Fußball-WM in Katar boykottieren

Mitreißendes Fußballmärchen für die Öffentlichkeit – Ausbeutung, Zwangsarbeit und Lebensgefahr für Tausende Arbeiter*innen aus dem Ausland. Für eine prunkvolle Fußball-Weltmeisterschaft werden im Gastgeberland Katar systematisch Menschenrechte verletzt. Henning Uekötter fordert mit einer Petition auf WeAct: Der DFB muss die WM boykottieren.

von  Olga Perov 3 Kommentare
Mohammad Shahid Miah aus Bangladesch starb an einem Elektroschock, als Wasser in seiner Sammelunterkunft auf offene Kabel traf. Madhu Bollapally aus Indien verstarb mit 43 Jahren – angeblich an Herzversagen. Seit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 an Katar sind dort 6.500 Arbeiter*innen umgekommen.

83 Prozent der Deutschen lehnen die Fußball-WM in Katar ab

Die Qualifikationsspiele sind gerade gestartet. Die WM rückt jetzt immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit – und damit auch die systematischen Menschenrechtsverletzungen. Doch das autoritäre Regime in Katar nutzt die WM einfach weiter als große Werbeshow. In Norwegen, Dänemark, den Niederlanden und Deutschland fordern große Fußballfan-Initiativen bereits den Boykott. Selbst im Fußball-Land Deutschland lehnen 83 Prozent der Bevölkerung die WM in Katar ab.

Fordere jetzt den Boykott der Fußball-WM

Dazu gehört auch Henning Uekötter aus Bayern. Mit seiner Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, will er den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zum Boykott aufrufen – damit ihm andere Verbände folgen. Mit Zehntausend Unterschriften will Hennig Uekötter zeigen: Die Menschen wollen kein Fußballmärchen, das Leben kostet. Bitte unterzeichne jetzt seine Petition auf WeAct.

Der DFB betont immer wieder, dass er mit Fußball Brücken bauen und im sanften Dialog Verbesserungen erreichen will. Vor dem ersten WM-Qualifikationsspiel trug die Nationalelf „Human Rights“ auf ihren Trikots. Genau diese Menschenrechte werden in Katar gnadenlos verletzt. Doch von Kritik am Gastgeberland: keine Spur.

Verletzung der Menschenrechte

Immer wieder hat das Regime von Katar Verbesserungen der Arbeitsbedingungen angekündigt. Doch für die Arbeiter*innen hat sich bisher kaum etwas getan. Zu echten Veränderungen wird Katar erst dann bereit sein, wenn es auch echte Konsequenzen gibt.

Fest steht: Der DFB darf keine Werbebühne für ein Regime sein, das über Leichen geht. Um die Ausbeutung der Arbeiter*innen in Katar zu beenden, braucht es mehr als symbolische Gesten. Fordere den Deutschen Fußball-Bund zum Boykott der Fußball-WM auf. Unterzeichne jetzt die WeAct-Petition.


Mit WeAct Politik bewegen

Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da viele Campact-Aktive die Petitionen unterstützen, möchten wir Dich gerne darauf hinweisen.

Jedes Jahr werden Tausende Menschen auf WeAct aktiv. Sie schließen sich zusammen und bewegen so Politik im Großen und Kleinen:

Politische Veränderung lebt von Menschen, die den ersten Schritt machen. Starte auch Du Deine Kampagne auf WeAct!

3 Kommentare

  • von Wehhofer

    Diese Zeit ist es mir wert, einen Kommentar zu schreiben. Auch die Fußballspieler auf dem Sportplatz Hintertupfing haben ihren Spaß, man muss nicht Millionen einstreichen, um dabei zu sein u nd alles mitzumachen.

  • von Margarete Hagedorn

    Ich bin kein Fußballfan, dennoch, jedesmal als Fußball-WM war, hat mich das WM-Fieber doch gepackt und habe im Fernsehen hingeschaut und mich gefreut, wenn Deutschland gewonnen hat.
    Nun, wenn Ende 2022 wieder WM ist, jetzt die Stadien gebaut werden und dort im orientalischen Katar Menschenrechte der Bauarbeiter-Innen nicht beachtet werden und vermutlich nur einen geringen Lohn, die Funktionäre und die Spieler aber übermäßig viel zu viel Geld bekommen, kann ich dieses Unverhältnis nicht ertragen.

    Die deutschen Fußballer sollten an dieser WM besser nicht teilnehmen, der DFB schon jetzt den Weiterbau boykottieren, den Erbauern der Stadien eine Entschädigung zahlen und sich mit den Regierenden dort um die Menschenrechte kümmern. Eine WM kann dann auch später stattfinden. n.

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Ich bin kein Fußballfan und werde
    auch keiner das hat mehre Gründe zu mal
    der Fußball nur noch Geldmacherei ist, die
    Ablösesummen die für manche Spieler gezahlt
    werden sind völlig aus dem Ruder gelaufen
    Ihr habt recht damit das man die Fußball WM
    in Katar stoppen soll,ich glaube nicht das der
    DFB der Forderung nach kommt und aus der
    WM ausseigt.

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Olga Perov

Olga Perov studierte European Studies und Internationale Studien/Friedens- und Konfliktforschung. Erste Erfahrungen in der NGO-Pressearbeit sammelte sie bei Reporter ohne Grenzen. Von 2017 bis 2019 war sie Pressevolontärin bei Campact. Seit Oktober 2019 arbeitet sie als Campaignerin bei WeAct.