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Mit dem goldenen Wasserhahn gegen Megaställe

Vor einer Schweine-Kulisse nimmt Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) 210.000 Unterschriften für sauberes Trinkwasser entgegen – und einen goldenen Wasserhahn. Was er dann verspricht, ist ein wichtiger Schritt gegen die Gülle-Flut auf unseren Feldern.


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Noch bevor alles aufgebaut war, versuchten die ersten Passant/innen uns eines der niedlichen Gülleschweine abzuschnacken, die sich als Spalier vor dem Eingang des Landwirtschaftsministerium aufgestellt hatten. Doch leider mussten wir abwehren – denn es sollte ja heute erst noch richtig losgehen: Tag 1 von 3 des Aktionstriathlons von Campact und Aktion Agrar.

Erste Station: Hannover. Ziel: Die Düngeflut stoppen, die unser Trinkwasser bedroht

„Sonne für die Sau, stoppt den Gülle-Stau!“ riefen die ca. 30 Aktiven, die sich vor dem Ministerium versammelt hatten. Sie protestierten gegen die Ausbreitung von Megaställen, die ihren Müll ungebremst auf die Felder kippen. Und machten sich stark für eine Düngeverordnung, die die Düngeflut wirklich eindämmt.

Trotz der Protestaktion erschien Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer kurze Zeit später mit sauguter Laune. Denn heute sollte er von uns einen goldenen Wasserhahn erhalten. Am Donnerstag treffen in Bad Homburg die Agrarminister von Bund und Ländern aufeinander. Und Niedersachsens Meyer zählt zu den wenigen, die Bundesagrarminister Christian Schmidt Paroli bieten – weil dessen Entwurf für eine Düngeverordnung unter aller Sau ist.

Versprechen aus Niedersachsen

Meyer plädiert seit längerem für strengere Kontrollen und mehr Transparenz beim Dünger. Denn gerade in Niedersachsen ist die Situation dramatisch: Über 60 Prozent des Grundwassers sind mit gesundheitsgefährdendem Nitrat belastet. Damit sich die Situation verbessert, braucht es strengere Regeln für die Gülle.

Um das zu erreichen, muss Meyer am Donnerstag für eine Verbesserung der Dünge-Verordnung kämpfen. Und er versprach, das auch zu tun. Wir hoffen, der goldene Wasserhahn landet in Meyers Koffer für Bad Homburg – und macht dort die anderen Minister neidisch…

Morgen folgt die nächste Aktion in Kiel – bevor wir dann am Donnerstag in Bad Homburg vor Ort sind.

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  4. Ich bin schockiert das 60% des Grundwassers mit Nitrat belastet sind. Ich habe mich gerade dafür eingetragen für den Schutz des Trinkwassers!
    Mal sehen ob Herr Meyer es schaffen wird sich Positiv dafür einzusetzen, falls ja hoffe ich das du weiter berichtest.

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