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Kohle killt Klima – wir killen die Kohle!

Zusammen mit einem breiten Bündnis ruft Campact auf zur Anti-Kohle-Kette am 23.8. in der Lausitz südöstlich von Berlin. Denn dieses Desaster geht uns alle an: In der Lausitz pflügt der Energiekonzern Vattenfall auf der Suche nach den letzten Krümeln Braunkohle eine alte Kulturlandschaft um.

Zusammen mit einem breiten Bündnis ruft Campact auf zur Anti-Kohle-Kette am 23.8. in der Lausitz südöstlich von Berlin. Denn dieses Desaster geht uns alle an: In der Lausitz pflügt der Energiekonzern Vattenfall auf der Suche nach den letzten Krümeln Braunkohle eine alte Kulturlandschaft um. Wenn wir die Bagger nicht aufhalten, werden sie mehr zerstören als die Dörfer und die Umwelt in der Region. Denn Braunkohle bringt das Klima aus dem Takt. Schon heute bedrohen extreme Stürme, Dürren und Hochwasser Millionen von Menschenleben.

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Die Menschen in der Lausitz wollen das nicht länger hinnehmen. In zwei Wochen – am Samstag, 23.8.2014 – planen Bürger/innen aus der Region eine lange deutsch-polnische Menschenkette gegen Kohle. Doch sie brauchen unsere Unterstützung, um dem mächtigen Kohlekonzern die Stirn zu bieten. Zusammen mit einem breiten Bündnis mobilisieren wir daher zur internationalen Anti-Kohle-Kette zwischen dem deutschen Kerkwitz und dem polnischen Grabice – zwei von der Abbaggerung bedrohten Dörfer.

Gemeinsam können wir den Angriff auf Energiewende und Weltklima stoppen

Aus ganz Europa haben sich bereits Aktivist/innen angekündigt. Aus vielen Städten Deutschlands fahren zahlreiche kostengünstige Busse und Bahnen zur Anti-Kohle-Kette. Gemeinsam wollen wir diesen Tag zu einem Startsignal für eine Bewegung für den Kohleausstieg machen.

Braunkohle zerstört Leben: Ganze Dörfer und ihre Geschichte verschwinden von der Landkarte. Flüsse und Seen veröden. Mondlandschaften ersetzen Hügel, Wälder und Felder. Und die Auswirkungen für das Klima sind fatal. Kein anderer Energieträger bläst mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre, wenn er in Strom umgewandelt wird. Hinzu kommen Umweltgifte, die unsere Gesundheit schädigen. Acht Braunkohlekraftwerke sind zum Beispiel für 40 Prozent des Quecksilberausstoßes in Deutschland verantwortlich.

In den vergangenen Jahren haben Bürgerinitiativen und Umweltverbände viele neue Kohlekraftwerke verhindert. Und die Bürgerbewegung, die in diesem Frühjahr gegen die EEG-Reform entstanden ist, hat gezeigt: Mehr und mehr Menschen sind bereit, für eine saubere und klimafreundliche Energieversorgung auf die Straße zu gehen. Die Zeichen stehen günstig, dass wir gemeinsam den Ausstieg aus der Kohle zu einem Thema machen, an dem bei Wahlen keine Partei mehr vorbeikommt – so wie es beim Atomausstieg war.

Die Saat dafür wird jetzt in der Lausitz gelegt. Im Frühjahr hat die rot-rote Koalition den neuen Tagebau Welzow Süd II genehmigt – und erlebte eine Welle der Empörung. Im vergangenen Wahlkampf noch hatte die Linke versprochen, einem neuen Tagebau nicht zuzustimmen. Nun wird im September in Brandenburg erneut gewählt: Stellen sich jetzt viele Menschen gegen die Bagger, wird die künftige Koalition neue Tagebaue kaum anzufassen wagen – ein bundesweites Signal, das als Startschuss für den Ausstieg aus der Kohlekraft wirken kann.

So machen wir klar: Wir lassen die Kraftwerksbetreiber keine Profite auf unsere Kosten machen. Deren Kraftwerke sind meist abgeschrieben. Und weil sie für die Folgeschäden nicht aufkommen müssen, ist Braunkohlestrom so billig, dass er an der Strombörse klimafreundlicheren Strom verdrängt. Wenn wir es mit der Energiewende ernst meinen, muss die Kohleverstromung aufhören – in zwei Wochen machen wir dafür den ersten Schritt.

PS: Wussten Sie, dass Vattenfall komplett dem schwedischen Staat gehört? Jahr für Jahr stoßen Vattenfalls Kohlekraftwerke Jänschwalde, Boxberg und Schwarze Pumpe so viel Kohlendioxid aus wie ganz Schweden – gut 53 Millionen Tonnen. Im klimafreundlichen Schweden geht das nur durch, weil Vattenfall den Bürger/innen dort weis macht, in Deutschland wäre Kohlestrom erwünscht. Helfen Sie mit, am Samstag 23.8. das Gegenteil zu beweisen.

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Autor*innen

Dr. Chris Methmann ist Geschäftsführer von foodwatch Deutschland. Vorher hat er bei Campact Kampagnen geleitet. Als langjähriger Aktivist und Campaigner in der Klimabewegung streitet er für ein Ernährungssystem, das die Grenzen unseres Planeten endlich respektiert – und setzt sich dafür ein, dass nur ehrliches, gesundes und zukunftsfähiges Essen auf unseren Tellern landet. Alle Beiträge

3 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Ich bin auf jeden Fall bei den Anti-Kohle-Aktionen mit dabei! Leider fehlt aber bei der Mehrheit der Bevölkerung noch immer das Bewusstsein für die Zusammenhänge und Hintergründe zur Kohle-und-Tagebau-Problematik. Ich habe gerade einen schönen Text darüber gelesen, es ist zwar Literatur (Prosa), aber ich verlinke ihn hier einfach mal:
    http://www.the-quandary-novelists.com/app/download/7181167975/Nenik_Unglaubliche+Geschichten_Teil+3.pdf?t=1406819207

    Beste Grüße aus Bautzen,
    Sven

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