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Dachau steigt aus: Keine Beteiligung an Kohlekraftwerken

Das Ergebnis ist eindeutig und doch denkbar knapp: In einem Bürgerentscheid haben sich gestern 62 Prozent der Dachauer Bürger/innen für den Ausstieg ihrer Stadtwerke aus den Kohlekraftwerken in Lünen und Krefeld entschieden. Zwar ist die Ablehnung der Kohlekraft eindeutig, doch wurde das Quorum, mit dem der Entscheid rechltich bindend wurde, nur um knapp 300 Stimen […]

Das Ergebnis ist eindeutig und doch denkbar knapp: In einem Bürgerentscheid haben sich gestern 62 Prozent der Dachauer Bürger/innen für den Ausstieg ihrer Stadtwerke aus den Kohlekraftwerken in Lünen und Krefeld entschieden. Zwar ist die Ablehnung der Kohlekraft eindeutig, doch wurde das Quorum, mit dem der Entscheid rechltich bindend wurde, nur um knapp 300 Stimen überschritten.

Damit haben sich Bürger/innen erstmals erfolgreich in einer Abstimmung gegen den Kohlekurs ihrer Stadtwerke durchgesetzt – und das, obwohl die Kraftwerke über 600 Kilometer weiter weg entstehen sollen.

Herzlichen Glückwunsch nach Dachau!

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6 Kommentare

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  1. Kohle und Öl sind irgendwann zu Ende, anstatt frühzeitig umzudenken schützt man die Lobbyisten, damit vor dem Supergau noch genügend „Kohle“ verdient werden kann. Die Zukunft besteht entweder aus Millionen von Minikraftwerken regenerativer Energien, die jeder selber betreiben kann, oder aus Sonnenstromimporten von der Sahara, wofür man aber ein anderes Netz braucht. Entweder man tut was im eigenen Lande oder man bezahlt in Zukunft immer jemanden der im Ausland ein Monopol besitzt.

  2. Hurra, wir verschähen unsere eigene Kohle-Energierohstoffbasis, nur um teure sogenannte erneuerbare Energie mit diffuser Angebotsbilanz wie Gottesanbeter zu konsumieren. Wer soll denn die Haldenkohle und die noch sinnloser Weise immer noch weiter geförderte Kohle mögen? Keiner traut sich, in den Kohlerevieren gegen den weiteren Abbau von Kohle zu demonstrieren. Ich nenne das Feigheit oder auch Demagogie. Warum braucht der dt. Energiemarkt zusätzliches Erdgas aus Rußland? Dagegen wird leider auch nicht demonstriert. Die Politik sollte die nat. Bedingungen besser nutzen, als fremde Leistungen in Anspruch nehmen, und dazu gehört eben Kohle und auch Atomkraft. Warum demonstriert keiner gegen die überhöhten Energiepreise aus Wind?

    • Liebe/r debema,

      die Handelswege der Energieträger sind sicherlich nicht ganz unproblematisch zu betrachten. Ölkatastrophen, Rentenstaaten, Tagebau-Restlöcher und Kriege um die Vorherrschaft bei der Ausbeutung sind nur einige der entstehenden Folgeprobleme. Aber ist es gerade deswegen nicht sinnvoller Energiequellen zu nutzen, die keine (fossilen) Rohstoffe für die Energiebereitstellung benötigen? Sollte nicht deswegen mehr Energie in die Erforschung erneuerbarer Energiequellen gesteckt werden, um auf klimaschädliche Kohlekraftwerke verzichten zu können, ohne Strom nur zeitlich begrenzt zur Verfügung zu haben?

      Im Übrigen ist der Kohlebergbau hierzulande ebenso klimaschädlich, wie der andernorts und die Kohle für die Kraftwerke Lünen und Krefeld würde importiert und nicht etwa in der Zeche Auguste Viktoria gefördert.

  3. Wenn man die Bürger immer entscheiden lassen würde, wäre das Ergebnis für Erneuerbare Energien und gegen Atomkraft und Kohle eindeutig – und die Politik müsste handeln.

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