Dieses Video zeigt in nur 3 Minuten, warum Kükenschreddern sinnlos ist

50 Millionen Küken landen in Deutschland jährlich auf dem Müll. Der Grund: Für die Agrarindustrie haben sie keinen wirtschaftlichen Nutzen. Dabei gibt es längst Alternativen zum sinnlosen Töten. Welche, zeigt eine Landwirtin in diesem Video.

Frisch geschlüpft und ab in den Müll

In der Eierindustrie werden männliche Küken sofort nach dem Schlupf aussortiert und getötet. Entweder landen sie im Schredder oder werden direkt vergast. Beseitigt werden sie, weil sie für die Mast nicht schnell genug fett werden und keine Eier legen.

Das ist die Alternative zum sinnlosen Kükentöten

Die Bio-Landwirtin Inga Günther trotzt diesem System. Sie zieht auch die männlichen Küken auf und entwickelt eine eigene Rasse: Ein Huhn, das genug Fleisch ansetzen kann und eine Henne, die ausreichend Eier legt. Mit ihrem Engagement ist Inga Günther nicht allein. Mittlerweile wehren sich zahlreiche Landwirte gegen die Kükentötung. Sie zeigen, dass es auch in Großbetrieben ohne Schreddern geht. Dennoch hält die Agrarindustrie an dieser grauenvollen Praxis fest. Ein Verbot der Kükentötung ist deshalb zwingend notwendig.

Ein Ende des Schredderns in Sicht?

Denn obwohl Agrarminister Schmidt Anfang des Jahres den „Ausstieg aus dieser ethisch und moralisch inakzeptablen Praxis“ ankündigte, geht sein Plan nicht auf: Auf der Grünen Woche stellte er ein Verfahren vor, mit dem das Geschlecht der Küken schon vor dem Schlupf erkennbar sein soll. Eingesetzt werden sollte diese Früherkennung noch in diesem Jahr. Doch das Forscherteam, das an dem Verfahren arbeitet, bestätigte: Die Methode wird frühestens in zwei Jahren marktreif sein. Zwei Jahre, in denen weitere 100 Millionen Küken sinnlos getötet werden.

Wie Landwirtin Inga Günther kann auch die Campact-Aktive Janine Schulz nicht so lange warten. Deshalb hat sie auf WeAct eine Petition gegen das sinnlose Kükenschreddern gestartet und bereits über 220.000 Unterschriften gesammelt.

Jetzt kommt es auf uns an!

Dass es auch ohne Schreddern geht, zeigen Landwirte wie Inga Günther. Wir müssen Christian Schmidt weiter unter Druck setzen, damit er sich zu einem Schredder-Verbot durchringen kann. Deswegen sammelt Janine Schulz Unterschriften für das Verbot der Kükentötung! Unterstütze sie dabei und unterzeichne ihre Petition:

WeAct LogoDiese Petition wurde auf WeAct, der neuen Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da Campact aber die Ziele der Petition unterstützt, möchten wir Dich auf die Kampagne hinweisen.

2 Kommentare

  • von Witting Claudia

    Ist es nicht egal ob ein Küken kurz nach dem Schlüpfen geschreddert oder wenige Zeit später anders getötet wird um verzehrt zu werden? Ist das Verkürzen des Leids durch das Schreddern nicht sogar tierfreundlicher, wenn man bei dieser ganzen Art des Umgangs mit Lebewesen das Wort freundlich überhaupt benutzen kann?

  • von DCR

    Oje. Noch sinnvoller wäre es, weder Eier noch Fleisch zu konsumieren. Das würde das ganze Problem sofort lösen.
    Diese ständige Schönrederei – ich ess ja nur Biofleisch, blah… Fleisch ist halt nur Notfallnahrung für Menschen, wenns nix anderes gibt – ja, das gilt auch für Hühnchen. Und jetzt werden die Hähne alson nicht mehr geschreddert, sondern als Erwachsene gegessen. Das ist… viel viel besser. Oke…
    Warum amputieren wir unseren Schweinen nicht ein Bein und lassen das Tier noch ein bisschen leben, wenn wir ne Schweinshaxe wollen?

    Und ja, ich weiß schon, das nervt viele. Ich selbst bin auch nicht vegan – und ich will auch nicht missionieren. Ich möcht nur auf etwas hinweisen, das mir bei der männliche-Küken-Schreddern-Überlegung fast immer fehlt.

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Veröffentlicht von Linda Neddermann

Trainee Campaigning – Linda Neddermann, Jahrgang 1988, ist gebürtige Bremerin, Politikwissenschaftlerin und Tierschützerin. Sie war von 2011-2015 Abgeordnete in der Bremischen Bürgerschaft für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit den Schwerpunktthemen Jugendpolitik, Tierschutz und Strategien gegen Rechtsextremismus. Danach war Linda bei der Kinderhilfsorganisation „Aktion Hilfe für Kinder“ für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig und hat ihr Studium der Politikwissenschaft an der Uni Bremen abgeschlossen.