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Wie Lobbyisten versuchen unseren Protest abzuschütteln – und scheitern

Seit Monaten wird über Wirtschaftsminister Sigmar Gabriels Kohlegesetz gestritten. Für Mittwoch kündigte Gabriel jetzt ein Treffen im Wirtschaftsministerium in Berlin mit dem Industrieverband IG BCE an - und wir eine Aktion direkt davor. Nur Stunden vorher wird der Treffpunkt verlegt. Warum die Lobbyisten an den Stadtrand flüchten und wie wir es trotzdem schaffen, sie vor ihrem neuen Treffpunkt zu überraschen.

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Alarm schlagen für das Klima!

Doch noch einmal ganz von vorne: Sigmar Gabriel will die Debatte zu den deutschen Klimazielen endlich voran bringen. Denn seit Monaten tobt eine heftige Debatte um Gabriels Kohlegesetz. Gemeinsam mit den Wirtschaftsminister/innen aus Brandenburg, Sachsen, NRW als auch dem Ministerpräsidenten aus Sachsen-Anhalt, will er mit der Pro-Kohle-Gewerkschaft IG BCE diskutieren, ob und wie viele der dreckigsten Kohlekraftwerke vom Netz gehen werden. Dazu sollte es am Mittwochabend im Wirtschaftsministerium zu einem Treffen kommen. Doch daraus wurde nichts – Campact-Aktive machten Garbriel und seinen Kohle-Freunden von der IG BCE einen Strich durch die Rechnung. Sie kündigten eine Lärm-Demo vor dem Ministerium an: Alarm schlagen für das Klima!

Katz- und Mausspiel mit der Kohlelobby

Doch am Mittwochvormittag erfahren wir, dass das Treffen verlegt wird – vom Wirtschaftsministerium in die am Stadtrand gelegene IG BCE Villa im beschaulichen Berliner Bezirk Westend-Grunewald. Die Verfolgungsjagd beginnt und siehe da: noch bevor Wirtschaftsminister Gabriel mit der Limousine anreist, stehen Campact-Aktive bereits vor dem hohen Zaun des Anwesens. Und es ist laut im sonst so ruhigen Grunewald: mit Töpfen, Pfannen und Trillerpfeifen machen Campact-Aktive ordentlich Lärm. Sie stärken Gabriel damit den Rücken an seinem Kohleausstiegsgesetzt dran zu bleiben und machen den ewig gestrigen Kohlefreunden der Gewerkschaft klar: Klimaschutz geht nur mit Kohleausstieg! Damit sind die Campact-Aktiven nicht alleine, denn eine neue Studie zeigt: über 70 Prozent der Bürger/innen lehnen Kohlekraft ab.

In den nächsten Tagen wird es weitere Treffen mit Sigmar Gabriel geben – und wir werden da sein. Darauf ist Verlass!

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Autor*innen

Campaignerin- Lara Dovifat, Jahrgang 1990, hat Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität Berlin sowie in Russland, Litauen und der Ukraine studiert. Während ihres Studiums war sie u.a bei einer PR Agentur für nachhaltigen Konsum, SumofUs.org, dem ZDF sowie am Institut für Sozialwissenschaften im Bereich Stadtentwicklung und Gentrifizierung tätig. Die letzten Jahre hat sie in der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Berlin und Johannesburg gearbeitet. Darüber hinaus setzt sie sich für Menschenrechte & Pressefreiheit in Osteuropa und Belarus ein. Alle Beiträge

5 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Ich freue mich auch sehr für eure Einsatz und auch wenn mir nicht Möglich ist dabei zu sein, ich werde euch auch Unterstützen wo auch immer ich kann!

    Vielen lieben DANK sage ich auch!!!
    Viele Grüße!

  2. Die IG-BCE könnte doch aushandeln, dass die Kumpel einen Teil der Subventionen als Rente erhalten. Dann wär der Kohleausstieg für die Mitarbeiter zu verkraften und billiger wäre es allemal.

  3. Hallo liebe Freunde,
    Ich freue mich wie ihr euch einsetzt. Leider habe ich kaum freue Zeit….wie vor über 10 Jahren….als ich Aktivist bei Greenpeace war als Atomkraftgegner. Ich unterstütze Euch aber wo ich kann.
    Ich möchte einfach Danke sagen!

    Viele Grüße

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