Kohle – und jetzt?

Viel Kohleausstieg bringt es nicht: Das gerade verabschiedete Kohlegesetz ist schwach. Trotzdem hatten wir nie bessere Chancen auf ein schnelles Aus für die Kohlemeiler - die müssen wir jetzt gemeinsam richtig nutzen. Campact-Vorstand Christoph Bautz schreibt, wie das gehen kann.

Auf dem Gesetz steht Kohleausstieg – aber es ist viel zu wenig drin. Was die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD letzten Freitag im Bundestag beschlossen haben, ist gleich aus mehreren Gründen völlig aus der Zeit gefallen

Verzögert, verzockt, verzweifelt

  1. Verzögert: Bis 2038 sollen Kohlemeiler bei uns weiterlaufen – viel zu spät, um die Erderhitzung unter der kritischen 1,5-Grad-Schwelle zu halten. Wann andere EU-Länder aussteigen? Frankreich: 2021. Italien, Spanien und Großbritannien: 2025. Die Niederlande: 2030. Später als Deutschland sind nur Polen und Tschechien dran. Das Ausstiegsdatum hat die Kohle-Kommission zu verantworten. Aber die Regierung macht es noch schlimmer und schaltet in den nächsten Jahren kaum Anlagen ab. Dabei ist klar: Wir könnten jetzt die Hälfte der Kohlemeiler abschalten und bis 2030 komplett aus der Kohle aussteigen
  2. Verzockt: Die Kohle-Konzerne bekommen fette Entschädigungszahlungen vom Staat: mehr als vier Milliarden Euro. Wie diese Summe zustande kommt, kann die Bundesregierung selbst nicht erklären. Und gerechtfertigt ist sie nicht: Denn die meisten Anlagen sind am Markt kaum noch etwas wert. Sie fahren Verluste ein. Und sie sind so alt, dass ihre Investitionskosten für die Betreiber längst finanziert sind.
  3. Verzweifelt: Dörfer im Rheinland sollen weiter für Braunkohle abgebaggert und Menschen zwangsweise umgesiedelt werden. Und auch wenn der Hambacher Wald stehen bleibt: Er droht zu vertrocknen, weil um ihn herum weiter Kohle abgebaut wird.

Die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je

Ein ziemlich wirkungsloses Kohleausstiegsgesetz – haben wir damit den Kampf um einen Ausstieg vor 2030 verloren? Mitnichten. Denn die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je. Auf dem Energiemarkt ist es derzeit eng für die Kohle. Sie bekommt immer mehr Konkurrenz durch günstigen Wind- und Sonnenstrom – dank des niedrigen Gaspreises auch durch Gaskraftwerke. Gleichzeitig macht der relativ hohe CO2-Preis den Kohlestrom teurer. Im Ergebnis wurde in der ersten Jahreshälfte 36 Prozent weniger Strom aus Braun- und 46 Prozent weniger aus Steinkohle erzeugt – schlicht weil der Kohlestrom am Markt zu teuer ist.

Also regelt der Markt den Ausstieg? Nein. Darauf zu vertrauen, wäre fatal. Denn die schlechte Marktlage für Kohle ist nur eine Momentaufnahme. Gas- und CO2-Preis schwanken heftig. Läuft es schlecht, ist die Kohle demnächst wieder konkurrenzfähig.

Mit diesem Dreischlag bekommen wir die Kohle-Meiler vom Netz

Genau hier können wir ansetzen: Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Bedingungen für Kohle am Markt schlecht bleiben. Dann schaffen wir den Ausstieg deutlich vor 2030. Und das geht so:

  1. Erneuerbare Energien massiv ausbauen: Je mehr Wind- und Solarstrom ins Netz fließen, desto weniger lohnt sich der Betrieb von Kohlemeilern. Denn Erneuerbare Energien genießen einen Vorrang im Netz und drängen den Kohlestrom raus. Um die Kohlemeiler rasch überflüssig zu machen, müssen die Erneuerbaren bis 2030 mindestens 75 Prozent des gesamten Stroms in Deutschland liefern. Eine Herausforderung – schließlich brauchen wir auch immer mehr Strom für Wärme und Mobilität. Das wird nur möglich, wenn die Regierung die Erneuerbaren konsequent fördert.
  2. Einen CO2-Mindestpreis einführen: Der europäische Emissionshandel, der CO2 einen Preis gibt, wirkt derzeit im Stromsektor. Doch nur mit einer festen Mindesthöhe stellen wir sicher, dass der Preis nicht wieder sinkt. Sondern stufenweise ansteigt. Deutschland muss dieses Instrument gemeinsam mit anderen EU-Ländern einführen. Studien zeigen: Ein Mindestpreis von 40 Euro je Tonne CO2 würde Kohlemeiler so unwirtschaftlich machen, dass sie vom Netz gehen.
  3. Schadstoffe-Grenzwerte für Kohlekraft verschärfen: Quecksilber, Stickoxide, Feinstaub – die EU hat schon 2017 schärfere Auflagen für Emissionen von Kohlekraftwerken beschlossen. Doch die Regierung hat sie bisher nicht in nationales Recht überführt. Ambitionierte Grenzwerte würden vor allem bei der Braunkohle teure Nachrüstungen in Filtertechnik nötig machen. Investitionen, die nicht mehr wirtschaftlich sind – und die Betreiber zur Stilllegung von Kraftwerken zwingen könnten.

Nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030

Seien wir realistisch: Auf die Große Koalition können wir bei all diesen Forderungen nicht setzen. Aber bereits nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030 – wenn die ganze Klimabewegung ihn lautstark einfordert. Wir müssen den Ausstieg zum Top-Thema im Wahlkampf machen; und dann zum Eckpfeiler in den Koalitionsverhandlungen.

Wer einen Kohleausstieg 2030 in Koalitionsverhandlungen durchsetzen muss? Die Grünen. Denn wer auch immer regieren will: Ohne die Grünen wird kaum eine Regierung zu bilden sein. Entsprechend teuer können sie sich beim Klimaschutz verkaufen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock stellte letzten Freitag im Bundestag klar: Ein Ausstieg sei “aus Gründen des Klimaschutzes bis 2030 möglich und nötig”. An diesen Worten werden wir sie messen. Egal, wie hart die Koalitionsverhandlungen werden: Beim 2030-Ziel dürfen die Grünen nicht nachgeben.

Aber auch die anderen Parteien müssen sich bewegen. Die Kohlefreund*innen in CDU/CSU und SPD setzen alles daran, dass der Kohleausstieg 2038 jetzt nicht mehr angefasst wird. Doch immerhin einer hat sich hier schon gerührt. Einer, dem womöglich in einer neuen Regierung eine große Rolle zukommt: Markus Söder. Der bayerische Ministerpräsident (CSU) forderte bereits letztes Jahr eine Beschleunigung des Ausstiegs auf 2030. Den Bremser*innen hingegen müssen wir verdeutlichen: Wer den Klimaschutz nicht ernst nimmt, wird abgewählt.

Gemeinsam können wir die Kohle stoppen

Mit Abgeordneten vor Ort diskutieren, mit Hunderttausenden auf die Straße gehen, friedlich Kohle-Bagger blockieren: Vielfalt ist die Stärke der Klimabewegung. Mit verschiedensten Aktionsformen und breiten Bündnissen haben wir es geschafft, Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. Zur Bundestagswahl 2017 nannten nur neun Prozent Umwelt- und Klimaschutz als wichtigstes Problem. Heute ist Klimaschutz das wichtigste Thema für Wähler*innen – noch vor Corona. Diese Zahlen kennen auch die Abgeordneten. Mit der Wahl 2021 müssen wir einfordern, dass diese Mehrheiten zu echtem Klimaschutz führen. Und dort den Fokus legen, wo am schnellsten am meisten CO2 einzusparen ist: bei der Kohle. Ich hoffe, dass Du  dafür gemeinsam mit uns streitest.

Jetzt würde ich gerne von Dir wissen, was Du von unseren Ideen hältst. Diskutiere mit in den Kommentaren oder schau, was andere Campact-Unterstützer*innen dort sagen!

518 Kommentare

  • von Hartmut Spell

    Also nochmal, klagen und nichts tun macht es nicht besser! „Wer nicht los läuft, weil er nicht als erster oder überhaupt nicht ankommt – der hat schon von Anfang an verloren“!
    @ Gerd Müller, der Strom kommt aus unserer Umwelt – wenn wir es geschickt anstellen! Ich z.B. fahre (10.000 km) mit meinen CNG-Fahrzeug im Jahr mit zwei große Strohballen Biogas und spare ca. 1,2 t CO2 / a. Lassen wir das Stroh auf dem Feld verrotten oder verfüttern das an Fleisch-Nutztieren setzen wir das 30 mal schlimmere klimaschädigende Mathan so frei ohne es im Kreislauf zu halten. Die Sonne ist die Energie die Pflanzen wachsen lässt die wiederum das CO2 aus der Luft aufnehmen!!!

    Ha

  • von Bernhard Asmis

    Es ist doch eindeutig nicht unser Leben, sondern nur unsere Art zu leben, die uns unsere Probleme schafft. Ein Wandel oder eine Wende binhaltet nicht unsere Art zu leben mit anderer Technologie zu erhalten, sondern alles einmal neu zu denken. Wenn wir also unsere Lebensgrundlage erhalten wollen, müssen wir auch unsere Art zu leben verändern. Wenn wir dies zumindest gedanklich leisten können, werden wir auch Wege sehen weniger Energie zu brauchen. Der ewige Streit wer wieviel Energie erzeugt hätte da ein Ende. Eine neue Lebensweise führt nicht zurück in die Steinzeit, sondern zu neuen Werten und zukunftsorientiertem Leben. Die Nachkommen sollen es einmal besser haben, ist immer wieder das Motto. Ich unterstütze natürlich alle Unternehmungen, fossile Energie zu drosseln oder zu vermeiden. Eine Einsparung des Energiebedarfs ist in politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Überlegungen dennoch vorrangig.

  • von Rudolf Block

    Der frühe Kohleausstieg ist völlig o.k. Der lange Termin ist Wirtschaftsglaube wie vor 100 Jahren! Außerdem sollte der CO 2 Preis als Mindestpreis festgeschrieben werden und die privaten Solaranlagen- riesiges Potential auf Dächern- gefördert werden und es darf keine “ Altmaierdeckelung“ geben!

  • von Seija Medrisch

    Das neue Kohlegesetz kann ich nicht für gut heissen. Ich bin mit Ihren Vorschlägen sehr einverstanden und was die Wahlen im nächsten Jahr angeht, ich werde sowieso das „Grüne“ unterstützen. Es wird endlich Zeit, die Probleme auf unserer Erde mit aller Kraft anzupacken und keine Ausreden zuzulassen.

  • von Anna S

    Ich finde die Ideen sehr gut und finde auch, dass wir auf jeden Fall weitermachen müssen. Ich habe einige Briefe an meine Abgeordneten aus dem Wahlkreis geschrieben, aber leider entweder keine oder sehr ausweichende Antworten bekommen. Ich finde, wir sollten auch die jetzige Regierung weiter in die Pflicht nehmen und auch allen Abgeordneten ihre Verantwortung aufzuzeigen. Vielleicht bekommt ja doch der eine oder andere Gewissensbisse, wenn die Zukunft der Jugend so offensichtlich an die Wirtschaft verkauft werden soll.

  • von Hartmut Spell

    Ups, habe noch mal durchgelesen – wir so Denkende sin relativ viele! Sollte es da doch nicht möglich sein von unten heraus aus dieser Basis etwas zu erwirken?! Ich meine nicht große Veranstaltungen. Der Ansatz „die Masse machts“ gewinnt ein neues Gewicht, wenn jeder mit Bewusstsein selbst im Kleinen Dinge tut. Und das können die unterschiedlichsten Dinge sein; z.B. Aluminiumdeckel von Bechern ablösen, Schraubkappen separat sammeln, Getränke in Glasflaschen, Öko-Stromtarife, CNG-Fahrzeuge, aber auch einzelne Politiker zumailen, etc. und vor allem wählen gehen. Für den einzelnen scheint das müßig und nicht wirkend – aber in der Summe wirken es dann doch! Es ist ein Prozess, er muss in Schwung gehalten werden – man kann nicht darauf vertrauen, dass andere das für einen tun. Es ist ein ständiges überwinden – das ist leben – man/frau muss dafür kämpfen. Und wenn man mal aus Erfahrung ehrlich ist sind es eigentlich die kleinen Dinge, die man an sich bewusst tut, die Freude bereiten.

    Ha

  • von Gerd Müller

    Herr Bautz, soviel Schwachsinn, wie sie hier verbreiten habe ich selten gelesen.

    Wo soll der Strom in Zukunft herkommen? Alle sollen E-Autos fahren. Geladen wird an der Steckdose. Der Strom kommt ja bekanntlich aus dieser, wie die Grünen immer feststellen. Natürlich aus Wind und Sonnenenergie?

    Das reicht aber nicht. Also werden wir Atomenergie importieren. Unsere Kernkraftwerke haben wir ja bis dahin alle verschrottet, dank Frau Merkel (Wir schaffen das).

    Das ist die Realität. Träumen Sie weiter, ihre schwachsinnigen Reden werden das nicht ändern.

    Deutschland schafft sich ab und bombt sich in die Steinzeit zurück mit den Macht- und Geldgeilen Nichtsnutzen von ungelernten (zumindest sehr viele) Politikern.

  • von Robert Friedrichs

    Wie eine Perlenschnur sind an unseren Grenzen Atomkraftwerke aufgereiht, einige in Planung. Sicherlich werden diese Deutschlands Strombedarf nach dem Kohleausstieg kompensieren. Energieintensive Betriebe können ins Ausland verlagert werden.
    Standorte für Windkraftanlagen sind weitgehend ausgereizt, schon jetzt werden 600 000 Tonnen Insekten pro Jahr an den Rotorblättern getötet mit entsprechender Ausdünnung der Vogelwelt.
    Solaranlagen können noch ausgebaut werden, liefern aber nur sehr unregelmäßigen Strom. Es bleibt also nur der Import von Atomstrom. Allerdings müssen wir uns auf immer häufiger auftretende Atomkatastrophen einstellen: 2011: Fukushima, Japan. 2008: Tricastin, Frankreich. 2006: Forsmark, Schweden. 1999: Tokaimura, Japan. 1986: Tschernobyl, Sowjetunion. 1979: Three Mile Island, USA. 1977: Belojarsk, Sowjetunion. 1974/75: Leningrad, Sowjetunion. 1969: Lucens, Schweiz. 1959: Simi Valley, USA. 1957: Windscale, Großbritannien. 1957: Majak, Sowjetunion.

  • von Bernhard Asmis

    Ich wünsche mir Visionäre in Politik und Wirtschaft die uns Bilder einer Zukunft präsentieren, die uns ebenso wie Natur und Umwelt schützen. Wir haben nur diese Welt von der wir lernen können, was die Grunlagen allen Lebens sind und wie wir diese schützen und fördern können. Der wichtigste Punkt unserer Zukunftsgestaltung zur Erhaltung unserer Lebensgrundlage ist der Verkehrswandel und der künftige Energiebedarf. Dazu gehören alle Bereiche wie, Herstellung der Fahrzeuge, Bau der Fahrbahnen, Fahzeuge und deren Motoren wie auch der Energiepeicher (z.B. Akkumulatoren, Wasserstofferzeugung und – speicher ). Dies alles sollte zusätzlich, wie es uns die Nutur vormacht, in Produktion und Gebrauch in Kreisläufen geschehen, damit wir kontinuierlich Emissionen und Müll verringern oder gar nicht erst entstehen lassen. Auf in die Zukunft,die uns zeigen wird, daß wir fossile Energien für unser Leben nicht brauchen. Hochtrassen für Verkehr machen Stromtrassen wieder atraktiev.

  • von Timo Schröder

    Raus aus Kohle und raus aus dem Irrsinn der Umweltzerstörung durch „erneuerbare“ Energien – die Drecksteile zerstören ebenfalls Wälder, Wohnraum von Tieren etc.
    Förderung autonomer Versorgung muss kommen – Selbstversorgung und zuspeisung durch Energiebetriebe wäre das Vernünftigste.
    Solardächer zu fordern um den Strom ins Netz einzuspeisen und dafür etwas Geld zu bekommen das man dann noch versteuern muss ist 100% verarsche am Bürger.
    Und klar kann man groß tönen das Frankreich bis nächstes Jahr aus der Kohle aussteigen will… aber wieviele Atommeiler werden gebaut? bzw warum setzt man nicht auf moderne Technik die mit Atommüll läuft – Stichwort Brüter!
    Aber nein immer soll alles sofort sein und finanziert bzw gepusht durch Steuergelder – Schwachsinn!
    Die Steuerlast muss gesenkt werden – maximal 30% grundgesetzlich verankert – dann hat der Bürger Geld in der Tasche das für Investitionen wie Nachhaltigkeit. Solange der Staat mir aber 75% jedes Euros raubt gibts null Verständnis

  • von Horst Hillen

    Ich hoffe, alle Menschen, die für Klimaschutz sind bündeln ihre Kräfte weiterhin und möglichst viele Organisationen verbreiten die Notwendigkeit in die Öffentlichkeit! !
    Damit endlich der Klimaschutz eine ausreichende Zahl an Wählern erhält und eine zukünftige Regierung das endlich dringend umsetzt !!

  • von Uwe Sacher

    Warum schalten wir das neu Steinkohlekraftwerk Datteln4 nicht ab?

    Der größte Kunde von Datteln-4 ist die Bahn, welche 400 der 1100MW pro Tag abnimmt.

    Die Bahn rühmt sich, dass ihre ICEs grün fahren.
    (Das hat nie gestimmt. Die Bahn hat lediglich für ihren vorwiegend fossilen Strommix diese Menge an Wasserkraft-Strom aus Norwegen zugekauft)

    Die Sorge der Bahn um ihr (pseudo-) grünes Image ist die Achillesferse von Datteln. Wenn die Bahn aussteigt ist Dattel tot.
    Inhaber der Bahn ist die Bundesregierung, welche gleichzeitig die Genehmigung für Datteln-4 erteilt.

    Wir sind die Kunden der Bahn. Wenn wir aus der Bahn aussteigen steigt die Bahn aus Datteln aus.

    Natürlich ist Bahnfahren auch mit der aktuellen DB-Dreckschleuder immer noch ökologischer als Auto oder Fliegen
    Aber eine Kunden-Kamapagne sollten wir starten!

  • von Birgit Bilke

    Gut so! Wir Wähler müssen klare Ziele benennen!

  • von Petra Weule

    Es ist sehr sinnvoll, dass Zeitalter der fossilen Brennstoffe bzw. fossilen Energieträger noch in diesem Jahrzehnt als beendet zu erklären.
    Bis spätestens 2030 100% EE bzw. dezentale Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien Photovoltaik und Windenergie mit Sektorenkopplung sowie Förderung der Bürgerbeteiligung bei der Energieerzeugung und Energieversorgung durch Erneuerbare Energien. Ausschließlich nur „Grüner Wasserstoff“ durch Elektrolyse für die Speichertechnologien und Kraftstoffentechnologien als Energieträger.

  • von Doris Bauser

    Ich bin skeptisch gegeüber der Windenergie. Der Hauptgrund: Vögel geraten hinein und werden getötet. Es ist zu erforschen, ob dies bei speziellen Standorten oder mit speziellen Mechanismen verhindert werden kann. Vorher sollte die Windenergie nicht breit ausgebaut werden.

  • von Irma

    Ich stimme dem Beitrag voll zu. Ich sage: „Raus aus der Kohle, so schnell wie möglich, kein Haus darf mehr abgebaggert werden. “
    Arbeitsplätze gibt es genug im Erneuerbaren Energienbereich. Über die vielen verlorenen Arbeitsplätze die hier angefallen sind sollte man auch sprechen. Bei der schmutzigen Kohle wird von Arbeitsplatzverlusten gesprochen auch wenn es nur wenige sind. Schade, wer verantwortet denn diese alte Technologie. Auch Großkonzerne hätten längst eine umweltfreundliche Technik umlenken müssen, zum Wohle der Menschheit, der Gesundheit und der Arbeitsplätze, es geht um Alles.
    Warum wird die Linke nicht erwähnt in dem Beitrag? , auch sie müssen sich stark machen.
    Als Einzelner sollten jede/r zu einem wirklich „grünen“ Stromanbieter wechseln (siehe unter strom http://www.ecotopten.de) und sein Geld, wenn möglich, entsprechend anlegen, oder selbst Strom produzieren…..
    Die Bewegung kommt von unten!

  • von Fabian Gäde

    Sehr geehrter Herr Bautz,

    ich unterstütze sämtliche Anliegen in Ihrem Artikel, möchte aber Folgendes zu Bedenken geben:
    Das teils propagierte Narrativ „Ökologie vor (Sozio-)Ökonomie“ trägt zu einer gefährlichen Spaltung der Gesellschaft bei: Einem Arbeitnehmer der Kohleindustrie oder der konventionellen Automobilindustrie interessiert das 2-Grad-Ziel nur nachrangig, wenn er vor einer ungewissen Zukunft steht und nicht weiß, wie er in 10 Jahren noch seine Kinder ernähren soll, weil er im Rahmen der Transformation beruflich abgehängt wurde.
    Daher ist es wahrscheinlich zielführender, primär auf die wirtschaftlichen Unzulänglichkeiten von Kohlekraftwerken hinzuweisen und der sicherlich polemischen Tatsache, dass mit der von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Summe ALLE Arbeitnehmer der Kohleindustrie mit über 200.000 Euro pro Kopf entschädigt werden könnten (ein nettes Zusatzpolster zur (Früh-)Verrentung oder während einer umfangreichen 3- bis 5-jährigen Umschulung).

  • von Hans Lüdorf

    Sehr geehrter Herr Bautz,
    Ihre Vorschläge zu einem schnelleren Kohleausstieg finde ich gut und machbar.
    Wenn wir die Coronakrise auch auf anderen Gebieten nicht für eine Wende in der Klimapolitik nutzen, dann ist es für die Zukunft der Menschheit auf unserem Globus schlecht bestellt
    Die Verkehrspolitik weiß im Moment ja auch nicht, wie es weiter gehen soll. Da dürfen wir auf keinen Fall in den alten Trott zurückfallen.
    Für die Luftfahrt wüßte ich als ehemaliger Senior Air Traffic Controller in München ein die Umwelt schützendes Konzept. Bei Interesse von compact bin ich gerne zu weiteren Auskünften bereit,
    Mit freundlichen Grüßen,

    Hans Lüdorf

  • von Elvira Bauer

    Danke, dass Sie das Thema so klar und deutlich und gut informiert auf den Punkt bringen!!

  • von Tim

    Könnte man nicht die Aktionäre und Großinvestoren der Energiekonzerne noch stärker in die Pflicht nehmen? Die Mrd. € des Kohle-Kompromisses müssten ja ausreichen, um noch mehr fortschrittliche, technisch innovative Projekte in den Konzernen anzugehen. Damit könnte man auch noch mehr neue, moderne Jobs schaffen – das Kohlezeitalter sollte endlich ganz abgelöst werden.

  • von Ott

    Ich stimme Herrn Bautz in allen Punkten zu! Die jetzige Politik ist nicht verantwortbar und erst recht nicht nachvollziehbar!! Auch ich sehe die Grünen als einzige Chance für einen tatsächlichen Richtungswechsel, Allerdings müssen die Grünen schon jetzt aktiver werden und vor allem auch die Bürgernähe suchen. Mit Sorge habe ich gesehen, dass die Grünen aus meiner Sicht es versäumt haben, dem Trend für wirtschaftliche Hiobsbotschaften während der Coronazeit durch Aufzeigen konkreter alternativer Wirtschaftskonzepte mit lauter Stimme entgegenzuwirken. Letztendlich waren es einige aus der Wirtschaft selbst, die bei der Regierung angeklopft und deutlich gemacht haben, dass sie bereit sind für einen Umstieg bei entsprechender Förderung. Der Beschluss zum verzögerten Kohleausstieg nebst Subventionierung ist eine klare Absage der jetzigen Politik an eine tatsächliche Trendwende und eine Klatsche für alle, die jetzt (endlich) ihre Bereitschaft zum Umdenken gezeigt haben.

  • von Arneg

    Herr Bautz, haben Sie in Physik beim Energieerhaltunggesetz nicht. aufgepasst? Fakt ist, dass für jedes MW alternative Energie die selbe Kapazität an herkömmlichen Energieträgern bereit gehalten werden muss.

    Wahrscheinlich wollen Sie bis dahin alle Autos auf Batteriebetrieb auch noch umgestellt haben.

    Glauben Sie wirklich, dass Wind und Sonnenenergie dazu ausreicht?

    Nein, das wird nicht gehen, keine Regierung kann so etwas umsetzen.

    2038 ist weniger als eine Generation und das ist aus Sicht eines Staates übermorgen. Es bedeutet, dass wir Atomenergie aus Frankreich importieren werden.

    Das ist die Realität.

    Träumen Sie weiter, ihre religiösen Reden werden das nicht ändern.

  • von Monika Limberg - Noß

    Bin dabei, für einen schnellen Ausstieg aus der Kohle zu streiten. Wir müssen andere Formen der Energiegewinnung vorantreiben. Bisher war doch die Form der Petition recht erfolgreich.

  • @Frau Lund: Wie schafft es Frankreich, bis 2021 aus Kohlestrom auszusteigen? Die Antwort: Sie setzen weiter auf Atomstrom. Sollte man bedenken.
    Genauso einfach die Antwort auf die Frage, warum Herr Söder den Grünen gibt und einen vorzeitigen Ausstieg aus der Kohle fordert. Ganz einfach: Er hat in Bayern keine Braunkohle und damit keine Arbeitsplatzverluste oder Umstrukturierungsprobleme; er hat aber spätestens seit dem Bienen-Bürgerbegehren gemerkt, wie gut Umweltschutz beim Wähler punktet.
    Um von der Kohle loszukommen, bedarf es nicht nur eines stimmenoptimierten Wahlkampfes, sondern eines Gesamtpaketes aus Maßnahmen: Novellierung der Einspeiseregelungen, Dezentralisierung der Energieversorgung (=weniger Macht für die großen Stromer), Durchsetzung von Energiesparmaßnahmen, eine breite Aufstellung des Energiemixes ohne Politisierung der Windkraftanlagen. Weniger Profilierungssucht und Stimmenfang, mehr Effizienz. Allein Grünen-Wahlkampf hilft nicht ohne gesellschaftliches Umdenken.

  • von Astrid Högner

    Was ich nicht verstehe, ist warum Deutschland hier so viele Chancen verspielt. Ich hatte immer den Eindruck in einem fortschrittlichen technisch innovativen modernen Land zu leben. Nun ziehen unsere europäischen Nachbarländer mit zügigen Richtungswechseln an uns vorbei. Sei es Kohleausstieg, Verkehrswende, Müllvermeidung, Agrarpolitik.
    Das macht mich wütend auf unsere Politiker, die scheinbar so wenig Rückgrat haben. Und ich frage mich, warum die viel beschworenen Lobbyisten für jedes Gramm Pestizide und Co2 kämpfen und was dann deren Kinder später davon haben werden. Sind hier alle so in ihren Systemen gefangen, dass sie ihre Entscheidungen nicht umwelt- und gesellschaftskonform anpassen können?
    Ich habe zwar nicht den passenden beruflichen Background, aber meine Zukunft sehe ich genau hier, für eine NGO zu arbeiten und dann einiges in Deutschland zu verändern :)

    Astrid, aus Berlin und Gerswalde

  • von Petra

    Antwort auf das Schreiben von R.J.Fries. Endlich mal jemand der das Kind beim Namen nennt. Kann ich nur unterstützen. Solange unsere Politiker nur das machen was das Kapital ihnen ansagt, bringt das alles gar nichts.
    Nehmt doch alle nur Stromanbieter die nur Ökostrom anbieten. Ich mache das seit Jahren, seit es diese Möglichkeit gibt. Ist zwar unter Umständen etwas teurer aber man kann auch mit kleinen Schritten was tun (ich habe nur eine kleine Rente, aber das ist mir wichtig).

  • von H. Rudi

    Kohleausstieg schön und gut. – Nur die Leute, die ihre Arbeit verlieren gehen einer aussichtslosen Zukunft entgegen.
    Wo ist die neue Industrieansiedlung ? Alles ins Ausland abgewandert.
    Jetzt nach 20 Jahren Steinkohleabbau erholt sich das Ruhrgebiet leidlich mit niedrigen Löhnen.
    Obwohl ein Fonds geholfen hat, gibt es immer noch Elendsquartiere.

    Kohleausstieg mit gleichzeitiger Industrieansiedlung,
    das wäre eine Forderung mit Vernunft.

  • von Thiel

    Hätte die Bundesregierung (CDU!!!) den Mut die Co2 Steuerund die Emmisionssteuer zu erhöhen, brauchte man den Kohlebaronen nicht soviel Geld fur den Ausstieg hinterher zu werfen. Kein Normalbürger bekommt bei einer Gesetzesänderung einen Wertausgleich für entstandenen Wertverlust, siehe Dieselfahrzeuge z. B. Wohnmobile oder ähnliches.

  • von Sandra S.

    Der Kohleausstieg muss schneller gehen! Dieses fossile Brennmittel ist out und verursacht weitgehend die Luftverschmutzung in Deutschland. Es ist meiner Meinung nach nicht hinnehmbar, dass die Kohlelobby einen solch immensen Einfluss auf die Politik hat. Jeder Politiker und jede Partei sollte darauf hin geprüft werden, ob sie von umstrittenen Firmen „geschmiert“ werden und entsprechend von den Abstimmungen zu deren Gunsten ausgeschlossen werden.

  • von Kirsten Sauder

    Hallo Maike, Frankreich „will“ deshalb den Kohleausstieg so „früh“ schaffen, weil 80 % des in Frankreich produzierten Stroms aus (z.T. alten, maroden) Atomkraftwerken stammt…die Rhone ist gesäumt von ihnen.
    Trotzdem hoffe ich natürlich, das Deutschland früher von seiner geliebten und schwer subventionierten Kohle ablässt.
    Schöne Grüße Kirsten

  • von Kopka

    Zu : Kohle – und jetzt?
    Kohle in Kraftwerken zu verheizen macht tatsächlich keinen Sinn ! Außer dem enormen CO2 Ausstoß sind Kohlekraftwerke auch nicht kompatibel mit den Erneuerbaren.
    Ein während Schwachlastzeiten und wenn Wind und Sonne ausreichend da sind heruntergefahrenes Kohlekraftwerk ( gilt aber auch für AKW ) braucht ewig bis es bei Ausfall von Sonne und Wind wieder hochgefahren ist.Gaskraftwerke sind da deutlich flexibler.
    Aber warum muß man Braunkohle überhaupt verheizen ?
    Es gibt Patente diese als Düngemittel und Bodenverbesserer aufzuarbeiten ! Erhält Arbeitsplätze und sorgt für mehr Ackerflächen in der dritten Welt !

  • von Petra Meinhardt

    Lieber Herr Bautz und Team!

    Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu.

    Ökologie vor Ökonomie.

    Wir versuchen alles, was ist in unserem Lebensbereich möglich ist, der drohenden Gefahr zu begegnen.

    Die drücke Ihnen und Ihrem Team die Daumen und Dankeschön für Ihre starke Arbeit.

    Mit vielen Grüßen
    Petra Meinhardt

    Mitglied BUND
    Mitglied Bündnis 90/Die Grünen
    Mitglied NABU

  • von Meike Lund

    Hallo, ich bin natürlich für einen viel früheren Ausstieg. Kohle ist genau wie Benzin und Diesel rückständig. Wieso schafft es Frankreich 2021 und Deutschland erst soviel später? Moderne umweltfreundliche Energie brauchen wir, sonst nichts. Wieso hat Deutschland diesen Mit nicht? Schaffen wir es viel früher auszusteigen und ja natürlich ohne Subventionen. Klimafreundliche Grüsse Meike Lund

  • von Henry

    Ja der Dreiklang passt, ganz wichtig die Bremsen bei den Erneuerbaren raus nehmen, Solarenergie von jedem Dach, auch für die Wärmeversorgung, dann fallen die Braunkohlemeiler aus dem Netz.
    Beim Kohlegesetz muss vor allem eines gestoppt werden; die volle Ausbeutung des Tagebaus Garzweiler. Hier sind es noch 5 schöne Dörfer mit z.T. historisch sehr wertvollen Gebäuden/Kirchen. Auch der Verlust von 15 km² allerbester Ackerfläche muss verhindert werden! Das Abbaugebiet von Garzweiler erstreckt sich in die „Korn + Rübenkammer“ des Rheinlandes. Wenn diese Fläche weggenommen würde, fehlt die Getreidemenge für eine Großstadt!
    Selbst bei voller Ausnutzung der Restkohlemengen des Kohlegesetzes bzw. des Kohlekompromisses müsste der Tagebau nicht so groß werden. RWE will die Restmengen der anderen Tagebaue nicht ausnutzen, dafür den TB Garzweiler voll ausbeuten. Die Studie des DIW u. a. haben Alternativen gezeigt, die die Dörfer, den Hambacher Wald und die Felder erhalten.

  • von Harald Ender

    Wozu Geld für Anlagen zahlen, die keinen (Markt)wert mehr haben, wozu Geld für ein so langes Ausstuefsszebario zahlen ? All dieses Geld könnte sinnvoller – für das Klima und für nachhaltige Arbeitsplätze in den betroffenen Regiinen – eingesetzt werden. Wann verstehen die Politiker endlich, dass es ökokomisch und natürlich ökologisch sinnvoller ist in nachhaltige Industrie, nachhaltiges Wirtschaften zu investieren. All die Parteien, die sich ökonomisch kompetent bezeichnen machen exakt das ökonomisch Unsinnige – wg geglaubter kurzfristiger Wählerbefriedigung.

  • von Berthold Geyer

    Ein Argument für einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleverstromung Deutschlands ist sehr fregwürdig.
    „Wann andere EU-Länder aussteigen? Frankreich: 2021. “

    Frankreich hat 56 Atomreaktoren in Betrieb, mit 72 % des 2016 produzierten Stroms.
    Frankreich hatte damit den höchsten prozentualen Anteil nuklear erzeugten Stroms weltweit.

    Da steigt es sich leicht aus der Kohle aus.

  • von Harald Fehlisch

    Unfassbar hohe Entschädigungszahlungen für alte abgeschriebene Braunkohlekraftwerke sind Steuergeldverschwendung. Die verspäteten Abschaltvorgaben für alte Kohlekraftwerke verzögern unnötig die notwendige Senkung der CO2 Emissionen.

  • von Peter Füchsel

    Wir leben in einer Gesellschaft, wo Geld das Maß aller Dinge ist. Wenn die Bevölkerung auch finanziell besser an der Energiewende beteiligt wird, sinkt auch der Widerstand gegen Windkraftanlagen als Beispiel. Diese hohen Anlagen sind leider zur Zeit notwendig, weil noch nicht genügend Alternativen dazu vorhanden sind. Bei entsprechenden Alternativen können kleinere Anlagen gebaut werden, welche auch das Landschaftsbild wieder positiv beeinflussen. Dieser Übergang kann jedoch sehr lange dauern, geschätzt ca. 20 bis 30 Jahre. So lange wollen die Menschen jedoch nicht warten.

  • von Ingrid Allmannsberger

    Unsere Umwelt hat es dringend notwendig das wir Menschen auf diese achten, den nach dieser Erde ist da keine mehr die der Menschen Wohnung wäre. Zitat. Nun, ihr Menschen an der Politik beginnt doch endlich euch auf die Hinterbeine zu stellen und setzt euch zum wohl der Masse ein. Entsagt der Machthaber der Kapitalisten, des kann doch nicht sein das wir des alles finanzieren diese 9Milliarden Euro vom Steuerzahler, ich bin wütend und traurig, so ein Geschwätz ist nicht mehr zu ertragen. Des ist gefährlich…… Was ihr da tut.

  • von Jörg Rainer Schmitz

    Wozu Kraftwerke – bei uns kommt der Strom aus der Steckdose. Manchmal frage ich mich, dass gewisse Kreise vom Grundsatz gegen Alles sind. Keine Kernkraft, keine Kohle, keine Windmühlen, keine Stromleitungen. Manchmal muss man auch segen, wofür man ist und wie man das durchsetzt. Außerdem gilt es über Konsequenzen nachzudenken. Das Abschalten der Kernkraftwerke ist ökologischer Wahnsinn. Zum Glück sind nicht alle Staaten so dumm wie die Deutschen. So können wir dort im Ernstfall immer noch Strom beziehen.
    Auch Kosten spielen für Viele keine Rolle. Bestehende – technisch einwandfreie – Kohle- und Kernkraftwerke abzuschalten kostet die Allgemeinheit viel Geld. Die wurde zu diesen Themen aber gar nicht gefragt.

  • von Lurz

    Jeder Bürger sollte seinen Strom von einem zertifizierten Ökostromanbieter beziehen. Haus-Eigentümer sollten PV Anlagen mit einem Stromspeicher installieren.

  • von Wilfried Heppner

    Die Kohlekonzerne versuchen mit allerlei „Tricks“ , den Kohleausstieg zu verzögern. Die Helfershelfer in der Politik (Lobby-Fraktion) sind dabei sehr emsig. Für diese Kreise ist das fossile Zeitalter noch lange nicht beendet. Hier mal ein Beispiel aus der Lausitz: Der absehbare Kohleausstieg im KW
    Jänschwalde hat nicht etwa zur Folge, daß innovative, nachhaltige Arbeitsplätze entstehen. Nein, „Strukturwandel“ sieht hier so aus: Von Kohleverbrennung hin zu Müllverbrennung. Geplant ist der Bau einer Müllverbrennungsanlage – Müllverbrennung ist ein lukratives Geschäft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Was für ein Highlight im bevorstehenden Strukturwandel, nachdem hier Jahrzehnte alles für die Energieversorgung getan wurde und viele Opfer gebracht wurden (Abbaggerung von Dörfern, Heimatverlust, Arbeitsplatzverlust, Schadstoffemissionen, lfd. Ausnahmeregelungen von den BImSchG betreffs erhöhtem Schadstoffausstoss…usw). Die Menschen in dieser Region haben Besseres verdient.

  • von mr

    meines erachtens die beste möglichkeit selbst aktiv zu werden: wechsel – weg von einschlägig bekannten stromanbietern und wo immer möglich überzeugungsarbeit leisten. – dies hat im saarland funktioniert. rwe verzichtete zumindest auf den ausbau des kohlekraftwerkes ensdorf!!!

  • von Peter Füchsel

    Es reicht nicht, nur die Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen. Diese sorgen leider immer noch für die Grundlast im Netz, wenn alternative Energien zu wenig vorhanden sind. In diesem Sinne muss unbedingt die Speicherung der alternativen Energie massiv ausgebaut werden.
    Forschung auf diesem Gebiet wird zu wenig gefördert, weil dann der Profit der Kohlelobby noch schneller wegbricht. Dank unseres Wirtschaftsministers Altmaier kriegen die Stromkonzerne noch genug „Geschenke“ vom Staat.

  • von Harald

    Eine Situation die dem Thema nicht angemessen ist. Klimaschutz hat nicht den Stellenwert den er braucht. Selbst jetzt nicht. Ich bin nicht der Auffassung das wenn die Grünen mitregieren werden, das sich an dieser Situation gravierendes Ändern wird. Sie sind z.Zt. zu sehr auf das Mitregieren ausgerichtet. Zu große Kompromissbereitschaft. War sehr lange selbst Grünes Parteimitglied. Das sind meine Erfahrungen mit den Grünen. Ansonsten wird es schwierig aus diesen Versprechungen raus zu kommen. Es müsste in der Praxis mehr Alternative Energien geschaffen werden so das sich der Kompromiss sich selber aufhebt und Absurd macht.

  • von Stefan Hundt

    Als überzeugter Wechselwähler ist es vollkommen klar für mich, dass ich dieses mal Grün wählen werde. Ich hoffe nur, dass die Grünen nicht ihre Prinzipien für die Teilnahme an der Macht opfern.

  • von Wilfried Heppner

    Die Kohlekonzerne setzen alles daran , mit allen möglichen „Tricks“ den Ausstieg zu verzögern…. das fossile Zeitalter ist für die Konzerne und deren Helfershelfer in der Politik ( Lobby-Fraktion) noch lange nicht beendet. Innovation und Nachhaltigkeit, zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen – damit können sich die Verantwortlichen nicht so recht anfreunden. Ein Beispiel:- der „Strukturwandel“ im Kohlekraftwerk Jänschwalde sieht folgendermaßen aus: – Ausstieg aus der Kohleverbrennung und gleichzeitiger Einstieg in die Müllverbrennung – …. welch ein High- Light im bevorstehenden Strukturwandel in der Lausitz ! So soll demnächst eine große Müllverbrennungsanlage gebaut werden. Das Geschäft mit Müll ist lukrativ und auf viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte gesichert. Südostasien will keinen Müll mehr aus Europa importieren, die Müllberge werden weiter anwachsen. Die Menschen in dieser Region haben Besseres für Ihre Kinder und Enkelkinder verdient.

  • von Uwe Götz

    Ich bin froh, dass es so viele engagierte Menschen gibt die privat oder über Genossenschaften Projekte voran treiben. Ansonsten sehe es noch grausamer um den Klimaschutz aus. Wir benötigen einen Systemwandel.
    Die etablierten Parteien haben fertig und möchten gar keine Lösungen finden, da sie fest im Lobbyisten Sumpf feststecken. Lippenbekenntnisse bekommen wir meist vor Wahlen und nach Abstimmungen. Auch die Grünen haben viel zu viel durchgehen lassen und ist als Umweltpartei nicht mehr sichtbar. Also müssen wir weiterhin versuchen, so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Auf der Straße, mit guten Aktionen. Die Bürger müssen Mitspracherecht bekommen. Wir benötigen langfristig eine Bürger:innen Versammlung. Wir brauchen Politiker die die Wahrheit aussprechen. Vor allem müssen wir bis 2025 weg von der Kohleverstromung sein.

  • von Thieme, Christian

    Hallo Campact Vorstand. Wo bitte kann ich die von euch gelisteten 218 Kommentare lesen? Sind die irgendwo gespeichert oder etwa gelöscht? Herr Brauck, ich erwarte Ihre Antwort.

  • von BRAUCKMANN, Michael

    Ich bin dabei
    MfG
    Michael Brauckmann

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Veröffentlicht von Christoph Bautz

Christoph Bautz ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Er gründete 2002 gemeinsam mit Felix Kolb die Bewegungsstiftung, die Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen fördert. 2004 initiierte er mit Günter Metzges und Felix Kolb Campact. Seitdem ist er Geschäftsführender Vorstand. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrats von WeMove, der europaweiten Schwesterorganisation von Campact, sowie der Bürgerbewegung Finanzwende.