Theory of Change 11: Zurückgespult

Vier Jahre Große Koalition gehen zu Ende. Was haben wir gemeinsam mit der Zivilgesellschaft geschafft – trotz häufiger Blockade durch die Regierungsparteien? Wo sind wir gegen Wände gelaufen? Und was lernen wir daraus für unser weiteres Engagement? Im Campact-Podcast Theory of Change ziehen wir Bilanz.

Vier Jahre Große Koalition gehen zu Ende. Was haben wir gemeinsam mit der Zivilgesellschaft geschafft – trotz häufiger Blockade durch die Regierungsparteien? Wo sind wir gegen Wände gelaufen? Und was lernen wir daraus für unser weiteres Engagement? Im Campact-Podcast Theory of Change ziehen unsere Campaigner*innen Katrin Beushausen und Chris Methmann Bilanz.
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Vier Jahre Große Koalition gehen im Herbst zu Ende. Gefühlt waren das vier Jahre Stillstand in vielen drängenden Fragen, zum Beispiel bei Klimaschutz, Lobbytransparenz, Hate Speech oder Insektenschutz und Glyphosatverbot.

Vier Jahre GroKo – Campact zieht Bilanz

In der Sommerfolge unseres Campact-Podcasts Theory of Change ziehen unsere Campaigner*innen Chris und Katrin Bilanz: Wo haben wir mit der Zivilgesellschaft die Blockaden der Regierungsparteien einreißen können? Wo laufen wir noch gegen Wände? Und was lernen wir daraus für unser weiteres Engagement?
Hinweis: Wir haben den Podcast bereits im Juni aufgezeichnet.

Shownotes

Hier gibt’s mehr Infos und Links zu unseren Quellen:

  • Ein kleiner Erfolg zu Beginn: Kükenschreddern wird endlich verboten
  • Und die EU verpflichtet multinationale Konzerne zu mehr Transparenz bei Steuern
  • Hier haben wir den O-Ton zum Alleingang bei Glyphosat vom damaligen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gefunden
  • Die SPD wollte Glyphosat danach aus dem Verkehr ziehen
  • Auch Schmidts Nachfolgerin Julia Klöckner (CDU) kündigte mehr Engagement an – machte aber kaum was
  • Das Hin und Her bei der Einschätzung zu Glyphosat fasst agrarheute zusammen
  • Nach der Aufzeichnung der Podcasts hat Deutschland tatsächlich den Ausstieg beschlossen, in der EU ist ein Glyphosat-Verbot aber längst nicht sicher
  • Der O-Ton zur Demonstration „Gegen Hass und Rassismus im Bundestag“ stammt aus der Tagesschau vom 22. Oktober 2017, 20 Uhr
  • Hier findet ihr die Studie zu den Maßnahmen der Bundesländer gegen Hatespeech, die Campact gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung gemacht haben
  • Wie HateAid Betroffenen hilft, schildert unsere ehemalige Kollegin Anna-Lena von Hodenberg in einem FR-Interview
  • Die Probleme des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes kurz zusammengefasst
  • Der Ton aus der Tagesschau zur Affäre Amthor und seinen Aktienoptionen bei der Tagesschau auf Youtube
  • Und Schäuble konnte im Bericht aus Berlin (ARD) kein Fehlverhalten erkennen – Artikel nicht mehr verfügbar, deshalb Link zum Video der Sendung
  • Die Union hat oft Bereitschaft zu Transparenz signalisiert und dann doch wieder verschleppt und aufgeweicht – hier ein Beispiel von 2012
  • Auch die SPD hat nicht immer sauber gearbeitet, hier das Beispiel Peer Steinbrück und seine horrenden Sprecherhonorare
  • Mit der Corona-Krise kamen die krummen Maskendeals gieriger Unions-Politiker – ein Riesenskandal
  • Aber auch eine Riesenchance für das Lobbyregister. Mehr dazu hier.
  • Ohne Druck lassen die Parteien strengere Transparenz-Regeln aber schnell wieder unter den Tisch fallen, sobald der Skandal nicht mehr aktuell ist
  • NGOs wie LobbyControl fordern z.B. mehr Anstrengung beim exekutiven Fußabdruck – die Regierung blockiert
  • SPD und Union wollten 2018 gleich zu Beginn ihrer Zusammenarbeit die Klimaziele verwerfen (Link zur Tagesthemen-Sendung)
  • Der Streit um den Hambacher Forst war eine Initialzündung der Bewegung (Schwerpunkt-Seite der taz)
  • Die Ergebnisse der Kohlekommission waren ziemlich ernüchternd. Mehr dazu bei den Klimareportern.
  • Die Bundesregierung verabschiedete 2019 ein Klimapaket, das aber eher ein Klimapäckchen war
  • Die Fridays for Future-Bewegung zeigte, was für ein Protest-Potenzial in der jungen Generation steckt (Interview in DLF Kultur inklusive massiver Fehleinschätzung zur Ausdauer von FFF durch Protestforscher)
  • Aber auch der neueste Versuch zu den Klimazielen, den der Bundestag noch schnell am 24. Juni 2021 verabschiedet hat, ist ziemlich schwach. Mehr dazu findest Du hier.

So klappt es mit dem Podcast

Podcasts wurden erfunden, um sie auf einem Mobilgerät wie Smartphone oder Tablet zu hören – als Ohrenfutter beim Putzen, Aufräumen, Bahnfahren etc. Zum Hören empfiehlt sich ein Podcatcher – eine App, die ihre Podcasts verwaltet, speichert, abspielt.

Auf Apple-Geräten (iPhone, iPad) ist die App “Podcasts” vorinstalliert. Solltest Du ein solches Gerät benutzen, gelangst Du über den “Apple-Podcasts”-Button oben in den Podcast in dieser App. Andere beliebte Player auf iOS sind Overcast oder Castro. Wenn Du diese Apps nutzen willst, findest du „Theory of Change“ über die Suchfunktion der App, oder du fügst den sog. “RSS-Feed” des Podcasts hinzu: https://theoryofchange.podigee.io/feed/mp3

Auf einigen Android-Geräten ist ein Podcatcher vorinstalliert, auf anderen nicht. Für Android gibt es die kostenlose Open-Source-App AntennaPod oder das beliebte PocketCasts, das jedoch einmalig Geld kostet. Wenn diese (oder andere solche) Apps installiert sind, findest Du „Theory of Change“ über die Suchfunktion der App, oder Du fügen den sog. “RSS-Feed” des Podcasts hinzu: https://theoryofchange.podigee.io/feed/mp3

Für alle Nutzer*innen der Streaming-Dienste Spotify oder Deezer gelangt man über den obigen Button in die App. Der Podcast ist auch im kostenlosen Spotify-Angebot erhältlich. Allerdings ist er dann durch Werbung umrahmt/unterbrochen – auf deren Auswahl Campact selbst keinen Einfluss hat.

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Veröffentlicht von Chris Methmann

ist seit 2001 in der Umwelt- und globalisierungskritischen Bewegung aktiv. Er war Mitglied im Koordinierungskreis von Attac Deutschland. Chris Methmann hat Politikwissenschaft, Jura und VWL studiert und zu internationaler Klimapolitik, Klimasicherheit und Klimamigration promoviert. Seit 2014 ist er bei Campact.

Veröffentlicht von Katrin Beushausen

Katrin Beushausen kam von der Bühne zur Politik: Nach dem Studium der Theaterwissenschaft arbeitete sie als Pressereferentin und Dramaturgin, lehrte und promovierte zum Verhältnis von Theater und Öffentlichkeit. Sie organisierte kreativen Protest gegen Uni-Sparpläne und stritt bei 350.org gegen klimaschädliche Investitionen. Seit 2016 ist sie Campact Campaignerin.