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JEFTA: Wie die Daseinsvorsorge unter den Hammer kommt

Eine neue Studie zeigt: JEFTA bedroht unsere öffentliche Daseinsvorsorge. Wasserwerke oder Buslinien könnten zukünftig in privater Hand liegen. Hier findest Du die gesamte Analyse.

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JEFTA darf nicht in Kraft treten. Über 500.000 Menschen in ganz Deutschland unterzeichneten im Juli unseren Appell an den EU-Ministerrat. Denn: Das EU-Japan-Abkommen gefährdet unsere Daseinsvorsorge.

Mit JEFTA drohen Liberalisierung und Privatisierung in vielen Bereichen, die bis jetzt in Hand der Kommunen sind. Damit reiht sich JEFTA ein in eine Serie von Abkommen, die Konzerninteressen über das Allgemeinwohl stellen.

Studie belegt: JEFTA gefährdet öffentliche Daseinsvorsorge

Um zu analysieren, wie JEFTA die öffentliche Daseinsvorsorge aushöhlt, hat Campact eine Studie in Auftrag gegeben. Der Autor Thomas Fritz ist Experte für Wirtschafts-, Entwicklungs – und Umweltpolitik. Er hat bereits CETA und TTIP kritisch beleuchtet. Seine Analyse zeigt: Viele der Verpflichtungen, auf die sich die EU und Japan verständigt haben, sind ein Risiko für die Aufrechterhaltung und die Qualität öffentlicher Dienstleistungen.

Hier findest Du die komplette Studie

Wasser, Finanzen, Verkehr: Diese Bereiche sind bedroht

An zahlreichen Beispielen beleuchtet Fritz die Rolle des Abkommens bei der Liberalisierung spekulativer Finanzinstrumente, auf den Marktzugang im öffentlichen Personenverkehr, den Schutz privater Quellcodes vor Offenlegung, die Absicherung des Handels mit fossiler Energie und die Deregulierung der Abwasserbeseitigung.

Thomas Fritz Analyse zeigt: Der freie und gleiche Zugang aller Menschen zu universell verfügbaren öffentlichen Leistungen steht auf dem Spiel. JEFTA untergräbt so soziale Gerechtigkeit.

Jetzt die gesamte Studie lesen

So tragen wir unseren Protest zu den Abgeordneten

Noch gibt es eine Möglichkeit, das Abkommen zu verhindern. Denn bevor JEFTA in Kraft treten kann, muss das EU-Parlament zustimmen. Schon im Dezember entscheidet das EU-Parlament endgültig über JEFTA. Für uns ist klar: Die Parlamentarier/innen dürfen JEFTA so nicht zustimmen. Darum bleiben wir dran – mit einer großen Aktionswoche Ende Oktober.

Vom 26. Oktober bis zum 2. November besuchen wir die Abgeordneten in ihren Büros. Dort überreichen wir ihnen die Studie von Thomas Fritz und einen Auktionshammer. Ein Symbol dafür, dass sie den Ausverkauf unserer Daseinsvorsorge verhindern müssen.

Hier klicken, um die Studie kostenlos herunterzuladen

Du willst auch ein Zeichen gegen JEFTA setzen? Dann teile diese Studie mit Deinen Freund/innen und Bekannten. Hier haben wir außerdem eine Zusammenfassung der Ergebnisse für Dich erstellt.

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Autor*innen

Victoria Gulde ist seit 2018 Campaignerin bei Campact. Als Teil des Kampagnen-Teams gegen Rechtsextremismus setzt sie sich gegen die Normalisierung rechten Gedankenguts ein. Sie hat Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Internationale Beziehungen studiert. Für den Campact-Blog schreibt sie über Gedenktage und die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur. Alle Beiträge

7 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Hallo Campact Team

    der Link in der Antwort oben führt auf die Admin-Seite. Das kann ja wohl nicht stimmen, oder? Könnt ihr den Link hier noch entsprechend korrigieren? Würde mich interessieren, Danke.

    Roman

  2. Wenn Jafta schon kritisirt wirt sollte der Autor
    auch vorschlege machen wie man das besser,
    machen kann, wen er da von Arnug hat bis her
    war es so das immer nur geredet wird und nicht
    gehandel.

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