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5 Vorsätze für ein gutes Jahr 2023

Jedes Silvester die gleiche Frage: Was nehme ich mir für das kommende Jahr vor? Wir stellen fünf gute Vorsätze für 2023 vor, die Dir helfen – und auch anderen.

Champagnerkorken mit Agraffe, Luftschlangen, Konfetti und leeres Sektglas an Silvester.
Auch an Silvester nicht vergessen: Party-Deko hinterher so entsorgen, dass sie wiederverwertet werden kann! Foto: blickwinkel / IMAGO

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist – online wie offline – vor allem von einem Thema geprägt: Welche guten Vorsätze habe ich für das kommende Jahr? Firmen, Coaches und News-Seiten beeinflussen diese Unterhaltung sehr; nicht zuletzt, um einem dann das beste, neuste und tollste Abnehm-Programm oder eine unfehlbare Fitness-Routine für den #Beachbody und so noch mehr überflüssigen Konsum-Quatsch anzudrehen, als man schon zu Weihnachten bekommen hat.

Dabei gibt es so viele gute Vorsätze, die Dir tatsächlich helfen können – und mit denen Du auch noch anderen hilfst. Wir stellen Dir hier fünf vor.

1. Ruhe, Entspannung und Achtsamkeit

Das Jahr 2022 war aufregend und nervenaufreibend, viel ist in der Welt passiert. Deswegen beginnt diese Liste mit einem guten Tipp, den Du streng genommen schon vor dem Start von 2023 umsetzen kannst: Starte ruhig ins neue Jahr. Nutze Silvester, um alle Deine persönlichen Ereignisse von 2022 Revue passieren zu lassen – wenn Du magst, auch zusammen mit Freund*innen. Tauscht euch aus, was euch in diesem Jahr bewegt hat und was ihr davon in das neue Jahr mitnehmen möchtet. Zur Jahreswende stoßt ihr gemeinsam am und beglückwünscht euch, dieses Jahr erfolgreich gemeistert zu haben.

Diese Ruhe kannst Du auch in andere Bereiche übertragen. Es gibt ohnehin schon gute Gründe, auf Silvester-Feuerwerk zu verzichten: Neben dem Schutz von Tieren und der Umwelt schonst Du damit auch Deinen von der Inflation geplagten Geldbeutel. Jährlich werden etwa 2050 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerkskörper freigesetzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Darüber hinaus freuen sich auch die Notfallhelfer*innen, wenn möglichst viele Menschen auf Knallkörper zu Silvester verzichten. Die Krankenhäuser sind ohnehin schon voll – je weniger Menschen sich durch Feuerwerk verletzen können, desto besser.

Auch aus anderer Perspektive kann das Feuerwerk schlimm sein. Über eine Million Geflüchtete aus Kriegsgebieten kamen 2022 nach Deutschland – die meisten aus der Ukraine. Silvester kann für sie ziemlich belastend sein.

Für Menschen, die kriegstraumatisiert sind, ist Silvester eine Herausforderung. Es gibt viele Trigger, die einen in das Kriegsgeschehen zurückversetzen können: Man hat den Krach, den Rauch und auch den Geruch – das alles kann an das Erlebte erinnern.

Tanja Michael, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie

Also: Viele gute Gründe, ruhig, entspannt und ohne viel Krach ins neue Jahr zu starten. Diese Ruhe kannst Du in das neue Jahr mitnehmen.

2. Vegan ins Jahr – für Körper und Klima

Ein klassischer Vorsatz fürs neue Jahr ist, endlich mal gesünder zu leben und was für den eigenen Körper zu tun. Warum nicht also einen „Veganuary“ einlegen? Veganuary ist ein Kofferwort aus den Begriffen vegan und January (Januar). Dahinter steckt die Herausforderung, sich einen Monat lang vegan zu ernähren (oder auch darüber hinaus). Der Begriff wurde vor ein paar Jahren von einer gleichnamigen Initiative geprägt.

Vegane Ernährung schützt das Klima – und wenn Du sie aufmerksam verfolgst, kannst Du damit auch etwas gutes für Deinen Körper tun. Hier erklären wir Dir, wie Du mit fünf einfachen Schritten in die vegane Ernährung einsteigen kannst.

3. Helfen und Geben, nicht nur zu Weihnachten

In der Vorweihnachtszeit werden mit Abstand die meisten Spenden getätigt und Organisationen unterstützt. Aber auch in den anderen elf Monaten des Jahres brauchen Bedürftige, Hilfsorganisationen und wohltätige Vereine Unterstützung. Der Winter hat gerade erst angefangen und verspricht kalt zu werden, dazu kommen die Inflation und hohe Energiepreise.

Wie Du Dich das ganze Jahr über engagieren und die Zivilgesellschaft stärken kannst, liest Du hier.

Wie Du vertrauenswürdige Organisationen erkennst und fünf kleine Initiativen, die Großes leisten, besprechen wir hier.

4. Ungerechtigkeit und Irreführung ansprechen

Greenwashing (auf Deutsch „Grünwaschen“ oder „Grünfärben“) bezeichnet eine Strategie, mit der sich Akteur*innen, Firmen oder Personen durch die gezielte Verbreitung von Desinformationen ein Image ökologischer Verantwortung zu verschaffen suchen.

Es ist zwar schön und auch absolut sinnvoll, sich zum Beispiel privat vorzunehmen, Energie zu sparen oder kein Plastik nutzen zu wollen. Man sollte aber dennoch nicht darauf reinfallen, wenn große Unternehmen oder die Politik versuchen, die Verantwortung für Umwelt und Klimakrise ganz auf uns individuelle Konsument*innen abzuwälzen.

Sprich an, wenn Dir Sachen komisch vorkommen, Du Greenwashing und Versuche entdeckst, Klimaschutz zu umgehen – und mache andere ebenfalls darauf aufmerksam. Wie Du irreführende Werbung und nachhaltig erscheinende, vermeintliche Klima-Siegel erkennst, liest Du in diesem Beitrag.

5. Unbequem bleiben

Eine Demokratie lebt von der aktiven Beteiligung ihrer Bürger*innen. Deswegen ein wichtiger Vorsatz für 2023: Bleibe unbequem! Zeige Diskriminierung, Ungerechtigkeiten und Skandale dort auf, wo es sie gibt und mache Dich mit anderen lautstark bemerkbar. Nur so kann es progressive Veränderung geben! Das fängt am eigenen Tisch zuhause an, bei Familienfesten oder Treffen mit Bekannten. Wie Du solche Unterhaltungen geschickt manövrierst, liest Du hier.

Wichtigen Themen und Anliegen mehr Gehör verschaffen kannst Du zum Beispiel, wenn Du an Demos und Protesten teilnimmst. Wenn Du in Berlin oder Brandenburg wohnst, ist zum Beispiel die Demo für gutes Essen und gute Landwirtschaft von „Wir haben es satt“ am 21. Januar in Berlin Deine erste Adresse im neuen Jahr. Auch Fridays for Future stellt das ganze Jahr über Demos und Aktionen auf die Beine. Schaue hier, wie Du Dich lokal und regional fürs Klima engagieren kannst.

Und natürlich hat auch Campact gute Vorsätze für das Jahr 2023: Unsere Bürgerbewegung will weiterhin für Klimaschutz, faire Löhne, gerechte Besteuerung, Menschenrechte und Datenschutz einstehen – und noch viel mehr progressive Themen angehen. Wenn das auch zu Deinen guten Vorsätzen gehört, werde Teil der Bürgerbewegung und trage Dich in den Newsletter ein:

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Autor*innen

Linda Hopius ist freie Journalistin und schreibt zu den Themen Umwelt und Naturschutz. Dazu arbeitet sie als Naturmentorin in der Wald- und Erlebnispädagogik und berichtet darüber auf ihrem Instagram-Kanal @lindasnaturgeschichten. Für Campact arbeitet sie seit 2024 als freie Journalistin und kümmert sich im Campact-Blog vor allem um Service-Themen. Alle Beiträge

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