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Anti-Kohle-Kette: Weg mit dem Klimakiller Kohle!

Heute hat der Bundesrat endgültig der Deformierung des EEG zugestimmt. An unserer Einschätzung von vorletzter Woche hat sich wenig geändert. Denn der Bundesrat hat das Gesetz einfach abgenickt. Damit ist es endgültig: Die Energiewende macht einen Schritt zurück in Richtung Kohlezeit. Für uns ist die Sache damit nicht vorbei. Im Gegenteil: Wenn die Kohle die […]

Heute hat der Bundesrat endgültig der Deformierung des EEG zugestimmt. An unserer Einschätzung von vorletzter Woche hat sich wenig geändert. Denn der Bundesrat hat das Gesetz einfach abgenickt. Damit ist es endgültig: Die Energiewende macht einen Schritt zurück in Richtung Kohlezeit.

Für uns ist die Sache damit nicht vorbei. Im Gegenteil: Wenn die Kohle die Energiewende blockiert, müssen wir die Kohle blockieren. Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger – und in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Noch immer werden neue Tagebaue geplant, die die existierenden CO2-Schleudern auch in Zukunft befeuern würden. Dabei müssen wir dringend raus aus der Kohleverbrennung, die das Klima zerstört.

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Deswegen wollen wir ein deutliches Zeichen für den Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle setzen – und rufen gemeinsam mit einem breiten Bündnis auf zur internationalen Anti-Kohle-Kette in der Lausitz am 23. August 2014.

Warum die Lausitz?

Trotz der Energiewende ist die Kohle in der Lausitz, südöstlich von Berlin, weiter auf dem Vormarsch – neben dem rheinischen Revier der wichtigste Braunkohlelieferant in Deutschland. In Deutschland und Polen wollen Kohlekonzerne mehr als 5.000 Menschen umsiedeln, um weitere Tagebaue aufzuschließen. Dabei ist Braunkohle der klimaschädlichste Energieträger. Jahr für Jahr blasen die Lausitzer Kohlekraftwerke Jänschwalde, Boxberg und Schwarze Pumpe, die dem schwedischen Staatskonzern Vattenfall gehören, etwa genauso viel klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre wie ganz Schweden – gut 53 Millionen Tonnen. Und die Auswirkungen auf die Natur sind immens. Versauerte Seen, verockerte Flüsse, ganze Landstriche, die wegen Rutschungsgefahr nicht mehr betreten werden dürfen – die katastrophalen Umweltschäden der Braunkohletagebaue sind in der Lausitz allgegenwärtig.

Anfang Juni sorgte die Genehmigung für den Tagebau Welzow Süd II für Aufregung. Die Brandenburgische Landesregierung hat Vattenfall den Aufschluss dieses Tagebaus gegen große Proteste – auch von Campact – erlaubt. Dabei hatte Die Linke, die an der Landesregierung beteiligt ist, noch im Wahlkampf ihre Zustimmung zu neuen Tagebauen ausgeschlossen – ein glasklarer Bruch eines Wahlversprechens, wie er selten vorkommt.

Doch im September wird in Brandenburg erneut gewählt – unsere Chance, die Braunkohle zu einem Aufreger zu machen, an dem die zukünftige brandenburgische Regierung nicht vorbeikommt. Weil Brandenburg ein wichtiges Braunkohleland ist, ein wichtiger Meilenstein im Kampf für den Kohleausstieg!

Der Widerstand gegen den Klimakiller Kohle wächst – sei am 23. August in der Lausitz dabei, wenn die Bewegung gegen Braunkohle sich zeigt.

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Autor*innen

Dr. Chris Methmann ist Geschäftsführer von foodwatch Deutschland. Vorher hat er bei Campact Kampagnen geleitet. Als langjähriger Aktivist und Campaigner in der Klimabewegung streitet er für ein Ernährungssystem, das die Grenzen unseres Planeten endlich respektiert – und setzt sich dafür ein, dass nur ehrliches, gesundes und zukunftsfähiges Essen auf unseren Tellern landet. Alle Beiträge

11 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. … Und wenn man Leute befragt, wieviel es CO2 in der Luft gäbe, sind die Schätzungen 10-90 Prozent.. Dabei sind’s gerademal 0,037 bis max. 0,04. und die “ ewige menschliche Schuld “ sind’s gerademal 3 proz. daraus. Also gigantische Menge, sprich grob 0,0099. Es seien aber gerade diese neuner, die so fürchterlich seien, drei Stellen hinterm Komma. Wahrlich höchst kenntnisreiche Mathematiker. Sowas lernt man in der Baumschule, und alle heute sind in der ! Also in Klartext: vor der CO2-Hype wars das FCKW und Ozonloch. Dabei ist dieses „Gift “ siebenmal schwerer als Luft . Und Keiner hat’s gefressen, weil Denken bekanntlich nur Elefanten vorbehalten ist wegen deren großen Schädels. Sonstig ebendiese gigantische Zahl von 0,0099 sitzt in der hohlen Birne. Meine unendlich große Bewunderung den humanen Großaffen !! Wie deren Gequatsche mit den ehs und hms. Dressiert und bar jeglicher eigner Sprachkontrolle. Es lebe die Verblödung.

  2. Laut Wikipedia beträgt der Flächenverbrauch für Braunkohle ca. 2400 km2 (50 x 50 km). Würde man diese Fläche mit Photovoltaik belegen, bei einer Flächennutzung von 70%, ergibt das bei Annahme von 0,13 kWp/m2 Modulfläche, 1000 kWh/a pro kWp einen Jahresertrag von 218 TWh (man könnte eine ähnliche Rechnung auch mit Wind anstellen, wohl noch günstiger). 2013 wurden aus Braunkohle 162 TWh Strom erzeugt. Danach war diese Menge Braunkohle verschwunden. Die entsprechende PV-Fläche würde auch in den Folgejahren immer wieder die obige Menge Strom erzeugen. Sollte obige Rechnung auch nur etwa stimmen, zeigt auch dies (zusätzlich zur CO2-Bilanz, Grundwasser etc. ) den kollektiven Wahnsinn unserer Energiepolitik.

  3. Hallo,
    echt klasse das es EUre Aktionen gibt und auch gegen klimaschädliche Unternehmen. Ich persönlich spare was das Zeug hällt. Kehre ich mit meinen Kaufverhalten den Industriemächten den Rücken. Ich gehe nicht in Supermerkte wo das Obst und Gemüße extra angestrahlt wird damit es in leuchtenden Farben glänzt. Wenn es der Winter erlaubt mache ich meinen Kühlschrank aus. Ich esse sehr wenig Käse, trinke keine Milch und esse kein Brot und keine Wurst. Aber ein Frühstücksbrötchen mit Butter und Gurke oder Salat lasse ich mir als Starter nicht nehmen. Denn wenn ich Brötchen kaufe, dann besser ohne Papiertüte, denn kann man manchesmal gar nicht so schnell guggen ist es von dem Menschen der die Dinger verkauft schon eingepackt. Kaufe sowieso lieber Dinge die nicht eigepackt sind. Losen Tee im Sieb aufbrühen. Paprika werden oft im Dreierpack angeboten, lieber einzeln kaufen. Lebensmittel mit wenig oder keinem Zucker kaufen. usw. Fahre schon seit ca 18 Jahren ein und das selbe Fahrrad. Kaufe Klamotten eher selten und auch gern gebraucht. Kaufe gern Dinge, die eine sehr lange Lebensdauer haben und vor allen dingen wenig Strom verbrauchen. Ernähre mich vom nötigsten. Muss nicht an jeder Ecke etwas zu knappern auf die Hand nehmen oder beim Einkaufen den Schnellimbiß oder Pizzaria besuchen. Esse gern mal im Sommer kalt, vorwiegend Salat. Kaufe keine Mineralwasser, das Wasser kommt bei mir aus der Leitung. Und wenn ich einen Garten hätte, so würd ich selbst Obst und Gemüße anbauen. Ich besitze auch keinen eigenen Drucker, wenn ich etwas ausdrucken will, dann gehe ich in den Kopieshop oder speichere es als pdf-Datei. Auch wenn ich auf Ämtern bzw. Behörden bin, sage ich meine Meinung, was das mit der Papierverschwendung soll…da gehört es dazu, das man den Beitragsservice (Alias GEZ) regelmäßig beschimmft. Wer Kinder hat, kann in Schulen und Kindergärten aktiv werden. Auch hier habe ich die Leitungen der Einrichtungen gegen den Dokumentationswahn schon hart attakiert. Wenn es nach mir gehen würde, mache ich die Hälfte aller ErdenMenschen arbeitslos und stelle sie in den unseren gemeinsammen großen Gemüße und Obst Garten unserer Erde wieder ein. Selbst eine Brot- und Kaffeemaschine besitze ich nicht. Demnächst werde ich meinen E-vier-Platten-Herd den Gar aus machen und mir ein kleineres Stromsparendes Modell kaufen. Aber da bin ich noch auf der Suche. Denn ein 35 EUroModell tut es nicht! Denn schließlich soll er ja 20 Jahre oder länger halten. Wie mein Handy ist jetzt ca 8 Jahre alt und die Karte darin ist etwas älter. Das heißt ich habe immer noch meine erste Handykarte und musste keinen Menschen beschäftigen, die mir eine zweite herstellen mit einer neuen Nummer und Papier und Druckerschwärze verbraucht für einen neuen Vertrag.
    Ich hoffe, das ich mit meinen Beitrag Energie spare, dies merkt man sehr leicht an seiner Stromrechnung.
    Und auch einge Menschen in meinem Umfeld konnt ich mit meinen kleinen Aktiönchen schon begeistern.

  4. Lieber Kevin, in ganz Deutschland arbeiten ca. 17.000 Menschen in der Kohle, mehr als 300.000 Jobs wurden mit den erneuerbaren Energien geschaffen, davon ca. 12.000 allein in Brandenburg. Da liegt die Zukunft. Was sollen denn die kleinen Leute und ihre Familien machen, wenn in nicht allzu ferner Zukunft das Land durch Kohleabbau zerstört und Seen und Flüsse verseucht sind? Die Kohle endet in jedem Fall.

  5. Wenn wir seit gut 30 Jahren von erneuerbaren Energien sprechen und wissen, daß Kohleförderung nicht endlos funktioniert, dann sollten wir endlich mit dem Voll-Einstieg in saubere Energie beginnen und die alten Kamellen sein lassen !!

  6. Sicher sind eure Aktionen bemerkenswert. Aber habt ihr schon mal bedacht, dass eine kleine Region wie wir hier wenig zum gesamten Klimawandel beitragen können, es weitaus schlimmere Dinge als Kohle gibt und vor allem: Was ist mit den Beschäftigten in der Kohleindustrie durch Vattenfall und weitere Unternehmen (die einen großen Anteil der Arbeitnehmer in vielen Tagebauregionen ausmachen)? Wenn die Kohleförderung endet, wo finden diese Menschen dann trotz demografisch und strukturell schlechten Bedingungen eine neue Arbeit?

    Das ist euch und den Mitstreitern nicht so wichtig. Es geht ja ums große Ganze. Aber dass der kleine Mensch und mit ihm seine Familie dann finanziell auf der Strecke bleiben, wird außer Acht gelassen.

    • Lieber Kevin,
      uns ist nicht egal, was mit Familien und kleinen Menschen passiert. Ganz im Gegenteil. Kohle ist ein klimaschädlicher und endlicher Energieträger und langfristig kein Garant für sichere Arbeitsplätze. Zumal die relativ stark automatisierte Kohleindustrie auch weit weniger Arbeitsplätze schafft als die Erneuerbaren Energien. Gerade in Brandenburg gibt es enorme Potentiale für den Ausbau der Windkraft aber auch der Photovoltaik mit Freiflächenanlagen.

    • Es wird dieses Jahrhundert das fürchterlichste werden, das die Menschheit jemals erlebt und erlitten hat. Eine perfekteste Ausbeutung der Ressourcen, dazu das ungesteuerte menschliche Wachstum zur totalen Ausbeutung der Erde. Dazu ein Buch: die Plünderung der Welt. Man braucht Nerven wie Drahtseile um es zu lesen. Meine Aufforderung, es sich zu beschaffen. Dann weiß man, worauf sich einzurichten. Und da quaken Leute über „regenerativ“! Im ARD-Videotext täglich die Energieerzeugung in Wind und Solar auf Tafeln 187-190. am 14.1.14 waren’s gradmal je Ein Prozent. Meine Gratulation ! Dann könnt ihr alle die Bratpfanne mit ins Bett nehmen und eure Hühnereier kochen. Ein Hurra der Blödheit !

    • … Und wenn man Leute befragt, wieviel es CO2 in der Luft gäbe, sind die Schätzungen 10-90 Prozent.. Dabei sind’s gerademal 0,037 bis max. 0,04. und die “ ewige menschliche Schuld “ sind’s gerademal 3 proz. daraus. Also gigantische Menge, sprich grob 0,0099. Es seien aber gerade diese neuner, die so fürchterlich seien, drei Stellen hinterm Komma. Wahrlich höchst kenntnisreiche Mathematiker. Sowas lernt man in der Baumschule, und alle heute sind in der ! Also in Klartext: vor der CO2-Hype wars das FCKW und Ozonloch. Dabei ist dieses „Gift “ siebenmal schwerer als Luft . Und Keiner hat’s gefressen, weil Denken bekanntlich nur Elefanten vorbehalten ist wegen deren großen Schädels. Sonstig ebendiese gigantische Zahl von 0,0099 sitzt in der hohlen Birne. Meine unendlich große Bewunderung den humanen Großaffen !! Wie deren Gequatsche mit den ehs und hms. Dressiert und bar jeglicher eigner Sprachkontrolle. Es lebe die Verblödung.

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