Kohle – und jetzt?

Viel Kohleausstieg bringt es nicht: Das gerade verabschiedete Kohlegesetz ist schwach. Trotzdem hatten wir nie bessere Chancen auf ein schnelles Aus für die Kohlemeiler - die müssen wir jetzt gemeinsam richtig nutzen. Campact-Vorstand Christoph Bautz schreibt, wie das gehen kann.

Auf dem Gesetz steht Kohleausstieg – aber es ist viel zu wenig drin. Was die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD letzten Freitag im Bundestag beschlossen haben, ist gleich aus mehreren Gründen völlig aus der Zeit gefallen

Verzögert, verzockt, verzweifelt

  1. Verzögert: Bis 2038 sollen Kohlemeiler bei uns weiterlaufen – viel zu spät, um die Erderhitzung unter der kritischen 1,5-Grad-Schwelle zu halten. Wann andere EU-Länder aussteigen? Frankreich: 2021. Italien, Spanien und Großbritannien: 2025. Die Niederlande: 2030. Später als Deutschland sind nur Polen und Tschechien dran. Das Ausstiegsdatum hat die Kohle-Kommission zu verantworten. Aber die Regierung macht es noch schlimmer und schaltet in den nächsten Jahren kaum Anlagen ab. Dabei ist klar: Wir könnten jetzt die Hälfte der Kohlemeiler abschalten und bis 2030 komplett aus der Kohle aussteigen
  2. Verzockt: Die Kohle-Konzerne bekommen fette Entschädigungszahlungen vom Staat: mehr als vier Milliarden Euro. Wie diese Summe zustande kommt, kann die Bundesregierung selbst nicht erklären. Und gerechtfertigt ist sie nicht: Denn die meisten Anlagen sind am Markt kaum noch etwas wert. Sie fahren Verluste ein. Und sie sind so alt, dass ihre Investitionskosten für die Betreiber längst finanziert sind.
  3. Verzweifelt: Dörfer im Rheinland sollen weiter für Braunkohle abgebaggert und Menschen zwangsweise umgesiedelt werden. Und auch wenn der Hambacher Wald stehen bleibt: Er droht zu vertrocknen, weil um ihn herum weiter Kohle abgebaut wird.

Die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je

Ein ziemlich wirkungsloses Kohleausstiegsgesetz – haben wir damit den Kampf um einen Ausstieg vor 2030 verloren? Mitnichten. Denn die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je. Auf dem Energiemarkt ist es derzeit eng für die Kohle. Sie bekommt immer mehr Konkurrenz durch günstigen Wind- und Sonnenstrom – dank des niedrigen Gaspreises auch durch Gaskraftwerke. Gleichzeitig macht der relativ hohe CO2-Preis den Kohlestrom teurer. Im Ergebnis wurde in der ersten Jahreshälfte 36 Prozent weniger Strom aus Braun- und 46 Prozent weniger aus Steinkohle erzeugt – schlicht weil der Kohlestrom am Markt zu teuer ist.

Also regelt der Markt den Ausstieg? Nein. Darauf zu vertrauen, wäre fatal. Denn die schlechte Marktlage für Kohle ist nur eine Momentaufnahme. Gas- und CO2-Preis schwanken heftig. Läuft es schlecht, ist die Kohle demnächst wieder konkurrenzfähig.

Mit diesem Dreischlag bekommen wir die Kohle-Meiler vom Netz

Genau hier können wir ansetzen: Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Bedingungen für Kohle am Markt schlecht bleiben. Dann schaffen wir den Ausstieg deutlich vor 2030. Und das geht so:

  1. Erneuerbare Energien massiv ausbauen: Je mehr Wind- und Solarstrom ins Netz fließen, desto weniger lohnt sich der Betrieb von Kohlemeilern. Denn Erneuerbare Energien genießen einen Vorrang im Netz und drängen den Kohlestrom raus. Um die Kohlemeiler rasch überflüssig zu machen, müssen die Erneuerbaren bis 2030 mindestens 75 Prozent des gesamten Stroms in Deutschland liefern. Eine Herausforderung – schließlich brauchen wir auch immer mehr Strom für Wärme und Mobilität. Das wird nur möglich, wenn die Regierung die Erneuerbaren konsequent fördert.
  2. Einen CO2-Mindestpreis einführen: Der europäische Emissionshandel, der CO2 einen Preis gibt, wirkt derzeit im Stromsektor. Doch nur mit einer festen Mindesthöhe stellen wir sicher, dass der Preis nicht wieder sinkt. Sondern stufenweise ansteigt. Deutschland muss dieses Instrument gemeinsam mit anderen EU-Ländern einführen. Studien zeigen: Ein Mindestpreis von 40 Euro je Tonne CO2 würde Kohlemeiler so unwirtschaftlich machen, dass sie vom Netz gehen.
  3. Schadstoffe-Grenzwerte für Kohlekraft verschärfen: Quecksilber, Stickoxide, Feinstaub – die EU hat schon 2017 schärfere Auflagen für Emissionen von Kohlekraftwerken beschlossen. Doch die Regierung hat sie bisher nicht in nationales Recht überführt. Ambitionierte Grenzwerte würden vor allem bei der Braunkohle teure Nachrüstungen in Filtertechnik nötig machen. Investitionen, die nicht mehr wirtschaftlich sind – und die Betreiber zur Stilllegung von Kraftwerken zwingen könnten.

Nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030

Seien wir realistisch: Auf die Große Koalition können wir bei all diesen Forderungen nicht setzen. Aber bereits nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030 – wenn die ganze Klimabewegung ihn lautstark einfordert. Wir müssen den Ausstieg zum Top-Thema im Wahlkampf machen; und dann zum Eckpfeiler in den Koalitionsverhandlungen.

Wer einen Kohleausstieg 2030 in Koalitionsverhandlungen durchsetzen muss? Die Grünen. Denn wer auch immer regieren will: Ohne die Grünen wird kaum eine Regierung zu bilden sein. Entsprechend teuer können sie sich beim Klimaschutz verkaufen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock stellte letzten Freitag im Bundestag klar: Ein Ausstieg sei “aus Gründen des Klimaschutzes bis 2030 möglich und nötig”. An diesen Worten werden wir sie messen. Egal, wie hart die Koalitionsverhandlungen werden: Beim 2030-Ziel dürfen die Grünen nicht nachgeben.

Aber auch die anderen Parteien müssen sich bewegen. Die Kohlefreund*innen in CDU/CSU und SPD setzen alles daran, dass der Kohleausstieg 2038 jetzt nicht mehr angefasst wird. Doch immerhin einer hat sich hier schon gerührt. Einer, dem womöglich in einer neuen Regierung eine große Rolle zukommt: Markus Söder. Der bayerische Ministerpräsident (CSU) forderte bereits letztes Jahr eine Beschleunigung des Ausstiegs auf 2030. Den Bremser*innen hingegen müssen wir verdeutlichen: Wer den Klimaschutz nicht ernst nimmt, wird abgewählt.

Gemeinsam können wir die Kohle stoppen

Mit Abgeordneten vor Ort diskutieren, mit Hunderttausenden auf die Straße gehen, friedlich Kohle-Bagger blockieren: Vielfalt ist die Stärke der Klimabewegung. Mit verschiedensten Aktionsformen und breiten Bündnissen haben wir es geschafft, Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. Zur Bundestagswahl 2017 nannten nur neun Prozent Umwelt- und Klimaschutz als wichtigstes Problem. Heute ist Klimaschutz das wichtigste Thema für Wähler*innen – noch vor Corona. Diese Zahlen kennen auch die Abgeordneten. Mit der Wahl 2021 müssen wir einfordern, dass diese Mehrheiten zu echtem Klimaschutz führen. Und dort den Fokus legen, wo am schnellsten am meisten CO2 einzusparen ist: bei der Kohle. Ich hoffe, dass Du  dafür gemeinsam mit uns streitest.

Jetzt würde ich gerne von Dir wissen, was Du von unseren Ideen hältst. Diskutiere mit in den Kommentaren oder schau, was andere Campact-Unterstützer*innen dort sagen!

517 Kommentare

  • von Dany

    So schön >Gesetz zum Kohleausstieg< auch klingen mag, in Wahrheit feiert man sich für eine subventionierte Verlängerung. So funktionieren Fortschritt und Nachhaltigkeit sicher nicht. Anstelle der sinnwidrigen Subventionen sollte man davon umweltverträgliche Jobkonzepte für um ihre Arbeitsplätze fürchtende Menschen schaffen.

    Entschädigungen für katastrophale Umweltverschmutzung, es ist und bleibt unfassbar. Die Bevölkerung wird gegeneinander aufgebracht
    Arbeitsplätze weg, Wirtschaft zerbricht, was für eine perfide Angstmacherei.

    Wenn wir nicht mehr atmen können, brauchen wir auch keine Arbeitsplätze mehr….. So wird eine nach der anderen Chance vertan, die Zukunft für alle zu sichern. Ohne eine gesunde Umwelt geht es nicht, jeder Tag führt uns die katastrophalen Folgen der Geldgier erneut vor Augen.

  • von Susanne

    Kohleausstieg so schnell wie möglich. Gut, dass Campact bei dem Thema dran bleibt.

  • von Dieter Beck

    Stehe weiter voll hinter eureren inhaltlichen Ansätzen und danke euch für eueren Einsatz und langen Atem. Gemeinsam lässt sich noch deutlich mehr erreichen!

  • von Klaus Urgast

    Für alle, die immer noch meinen, wir hätten zu wenig Strom: Deutschland exportiert auch hier: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153533/umfrage/stromimportsaldo-von-deutschland-seit-1990/#professional

  • von Diana Päffgen

    Ich finde es auch ausgesprochen wichtig gegen die Lobbyisten am Ball zu bleiben. Dank eurer Organisation kommen viele Menschen zusammen, um für den Kohleausstieg und vieles mehr zu kämpfen. Ich werde weiter mit marschieren.
    Für mich ist ein wichtiges Thema, die große Masse mitzunehmen, die zaudern und zweifeln, ob das alles gelingen kann. Ein bisschen mehr Mut, wäre angeraten. Zudem sehe ich bei sehr vielen Mitmenschen nicht die Einsicht, selbst ein Teil der Veränderung (Thema Verkehrswende, weniger Konsum) zu sein. Ich hoffe hier wenigstens im kleinen Kreise meinen Beitrag zu leisten.

  • Es ist unfassbar, wie um den Kohleausstieg zu kämpfen ist. Für Eure Arbeit bedanke ich mich. Den Ausführungen stimme ich zu. Und die Chance muss genutzt werden!

  • von Matthias Bäcker

    Eines der größten Probleme beim „Kohleausstieg“ ist das Wort in sich. Denn der größte Teil der Bevölkerung denkt es wäre ein Ausstieg aus der Kohleverstromung. Tatsächlich ist es allerdings ein „Kohlesicherungsgesetzt“.
    Wenn sich eine Gruppe findet welche diese reine Namensänderung rechtlich einklagt, wären die nächsten Wahlen fast gewonnen. Dann könnte selbst ein Herr Altmeier diese Lüge nicht länger aufrechterhalten. Dabei geht es nicht darum die Klage zu gewinnen. Das alleinige Zerren in die Öffentlichkeit würde genügen den Ettikettenschwindel aufzudecken.

  • von Prof.em. Dr. Hartmut MÖLLER

    Ich stehe voll hinter Euren argumenten Vorschlägen gegen Kohle. Wobei ich aktiv mitmachen und dafür werben ist: Personen und Parteien abwählen, wer gegen kohleausstieg 2030 ist.

  • von Edda Voigtsberger

    Die Nachfrage regelt das Angebot. Wenn wir selbst anfangen unsere masslose Verschwendung zu reduzieren, würden sich Probleme wie Energie, Rohstoffe, Klima, Umweltverschmutzung sofort und nicht erst in ferner Zukunft verändern. Was alleine bei Lebensmitteln und Kleidung für Herstellung, Verpackung, Transport rund um die Welt an Energie aufgewendet wird, um am Ende in riesigen Mengen vernichtet zu werden, ist grauenhaft. Dafür nur den Kohleabbau zu stoppen ist genauso sinnlos wie unsere Landschaft mit Masten zu verspargeln und Solarzellen zu zubetonieren. Alles andere ist Augenauswischerei, es gibt keine Zauberformel.

  • von Ignaz Steinegger

    Das sollten wir alle angehen und unterstützen!

    Die ehemals großen Volksparteien müssen erkennen, dass die heutige Gesellschaft sich selbst eine Meinung bildet und eigentlich Taten bzw. Handeln sehen will. Diese Parteien der Großen Koalition reden und reden und reden und zögern damit wichtige Entscheidungen nur hinaus, damit alle Konzerne, die da noch Geld damit verdienen, schnell noch möglichst viel mitnehmen können.

    Man sehe sich nur mal an, was die „SPD-Aussteiger“ Schröder und Gabriel heute tun und womit sie enorm viel Geld machen.
    Die alten echten Sozialdemokraten würden sich im Grab umdrehen!
    Und dabei muss man sich nicht wundern, dass die heutige SPD immer mehr Wähler verliert!

    Deshalb gibt es momentan nur eine echte Alternative bzgl. des Klimaschutzes, das sind die „Grünen“, jedoch diese sollten wir genau beobachten, damit wir sie „auf der richtigen Spur“ halten!

    Also weiterso, genau so wie beschrieben!

  • von Matthias Bäcker

    Eines größten Probleme beim „Kohleausstieg“ ist das Wort in sich. Denn der größte Teil der Bevölkerung denkt es wäre ein Ausstieg aus der Kohleverstromung. Tatsächlich ist es allerdings ein „Kohlesicherungsgesetzt“.
    Wenn sich eine Gruppe findet welche diese reine Namensänderung rechtlich einklagt, wären die nächsten Wahlen fast gewonnen. Dann könnte selbst ein Herr Altmeier diese Lüge nicht länger aufrechterhalten. Dabei geht es nicht darum die Klage zu gewinnen. Das alleinige Zerren in die Öffentlichkeit würde genügen den Ettikettenschwindel aufzudecken.

  • von Friedrich Zimmermann

    Deutschland blockiert und verschläft die weltweite Entwicklung. An Minister Altmeier. PV,Wind und Wasserstsoff ersetzen Kohle. Zudem würde eine heimische Photovoltaik-Produktion die Klimabilanz Europas zusätzlich aufpolieren.
    „Mit einer europäischen Produktion von Solarzellen und Modulen könnten jedoch CO2-Emissionen auf ein Minimum reduziert und Nachhaltigkeit infolge der Kreislaufwirtschaft in das Energiesystem eingebracht werden“.
    „Die Politik kann diesen Prozess mit sinnvollen Rahmenbedingungen, wie geeignete Ausbaukorridore, Einspeisepriorität von erneuerbaren Energien und einer passenden Netzinfrastruktur unterstützen.“
    Das wäre der Wandel von der Kohle zur Solarproduktion und der realistischste Beitrag zum Klimawandel. Herr Minister Altmeier gehen Sie den Weg !
    Dazu wird vorgeschlagen:
    Die Arbeitsreserve ist riesig. 6,8 Millionen Kurzarbeiter (kurz vor der Arbeitslosigkeit) und 2,8 Millionen jetzt Arbeitslose müssen umsteigen in den Sektor erneuerbare Energien.
    .

  • Stimme der Einschätzung des Blog voll und ganz zu: der Kampf für die schnelle, dezentrale und soziale Energiewende, gegen Fossile Energien & für 100% Erneuerbare Energien muss auf allen Ebenen geführt werden -wirtschaftlich, politisch & gesellschaftlich. Vom Druck auf den Finanzmarkt über Politikergespräche und Demos bis hin zur friedlichen Tagebau-, Brücken- und Waldbesetzung. Und zwar energisch und so schnell wie möglich:
    Die globale Erwärmung muss zwingend auf unter 1,5*C begrenzt werden, sonst wird es unkontrollierbare Rückkopplungen im Klimasystem geben, Kipppunkte werden überschritten, mit schlimmsten Folgen für die Menschheit, und katastrophalen Auswirkungen auf die Ökosysteme und die Stoffkreisläufe im Erdsystem (IPCC SR1.5, 2018). Das Zeitfenster um diesen kritischen Grenzwert einzuhalten schließt sich zusehendst, weil eben > 30 Jahre viel zu wenig getan wurde…
    Nie war es dringender zu handeln als jetzt – Danke Campact! für euren Einsatz und macht / machen wir weiter so!!

  • von Renate Sieb

    Liebe Campact-Aktive,
    ich bin froh, dass ihr so unermüdlich und kreativ für eine demokratische und bunte Gesellschaft kämpft. Das kann aber nur gelingen, wenn der Klimawandel nicht im bisherigen Tempo fortschreitet. Beides gehört für mich zusammen.
    Also, auf geht’s und nicht müde werden – ich bin auf eurer Seite und unterstütze euch gerne kräftig!

  • von Katrin Wieghorst

    Die Regierung sollte sich ein Beispiel an Spanien nehmen, wo der Kohleausstieg schnell und ohne fette Entschädigungen für die Kohlekonzerne erfolgen soll (wenn meine Informationen stimmen)!

  • von Ulrike Bartel

    Bei diesen riesigen Summen zur Entschädigung der Kohle-Industrie muss ich immer an die Milliarden Entschädigungen denken, die wir Steuerzahler*innen schon an die Atom-Industrie zahlen.
    Welche Klimaschutzprojekte wir mit dem Geld auf der ganzen Welt finanzieren könnten…
    Ja, Kohleausstieg muss 2030 sein. Aber bei dem Vgl. mit anderen europäischen Ländern bitte beachten: viele von denen haben noch AtomStrom als Alternative. Wir nicht. Deshalb müssen wir viel mehr in die Erneuerbaren investieren.

  • von Ute

    Eure Ausführungen sind ganz in meinem Sinne. Die Chance ist da und darf nicht vergeben werden! Ich danke Euch für Eure Arbeit!!!

  • Hallo,
    danke für die kurze, aber sorgfältige Analyse. Ich werde sie zur Hand nehmen, wenn es die Möglichkeit zur Diskussion gibt.
    In diesem Jahr leide ich wie auch andere Menschen bereits öfter unter Klimastress. Die Bäume auch. Bei uns im Raum Salzgitter/Vorharz/Harz ist es seit mehreren Jahren viel zu trocken. Inzwischen ist die Trinkwasserversorgung auch abseits der Nitratpoblematik nicht mehr dauerhaft sichergestellt. Waldbrände im Harz drohen, die kaum bekämpft werden können – weil Wasser in den Hauptrisikogebieten fehlt. Die Feuerwehr ist nur unzureichend ausgestattet. Hobby-Metereologen sagen, es gibt bei uns bereits einen Anstieg der Durchschnittstemperaturen um 3°C. Also: Es ist bereits 5 nach 12. Trotzdem lohnt sich jedes sinnvolle Engagement. Sonst haben unsere Kinder und Enkel bald gar nichts mehr zu lachen… Von den Tieren ganz abgesehen.

  • von Renate Hochmann

    Offenbar wirkt da wieder sehr effektiv eine Lobby – diesmal die Kohle-Lobby – im Hintergrund. Hier wird versucht, zum individuellen Vorteil einer Gruppe mit persönlichen Interessen trump-gemäß das Rad der Zeit auf Kosten der Gemeinschaft und der Umwelt zurückzudrehen. Solchen Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik muss auf den Grund gegangen und die Kniefälle vor einer überholten Wirtschaftssparte müssen ans Licht gebracht werden – vorzugsweise inkl. Aufdeckung, wer von solchen Beschlüssen persönlich profitiert. Investigative Journalisten: Auf geht’s!
    Bitte weiter so, Campact, – macht mobil!

  • von Herma Pawlitzki-Nauman

    Der Kohleausstieg auch „schon“ 2030 ist spät,- there is no planet B. Dass gleichzeitig eine lange Reihe von Aktionen nötig ist, kann allen klar sein: Die Kohle-Mitarbeiter umschulen so bald wie möglich, eine zukünftige Quelle für den Pflegebereich? Windenergie mit mehr Nachdruck auch im Off-shore-Bereich in Angriff nehmen. An Land im Zweifel Solar-Anlagen bevorzugen,- Vogelunfälle, Weidetierunwohl, Geräusch- und Vibrationsbelästigungen und Schlagschatten fallen dann schon einmal weg. Photovoltaikanlagen bei viel mehr Einfamilienhäusern und anderen Gebäuden, wenn die Förderung zuverlässig lange und die Stromabnahme so geregelt ist, dass auch Leute mit mäßigen Einkommen die Investitionen wuppen können. Stromspeichermöglichkeiten vorantreiben. Stromtransport z.B. aus Wüstengegenden sollte in greifbare Nähe rücken. Wasserstoffpotential mit Regierungsnachdruck und -geld vorantreiben. – Die Liste kann länger sein, aber den Anfang machen, nicht weiter verhandeln — das alles ist JETZT dran!

  • von Christel Beul

    Der Kohleeausstieg ist eins von den vielen Feldern zum Thema Klimawandel, die unbedingt beharkt werden müssen! Daher ist jede Aktion, die Politik zwingt, wertvoll und wichtig. Es sollte m.E. bis zu den Wahlen soviel wie möglich auf den Straßen und Plätzen geschehen: Demonstrationen, Aktionen, Appelle, Boykottaufrufe- alles was mobilisiert. Die Zeit drängt und ohne massivsten Druck aus der Bevölkerung bewegt sich weder bei Parteien noch in der Industrie irgendetwas.

    Auch ich bedanke much bei euch allen für eure so notwendige, unbezahlbare Arbeit zu danken. Ihr seid – zusammen mit den neuen Bewegungen der letzten Jahre – die, die einem wieder Hoffnung und Glauben an eine vielleicht doch lebenswerte, gesundende Zukunft für Alle geben.

  • von Carola Hüttenmüller

    Eure Arbeit macht mir und meiner Familie immer wieder auf’s neue Mut !
    Wir werden Euch weiterhin unterstuetzen , denn nur gemeinsam koennen wir der fatalen, globalen Misswirtschaft der giergeleiteten Lobbyisten entgegentreten

    Lasst uns alle gemeinsam , besonders in der aktuellen Corona-Pandemie, die Chance zum Erdballschuetzenden Um- bzw. nachhaltigen Neudenken nutzen !
    Ich und meine Familie , wir fuehlen uns mutig genug und moechten unsere positive Energie, fuer diese wohl einzigartige Chance, mit Euch gemeinsam einbringen.
    Zuversichtliche Grueße !!!

  • von Thomas Bethmann

    Ich wünsche mir ein konsequentes Umdenken und Umsteuern. Wir alle und hoffentlich auch die Politiker und die Industrie müssen die Chancen begreifen, die im Innovationsprozess liegen.
    Wenn Deutschland vorangeht können Arbeitsplätze in Zukunftstechnologien entstehen.
    Bitte konsequent weitermachen…
    das ist spitze!!!

  • von Gunther Leibold

    Finde das Thema super-wichtig und die Arbeit von campact genau richtig. Stoppt den Wahnsinn so schnell wie möglich!

  • von Miriam Hachenberg

    Es ist ja richtig, das der Kohleausstieg eher früher als später kommen muss und erneuerbare Energien viel mehr gefordert werden sollten. ABER mit fehlt in der gesamten Diskussion der Blick auf die Stabilität der Netze. Wind und Sonne sind bekanntermaßen mal da und mal nicht. Damit kann keine Grundlast und ein stabiles 50 Hz Netz aufrechterhalten werden. Frankreich kann früher aus der Kohle aussteigen, weil es Atomstrom hat. Wasserkraft würde funktionieren, aber damit sind wir m. E. Nach an der Belastungsgrenze für die Umwelt. Gleiches gilt für die Windkraft. Es bedarf eines guten Speichers für die regenerativen Energien und da halte ich den Ausbau der Wasserstoffproduktion für die sinnvollste Lösung. Das scheint ja die Regierung jetzt auch endlich Begriffen zu haben. Also sollten wir nicht nur für den Kohleausstieg kämpfen, sondern auch für den massiven Ausbau der Netze und der Wasserstofftechnik, sonst stehen wir irgendwann in Dunkeln und das will auch niemand.

  • von Michael Kalusche

    Leider haben die GRÜNEN in NRW in der Regierung Kraft total versagt, was den Ausstieg aus der Braunkohlförderung betrifft. Ich wähle diese Partei seit ihrer Gründung, aber solange sie in einer Koalition der Juniorpartner sind, ist ihre Durchsetzungskraft eher gering.

  • von Antje Sander

    Super Aktion ! Ihr macht eine gute Arbeit. Ich habe gerade meinen Förderbeitrag erhöht

  • von Antje Lippke

    Kohleausstieg je früher, desto besser! Dabei sollte wir aber nicht vergessen, dass dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.
    Auch erneuerbare Energiegewinnung produziert durch Abbau von Rohstoffen und Herstellung CO2 und schädigt in der Masse die Umwelt
    und das Landschaftsbild. Ein CO2 Preis (ich dachte, den gibt es schon) kann darüber hinwegtäuschen, dass alle Menschen auf der Welt gemeinsam
    verantwortlich sind. Ein reiches Deutschland kann sich leicht freikaufen. Unser eigenes Konsumverhalten steht auf dem Prüfstand:
    wie können wir brennende Regenwälder in Südamerika anprangern und gleichzeitig Freihandelsabkommen mit jenen Staaten planen.
    Das vorrangige Ziel muss Energiesparen lauten ( aus Kohle ebenso wie aus Wind), was aber auch grüner Wachstumsidee entgegensteht.
    Wer für Klimaschutz ist, sollte vielleicht mal seinen eigenen Umgang mit Handy, Laptop und PC hinterfragen. Kurzum: den Teufelskreis wird
    der Kohleausstieg allein nicht durchbrechen, sondern nur verlagern.

  • von Fritz Engelhard

    Zerstört die unsägliche Macht der Braunkohlen-Lobby – stoppt SOFORT deren weiteren Abbau, wie haben genug Ersatz dafür!
    Schenkt jedem Arbeiter genügend Geld, der dadurch seinen Arbeitsplatz verliert (ebenso natürlich feminin) – das ist viel billiger!
    Und vergesst nicht – vor kaum acht Jahren hat man dort die zukunftsträchtige PV-Industrie verrecken lassen – ohne jede Abfindung!!!

  • von Marko S.

    Tolle Arbeit! Weiter so!

  • von Claudia Böhm

    Zunächst mal ein Riesenkompliment an campact + alle Unterstützer + ein großes Dankeschön für Euren Einsatz!
    Ja, bleibt dran an Söder, er hat unaufgeregte Kompetenz bewiesen, + egal ob auf Bundesebene o. weiter in Bayern setze ich große Hoffnungen in ihn. Wichtig i. d. Energiewende scheint mir wie hier schon erwähnt das Energiesparen (warum muß heute wirklich jeder Handgriff elektr. zu bedienen sein, während die Menschen sich viel zu wenig bewegen?) + darüberhinaus unbedingt der – dezentrale! – Ausbau erneuerbarer Energien. Er ist unabhängig von wankelmütigen (Nachbar)Staaten + Energielobby, und nahezu unangeifbar von Terroristen, Hackern + dgl. Auch Großunfälle würden damit ausgeschlossen, Zur Vertiefung empfehle ich jedem die Lektüre von Hermannn Scheer „Der energethische Imperativ“ (2010, Kunstmann). Er geht zwar noch nicht auf das Problem seltene Erden ein, aber was er zum „System“ der Energiewirtschaft + deren Selbsterhaltungstrieb schreibt, überzeugt mich vollkommen.

  • von Christiane

    Toll, dass es diese Plattform hier gibt.Seit dem Bericht der letzten Panorama-Sendung der ARD bin ich extrem sauer und beunruhigt, was hier in Sachen Energieversorgung passiert.
    Die Fakten und die Einstellung, die Christoph Bautz hier veröffentlicht entspricht meiner Meinung sehr.
    Ich bin verwundert, dass es in unserer Regierung immernoch kein entschiedenes Bewusstsein gegen den voranschreitenden Klimawandel im Zusammenhang mit den Chancen neue Technologienzu nutzen, um weitere Klimakatastrophen zu verhindern, zu existieren scheint.
    Was für Lobbyisten und Berater*innen sind denn im Namen der Bevölkerung bei den Regierenden beschäftigt? Wieso werden wir nicht auf der Welle der nötigen Veränderungen, die sich durch die Pandemie-Situation ergeben haben, mitgenommen? Sovielen Menschen ist gerade jetzt klar geworden, dass ein „Weiterso“ nicht geht. Warum holen die Parteien uns nicht ab?

  • von Markus P.

    NATÜRLICH BIN ICH WEITER DABEI!!! Leben IST Veränderung. Das könnte auch mal in der Politik ankommen.

  • von Ursula Steinke

    Die Politik muss unsere Energieriesen in die Verantwortung nehmen.Jetzt.Die konventionellen Kraftwerkbetreiber haben sich genug Goldene Karten verdient und müssen damit auch finanziell in die Pflicht genommen werden.Dieses gilt auch für die Atom- Kraftwerksbetreiber plus Atommüll.
    Im Bereich erneuerbarer Energien ist viel entwickelt worden.Das ist gut so und wunderbar.
    Die Menschen können nicht einfach die Beziehung zur Natur brechen.
    Dadurch ist unser Planet immer mehr am Limit.Es ist genug Bewusstsein auf der Erde um erneuerbare Kreislaufsysteme zu Fördern und zu Leben.
    Wir brauchen einen mutigen Neuanfang aus der Sackgasse.

  • von Bernhard Mleczko

    Wir in Deutschland schalten Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke ab und kaufen dann teuren Atomstrom aus dem Ausland welchen Sinn macht das.

  • von Anette Kontner

    Es ist unfassbar, dass immer noch Dörfer für den Kohleabbau geräumt und Menschen zwangsumgesiedelt werden!

  • von Ruth Tröster

    Ich finde es unerträglich, dass für den Kohleabbau immer noch enteignet wird.
    Die Arbeitsplätze in weit höherer Zahl, die bei den Erneuerbaren verloren gingen, haben niemanden „gejuckt“.

    Auf die Wahl zu setzen, ist ein guter Plan.

    Auch wenn ich mit meiner Wahlentscheidung bisher noch nie Glück hatte: Egal welche und wie viele Fakten gegen CDU/CSU sprechen, diese Partei vertritt – auf Teufel komm raus – letztlich doch wieder auch „meine Interessen“.

  • von Margret Weiland

    Machen Sie weiter so!

  • von Maria Schulte

    Ich schließe mich der Meinung von Christoph Bautz an. Ohne die Grünen wird es keinen früheren Kohleausstieg geben. Das Jahr 2038 liegt in weiter Ferne.
    Ich dachte, ich höre nicht richtig, als ich diese große Zeitspanne in den Nachrichten vernommen habe. Die Lobbyisten und großen Konzerne belagern die Politiker um ihre Interessen durchzusetzen, das Wohl der Bevölkerung und der Umwelt interessiert dabei in keiner Weise. Es geht nur um sehr viel Geld und Macht. Der Klimawandel lässt sich nicht verleugnen und es darf nicht immer aufgeschoben werden. Es ist höchste Zeit.
    Dass die großen Konzerne dann auch noch auf Kosten der Steuerzahler subventioniert werden, ist ein Skandal.

  • von Klaus Schwager

    Das Arbeitsplatzargument beim Kohleausstieg ist wirklich nicht nachvollziehbar. Angeblich geht es um ca. 25.000 Arbeitsplätze von gut ausgebildeten Fachkräften. Allein in Sachsen, so war vor Corona zu lesen, werden 100.000-sende von Facharbeitern gesucht. Passt irgendwie nicht.
    Bei Ausbau der Regenerativen sollten allerdings zwei Sachen bedacht werden. Die Zahl der großen Windräder auf dem Land muss endlich sein und es müssen die europäischen Nachbarländer in Nordafrika vielmehr in den Herstellungsprozess eingebunden werden. Große Solarkraftwerke schaffen dort Arbeitsplätze und Einnahmen und der Anschluss an das europäische Stromnetz kann auch kein Problem sein. Da hätten dann alle etwas davon.

  • von Horst Ripke

    Nichts ist in dieser Zeit wichtiger als den Ausstoß klimaschädlichen Gase drastisch und schnell zu reduzieren. DAS ist UNSERE Verantwortung unseren Kindern und Kindeskindern gegenüber. Dafür gilt es Einzustehen. Es ist erschreckend wie viele Bürger dass einfach ignorieren und wohl glauben sie hätten ein Recht darauf weiterhin soviel Dreck in die Luft zu blasen wie sie möchten. Ist das vielleicht egoistisch? Die Lobbyisten der großen Energieerzeuger haben da in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet um das Volk zu verdummen und sie gegen die alternativen Energien aufzuhetzen.
    In der Aufzählung der Maßnahmen fehlt aus meiner Sicht ein ganz wichtiger Punkt.
    Als erstes muss noch in diesem Jahr der wirtschaftliche Weiterbetrieb der PV Anlagen gesichert werden, die ab Ende dieses Jahres aus dem EEG fallen.

  • von Heinz Heuss

    Ich frage mich immer, wie die Leute darauf kommen das die Grünen was mit der Umwelt zu tun haben. Dann könnte mann ja auch behaupten die SPD wäre Sozialdemokratisch oder die CDU/CSU Christlich. Davon koennt ihr euch verabschieden es geht nur um Posten auch bei den Grünen, ich muss es wissen den ich wohne in Hessen und sehe was unser Flughafen und Autobahnminister so treibt. Den früher gab es mal den Spruch an ihren Taten sollt ihr sie messen nich an ihren Worten.

    Mfg

    Heinz Heuss

  • von Werner Jasper

    Ich denke, dass Sie voll richtig liegen. Ein paar Fakten, zur Unterstützung dieser Behauptung. Der VDI, ein eigentlich ganz zurückhaltender Verein, der sich nie in den Vordergrund von Forderungen oder Richtungsvorgaben drängelt, hat sich voll zu der Wasserstofftechnologie bekannt. Mit Strom kann ich den Wasserstoff vom Sauerstoff trennen, kann dann den Wasserstoff verschieben, da wo ich Energie brauche, dann führe ich den Wasserstoff wieder mit Sauerstoff zusammen, das Ergebnis ist Wasser und Energie.
    Wenn ich den Strom aus Wind- oder Sonnenenergie erzeuge, dann habe ich keine Entsorgungsprobleme. Wir haben – wenn wir Klima sagen, dann sagen wir etwas ausführlicher geschrieben, das Wetter auf dieser unserer einzigen Erde – genügend Flächenbereiche, wo wir nur aus der Sonnenenergie so viel elektrische Energie herausholen könnten, dass wir alle versorgt werden können. Von daher dürfen wir nicht nur den Weg für unser Umfeld Deutschland wählen, sondern er muss auch für die Erde gelten.

  • von Regine Zeh

    Es ist schon seltsam, dass beim Kohleausstieg immer mit der Arbeitsplatzkeule geschwungen wird. Auch von den Gewerkschaften!
    Gibt es denn überhaupt keine Ideen/Pläne/etc. in welchen Sektoren stattdessen Arbeitsplätze entstehen könnten? Dafür könnte es ja dann meinetwegen auch gerne Aufbauhilfen geben. Da wäre das Geld auf alle Fälle besser angelegt, als die Kohle weiter zu subventionieren.

  • von Giovanna Salabe

    Kalimera, war schon immer umweltbewusst und darauf bedacht Energie zu sparen. Ich besitze kein Auto.
    Lebe seit einem Jahr in Griechenland, wo dank des kräftigen Windes und der deutschen Industrie schon auf vielen Bergen Windanlagen stehen und noch weitere geplant sind. Genauso stark wächst der Unmut in der Bevölkerung. Mitunter handelt es sich um Umweltschützer selbst und linksdenkende Menschen. Wie kommt das?
    Die Griechen, eine Randfigur der europäischen Politik, haben zu Recht – siehe die griechische Geschichte der letzten 150 Jahre – das Gefühl ein Spielball der grossen europäischen Mächte zu sein. Alle Regierungen, im Grunde auch Syriza, machen immer einen grossen Kniefall v.a. gegenüber Deutschland, um im laufenden kapitalistischen System einen Platz, einen schlechten Platz, zu behalten. Die Ziegenwirtschaft mit ihrer wertvollen Milch- und Käsewirtschaft, die verbleibenden Bewohner der Berge und unser aller Erholungsraum, die unberührte Natur werden unwiederbringlich zerstört.

  • Was Christoph Bautz zusammengestellt hat, kann ich in jedem einzelnen Punkt voll unterstützen.
    Mehr noch: In meinem gesamten Umkreis – und das sind viele sehr verschiedenartige Menschenkreise – wächst der Widerwille gegen dieses Ignorieren des Bürgerwillens durch die Regierung zugunsten der Industrien.
    Ja, es IST TATSÄCHLICH ein Problem, bei schnellerem Vorgehen den Verlust der zahllosen Arbeitsplätze zu kompensieren. Aber deshalb diese überlange Ausstiegsfrist ? Braucht man wirklich 18 Jahre, um dem Arbeitsplatzproblem beizukommen? Nein, sicher nicht. Diese Schonung ist eindeutig im Blick auf die Industrien eingerichtet worden.
    Es geht um Geld, nicht um Menschen.

  • von Martin K.

    Das hört sich in meinen Ohren alles gut und richtig und wichtig an – UND/ABER: mindestens ebenso wichtig ist der Einsatz für einen Umbau unseres gesamten kapitalistischen Wirtschaftssystems hin zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Gemeinwohlwirtschaft, denn das Energieproblem ist ja nur eines unter vielen anderen, das unser Wirtschaftssystem erzeugt und unser aller Lebensgrundlagen bedroht. Es geht um einen kompletten Systemwechsel, der auch schnell kommen müsste. Das zu vernachlässigen, würde nur zu einem Erfolg auf einem ‚Nebenkriegsschauplatz‘ führen, während wir immer weiter in den Abgrund schlittern. Ich finde, da müsste viel mehr passieren – also der große Plan, die langfristige Vision brauchen viel viel mehr Bewusstsein und Öffentlichkeit in meinen Augen!

  • von Roland Gangl

    Verdammt noch mal, warum wollt Ihr es nicht anders?
    Wenn endlich alle Aktiven von Compact, Fridays-for-future und weiteren ähnlich denkenden Aktionsgruppen unsere demokratischen Parteien fluten, und zwar alle (!) demokratischen Parteien, dann kann schon bei der nächsten Bundestagswahl eine völlig neue Situation bestehen und unsere Ziele sind dann keine Utopie mehr.
    Wir können davon ausgehen, dass alle demokratischen Parteien zusammen maximal 1,5 Millionen Mitglieder haben. Davon sind bei optimistischer Schätzung höchstens 20 Prozent an den Entscheidungen aktiv beteiligt. also 300.000 Menschen, die in Deutschland entscheiden, wer für den Bundestag kandidiert und was in den Parteiprogrammen steht.
    Da wäre es doch ein leichtes für alle umweltbewussten Menschen, diese wenigen Menschen in den Parteien zu überstimmen und Kandidatinnen und Kandidaten aufzustellen, denen unsere Zukunft nicht egal ist. Statt zu demonstrieren, rollt die Parteien von innen auf!

  • von Wolfgang Morscheck

    Sorry meine Ausdrucksweise, es ist zum Abkotzen, wie alles in der Politik wo die Lobbyisten ihre Finger im Spiel haben, und die haben ihre Finger überall drin!!

    Der Bremsklotz Deutschland in Europa und in der Welt, nie klotzen nur kleckern, nie Tacheles reden nur Duckmäusern….traurig, traurig,
    und da wundern die Politiker sich, das die Rechten und Linken Zulauf haben!!

    Deutschland schafft sich selber ab, auf allen Feldern der Politik!!

    Grüssle
    W. M.

  • von Bernd Heinrich

    Wir hängen in Deutschland noch viel zu sehr in alten Denkrillen fest und blockieren uns damit. Windräder ja klar – aber bitte nicht bei mir … aber dann braucht es ja eine Stromtrasse – aber doch bitte unterirdisch … und schon sind wir in den alten Grabenkämpfen und es geht nicht vorwärts. Wir können nicht sagen „raus aus der Kohle“ und uns dann ständig neue Steine in den Weg legen. Wer hat nochmal gesagt, „es muss ein Ruck durch diese Gesellschaft gehen“? Ja klar, das war in anderem Zusammenhang, aber es stimmt auch hier. Und unsere Regierung hat es noch nicht mal Läuten hören…

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Veröffentlicht von Christoph Bautz

Christoph Bautz ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Er gründete 2002 gemeinsam mit Felix Kolb die Bewegungsstiftung, die Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen fördert. 2004 initiierte er mit Günter Metzges und Felix Kolb Campact. Seitdem ist er Geschäftsführender Vorstand. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrats von WeMove, der europaweiten Schwesterorganisation von Campact, sowie der Bürgerbewegung Finanzwende.