir (B.A.U.M.) haben einen Zukunfts-Klimaplan vorgelegt, mit 200 Milliarden für D und 800 Milliarden Euro für Europa. Mit privatem Kapital finanziert, damit können die EE und die riesigen Chancen der Energieeffizienz uva. umfassend realisiert werden, mit neuen Arbeitsplätzen, Milliarden MWSt-Einnahmen für die Staatsfinanzen statt weiterer Staatsverschuldung und Steuererhöhungen, regionale Wertschöpfung und massive CO2 Reduktion. Die Anleger, die heute jährlich ihr sauer verdientes Geld auf Sparkonten durch die Inflation verlieren, erhalten 4% Zinsen und können so Vermögen bilden statt es zu verlieren. Wenn wir alleine die 15 Mio.völlig veralteten Heizanlagen in D gegen effiziente Anlagen, kombiniert mit Erneuerbaren, austauschen, erhält der Staat fast 30 Milliarden zus.Mehrwertsteuern, die Handwerker und Unternehmen erzielen nachhaltige Umsätze, dadurch höhere Erträge und wiederum regionale Steuereinnahmen.
    Für die Südländer könnten alle Hotels etc. mit EE versorgt werden.

  • von Thomas F.

    Recht auf abgabenfreien Strom vom eigenen Dach zum Eigenverbrauch. Ich kann nicht nachvollziehen wiso das so kompliziert gehalten wird.

  • Gute Forderungen! Das Gesetz ist viel schlechter als kein Gesetz, da die Kohle unwirtschaftlich ist.
    Wir brauchen Frieden, eine Gesunde Umwelt und gute soziale Verhältnisse.
    Und alles ist möglich, wenn wir als menschliche Familie kooperativ handeln!

  • von Lange

    Für mich kommt der Kohleausstieg auch zu spät. Jetzt ist er nun mal bis 2038 von der Regierung geplant. Gottseidank wird es weitere Regierungen geben, die den Zeitpunkt demokratisch verfrühen sollten

    Vielleicht kommt der Ausstieg auch früher, weil es über die Zeit einfach zu teuer wird Kohle zu verstromen, wegen CO2 Abgabe Erhöhungen, neuen Gesetzen zur Abgasreinigung, oder die Stromabnehmer wandern massenweise zu erneuerbaren Stromerzeugern. Vielleicht ist es ja wie damals mit der Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf. Plötzlich war es für die Industrie nicht mehr vertretbar diese weiterzutreiben und der Spuk war zu Ende.

    Neben der Förderung von Langzeit-Speichertechnologien muss auch der Bau und Betrieb solcher Anlagen subventioniert werden. Dazu gehört auch der europaweite Netzausbau mit HochspannungsGleichstromÜbertragung.

    Noch ein Wort zum Energiebedarf von Elektroautos: Bei 10 Mio. Elektroautos würde der Stromverbrauch Deutschlands nur um ca. 5 % steigen.

  • von Martin Haase

    In Zukunft soll der Verkehr rein elektrisch funktionieren. Die Häuser sollen elektrisch geheizt werden. Die Stahlindustrie soll auf Koks verzichten und mit Wasserstoff Stahl produzieren. Für eine kwh Wasserstoff werden 3 kwh Strom gebraucht. Der Stromverbrauch wird sich in den nächsten Jahren vervierfachen. Bei starken Einsparungen werden wir vielleicht mit einer Verdreifachung auskommen. Die Atomkraftwerke werden abgeschaltet. Wo soll der Strom herkommen?
    Photovoltaik funktioniert kaum im Winter. Der Wind weht unregelmäßig und Nachts meistens auch nicht. Es bleiben also für einen Großteil des Jahres nur die neu zu bauenden Gaskraftwerke. Neue Gaspipelines aus Russland werden benötigt. Putin wird sich freuen.

  • von Karsten

    Bitte vergleicht nicht Äpfel mit Birnen.
    Natürlich kann Frankreich früher aus der Kohle aussteigen. Sie haben auch viel mehr Atomkraftwerke.

    Das heißt also nicht, dass es da „grüner“ zugeht.

  • von Nina Olschowka

    GermanZero fordert das 1,5-Grad-Gesetz. Vor der Bundestagswahl muss sich jeder Abgeordnete dazu äußern ob er für oder gegen das 1,5-Grad-Gesetz stimmen wird. Für oder gegen die Zukunft. Wir dürfen keinen einzigen Kandidaten an dieser Frage vorbei lassen. Und dafür brauchen wir die volle Kraft einer Bürgerbewegung. Die Zeit ist reif!

  • von Anton Fischer

    Der Vormärz-Dichter Georg Herwegh hat einmal geschrieben: „Der Gott, der Eisen wachsen ließ,/ der wollte keine Knechte“. Das gilt für industrielle Maschinen, die die leichtere Ausbeutung von Menschen im industriellen Zeitalter erleichtert, ebenso wie vielleicht für Waffen. Warum läßt man nicht das, was in der Erde ruht und dem Blick des Menschen entzogen ist, dort, anstatt diese Ressourcen hervorzuholen? Das gilt auch für Erdöl und Kohle. Bei der Umwandlung dieser Stoffe wird CO 2 freigesetzt. Könnte Gott es ist nicht so gemeint haben, daß wir diesen Teil der Schöpfung dort lassen, wo er ist, anstatt ihn ans Tageslicht zu bringen und dort lebensgefährlichen Umwandlungsprozessen zu unterwerfen?

    Dr. Anton Fischer
    Norderstedt

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Veröffentlicht von Christoph Bautz

Christoph Bautz ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Er gründete 2002 gemeinsam mit Felix Kolb die Bewegungsstiftung, die Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen fördert. 2004 initiierte er mit Günter Metzges und Felix Kolb Campact. Seitdem ist er Geschäftsführender Vorstand. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrats von WeMove, der europaweiten Schwesterorganisation von Campact, sowie der Bürgerbewegung Finanzwende.