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Schufa, CDU/CSU oder Agrarlobby: Wenn wir im richtigen Moment gemeinsam aktiv werden, können wir uns sogar gegen mächtige Gegner*innen durchsetzen. Das zeigen drei aktuelle Erfolge. Doch es bleibt noch viel zu tun – und dafür brauchen wir Deine Unterstützung!

Ob mit Maske und Abstand vor der Schufa-Zentrale, Zeitungsanzeigen für mehr Lobbytransparenz oder einer Hologramm-Demo für die Agrarwende – wir alle streiten auch in der Pandemie gemeinsam für eine progressive Politik. Wenn wir Hunderttausende sind und uns als Bürgerbewegung zusammenschließen, können wir wichtige Erfolge erringen. In den letzten Tagen waren es gleich drei.

Schufa, Lobbyregister, Agrarpolitik: Drei Erfolge

  • Die Schufa stoppte ihren Plan, Millionen Kontoauszüge zu durchleuchten.

    Über 380.000 Menschen hatten zuvor den gemeinsamen Appell von Digitalcourage und Campact an die Schufa unterzeichnet. Mit Sandwich-Plakaten, auf denen nackte Körper zu sehen waren, demonstrierten wir vor der Schufa-Zentrale in Wiesbaden und forderten: “Schufa, mach Dich selber nackig!” Hier findest Du mehr Infos.

  • Der Bundestag hat endlich ein Lobbyregister beschlossen.

    Lobbyist*innen müssen künftig in diesem Register eintragen, in wessen Auftrag und mit welchem Budget sie Einfluss auf die Politik nehmen. Die Union hatte das jahrelang verhindert. Wir konnten die aktuellen Korruptionsskandale nutzen und haben mit LobbyControl große Zeitungsanzeigen geschaltet – in den Wahlkreisen der entscheidenden Abgeordneten. Tausende Campact-Unterstützer*innen schrieben ihnen persönliche E-Mails. Das hat Wirkung gezeigt.

  • Weniger Steuergeld für Agrarfabriken.

    Die Konzerne fordern, Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) liefert – so kennt es die Agrarlobby. Nun dürfte sie enttäuscht sein. Klöckner wollte wieder Milliarden an Subventionen vor allem an Agrar-Riesen vergeben. Doch das konnten wir teilweise verhindern. 25 Prozent der Agrarsubventionen sind nun an Umweltleistungen geknüpft – ein wichtiger Anfang für eine Agrarwende. Dafür gingen wir mit Greenpeace und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) virtuell auf die Straße – auf Deutschlands erster Hologramm-Demo liefen über 200.000 Menschen mit. Bei der Agrarministerkonferenz fuhren wir zusammen mit Bäuer*innen auf Treckern und mit Hängerladungen voller Mist vor. Wir zeigten: Die Politik sollte uns Bürger*innen und Bäuer*innen verpflichtet sein – und nicht der Agrarindustrie. 

Diese Erfolge zeigen: Unser Protest wirkt – auch unter den schwierigen Bedingungen einer Pandemie. Weil Campact-Unterstützer*innen mit ihrem Engagement zur Stelle sind, wenn unsere gemeinsamen Werte bedroht werden. Trotzdem gibt es ein Machtungleichgewicht: Große Konzerne verfügen über ein riesiges Budget und hochbezahlte Lobbyist*innen. Es ist oft schwer, sich dagegen durchzusetzen. 

Datenschutz, Lobby-Fußabdruck und echte Agrarwende

Deshalb ist auch noch viel zu tun. Die Gesetzgebung muss unsere sensiblen Kontodaten besser vor dem Zugriff datenhungriger Konzerne schützen. Und das Lobbyregister ist zwar ein riesiger Fortschritt, aber es hat noch Lücken. Vor allem fehlt ein Lobby-Fußabdruck, der sichtbar macht, wer an einem Gesetzentwurf mitgewirkt hat. Auch an einer echten Agrarwende müssen wir weiter arbeiten – für eine klimaneutrale Landwirtschaft ohne Tierquälerei und Ackergifte. 

Dass wir all diese und weitere Themen mit voller Kraft verfolgen können, ermöglichen unsere Förder*innen. Schließe auch Du Dich an: Stärke unsere Bürgerbewegung und fördere Campact mit einem regelmäßigen Beitrag.

Wenn Protest wirkt, ist das ein herrliches Gefühl. Es zeigt, dass wir Bürger*innen viel Macht haben, wenn wir uns zusammentun. Das Erfolgsrezept von Campact: Wir starten nicht nur Online-Appelle und Kampagnen in den sozialen Medien, sondern unser Protest ist auch außerhalb des Internets sichtbar – vor der Schufa-Zentrale genauso wie vor dem Tagungsort einer Agrarministerkonferenz. 

Hologramm-Demo, Telefonaktionen, Online-Appelle

Weil Demonstrationen mit Hunderttausenden Menschen aktuell nicht möglich sind, setzen wir verstärkt auf kleinere, aufsehenerregende Aktionen mit Maske und Abstand. Aber auch auf E-Mail- oder Telefon-Aktionen. Und wir probieren immer wieder Neues aus – wie zum Beispiel die Hologramm-Demo für die Agrarwende. Hier haben wir vor dem Bundestag einen Vliesstoff gespannt, auf den die Teilnehmenden projiziert wurden.

Zu so verschiedenen Themen gleichzeitig kompetent und informiert arbeiten – dabei helfen uns viele Partner*innen. Mit ihnen zusammen bündeln wir unsere Kräfte und schließen uns zu Bündnissen zusammen, wie etwa mit Digitalcourage, LobbyControl, Greenpeace oder der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). 

Campact wartet immer auf genau den richtigen Moment – und startet eine Kampagne erst, wenn sich die perfekte Chance für progressive politische Veränderungen ergibt. So etwa, als sich durch die Maskenkorruption und den Aserbaidschan-Bestechungsskandal die Gelegenheit auftat, CDU und CSU beim Thema Lobbytransparenz endlich zum Einlenken zu bewegen. Oder wenn eine politische Entscheidung auf der Kippe steht – wie bei der Agrarreform.

Hunderttausende im Netz und auf der Straße

Dank der mittlerweile über 2,4 Millionen Campact-Unterstützer*innen können wir im entscheidenden Moment Hunderttausende sein – im Netz genauso wie auf der Straße. Das schaffen nur wenige Organisationen so schnell wie wir. Möglich ist diese Geschwindigkeit nur, weil Zehntausende Campact regelmäßig fördern. So haben wir Planungssicherheit und können sofort loslegen.

Doch wann immer es eine Chance für positive Veränderungen gibt, ruft dies auch mächtige Konzerne und Wirtschaftslobbys auf den Plan, die vor allem an kurzfristigen Profiten interessiert sind. Damit unsere Bürgerbewegung im entscheidenden Moment handeln und noch mehr Erfolge erstreiten kann, brauchen wir viele Menschen, die diese Arbeit stärken. Nur so können wir im Kampf gegen Klimakrise, Überwachungswahn und Korruption erfolgreich sein.

Bitte unterstütze deshalb Campact mit einem regelmäßigen Beitrag.

4 Kommentare

  • von Otto Wiegele

    Ich spende bisher schon regelmäßig an campact , weil ich diese Initiative äußerst wichtig finde.

  • von Nicola

    Lieber Hans-Joachim, verlier nicht den Mut! Ich hab z.B. bei Deinem Namen mit dem – auch gleich verstanden, dass es ein Doppelname ist. Mit ein bisschen Übung klappt es bestimmt bald besser mit dem Lesen. Weißt du, was noch echt gut ist? Bei einer Hologram-Demo triffst du keine Massen von Leuten, nur Bilder!
    Eine Frage noch: Ich glaub du hast den Text abgeschickt und aus Versehen alles Positive gelöscht. Kannst Du das nochmal schicken? Danke Dir!

  • von Markus Friedrich

    Ma was ganz anderes.
    Warum Schreiben die Grünen als einzige höre Partei THC (Canabis) Legalisirung in ihre Wählergunst Geschreibsel Hinein schon seit Jahren aber Passiern tut nix.
    Außer das man in Anderen Ländern ja jetzt Coffeeshops Gründet und so.
    Aber hier Hat man sogar nachweislich behandelbare Krankheiten mit THC lieber erst als aller letztes mittel 3 wochen vor dem Tode behandelt.
    Zum Abschluss lieber noch ein Bier Für den 16 Järigen…. aber Fürs Kiffen 3 Jahre in den Bau… Macht es Legal wie Glücksspiel dann kannst du genau so an deinen Süchtigen wie DU Sie Nennst verdienen! Ich meine nur THC keine einzige andere Substanz. Die die lunge schädigt und Körperlich abhängig macht (Nikotin) oder deine Leber tötet und dich Körperlich abhängig macht (Alkohol)…. aber THC macht (kann) Psychisch abhängig machen! Ja lieber Staat wie Glücksspiel au!… merktst du was?

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Schaft entlich diesen Stern ab wenn
    man Eure Texte list versteht man
    nicht was eigentlich gemeit ist
    nun zu Euch ich werde auf keinen
    Fall an einer Demo teilnehmen wo
    sich die Leute in Massen treffen,
    ausserdem werden bei soeiner
    veranstalltung nur Sonntagsreden
    gehalten.

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Yves Venedey

... ist Campaigner im Kampagnen-Team 1. Er war schon Marktforscher, Briefträger, Geschäftsführer, Journalist und Pressesprecher. Yves Venedey ist Autor des Buchs “Abschalten”, das 2011 im Fischer Verlag erschienen ist.

Veröffentlicht von Christoph Bautz

Christoph Bautz ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Er gründete 2002 gemeinsam mit Felix Kolb die Bewegungsstiftung, die Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen fördert. 2004 initiierte er mit Günter Metzges und Felix Kolb Campact. Seitdem ist er Geschäftsführender Vorstand. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrats von WeMove, der europaweiten Schwesterorganisation von Campact, sowie der Bürgerbewegung Finanzwende.