Kohle – und jetzt?

Viel Kohleausstieg bringt es nicht: Das gerade verabschiedete Kohlegesetz ist schwach. Trotzdem hatten wir nie bessere Chancen auf ein schnelles Aus für die Kohlemeiler - die müssen wir jetzt gemeinsam richtig nutzen. Campact-Vorstand Christoph Bautz schreibt, wie das gehen kann.

Auf dem Gesetz steht Kohleausstieg – aber es ist viel zu wenig drin. Was die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD letzten Freitag im Bundestag beschlossen haben, ist gleich aus mehreren Gründen völlig aus der Zeit gefallen

Verzögert, verzockt, verzweifelt

  1. Verzögert: Bis 2038 sollen Kohlemeiler bei uns weiterlaufen – viel zu spät, um die Erderhitzung unter der kritischen 1,5-Grad-Schwelle zu halten. Wann andere EU-Länder aussteigen? Frankreich: 2021. Italien, Spanien und Großbritannien: 2025. Die Niederlande: 2030. Später als Deutschland sind nur Polen und Tschechien dran. Das Ausstiegsdatum hat die Kohle-Kommission zu verantworten. Aber die Regierung macht es noch schlimmer und schaltet in den nächsten Jahren kaum Anlagen ab. Dabei ist klar: Wir könnten jetzt die Hälfte der Kohlemeiler abschalten und bis 2030 komplett aus der Kohle aussteigen
  2. Verzockt: Die Kohle-Konzerne bekommen fette Entschädigungszahlungen vom Staat: mehr als vier Milliarden Euro. Wie diese Summe zustande kommt, kann die Bundesregierung selbst nicht erklären. Und gerechtfertigt ist sie nicht: Denn die meisten Anlagen sind am Markt kaum noch etwas wert. Sie fahren Verluste ein. Und sie sind so alt, dass ihre Investitionskosten für die Betreiber längst finanziert sind.
  3. Verzweifelt: Dörfer im Rheinland sollen weiter für Braunkohle abgebaggert und Menschen zwangsweise umgesiedelt werden. Und auch wenn der Hambacher Wald stehen bleibt: Er droht zu vertrocknen, weil um ihn herum weiter Kohle abgebaut wird.

Die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je

Ein ziemlich wirkungsloses Kohleausstiegsgesetz – haben wir damit den Kampf um einen Ausstieg vor 2030 verloren? Mitnichten. Denn die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je. Auf dem Energiemarkt ist es derzeit eng für die Kohle. Sie bekommt immer mehr Konkurrenz durch günstigen Wind- und Sonnenstrom – dank des niedrigen Gaspreises auch durch Gaskraftwerke. Gleichzeitig macht der relativ hohe CO2-Preis den Kohlestrom teurer. Im Ergebnis wurde in der ersten Jahreshälfte 36 Prozent weniger Strom aus Braun- und 46 Prozent weniger aus Steinkohle erzeugt – schlicht weil der Kohlestrom am Markt zu teuer ist.

Also regelt der Markt den Ausstieg? Nein. Darauf zu vertrauen, wäre fatal. Denn die schlechte Marktlage für Kohle ist nur eine Momentaufnahme. Gas- und CO2-Preis schwanken heftig. Läuft es schlecht, ist die Kohle demnächst wieder konkurrenzfähig.

Mit diesem Dreischlag bekommen wir die Kohle-Meiler vom Netz

Genau hier können wir ansetzen: Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Bedingungen für Kohle am Markt schlecht bleiben. Dann schaffen wir den Ausstieg deutlich vor 2030. Und das geht so:

  1. Erneuerbare Energien massiv ausbauen: Je mehr Wind- und Solarstrom ins Netz fließen, desto weniger lohnt sich der Betrieb von Kohlemeilern. Denn Erneuerbare Energien genießen einen Vorrang im Netz und drängen den Kohlestrom raus. Um die Kohlemeiler rasch überflüssig zu machen, müssen die Erneuerbaren bis 2030 mindestens 75 Prozent des gesamten Stroms in Deutschland liefern. Eine Herausforderung – schließlich brauchen wir auch immer mehr Strom für Wärme und Mobilität. Das wird nur möglich, wenn die Regierung die Erneuerbaren konsequent fördert.
  2. Einen CO2-Mindestpreis einführen: Der europäische Emissionshandel, der CO2 einen Preis gibt, wirkt derzeit im Stromsektor. Doch nur mit einer festen Mindesthöhe stellen wir sicher, dass der Preis nicht wieder sinkt. Sondern stufenweise ansteigt. Deutschland muss dieses Instrument gemeinsam mit anderen EU-Ländern einführen. Studien zeigen: Ein Mindestpreis von 40 Euro je Tonne CO2 würde Kohlemeiler so unwirtschaftlich machen, dass sie vom Netz gehen.
  3. Schadstoffe-Grenzwerte für Kohlekraft verschärfen: Quecksilber, Stickoxide, Feinstaub – die EU hat schon 2017 schärfere Auflagen für Emissionen von Kohlekraftwerken beschlossen. Doch die Regierung hat sie bisher nicht in nationales Recht überführt. Ambitionierte Grenzwerte würden vor allem bei der Braunkohle teure Nachrüstungen in Filtertechnik nötig machen. Investitionen, die nicht mehr wirtschaftlich sind – und die Betreiber zur Stilllegung von Kraftwerken zwingen könnten.

Nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030

Seien wir realistisch: Auf die Große Koalition können wir bei all diesen Forderungen nicht setzen. Aber bereits nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030 – wenn die ganze Klimabewegung ihn lautstark einfordert. Wir müssen den Ausstieg zum Top-Thema im Wahlkampf machen; und dann zum Eckpfeiler in den Koalitionsverhandlungen.

Wer einen Kohleausstieg 2030 in Koalitionsverhandlungen durchsetzen muss? Die Grünen. Denn wer auch immer regieren will: Ohne die Grünen wird kaum eine Regierung zu bilden sein. Entsprechend teuer können sie sich beim Klimaschutz verkaufen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock stellte letzten Freitag im Bundestag klar: Ein Ausstieg sei “aus Gründen des Klimaschutzes bis 2030 möglich und nötig”. An diesen Worten werden wir sie messen. Egal, wie hart die Koalitionsverhandlungen werden: Beim 2030-Ziel dürfen die Grünen nicht nachgeben.

Aber auch die anderen Parteien müssen sich bewegen. Die Kohlefreund*innen in CDU/CSU und SPD setzen alles daran, dass der Kohleausstieg 2038 jetzt nicht mehr angefasst wird. Doch immerhin einer hat sich hier schon gerührt. Einer, dem womöglich in einer neuen Regierung eine große Rolle zukommt: Markus Söder. Der bayerische Ministerpräsident (CSU) forderte bereits letztes Jahr eine Beschleunigung des Ausstiegs auf 2030. Den Bremser*innen hingegen müssen wir verdeutlichen: Wer den Klimaschutz nicht ernst nimmt, wird abgewählt.

Gemeinsam können wir die Kohle stoppen

Mit Abgeordneten vor Ort diskutieren, mit Hunderttausenden auf die Straße gehen, friedlich Kohle-Bagger blockieren: Vielfalt ist die Stärke der Klimabewegung. Mit verschiedensten Aktionsformen und breiten Bündnissen haben wir es geschafft, Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. Zur Bundestagswahl 2017 nannten nur neun Prozent Umwelt- und Klimaschutz als wichtigstes Problem. Heute ist Klimaschutz das wichtigste Thema für Wähler*innen – noch vor Corona. Diese Zahlen kennen auch die Abgeordneten. Mit der Wahl 2021 müssen wir einfordern, dass diese Mehrheiten zu echtem Klimaschutz führen. Und dort den Fokus legen, wo am schnellsten am meisten CO2 einzusparen ist: bei der Kohle. Ich hoffe, dass Du  dafür gemeinsam mit uns streitest.

Jetzt würde ich gerne von Dir wissen, was Du von unseren Ideen hältst. Diskutiere mit in den Kommentaren oder schau, was andere Campact-Unterstützer*innen dort sagen!

518 Kommentare

  • von Ingo Gutmann

    Mein Kommentar bezog sich auf die Einlassung von Jürgen, denn der Hinweis auf das schwache Engagement der Grünen im Zusammenhang mit der Schweinemast ist durchaus berechtigt…

  • von Ingo Gutmann

    Naja, wie man am Vorkommentar sieht , sind die Ewiggestrigen mit ihren verschrobenen Ansichten leider noch immer in nicht geringer Zahl unter uns… Aber gerade deshalb sollten alle Klimabewegten sich nicht ausbremsen lassen und den Mut verlieren! Alle, Kraft und Energie wird gebraucht für die Umstrukturierung des Energiemarktes, ebenso , wie die für Umstrukturierung der gesamten Wirtschaft auf mehr Nachhaltigkeit und Recycling. Leben ist Veränderung und die Antwort auf den nun eingetretenen Klimawandel kann nur erneuerbare Energien lauten, also auch eine Veränderung des Bestehenden. Abschaltung aller Kohlekraftwerke spätestens 2030 ist daher daher eine Forderung der Vernunft.

  • von Michael Hartwig

    Was Christoph Bautz schreib, hört sich ja ganz gut an. Nur fehlt mir der Glaube, hier auf die Grünen allein zu setzen. Sie haben mich gerade dermaßen mit ihrem Verhalten im Bundesrat bezüglich der Schweinkasten-Einpferchung für weiter 8 Jahre enttäuscht!!! Und so werden sie auch in Zukunft weit hinter ihren Versprechungen zurück bleiben, wie anderen Farben bisher!

  • von Margrit Schmidt

    Toll, dass Ihr aus der Misere des Kohle-„Bewahrungs“-Gesetzes doch eine positive Perspektive an die Wand malt! Ich bin dabei bei den Bemühungen um mehr grüne Energie.
    Danke für Eure Arbeit!

  • von Martina

    Wir müssen wirklich weg von der Braunkohle und vom Atom. Noch wichtiger ist jedoch, dass wir viel weniger Strom verbrauchen. Brot mit der Hand schneiden, keine Brotbackautomaten, keine Geräte auf Standby, etc., etc. Wir verbrauchen in Deutschland viel zu viel Energie, das können wir uns nicht mehr leisten, wenn wir diesen Planeten wirklich schützen wollen.
    Jeder unnötige Einkauf von z.B. kurzlebigen Produkten ist unnötige Energieverschwendung.
    Baudenkmäler wie der Kölner Dom sollten nur noch einmal pro Woche angestrahlt werden. Da wird jede Menge Strom verschwendet. Und einmal die Woche wäre es ein schönes Event. So schaut eh keine mehr hin.

  • von K.K.

    Die viel zu hohen und unplausiblen Entschädigungen für die Kohlebetreiber müssen dringend zurückgenommen und besser eingesetzt werden. Das Geld gehört den Steuerzahlern und sollte in die Förderung von CO² neutraler Energiegewinnung von Hausprojekten gesteckt werden. Jeder einzelne Bürger kann etwas dafür tun, dass Energie selbst gewonnen und eingespeist wird. Wenn jede Wohnanlage seinen eigenen grünen Strom gewinnt, ist schon einiges getan.

  • von Jürgen

    zum Kommentar von Rolf.
    Das ist alles schön und gut, doch wenn das Geld nicht mehr an die Kohlen- oder Atomkonzeren fließt, dann fließt es an andere Konzerne oder Absahner der Windkraft- oder Solar-Lobby. Und weil der Strom immer teurer wird, verdienen sich eben nun die „grünen“ Umweltverschandeler mit den verspargelten Landschaften, dem Windradschrott in Naturschutzgebieten (Tessmansdorfer Forst) usw. die goldene Nase. Was ist da besser? Und wenn die pivate Solastrom-Anlage in den Betrieb geht, dann wird neben dem Eigenverbrauch eben auch der Stromkunde zur Kasse gebeten. Irgendjemand muss den überteuerten Strom in D bezahlen, also der Kunde. Jeder Windktraft- oder Solar-Besitzer, der teuren Strom an das Netz verkauft, ist keinen Deut besser, als der „große“ Konzern, von den Umweltschäden in der „Dritten Welt“ mal ganz abgesehen, und auch abgesehen von den bisher ungeklärten Recycling-Prozessen der veralteten Solarzellen und Windräder. Man kann sich Leben schon schön grün malen!

  • von Rolf

    Selten hat sich etwas auf Dauer so gut angefühlt, wie der Wechsel zu Naturstrom, sowohl für die Strom- wie auch für die Gaslieferung. Seitdem geht kein Cent von uns mehr in die Taschen der alten Großkonzerne. Im August geht unsere Solarstrom-Anlage in Betrieb, seit Ende 2018 fahren wir ein 100% e-Auto.
    Wir sind Dauerspender bei URGEWALD e.V., die bewegen wirklich was gegen die Kohleindustrie!

    Ich sehe die Probleme der Wasserstoffverarbeitung und -Lagerung sehr kritisch, der Aufwand für dieses kleinste aller Atome, welches überall durchdiffundiert und extrem entzündlich ist, ist gigantisch und ich fürchte, es wird zu schlimmen Unglücken kommen. Warum werden Brennstoffzellen, die Alkohol als Krafstoff verwenden, nicht breiter diskutiert? Alkohol lässt sich regenerativ erzeugen und an jeder Tankstelle tanken, mit jedem Tankwagen verteilen, es müssen nur ein paar Dichtungen getauscht werden. Die Alkoholbrennstoffzelle ist seit vielen Jahrzehnten bereits bekannte Technik.

  • von Daniela Filter

    Ihr habt bei Eurer Aufzählung der Parteien die LINKE vergessen. Auch sie fordert einen Ausstieg aus der Kohle bis 2030 (beschlossen auf ihrem „Europa-Parteitag„ 2019).

  • von Silverbeard

    Ihr müsst immer wieder deutlich machen, dass sich eine Solaranlage (Photovoltaik) für jeden Hausbesitzer lohnt. Selbst zu 100% kreditfinanziert ist so eine Anlage innerhalb von 11-15 Jahren abbezahlt. Danach ist der Strom umsonst, aber auch schon vorher ist die Rechnung trotz Kreditrückzahlung kleiner.

    Jede neue private Solaranlage macht Kohleverstromung ein bisschen unwirtschaftlicher.

  • von mochote

    Wir reden immer von Mafia, wenn wir nach Süditalien sehen. Was wir hier bei den Energie und Kohle Konzernen vorfinden steht dem in nichts nach. Wie viele Polit-Marionetten aus Ämtern und Ministerien haben sich mit diesem Deal wohl ihre Renten gesichert. Die Konzerne stoßen sich durch deren Entscheidungen an ihrem alten Schrott gesund. Herzlichen Glückwunsch, so wird erfolgreich der ökologisch soziale Umbau der Gesellschaft verhindert. Dieses geld- und konsumgetriebene Wirtschaftssystem macht die Menschen auf der Erde in immer kürzerer Zeit überflüssig. Der Trost, auch die koruppten gierigen Säcke werden das nicht überleben, sie werden einige Zeit später als wir sterben und werden noch die Möglichkeit haben, das von ihnen produzierte Desaster intensiver zu erleben.

  • von Martin Ströter

    So viele Humeln, Bienen, Wespen, Vögel, Schmetterlinge und andere Tiere sowie Pflanzen (Lavendel, Rosmarin, Oregano, Johanniskraut e.c.t.) wie auf meinem kleinen Grundstück gibt es in der Nachbarschaft eigentlich nur wenige. Aus dem Johanniskraut z.B. mache ich jedes Jahr Johannisöl und das Kraut selbst benutze ich als Beruhigungstee.
    Nochmals liebe Grüße… Martin

  • von Martin Ströter

    Das Klima schütze ich Tag für Tag.
    Wir sind eigentlich recht viele, werden aber leider von den Regierenden und der Großindustrie ignoriert b.z.w. überholt.
    Lieben Gruß an euch alle und wir machen weiter… Martin Ströter 42551 Velbert Langenhorster Str. 18 alleinstehend

  • von Irmi Stenzel

    Euer Wort in der PolitikerInnen Ohren!
    Alles richtig, bin ganz Eurer Meinung!
    Verstehe ÜBERHAUPT nicht, warum sich die Politik soooo viel Zeit nimmt, die wir gar nicht haben!
    Das provoziert Politikverdrossenheit. Aber leider haben unsere PolitikerInnen ein sehr, sehr dickes Fell!
    Was wir dringend bräuchten, wären IdealistInnen in der Politik, keine machtversessenen AussitzerInnen!
    Aber ja: Dranbleiben, weiter protestieren!

  • von Hans-Ulrich Sinner

    Ich fahre seit 12 Jahren einen Erdgasbomber (so nennen ihn meine Söhne), soweit möglich mit Bio-Methan und bin nie hängen geblieben, auch wenn das Netz in Deutschland Lücken hat. Für lange Strecken bevorzuge ich zwar die Bahn, aber manchmal habe ich Sachen dabei, die nicht oder nur schwer mit Öffis zu transportieren sind. In meiner aktiven Zeit durfte bzw. musste ich auch viel im Wald herumfahren, in ganz Bayern, oft auch im Gebirge. Ich weiß nicht, wie weit ich mit einem „Stromer“ gekommen wäre.
    Wasserstoff wird als Antriebsenergie hoch gepriesen, steht aber meist nur in energieaufwendiger Herstellungsform zur Verfügung. Nicht umsonst heißt H² Knallgas und ich kenne aus unseren Laboren die Sicherheitsvorkehrungen, wenn er dort verwendet werden muss. Ist das eine Alternative?
    Wenn man mit dem Zug von Aachen nach Köln fährt, sieht man bei Inversionslagen die Abgaswolken der Braunkohle-Kraftwerke, die sich weit über Köln hinziehen. Allein das ein sichtbarer Grund, dort auszusteigen

  • von Brigitte Frohmut

    Auf die GRÜNEN wird man sich wohl kaum verlassen können.Diese Partei ist nur ein Mitläufer der erbärmlichen CDU,SPD,FDP u.s.w.Die GRÜNEN haben auch zusammen mit dem Bundesrat am vergangenden Freitag beschlossen,dass der tierquälerische Kastenstand für weitere 8 bzw.um 17 Jahre verlängert wird.Schlimmer geht nimmer!!!

  • von Bernhard Maria Schupfner

    Hören Sie endlich auf, die Grünen ständig als Messias hinzustellen. Hat Kretschmann ein AKW in BW abgeschaltet? Und Stuttgart 21 ist auch noch nicht stillgelegt? Weder BW noch Hessen noch Schleswig-Holstein haben CETA gestoppt! Und was hat Habeck den in SH gemacht? Kein Ende des Belttunnel! Kein Ende des Fracking in der Eckernfördener Bucht? Und was ist mit dem Robbenschlachten? Wer hat die Bundeswehreinsätze in Afghanistan, in Mali und sonst wo mitgetragen? Wer hat die Widerspruchslösung zur Organspende torpediert? Frau Beerbock! Wieso um alles in der Welt soll man diese Scharlatane wählen? Und der Klimawandel kommt kaum noch im Bewusstsein der Menschen an. Und wer diffamiert Friday-for-future? Hessen! Und kritische Töne gegen die Obrigkeit werden als Verschwörungstheorie diffamiert! So geht unsere Demokratie zugrunde! Nicht an Ihren Worten, an Ihren Taten sollt Ihr Sie messen! (NT)

  • von Yvonne Z.

    Ich finde das eine super Strategie, ausser dass ich das Ziel 2030 immer noch viel zu lang hin finde, angesichts der Dringlichkeit.

  • von Henninger

    In ihrer Ansprache zur EU Ratspräsidentschaft hat Kanzlerin Merkel den Klimaschutz an erster Stelle genannt, Ich hoffe doch nicht nur aus wahltaktischen Gründen. Gerade die deutsche Kohlepolitik trägt maßgeblich zum Erhalt dieses Klimakillers bei. Frau Merkel stehen Sie mit aller Konsequenz zu Ihrer Aussage! Sie könnten sich in Ihrer letzten Wahlperiode zum dritten mal einen Eintrag in die Geschichtsbücher machen (nach Atomausstieg und Flüchtlingsfrage).
    Die Anregungen von Compact kann ich voll unterstützen. Weiter so!

  • von Barbara

    Ich finde die Strategie, die Christoph für das weitere Vorgehen vorschlägt überzeugend und eine echt gute Strategie! Ich bin weiter mit dabei.

  • von Sabine Osner

    Hallo Hr. Bautz,

    wir sind weiter dabei!
    Scheinpolitik, NEIN DANKE!

    Mit freundlichen Grüßen
    Sabine Osner

  • von Stephan Bieling

    Ich finde die Strategie, die Christoph für das weitere Vorgehen vorschlägt überzeugend und eine echt schlaue Strategie! Danke Christoph für die guten Ideen ! Ich bin weiter mit dabei.

  • von Michael

    Es ist so mühselig. Die Groko ist einfach nicht belehrbar. Wir müssen aus der Kohle aussteigen. Und zwar schnell. Und da es ja auch möglich ist das schnell zu tun, verstehe ich immer noch nicht wieso die dieses Gesetz beschlossen haben. Wir müssen lauter werden und nicht nachgeben.

  • von Thorsten

    Seit über 10Jahren beziehen wir Strom bei zuerst EWS und nun bei Greenpeace Energy, von hier nun auch Windgas.
    Zudem macht unsere Photovoltaikanlage doppelt soviel Strom wie wir verbrauchen und geheizt wird hauptsächlich mit Holz.
    Kohlekraft und Atom bekommen zumindest direkt kein Geld mehr von uns

  • von Ortwin Bayer

    Die „Grünen“ müssen die stärkste Partei werden – sonst ist unsere Natur, die Politik und die Gesellschaft nur noch eine Farce.
    Die Möchtegern Parteien: wir wollen dies und das – es wird Nichts – ausser geschwafelt , Merkel ist im wahrsten Sinne die „Ziehtochter“ des
    ehemaligen Bundeskanzlers, der hat auch nichts getan, nur ausgesessen !!! Die Ost – Westvereinigung ging vom „Ostvolk aus, nicht von Kohl !
    Mfg Ortwin Bayer, Imker – in der sterbenden Natur !

  • von Uwe Klages

    Die Kosten bei den Erneuerbaren weiter sinken als bisher (https://www.irena.org/newsroom/articles/2020/Jun/How-Falling-Costs-Make-Renewables-a-Cost-effective-Investment), aber nicht mehr so stark (-82 % bei PV!). Bei der Kohle werden die Kosten durch den CO2-Preis weiter steigen. Bei der Steinkohle moderater als bei der Braunkohle, denn der Weltmarktpreis für Steinkohle könnte etwas sinken.

  • von Pollich, Marianne

    Das verabschiedete Kohlegesetz ist schwach

    Ja, diesen Satz teile ich. Doch zu 1. der von compact genannten nötigen Massnahmen meinen spezifischen Kommentar:
    Bisher wurden die Windkrafträder bei „zuviel“ STrom abgeschaltet, damit Atommeiler und Kohlekraftwerke weiter laufen können. Das bedeutet, je mehr Windkraft entsteht, desto mehr wird bei Überfluss abgeschaltet, da Kohlekraftwerke und Atommeiler zu schwerfällig für ein Abschalten sind. Allein für das Abschalten der Windkrafträder haben wir Steuerzahler in den letzten Jahren jährlich etwa 1 Milliarde Euro Ausfallkosten an die Windkraftbetreiber gezahlt. Mehr Windkraft bringt es also nicht. Es muss am Beibehalt und Ausbau dezentraler Energie mit Garantie von Einspeisung ins öffentliche Stromnetz gestritten werden, zumal genau dies jetzt in Frage gestellt blieb.

  • Die Sonne sendet in einer Stunde mehr Energie auf die Erde, als die gesamte Menschheit in einem ganzen Jahr zur Zeit verbraucht. Das hat Prof. Eike Weber vom Frrauenhofer Institut errechnet. Diese Energie ist kostenlos, braucht nur umgewandelt werden. aber leider zahlt die Sonne keine Tantiemen an die Verhinderrer. Das sind die großen Energieerzeuger wie mörderische Atom Energieproduzenten, und auch die Kohlevertromung macht die Umwelt kaputt. u.A. Diese kostenlose Energie wird künstlich verhindert,ist seit Bestehen unsere Erde vorhanden. Einer der gößten Verhinderer der kostenlosen Solarenergie ist unser Bundeswirtschaftsminister. Warum wohl. Wer ein bischen Denken kann, kann sich das an seinen 10 Fingern ausrechnen.
    Sonnenenergie ist vorhanden, und nicht erneuerbar. Als erneuerbar würde ich Enerieerzeugung aus Gülle/Abwässer etc . bezeichnen. Dass wurde schon im Klärwerk Stahnsdorf, während der Hitlerzeit praktiziert,Dort wurde Methangas gew. AvE statt EEG. schreibt
    Blinki

  • von Boeck

    Aus welchen Gründen sollen alte Kohlekraftwerke, welche schon jetzt unrentabel sind und schnellstens geschlossen werden sollten, noch Milliardenzahlungen, als Abfindungen, erhalten? Die übrigen bis 38 in Betrieb sind??
    Auch ist es unergründlich, warum ein Kohlekraftwerk, in Hamburg, in Betrieb genommen wurde, obwohl die mitregierenden „Grünen“, im Wahlkampf mit dem Argument stimmen gewonnen haben, dass dies nicht passiert!! Diese Partei ist unglaubwürdig und es ist nicht zu verstehen, dass sie in Hamburg mitregiert.

    Die ganze Umweltpolitik, in Deutschland, versteht kein normal denkender Mensch.

    Leider wird mehr und mehr klar, dass wir von der Grossindustrie regiert werden.
    Unsere Regierung gewährt dieser selbstentworfene
    und passende Gesetzte. (Lobby)

    Steuern: zahlt nur der „kleine Mann“ und die mittelständigen Betriebe.
    Der Grossindustrie wird vielseitig gewährt, dass sie Gewinne
    verschiebt und somit von einer Steuerzahlung fast freigestellt ist.

  • von Sandra

    Ich finde es traurig, dass sich alle Debatten nur darum drehen, wie unser heutiger Strombedarf mit „grünem“ Strom ersetzt werden kann. Elektro-Autos statt Verbrennungsmotor, Windkraft statt Kohle. Als wäre dann alles toll und nachhaltig.. Wo sind die Debatten um Degrowth, alternative Wirtschaftsformen und grundsätzlich WENIGER verbrauchen?
    In einem kapitalistischen System, das auf ewiges Wachstum baut, werden auch die heute „grünen“ Lösungen bald zum Problem. Wir brauchen grundsätzliche Veränderung, Visionen, keine parteipolitischen Wahlkampfprogramme für das Gleiche in Grün..

  • von Helge Laux

    ich bin ja unterbrochen worden, würde jetzt aber gern abschicken, wenn das geht ??

  • von Helge Laux

    Unere Erde erhielt schon immer von der Sonne mehr Energie, als sie ins Weltal zurückschicken kann. Seit einer Milliarde von Jahren sorgen Pflanzen per Photosytese dafür, daß der Energieüberschuß in Kohlewasserstoffen gebunden und unter der Eroberfläche gelagert wird. Pflanz sichern damit, daß Pflanzen und Tiere seit einer Millirde Jahre auf dieser Erde leben können. Dabei bewirkt die mit Kohle in die Atmosphäre zurück gebrachte Energie nur einen Teil der Erwärmung. Straßen, Parkplätze, Bahntrassen, Hausdächer, welche wärend einer Milliarde Jahren grün waren und auch Äcker, dei nur wenige Monate im Jahr grün sind tragen doppelt soviel zum Klimawandel bei wie die ganze Kohle. Pflanzen auf diesen Flächen könnten den Klimawandel stoppen, bräuchten aber CO2. Der CO2-Gehalt unserer Luft hat im laufe der Milliarden Jahre zeiteise das Zehnfache der heutigen 0,??% betragen. Nur mehr Grün und Verzicht auf Atomkraft können unser Klima retten. Das CO2 Märchen der Atomlobby fördert den Klimawande

  • von Werner Tiltz

    Kohleausstieg-Demos im Namen von Campact ja, aber nicht in einer Art und Weise, wie ich Sie heute Mittag neben dem Augsburger Rathaus erlebt habe. Junge Demonstranten, die neben ihren Zelten ihre Demoschilder liegen hatten, grölten unter ihren Masken Unverständliches und verbreiteten mehr Kopfschütteln als Anteilnahme. Demos als Selbstzweck, nein danke.

  • von Volbracht

    Wenn das Netz noch nicht genug H² puffern kann sollte man wenigstens die dreckigsten, meist alten, Kohlekraftwerke zuerst durch neue eviziente ersetzen.

  • von Kochen Claudia

    Campact sollte sich mit so vielen Mitstreitern wie möglich (Deutsche Umwelthilfe, Fridays for Future, WEMoveEU….) zu diesem Thema verbinden und eine gemeinsame Spendenaktion aufsetzen. Mit dem eingesammelten Geld sollte dann eine Klage gegen die BRD, die zuständigen Ministerien usw. vor dem BVG oder sogar EUGH erhoben werden. Mir schweben da als Nichtjuristin Ansatzpunkte aus dem Grundgesetz (Schutz der Gesundheit) und anderen Gesetzen rund um Umwelt, Klima vor. Es gibt doch bestimmt versierte und bekannte Juristen, die sich für so etwas erwärmen ließen. Außerdem könnte man versuchen andere Europäer zum Mitmachen zu bewegen, z.B. Spanien, das so früh aus der Kohleverstromung aussteigt. Schließlich sind mal mindestens EU-weit wir alle betroffen!

  • von Willi Krebser

    Ich hätte noch eine vierte Idee:
    Wir geben den Kommunen die Beteiligungen an den Energiekonzernen haben und unter dem Verfall der Konzerne leiden das Geld direkt, statt über den Umweg die Konzerne am Leben zu erhalten.
    Wäre effizienter und es kann auf dem Weg zu denen die es brauchen nichts abgezapft werden

  • von Bernd Wiehr

    Meine Familie ve RWE igert

    Unser Strom 100 % atomstromlos.klimafreundlich.bürgereigen von der EWS in Schönau.

    Dies ist unser Beitrag :)

  • von Jens Fankhänel

    Einerseits bin ich für den Klassenkampf und sehe mich deshalb dem linken Spektrum zugehörig. Andererseits glaube ich, dass die Kohle-Verstromung weiterhin notwendig sein wird, auch nach dem Jahr 2038. Wichtig ist, dass erst einmal der Atom-Ausstieg vollendet und vollständig bewältigt wird. Die Verbrennung von Öl mag etwas weniger Kohlendioxid produzieren. Aber Öl ist viel zu schade zum Verbrennen. Man wird es nicht schaffen, die Energie-Versorgung innerhalb der nächsten 18 Jahre vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen! Auch die politische Linke sollte endlich wieder mehr Vernunft zeigen!

  • von Michael Galley

    Weiter so,Campact….Unterstützung durch Euch können wir immer gebrauchen !
    Als Greenpeacler, „climate warrior“, Leiter eines Energie-Arbeitskreises bei den Grünen und Vertriebler,sowie Sachverständiger der erneuerbaren Energien begrüsse ich Eure Aktivitäten und sage von Herzen DANKE.
    Liebe Grüsse von Michael

  • von Gilbert Wolff

    Wenn wir eine konsequent am Klimaschutz orientierte Politik machen würden, müssten zuerst zügig die Braunkohlekraftwerke abgeschaltet werden, dann die Steinkohlemeiler und dann – je nach tatsächlichen Fortschritten beim Bau von Stromtrassen aus dem Norden in den Süden sowie bei der Schaffung von Speicherkapazitäten für tagesaktuell überschüssigen Wind- und / oder Solarstrom – auch nach und nach gasbetriebene Kraftwerke.

    Was passiert tatsächlich: Weniger schädliche Steinkohlekraftwerke gehen früher von Netz als die braunkohlebetriebenen „Dreckschleudern“, weil man sich bei schwarz-rot eben in erster Linie nicht um das Klima sondern um die Wählerstimmen bei den Kohlekumpeln Sorgen macht. Auf gleichartige Fürsorge mussten allerdings die sehr viel zahlreicheren Arbeitnehmer aus der Windkraftbranche verzichten, dort ließ man in den letzten Jahren „gnadenlos“ mehr 100.000 Arbeitsplätze verloren gehen.

  • von Toni Popp

    Tatsächlich ist Gas auch keine Zwischenlösung, wie sie sogern angepriesen wird. In der Erzeugung bzw. eher Gewinnung / Förderung und dem Transport also der ganzen Vorkette bis zur eigentlichen Nutzung entstehen hohe Methan-Emissionen, die ein vielfaches an CO2 Äquivalent Treibhauswirkung aufweisen. Die Carbon Capture und Storage Geschichten sind ne gute Sache aber gegenüber gleich einer vollen Umstellung auf erneuerbare Energien eher weniger gewichtig. Ein Energiesystem ist bereits zu 100% für EE möglich, was auch durch die Vermarktung von Flexibilität (Energie on demand, Regelenergie,…), dezentrale Erzeugungsstrukuren usw.

    Ich hoffe ja drauf, dass der PPA Markt, die EE losgelöst von staatlicher Förderung immer attraktiver werden lässt und die Kohle schon vorher aus rein marktwirtschaftlichen Gründen aus unserem Stromnetz drängen wird und die schon eher von selbst zu machen müssen.

  • von Heidi Groeger

    Mein Betrag: Ich bin vorrige Woche auf 100 % Biogas umgestiegen

    Heidi Gröger

  • von Tom kächler

    Wir brauchen nicht kohlestrom sondern Wind, Wasser, Sonne Strom

  • von Knorsch

    Der Kohleausstieg muss früher kommen, ich bin dabei!

    Milliarden Entschädigungssummen für LEAG, die die Rückstellungen zur Renaturierung bereits geplündert haben, sind eine Frechheit.
    Das Geld sollte besser in neue Arbeitsplätze für Beschäftigte er Kohleindustrien wie dem Braunkohletagebau in der Lausitz investiert werden, damit die AfD hier nicht willige Anhänger findet, die sich natürlich um ihre weitere Erwerbstätigkeit sorgen. Hier muss man gute Angebote machen und hier sind die Milliarden viel wichtiger und besser investiert, als der Kohlelobby weitere Subventionen in den Rachen zu werfen, wobei eh nur ein paar Reiche noch reicher werden.

    Das ist für mich bei dem derzeitigen Deal von Altmeier und Co überhaupt einer der größten Aufreger, dass da Lobbyisten und ihre Klientel wieder maximal abgreifen und der auf angemessene Bezahlung seiner Arbeitskraft angewiesene Bürger wieder das Nachsehen und weiteren zukünftigen Schaden für sich und seine Kinder haben soll.

  • von Renate Voigt

    Ich stimme allem zu, was hier dargestellt ,kommentiert und vorgeschlagen wird für einen schnelleren Kohleausstieg. Ich bezweifle nur, daß die Grünen ganz massiv, alles auf eine Karte setzen werden. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Fassungslos stehe ich der Tatsache gegenüber, daß ich mir einen Herrn Söder, so wie er sich jetzt präsentiert und sich auch entsprechend glaubwürdig verhält, auch in Bezug auf Corona,als zukünftigen Bundeskanzler vorstellen kann. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie CDU und schon gar nicht CSU. Schwarz/Grün ist jetzt fast vorstellbar.

  • von Alex Z

    Wie naiv sind Sie bloß, wenn Sie glauben, Kohlekraftwerke könnte man von heute auf morgen abschalten? Oder wären Sie restlos glücklich, wenn Ihr Stromanschluß nur dann Energie liefern würde, wenn die Sonne scheint und Wind weht?
    Und wenn Ihr Lebensstandard auf das Niveau eines Entwicklungslandes sinken würde?
    Kluge Menschen diskutieren technische Probleme mit kompetenten Fachleuten! Nicht mit Politikwissenschaftlern, Religionsgelehrten oder Theaterwissenschaftlern!

    Nichts gegen erneuerbare Energie – aber man sollte das Denken nicht durch Ideologie ersetzen!

  • von Bach

    Braunkohle verfeuern viele in ihren Kaminöfen, insofern hat das Aus für Kohleverstromung nichts mit dem Abbau zu tun, jedenfalls nicht zwangsläufig.
    Jegliche Stromerzeugung ohne Verwendung der Abwärme ist umwelttechnische kritisch:

    als Ergänzung zu Photovoltaik, Wärmepumpe, Stromspeichern wird Strom aus Kraftwärmekopplung langfristig gebraucht, zunächst aus besonders effektiven Gaskraftwerken, Wirkungsgrad bis 58%?!? Strom. Mal vier aus der Wärmepumpe sind 232 % plus ggf. Abwärme.

    Das Herumumspielen mit Wasserstoff sehe ich eher kritisch: was entweicht, geht der Erde für allle Ewigkeit verloren, weil es so leicht ist und die Atmosphäre verlässt.

  • von Rita H

    Ich kann zwar verstehen, das Politiker um Arbeitsplätze bangen, aber es ist völlig sinnfrei Arbeitsplätze in der Kohleindustrie zu schützen und dadurch eine Erderwärmung zu riskieren welche unser in allen Lebensbereichen weh tun wird. Es macht mich wütend wenn der Regierung es einerseits so wichtig ist die rd. 16.000 Arbeitsplätzen der Kohleindustrie -Stand 2015 – zu schützen, aber alles dafür getan hat, das die Arbeitsplätze bei den erneuerbaren Energien der gar aus gemacht wird.
    Zumal besagt eine Studie das von diesen 16.000 Mitarbeitern bereits 30 % sich dem Rentenalter nähern (https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/wie-viele-arbeitsplaetze-kostet-der-ausstieg/)

    Warum nutzen wir nicht die riesigen Flächen des Braunkohle-Tagebaus bei Jülich für zukunftsweisende Technologien?
    Forschung an einem Aufwind-Kraftwerk, riesige Flächen für Photovoltaik…..
    Ich könnte mir vorstellen das RWE recht froh sein dürfte die Flächen nicht renaturalisieren zu müssen.

  • Gestern in der ARD um 21:45 die Sendung MONITOR geschaut. Es wurde alles über den Kohleausstieg berichtet.
    Ein Armutszeugnis der Regierung. Durch die Verlängerung gerade der Braunkohlekraftwerke
    ( min. doppelter CO2 Ausstoß eines Steinkohlekraftwerks)
    wird die Einhaltung der Immissionsbegrenzung quasi absurdum geführt. Die Milliarden Investitionen der Regierung für veraltete und abgeschriebene sowie nicht mehr benötigte Kraftwerke bedeutet ein fahrlässiges Verhalten mit dem Umgang von Steuergeldern und ein Geschenk an die Innergiekonzerne.
    Es wird höchste Zeit ein Bürgerabstimmverfahren einzuführen um diesen Selbstversorger-rinnen (Volksvertretern) die uns regieren keinen Freifahrtschein für eine Legeslaturperiode zu gewähren!

    Es hieß doch mal, alle Macht dem Volke und nicht alle Macht dem Kapital!

    Mit freundlichen Grüßen an Herrn Altmeier

  • von O. Forester

    Prinzipiell finde ich es gut, dass es Organisationen gibt, die auf Missstände aufmerksam machen. In letzter Zeit betrachte ich es aber mit Sorge, dass hier Parteipolitik betrieben wird – in dieser Nachricht sogar ganz offen! Organisationen sollten ihre Unabhängigkeit bewahren – und nicht den Wählerwillen vorgeben. Auch wenn ich die Kohle in Deutschland sehr zwiegespalten sehe, lehne ich viele ihrer Formulierungen hier ab!

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Veröffentlicht von Christoph Bautz

Christoph Bautz ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Er gründete 2002 gemeinsam mit Felix Kolb die Bewegungsstiftung, die Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen fördert. 2004 initiierte er mit Günter Metzges und Felix Kolb Campact. Seitdem ist er Geschäftsführender Vorstand. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrats von WeMove, der europaweiten Schwesterorganisation von Campact, sowie der Bürgerbewegung Finanzwende.