Marita am Abgrund

Im Rheinland und in der Lausitz wollen Energiekonzerne Dörfer zerstören, um Kohle zu fördern. Das gefährdet Deutschlands Klimaziele – und das Zuhause von Marita Dresen. Sie wehrt sich auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact.

von  Olga Perov 1 Kommentar
„Für meine Familie und mich ist das eine doppelte Katastrophe: Die Kohlebagger fressen sich immer näher an unser Zuhause. Und das Verbrennen der Kohle heizt die Klimakrise an und zerstört die Lebensgrundlage unserer Kinder”, sagt Marita Dresen. Mit ihrer Familie und ihren Pferden lebt sie im nordrhein-westfälischen Kuckum. Ihre Heimat soll dem Tagebau Garzweiler II weichen. Für Kohle, die eigentlich im Boden bleiben sollte, wenn wir unsere Klimaziele noch erreichen wollen.

Union zerstört Dörfer

Sogar das Bundesverfassungsgericht hat gerade erst geurteilt: Deutschland tut zu wenig für den Klimaschutz. Das bringt auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Verlegenheit. In seiner Heimat ist der Kanzlerkandidat als Kohle-Freund bekannt. Im Wahlprogramm hält seine Union am späten Kohleausstieg fest – und damit an der Zerstörung der Dörfer. Marita und ihre Mitstreiter*innen aus dem Rheinland und der Lausitz wollen das nicht hinnehmen. Sie haben eine Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet und fordern: Schutz für ihre Dörfer und eine wirksame Klimapolitik.

Mit diesen Forderungen sind sie nicht allein; in ganz Deutschland setzen sich Hunderttausende für mehr Klimaschutz ein. Die Entscheidung fällt am 26. September – bei der Bundestagswahl. Stelle Dich jetzt an die Seite von Marita Dresen. Gemeinsam können wir den Parteien klar machen: Die nächste Bundesregierung stellt nur, wer es mit dem Klimaschutz ernst meint, schnell aus der Kohle aussteigt – und damit die bedrohten Dörfer erhält. Mache mit und unterzeichne die WeAct-Petition!
Marita Dresen hat ihr ganzes Leben in Kuckum verbracht. „Ich bin hier aufgewachsen. Den wunderschönen Hof, auf dem ich lebe, haben bereits meine Eltern bewirtschaftet. Er ist seit 1862 im Besitz unserer Familie”, erzählt sie. „So fruchtbare Böden gibt es sonst weit und breit nicht.” Nun muss sie zusehen, wie die riesigen Kohlebagger immer näher rücken, wie der Kohlekonzern RWE jahrhundertealte Kirchen zerstört und Dorfgemeinschaften auseinanderreißt.
„Das ist für mich besonders bitter: Unser Zuhause soll verschwinden, nur damit RWE sich weiter die Taschen voll machen kann”, sagt Marita. Kanzlerkandidat Laschet spielt hier ein doppeltes Spiel: Im Wahlprogramm der Union bekennt er sich zu den Pariser Klimazielen – und will gleichzeitig bis 2038 Kohle fördern. Bei Wahlkampfauftritten gibt er sich bodenständig und volksnah, doch in seinem Bundesland lässt er ganze Dörfer wegbaggern. „Wie soll das zusammengehen?”, fragt die WeAct-Petentin. Eines ist klar: Das 1,5-Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen verfehlt Deutschland so krachend.

„Der Kampf um unsere Dörfer zeigt, wie katastrophal die Klimapolitik der Großen Koalition ist.” – Marita Dresen

„Der Kampf um unsere Dörfer zeigt, wie katastrophal die Klimapolitik der Großen Koalition ist”, sagt Marita Dresen. Sie und ihre Mitstreiter*innen fordern: Die nächste Bundesregierung muss schnell aus der Kohle aussteigen und die bedrohten Dörfer im Rheinland und in der Lausitz erhalten. Unterstütze die Petition und unterzeichne jetzt auf WeAct.


Mit WeAct Politik bewegen

Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da viele Campact-Aktive die Petitionen unterstützen, möchten wir Dich gerne darauf hinweisen.

Jedes Jahr werden Tausende Menschen auf WeAct aktiv. Sie schließen sich zusammen und bewegen so Politik im Großen und Kleinen:

Politische Veränderung lebt von Menschen, die den ersten Schritt machen. Starte auch Du Deine Kampagne auf WeAct!

1 Kommentar

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Ihr sagt das Ministerpräsident Laschet ein
    Kohlefreud ist und denn Kohleausstieg so
    spät wie möglich in Kraft setzen will,ich
    muß Euch nicht daran erinnern das auch
    Frau Hannelore Kraft im Wahlkampf sich
    für die Kohle stark gemacht hat, ich bin zwar
    kein Jurist und kann auch nicht sagen wie eine
    Klage vor Gericht aus geht, den nur mit einer
    Unterschrieften samlung wirt es nicht gehen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

1000 Zeichen verbleiben

Veröffentlicht von Olga Perov

Olga Perov studierte European Studies und Internationale Studien/Friedens- und Konfliktforschung. Erste Erfahrungen in der NGO-Pressearbeit sammelte sie bei Reporter ohne Grenzen. Von 2017 bis 2019 war sie Pressevolontärin bei Campact. Seit Oktober 2019 arbeitet sie als Campaignerin bei WeAct.