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Pipeline-Deal: Noch mehr schlechte Presse kann diese Bank nicht gebrauchen

Die erste Banken steigen aus Trumps Pipeline aus. Doch die Bayerische Landesbank bleibt vorerst Geldgeber für das umstrittene Öl-Projekt. Tausende Campact-Aktive haben dafür gesorgt, dass die BayernLB jetzt weiter unter öffentlichem Druck steht – mit dieser auffälligen Anzeige in der Süddeutschen Zeitung.

Die BayernLB darf nicht in die Trump-Pipeline investieren. Zeitungsanzeige in der Süddeutschen Zeitung am 15. Februar 2017.

Anzeige in der Süddeutschen Zeitung am 15. Februar 2017.

„BayernLB: Kein Geld für Trumps Pipeline!“ – unser Appell an den Vorstand der Bayerischen Landesbank (BayernLB) ist auffällig auf Seite 7 im Politik-Teil der Süddeutschen Zeitung als Anzeige abgedruckt. Denn der Kredit für Trumps Pipeline ist deutschlandweit Thema. Das öffentliche Interesse an den weltweiten Protesten ist groß. Jeden Tag gibt es neue Medienberichte. Doch noch will sich die BayernLB nicht von ihren umstrittenen Krediten lossagen. Bisher gibt es nur ein kurzes öffentliches Statement, man warte auf den Ausgang der Gespräche zwischen den beteiligten Parteien ab.

Hält die BayernLB weiter zu Trump?

Schon unsere Aktion vor der Zentrale der Bayerischen Landesbank war ein voller Erfolg. Begleitet von mehreren Kamerateams und Journalisten übergaben wir vor zwei Wochen Matthias Priewitzer, Pressesprecher der BayernLB, zwei prall gefüllte Unterschriftenbücher. Bereits zu dem Zeitpunkt fragte Priewitzerzwei uns: „Wie lange wird Ihre Kampagne denn noch laufen?“. Das zeigt: Die BayernLB ist in Alarmbereitschaft. Denn noch mehr Skandale kann sie sich nicht leisten. In der Vergangenheit sprang die Pressestelle von PR-Desaster zu PR-Desaster, unter anderem wegen des Kaufs der Pleitebank Hypo Alpe Adria oder des Bestechungsskandals rund um den ehemaligen Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone.

Die Bagger rollen wieder – das passiert gerade in North-Dakota

Nachdem US-Präsident Trump Ende Januar den Weiterbau der Dakota-Pipeline angeordnet hat, macht jetzt auch die US-Armee den Weg für die Öl-Röhre frei. Sie genehmigte die Route für den letzten Bauabschnitt, die auch über ihr Grundstück führen soll. Eine auf zwei Jahre angelegte Umweltprüfung wurde gestoppt. Seit Mittwoch wurden die Bauarbeiten aufgenommen. Ureinwohner/innen protestierten gemeinsam mit Umweltschützer/innen monatelang gegen die „schwarze Schlange“. Auch jetzt geben sie nicht auf: Sie beantragten vor Gericht einen sofortigen Baustopp der Dakota Access Pipeline. Doch ein Richter lehnte dieses Gesuch am vergangenen Montag ab. Nach Schätzung des Baukonzerns „Energy Transfer Partners“ soll die Pipeline binnen 60 Tagen fertiggestellt sein und dann innerhalb von 23 Tagen befüllt und in Betrieb genommen werden.

Trumps Pipeline verliert Investoren: Immer mehr Banken steigen aus

Doch die ersten Geldgeber wackeln und planen ihren Ausstieg aus dem Pipeline-Projekt: Die größte norwegische Bank, DNB, hat bereits ihre Vermögenswerte in der Dakota Access Pipeline verkauft. Auch die holländische Bank ABN Amro droht als Sponsor der Öl-Pipeline auszufallen. Die Bank setzt sich für eine friedliche Beteiligung aller ein. „Wenn eine solche Lösung nicht zustande kommt, dann ist die letzte Konsequenz, dass die Beziehung beendet ist“, gab die ABN in einer Pressemitteilung bekannt. Der Stadtrat von Seattle setzte ebenfalls ein Zeichen und beendet die Zusammenarbeit mit der Wells Fargo, dem Hauptfinanzdienstleister der Stadt. Der Grund: Die Bank ist einer der größten Investoren der Dakota-Pipeline.

Deswegen ist es jetzt umso wichtiger, den Druck auf die Bayerische Landesbank weiter zu erhöhen. Wir bleiben dran!

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Es ist unfassbar,dass sich eine Deutsche Bank für solch einen Dreck hergibt. Schande.

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